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• Dienstag, Januar 12th, 2010

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Heute mussten wir alle eine Pause einlegen. Die Sonne schien seit Tagen zum ersten Mal und wir nutzten diesen Umstand aus, um einen Tag am Strand und in der Sonne zu verbringen. Brenton-on-sea hat einen feinen Sandstrand und sogar ein paar Schattenstellen. Als wir ankamen, war dort ein großes Zelt aufgebaut, das für eine Hochzeit vorbereitet war. Wir suchten uns ein Plätzchen unter einem Felsvorsprung, wo es genügend Schatten für uns gab. Ich hatte meine Lektion im Sonnenbaden schon ein paar Tage vorher bekommen und blieb die ganze Zeit im Schatten, nach 2-3 Stunden waren auch alle anderen leicht gerötet und so fuhren wir zurück in die Lodge. Dort verbrachten wir die Zeit schlafend im Bett und auf der Terrasse im Liegestuhl. Der Tag ging schnell vorbei. Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg, um etwas essen zu gehen. Steffen fuhr uns nach Thesen Island, wo wir eine Tapas & Oyster Bar fanden. Die Tapas waren sehr lecker, der Service hätte besser sein können. Zum Abschluss des Abends spielten wir in Steffen und Emas Zimmer Doppelkopf. Ema bemerkte an dem Abend, dass wir bisher noch nicht wirklich afrikanisch essen waren. Stimmt, aber es scheint an der Garden Route auch nicht viele (bezahlbare) Restaurants mit lokaler Küche zu geben. Die Gegend ist so touristisch, dass man sich hier sehr auf den europäischen Geschmack eingerichtet hat.

Es folgte ein Tag, an dem wir wieder viel vor hatten. Wir wollten heute Tiere sehen. Also fuhren wir nach dem Frühstück wieder in die Richtung Plettenberg Bay und gingen dort erst mal ins Elephant Sanctuary (Elefanten Tierheim). Hier werden Elefanten wieder aufgepäppelt, um sie auf lange Sicht wieder auszuwildern. Bei der Gelegenheit werden sie gleich noch „erzogen“, nach dem Belohnungsprinzip für Touristen ein paar Kunststücke vorzuführen und sich so ihren Unterhalt selbst zu verdienen. Den Touristen wird gezeigt, was es für typische Verhaltensweisen gibt, wie z.B. Schnauben, Kopf schütteln, den Rüssel aufstellen. Als Highlight darf man mit den Elefanten ein Stückchen „Hand in Hand“ spazieren. Dazu nimmt man seine rechte Hand und streckt sie nach oben geöffnet nach hinten. Dort legt der Elefant seinen Rüssel ab (der Rüssel ist ziemlich schwer und feucht) und folgt einem auf Schritt und Tritt. „A life changing experience“ – stimmt irgendwie, wenn man so nahen Kontakt mit einem Elefanten bekommt. Wir waren uns aber durchaus bewusst, dass das keine natürliche Umgebung für Elefanten ist und dass sie nichts gemeinsam haben mit denen in der freien Natur. Hoffentlich wird dem „gemeinen Touristen“ damit kein vollkommen falsches Bild vermittelt.

Elephant Sanctuary

Spaziergang mit Riesen

Danach waren kleinere Tiere dran. Ganz in der Nähe ist nämlich Monkey Land. Auch eine Art Tierheim für Affen, die früher vom Menschen misshandelt oder falsch gepflegt wurden. Wir sahen acht verschiedene Rassen über unsere Köpfe hinweg springen, essen, zwischen uns herumlaufen,… Viele endemische Affen gibt es hier nicht, denn es handelt sich vor allem um hübsche Affen aus Madagaskar, die sich manche Leute gerne in den Käfig stecken. Manch einer von uns wurde auch mal angepinkelt ;-), aber ansonsten wollten die Affen nicht so nahe kommen.

Monkey Land

Affenstall

Gleich nebenan war „Birds of Eden“, auch ein Sanctuary, nur dieses Mal für Vögel. Am Eingang gab es ein kleines Vogelerkennungsheftchen zu kaufen, in dem man abhaken konnte, welchen Vogel man gesehen hat. Dieses Heftchen kauften wir uns und gaben es in die Obhut von Ema, die fleißig mit mir abhakte, während ich Fotos schoss. An einer Stelle, ließen wir uns zu viel Zeit und hatten gleich einen Freund gewonnen. Ein kleiner Kakadu setzte sich auf Emas Schulter und wollte sich von da nicht abschütteln lassen. Der Stock, den Steffen ihm hinhielt, damit er seinen Sitzplatz wechseln konnte, wurde kurzerhand zerlegt. Mit einer geschickten Bewegung wurden wir ihn allerdings los. Später, als wir einen Kuchen essen wollten, das gleiche Spiel nochmals. Diesmal mit einem Sittich, der sich in Jörgs Hemd verliebte und sich ständig auf seine Schulter setzte.

Birds of Eden

Wir hatten viele Vögel

Der Tag war lang und aufregend. Wir hatten nicht mehr genügend Zeit, um nach Hause zum Umziehen zu fahren, also gingen wir direkt zur Waterfront nach Knysna. Dort trafen wir nach kurzer Zeit auf Sabine und Klaus. Steffen kennt Sabine aus Stuttgart aus der Bank. Mit ihnen gingen wir Fisch und Fleisch essen. Es war ein sehr lustiger Abend.

An unserem letzten halben Tag in Knysna – übrigens ein binärer Tag 😉 – hatten wir schon wieder was Spannendes vor. Wir standen früher auf als sonst, packten schnell das Auto und fuhren wieder nach Plettenberg Bay. Wir hatten eine Whale- & Dolphin-Watching-Tour gebucht und mussten dort schon um kurz nach 9 Uhr sein. Um 9.30 Uhr ging es los. Wir sahen eine riesige Gruppe Delphine an der Küste auf und ab schwimmen.

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Danach fuhren wir zu Seelöwen. Die waren für uns wiederum nichts besonderes, da wir schon viele davon in Namibia gesehen hatten. Wale sahen wir leider keine, angeblich war der letzte Wal vor einer Woche an der Küste gewesen, nun aber nicht mehr da.

Dolphin Watching

Großfisch-Beobachtung

Danach gings nach Oudtshoorn. Es war ja nicht weit und so konnten wir den Nachmittag noch am Pool verbringen und uns entspannen. Am Abend machten wir einen großen Braai und aßen stunden lang und spielten Bohnanza.

 

 

Category: Südafrika
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