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• Samstag, Dezember 05th, 2009

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Am Freitag, den 4. Dezember setzten wir unsere Reise durch Namibia fort. Alexander aus dem Londiningi gab uns ja eine ausführliche Routenbeschreibung und so konnten wir nichts falsch machen.

Map_Spreetshoogte_01

Die ersten 80 Kilometer führten uns auf einer geteerten Straße in den Süden, dann bogen wir ab auf eine Piste Richtung Westen. Hier herrschte wieder Einsamkeit. Es war kein Mensch auf der Straße zu sehen und rechts und links sah man nur Farm-Zäune. Wir überquerten fast ohne es zu merken den Wendekreis des Steinbocks und verließen damit die Tropen. Es gab dafür kein Schild, nur die Anzeige im GPS Gerät. Nach ca. 3 ½ Stunden erreichten wir den Spreetshoogte Pass mit seiner atemberaubenden Aussicht.

Spreetshoogte Pass

Super Geheimtip

Es folgte ein steiler Abstieg in das Tal, das kilometerbreit war, rechts begrenzt von flacheren Bergen und roten Dünen, links eine steile Bergkante. Irgendwann flachte die Bergkante ab und wir fuhren zwischen Bergen und entfernten Dünen, ein kleiner Vorgeschmack auf Sossousvlei.

Nach Spreetshoogte im Tal

Nach Spreetshoogte im Tal

Solitaire ließen wir rechts liegen und folgten den Ausschilderungen nach Sesriem. Dort angekommen versuchten wir erst in einer Lodge unser Glück, denn nach Alexanders Beschreibung sollte es noch vor dem Parkeingang ein Camp geben. Mit Camping außerhalb und in der Nähe des Gates waren wir allerdings erfolglos und so fuhren doch in den Park. Fürs Übernachten und den Park zahlten wir insgesamt 320 N$, nicht billig, aber der Campingplatz war groß und mit großzügigen Plätzen für Autos angelegt. Diese Plätze waren alle mit Steinen eingezäunt, enthielten einen Braai Platz, Strom und Licht und in der Mitte ein großer Schatten spendender Baum.

Nachdem wir eine Weile brauchten, um unser Auto unter dem Baum zu platzieren, so dass wir nicht die ganzen unteren Äste abrissen und trotzdem noch das Dach aufmachen konnten, entschlossen wir uns kurzerhand, für ein paar schöne Abendbilder noch in den Park zur Düne 45 zu fahren. Um uns aus unserem Campingplätzchen herauszufädeln, brauchten wir wieder 15 Minuten, denn diesmal verfing sich ein Ast in unseren Reifen-Strippen. Dann aber ging eine lange, jedoch wunderschöne Fahrt durch die Dünen los. Man braucht ungefähr 60 Kilometer, bis es spannend wird und die ersten Dünen anfangen. Dieser Umstand und die Geschwindigkeitsbegrenzung machten es etwas schwierig, den Park von Anfang an toll zu finden. Die Menge und Schönheit der Dünen entschädigt dann aber für vieles.

Sossousvlei am Abend

Dünenlandschaft im Abendlicht

Der Vogel hat keinen Platz auf unserem Auto…

Der Vogel hat keinen Platz auf unserem Auto…

Bei der Fahrt raus entdeckten wir noch rätselhafte Kornkreise

Bei der Fahrt raus entdeckten wir noch rätselhafte Kornkreise

Um 20:30 Uhr mussten wir wieder aus dem Park draußen sein, was wir durch eine leichte Überhöhung des Tempolimits erreichten. Blitzer haben die dort zum Glück noch nicht aufgestellt. Als wir wieder zurück unter unserem schützenden Baum standen, begannen wir das Grillen. Wir hatten uns bei Hartlief ein Braai-Pack gekauft, von dem wir jedoch enttäuscht wurden. Das Fleisch war nicht von bester Qualität, aber essbar. Dazu gab es Spanish Omelett, von dem wir den Großteil fürs Frühstück übrig ließen. Als wir fertig waren, kam uns sogar ein Schakal besuchen. Ich habe mich ganz schön erschrocken als ich das kleine Raubtier in unserem Revier sah. Die Lampe, die wir ihm ins Gesicht hielten, fand er allerdings nicht so witzig und haute schnell ab.

Den nächsten Tag begannen wir nach National-Park-Codex um 5 Uhr, damit wir möglichst zum Sonnenaufgang im Park sind. Das innere Gate öffnete sogar kurz nach 5 Uhr, sodass wir das geschafft hätten, aber wir brauchten unsere Zeit und so kamen wir erst um 6 Uhr zum Tor. Leider genau der Zeitpunkt, zudem auch das äußere Gate öffnete, wo sich bereits eine Schlange gebildet hatte. Wir wurden überholt von einigen Autos, allen voran ein Bus mit deutschen Touristen (ich weiß das, weil wir sie später natürlich auch in den Dünen wiedertrafen). Man muss ja immer Erster sein…

Nach 80 Kilometern war der Parkplatz vor dem 4WD-Track Richtung Deadvlei erreicht. Hier steigen Bus-Touristen und Leute ohne Allradfahrzeug in Shuttles um, die einen zum nächsten Parkplatz bringen, der Ausgangspunkt ist für Dünenwanderungen. Das ausgetrocknete Flussbett war selbst mit unseren ziemlich vollen Reifen (3 bar) nicht schwer zu durchfahren, sodass wir nach ca. 10 Minuten da waren. Wir parkten und liefen zu der Düne, die ich 2005 schon bestiegen hatte. Mit Jörg machte der Aufstieg mehr Spaß :-). Durch die viele Fahrerei sind wir etwas ungelenk geworden, was besonders mir zu schaffen machte. So eine Düne kann verdammt hoch sein (ich hab gelesen, die war so etwa 150m hoch).

