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• Montag, Juni 15th, 2009

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Nachdem unser Auto am Samstag nun doch nicht fertig wurde, brachen wir gegen Mittag in Amman auf und fuhren nach Petra. Auf dem Weg dorthin machten wir auf halber Strecke den ersten Sightseeing-Stop. Und wen trafen wir da? Markus und Ulf. Welch Zufall.

Kerak wird bereits im alten Testament genannt und ca. 900 v. C. gegründet. Strategisch günstig gelegen, diente es verschiedenen Herrschern und Völkern als Bezirkshauptstadt. So nutzte beispielsweise der Kreuzritter Rainhald von Chatillon die heute noch zu besichtigende Burg bis zur Belagerung durch Saladin. Dabei setzte er mit seinem noblen Gefolge aus heutiger Sicht jedoch ein wenig rühmliches Beispiel, tauschte er doch Frauen und Kinder während der Belagerungszeit gegen frisches Brot ein. Aus Sicht fundamentalistischer Kreuzritter auf dem Weg zur Befreiung Jerusalems als Weg ihrer Erlösung wahrscheinlich nur ein logischer Schritt.

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Wir hatten inzwischen schon schönere Festungen gesehen, z. B. Krak des Chévaliers und waren daher nicht so beeindruckt. Wir wollten jetzt nach Petra. Und wählten dafür die langsame Route über die King’s Road.

Blick auf das Dana Nature Reserve

Blick auf das Dana Nature Reserve

Landschaftlich schön, aber langatmig. Wir verfuhren uns mehrfach und kamen erst gegen 19 Uhr in Petra an. Dort steuerten wir das Hotel an, das uns Ericus und Zelda empfohlen hatten, und campten auf deren Parkplatz.

Ericus und Zelda hatten wir zusammen mit ihren Kindern Zanté und Ivan noch am Freitag in Madaba getroffen. Wir haben bei unserem fünften Tag vor Ort endlich das lokale Pflichtprogramm absolviert: die Mosaik-Karte Palästinas in der Georgskirche sowie das Mosaikmuseum (der Burnt Palace ist leider freitags nicht zugänglich). Auf dem Parkplatz an der Georgskirche campten die vier in ihrem Land Cruiser mit aufgesetzter Wohnkabine. Wir verabredeten uns für den Abend und kamen deshalb wieder erst spät ins Bett. Die Vier sind auf dem umgedrehten Weg: Von Südafrika kommend wollen sie sich bis nach Europa durchschlagen. So konnten wir uns natürlich gut austauschen: Wir haben ihnen einiges über Syrien, die Türkei und Westeuropa erzählt und sie uns von den afrikanischen Nationalparks, Kenia und Sudan. Auch sie erzählten uns, dass sie in Sudan keinerlei Probleme hatten, allerdings hatten sie während der ganzen acht Tage Durchfahrt einen heftigen Sandsturm und konnten zeitweilig kaum die Hand vor Augen sehen. Hinzu kam: kein Internet und kein SMS-Versand möglich, während ihres gesamten Aufenthalts.

Der nächste Tag sollte früh beginnen, also verschwanden wir früh ins Bett und versuchten neben der belebten Straße zu schlafen, was erstaunlicherweise auch ohne Ohropax doch recht gut gelang,

So erlebten wir: One night in Petra.

Gegen 5 Uhr weckte uns Jörgs Handy. Unwillig standen wir auf und machten uns bereit für einen Spaziergang durch das vor uns liegende UNESCO Weltkulturerbe – nicht unser erstes auf der Tour. Kurz vor 6 Uhr standen Ulf und ich vor dem Ticket-Häuschen und versuchten mit dem einzigen Menschen, der dort herumlief zu verhandeln, dass wir gerne jetzt ein Ticket kaufen wollen. Der Mann sagte irgendetwas von „Yes yes“ und „Sett“. Ich interpretierte das Gespräch so: wir dürfen erst um 7 Uhr rein und vorher gibt es keine Tickets.

Kurz danach kamen Markus und Jörg dazu und wir beratschlagten, was wir nun täten. Da fiel uns das unbesetzte Eingangstor auf und schwupps waren wir drin. Die Tür war offen, keiner war da. Wir wollten ja zahlen, aber unser Geld war einfach nicht gut genug.

