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• Dienstag, November 10th, 2009

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In Maun suchten wir zuerst das Sedani Hotel auf, das uns Stuart und Fiver empfohlen hatten. Wir waren sehr geschafft vom erneuten frühen Aufstehen und da freute es uns sehr, dass der Pool, das Restaurant und auch der riesige Campingplatz so einladend aussahen, dass wir gleich da blieben. Wir fanden ein schattiges Plätzchen in der Nähe der Duschen, leider ohne Braai-Platz (Feuerstelle) und ohne Strom. Entspannung suchten wir jedoch gleich am Pool und gönnten uns nach der langen Fahrt ein Savanna Dry und einen Snack als spätes Mittagessen. Bis zum Sonnenuntergang blieben wir hier und dösten vor uns hin, bevor wir zurück zum Auto schlenderten. Auf dem Weg trafen wir ein uns gut bekanntes Auto wieder: Didi und seine Reisebegleiter hatten ihre Zelte und Stühle gerade ausgepackt. Während Didi einen Tag Pause vom Fahren und Reiseleiten hatte, machten seine Gäste eine Tour mit dem Mokoro durch das Okavango Delta. Durchaus auch etwas, was wir uns überlegt hatten, auch wenn wir schon verschiedene Touren auf Flüssen gemacht haben. Die Mokoros (oder dug-out-canoes bzw. Kanus aus einem Holzstamm) sind hier sehr beliebt für Ausflüge.

Wir entschieden, hier drei Nächte zu bleiben. Ein Tag war für putzen reserviert, am anderen Tag wollten wir uns mit einem besonderen Ausflug belohnen. Das Putzen war bitter nötig, denn die Robertsons Gewürze (eine südafrikanische Marke) haben offensichtlich nicht-rüttelfeste-selbstöffnende Deckel. Nach zwei Tagen im Chobe Nationalpark hatte sich nach den Onion Flakes, bei dem ich es fast rechtzeitig gemerkt hatte, jetzt „Spice for Rice“ in unserem ganzen Küchenschrank verteilt. Onion Flakes, also getrocknete Zwiebeln, lassen sich recht einfach ausfegen, Spice for Rice ist allerdings ähnlich dem Currypulver, sehr fein und farblich intensiv. Ausräumen, sauber machen und umsortieren des Küchenschranks bestimmten unseren Vormittag, dann fuhren wir in den Ort, um ein bisschen einzukaufen.

Dieser Vogel schaute uns immer wieder zu

Dieser Vogel schaute uns immer wieder zu

Maun war wie ausgestorben und da fiel uns auf, dass heute Sonntag war. Trotz des Feiertags hatten ein paar wenige Läden auf, sodass wir im Spar ein paar Lebensmittel besorgen konnten. Wir waren so versunken ins Einkaufen, dass uns nicht auffiel, dass der Laden immer leerer wurde, bis wir schließlich höflich gebeten wurden, mit unseren Mini-Einkauf doch bitte zur Kasse zu gehen, weil sie gerne schließen würden.

Am Montag dann war unser großer Tag, wir hatten einen Rundflug über das Okavango Delta gebucht. Um 15.30 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht und etwa eine halbe Stunde später ging es los. Unser junger Pilot wies uns kurz in das kleine Flugzeug ein und schon gings los. Neben dem Piloten gab es noch drei Plätze. Jörg durfte vorne Platz nehmen, während ich zum Fotografieren die ganze Rückbank für mich alleine hatte.

Der Motor wurde gestartet und kurz darauf ging es Richtung Startbahn. Ein paar andere Flieger landeten zunächst, dann fuhren wir in die richtige Position. Er beschleunigte und wir hoben ab. Ein tolles Gefühl, wenn man immer höher kommt, alles unter einem immer kleiner wird und man die Welt von oben sehen kann. Mir ging dabei richtig das Herz auf, so lange bin ich schon nicht mehr geflogen. Besonders hoch flogen wir nicht, bei etwa 300 Fuß war Schluss. Genau die richtige Höhe, um von Landschaft und Tieren noch genug zu sehen. Leider war die ganze Gegend thermisch sehr aktiv. Der Volksmund klagt dann über „Luftlöcher“, die es ja eigentlich nicht gibt, … aber ich will hier nicht ausholen, das langweilt nur zu sehr.

Wir flogen in einem großen Kreis von Maun aus gegen den Uhrzeigersinn über das Delta. Man sah ziemlich schnell, warum Autos hier nicht durch fahren können, es war sehr sumpfig und große Flüsse durchzogen schlangenförmig das Gelände. Tiere sahen wir auch recht schnell. Große Elefantenherden zogen am späten Nachmittag zu den Wasserlöchern, auch Giraffen sahen wir einzeln herumwandern. Im Wasser waren viele Hippos zu erkennen und an einer Stelle sogar Krokodile, die einen toten Elefanten zum Abendessen genossen. Zudem sahen wir viele Gnus und Büffelherden sowie Zebras.

[Jörg:] Der „7/8-Elefant“ war mein absolutes Highlight. Mindestens zwei Dutzend Krokodile sah man drum herum teilweise an Land, teilweise im Wasser. Unser Pilot erklärte uns anfangs, dass er so ziemlich alles machen könne, bis auf zu tief fliegen und kreisen, denn das sehe die Parkverwaltung gar nicht gern. Doch dies musste sich auch unser Pilot nochmals genauer anschauen und es gab zumindest eine halbe Drehung extra. Scheint auch für ausgebuffte Buschpiloten kein alltäglicher Anblick. Fortuna war uns wieder einmal hold!

Okavango Delta Scenic Flight

Flug-Safari

Mit diesem Flug vervollständigen wir die Liste der unterschiedlichen Safari-Formen und auch wenn es recht teuer war (150$ pro Person), so hat es sich doch gelohnt. Wie oft kann man sonst die Tierwelt von oben sehen? Bei mir ist außerdem die Flug-Lust wieder aufgekeimt und ich habe mir vorgenommen, wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte, mache ich den Flugschein. 🙂

Weil der Nachmittag so schön war, wollten wir uns den Abend nicht mit Kochen vermiesen 😉 und beteiligten uns an der Vertilgung des Buffets des Hotels. Eine gute Wahl. Spät für unsere Verhältnisse, gegen 23 Uhr rollten wir zurück zum Wagen und verkrochen uns ins Bett.

Category: Botswana
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