 

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Sossousvlei am Morgen

Dünenlandschaft am frühen Morgen

Oben angekommen, genossen wir eine Weile die Ruhe und Aussicht, bevor die deutschen Touristen am Kamm einfielen und es etwas ungemütlich machten. Jörg und ich sprangen sanft die Düne runter, denn runter machts viel mehr Spaß als hoch.

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Danach hatten wir bergeweise Sand in den Schuhen und mussten sie erst mal ausleeren.

Dünen im Schuh

Dünen im Schuh

Jörg hatte noch die Energie weitere Dünen zu überqueren, um sich das Deadvlei näher anzuschauen.

Deadvlei

Tot? Auf keinen Fall!

Ich ging ein Stück mit, sah aber den richtigen Weg nicht, war total fertig und keine Energie, noch mehr Dünen in der sengenden Hitze zu überqueren. Ich drehte somit um. Ich brauchte ein kleines Schläfchen, denn ich sollte noch weiter fahren und wollte dann nicht über dem Steuer einnicken. Nach 10 Minuten war mein Nickerchen im Auto um, denn da stand ein Fan am Fenster. „Wow“ und „Amazing“, hörte ich und wachte auf. Dann fragte er mich durchs offene Fenster, ob wir mit dem Auto aus Deutschland gekommen wären und welche Länder wir durchquert haben und und und. Ich wurde mit Fragen gelöchert bis Jörg kam und mir beistand. Wir aßen mit den begeisterten Amerikanern ein kurzes Frühstück und fuhren dann los. Mitten im Tiefsandfahren wurden wir von einer Frau aufgehalten, die aus ihrem Auto ausstieg und uns wild zuwinkte. Ich dachte, die hat ein Problem und hielt an, obwohl ich so gut im Fluss war. Die Frau kommt zu unserem Fenster und sagt: „wir wollten mal die Hannoveraner sehen, wir kommen auch aus Hannover!“ Ich dachte, mich trifft der Schlag. Deswegen hält sie uns auf? Kann sie in ihrer Heimatstadt nicht genügend Hannoveraner beobachten? Nach wenigen Sätzen freundlichen Smalltalks durften wir weiterfahren und wurden bis zum Parkausgang auch nicht mehr aufgehalten.

An die Namibia-Kenner: Ist das ein Toktokkie?

An die Namibia-Kenner: Ist das ein Toktokkie?

Danach trennte sich sowieso der Weg und wir fuhren die Strecke, die wohl eher wenig befahren wird. Uns kamen auf dem gesamten Stück bis Aus vielleicht eine handvoll Autos entgegen. Auf der D707, einer schönen Panoramaroute tauschten wir wieder die Fahrer, da meine Energie nicht mehr zum Fahren ausreichte. Das frühe Aufstehen, kein Frühstück und erst mal Wandern tat mir gar nicht gut. Ich bin ja auch im Urlaub und einen anderen Rhythmus gewöhnt. 😉

Die Landschaft änderte sich hier schnell. Zu Beginn war es noch bergig und es gab viele flache und auch hohe Dünen. Im Namib Naukluft Park, den wir dabei durchquerten, sahen wir auch immer mal wieder kleine Herden Oryx, Zebras oder Strauße. Dann wurde es grasiger und die Dünen verschwanden. Dafür nahmen die Kontraste zu: gelbe Stroh-Wiesen, graue schroffe Berge, tiefblauer Himmel.

Die D707 endet etwa 60 km vor Aus, wo wir eine vielbesuchte Location anfuhren: das Klein-Aus Vista. Hier werden Zimmer und auch Camping angeboten. Der Campingplatz ist zwischen Bergen gelegen und recht idyllisch. Nach unserer Ankunft mussten wir erst mal duschen, bevor wir uns ans Feuermachen machten. Heute tauschten wir mal die Rollen. Ich spielte Grillmeister, Jörg den Koch und die Putzfrau (gut, das Auto wischt Jörg immer lieber aus als ich). Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten hatten wir aber doch ein gutes Feuer und konnten unseren zweiten Teil vom guten Hartlief-Fleisch essen. Diesmal war das Fleisch ausgezeichnet und wir waren danach zufrieden und satt.

Der Sternenhimmel war hier atemberaubend schön. Man konnte die Sterne so lange klar und deutlich erkennen bis der Mond aufging. Das war für uns der Zeitpunkt, ins Bett zu gehen. Hier wird nachts schon kühler und man muss sich wieder aneinanderkuscheln, wenn man nicht frieren will.

 

 

Category: Namibia
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One Response

  1. 1
    ben 

    Ich bin zwar kein Namibiakenner … habe aber das Wissen der Welt vor mir stehen. Unter http://images.google.de/images?hl=de&um=1&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=Tok+Tokkie&spell=1&start=0 gibt es ja einige Bilder dieser Tierchen. Einige sehen so aus wie das Eurige. Insofern eine ganz klare Antwort: Ja es könnte sein, dass dies ein Toktokkie ist 🙂 Hoffe das hilft.
    Viele Grüße!

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