Wir schafften es, die ersten an Khazne Faraun zu sein und machten Fotos ohne jegliche Touristen im Vordergrund. Dasselbe Spiel an den Königsgräbern. Erst gegen halb acht gesellten sich vereinzelt Leute hinzu, die nicht Shop-Betreuer, Kamel- oder Eseltreiber waren. Den ganzen Weg zu den Gräbern wurden wir von einer wachsenden Horde Hunde begleitet. Es begann mit einem einzelnen und endete mit sechs. Sehr friedliche Weggesellen. Dann trennten sich auch die Wege des Teams „Markus & Ulf“ und „Jörg & Anja“. Die zwei Landrover-Fahrer eilten ins Wadi Rum, um sich die Gegend dort herum anzuschauen und abzuchecken, wie viel Zeit sie dafür auf ihrer Rückkehr einplanen müssten. Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung hinter den Kulissen. Im Reiseführer wurden durchaus die Worte „anstrengend“ und „viele Treppen“ erwähnt, aber ich war so sicher, dass es nicht so schlimm sein könnte. Wir verliefen uns natürlich zunächst, fanden aber doch dank sparsam aufgestellter Schilder zum richtigen Pfad, zumal wir auch diese Tour wieder „rückwärts navigierten“. Dann sahen wir auch erneut Gräber, Räume, die in den Stein eingelassen waren und tolle Farbenspiele an den Felsen. Während unserer Wanderung gelangen wir immer höher und konnten ganz gut  überblicken, wie groß Petra einmal gewesen sein muss. Soweit das Auge blickte, waren überall Kunstwerke in die Felsen gehauen. Die Freude über das, was ich sah, verflog aber irgendwann. Es war inzwischen ziemlich genau Mittag, ich hatte Hunger, war müde und immer noch nicht am Gipfel angekommen. Ein Zurück hätte bedeutet, dass wir den ganzen bisherigen Weg hätten komplett zurückgehen müssen und das hätten meine Füße nicht ausgehalten. Also Augen zu und durch. Ich brauchte viele Pausen, jammerte und Jörg versuchte mich zu motivieren. Einzige Motivation war jedoch der Gipfel, den ich, sobald wir ihn erreichten, links liegen ließ, um schnell wieder herunter zu kommen. Dort oben gab es eh nichts außer einem Obelisken. Der Weg runter war auch noch einmal sehr anstrengend, da voller ungleicher Stufen und glattem Untergrund. Danach war ich fertig mit Petra. Jetzt fehlte nur noch der zähe Weg zum Ausgang.

Petra

Traumhafter Morgen in Petra

Wir hatten mal wieder gerade so viel Geld dabei, dass es für den Eintritt gereicht hätte und sonst nichts. Wir waren nicht sicher, ob am Eingang die Eintrittskarten geprüft wurden, denn wir hatten ja keine, hätten den Eintritt dann aber ohne Protest bezahlt. Somit war kein Geld mehr für ein Pferd übrig, das mich zum Eingang hätte tragen können.

Ich war wirklich fertig.

Auf der Fahrt nach Aqaba schlief ich sofort ein. Und wachte kurz vor Aqaba überhaupt nicht erholt auf. Motivation, doch wieder fit zu werden, war das Barbeque, auf das wir uns freuten. Im Hotel lernten wir schnell Jan & Trevor kennen und auch Markus & Ulf kamen früh an. Am und im Pool diskutierten wir alles Mögliche und erzählten uns Geschichten, was wir bisher auf unserer Reise erlebt hatten. Das war eine schöne Einstimung auf den Abend.

Schließlich fuhren wir gegen acht alle an den Strand, Jan hatte einiges an Essen vorbereitet, und trafen dort Joachim & Karola wieder. Zusammen mit einem italienischen Paar (wie wir per Land Cruiser unterwegs) und einem englischen Pärchen (mit dem Motorrad auf dem Weg nach Australien) waren wir eine Gruppe von etwa 12 Travellern. Es war richtig gemütlich und das Essen war toll. Es gab u. a. Kartoffelsalat, etwas was ich seit Deutschland nicht mehr gesehen hatte.

Es zog jedoch immer mehr Wind auf und es wurde dadurch etwas ungemütlich. Markus, Ulf, Jörg und ich wollten nur noch schnell ins Bett. Der Tag hatte uns sehr geschlaucht und die anderen trafen sich noch auf ein Scheide-Bierchen auf deren Campingplatz.

 

 

Category: Jordanien
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