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• Montag, September 21st, 2009

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In Kampala verbrachten wir 3 anstrengende Tage. Einer war gefüllt mit dem Versuch, unseren Blog und andere Dinge am Computer aktuell zu halten. Der nächste stand im Zeichen der Planung. Wir hatten ja seit Reisebeginn an Ostern nie wirklich einen Zeitplan, was und wann wir etwas ansehen wollten, wie viel Zeit wir in einem Land verbringen möchten etc. In Jinja überkam mich dieses Gefühl, dass wir ein bisschen hinten dran sind, und in Kampala war ’s dann Zeit zum „Fakten auf den Tisch legen“. Genauer gesagt bedeutete dies, dass Jörg und ich uns mit Reiseführern bewaffneten, die große Afrika-Süd-Karte auf dem Billard-Tisch ausbreiteten und jeder einen Plan machte, was er sehen möchte und wie viel Zeit wir einplanen. Am Ende kam dabei heraus, dass wir erst Anfang Dezember an den Viktoria Falls sind und dann kaum noch Zeit für Südafrika, Botswana und Namibia haben. An dem Punkt haben wir dann auch aufgehört, denn wie unsere Reise durch den Südzipfel Afrikas aussehen soll, hängt noch von anderen Faktoren ab: Verschiffen wir das Auto zurück oder nicht? Feiern wir Weihnachten mit Jan und Trevor? Wollen wir etwas auslassen oder nicht? Das haben wir alles noch nicht entschieden, aber wenigstens steht jetzt ein Plan für unsere Weiterreise durch Ruanda, Tansania, Sansibar, Malawi und Sambia. Um uns ein wenig von den ernüchternden Ergebnissen abzulenken, verbrachten wir noch einen Tag in Kampala und fuhren mit Jan und Trevor nach Mabamba, um nach dem seltenen Schuhschnabel zu suchen. Die, die Uganda kennen, fragen sich jetzt: Warum in Kampala, und nicht in den Murchison Falls? Die Antwort ist einfach: von Kampala aus sind es 300 km zum Murchison Falls NP und noch mehr Kilometer über mehr oder weniger gute Straßen nach Süden, über Fort Portal und den Queen Elizabeth NP (der 30$ p.P. und 50$ fürs Auto kostet). Danach wird man sich fragen: Was ist so toll am Schuhschnabel, ist doch auch nur ein großer Vogel?! Auch die Antwort ist einfach: Ist man ein Birdwatcher, wie Trevor, dann ist der Schuhschnabel eine Trophäe in der Sammlung. Der Vogel ist von Aussterben bedroht und nur noch selten anzutreffen (wer mehr wissen will: http://de.wikipedia.org/wiki/Schuhschnabel). Für mich waren es eher emotionale Gründe, warum ich den Schuhschnabel unbedingt sehen wollte: Als ich klein war, ging ich mit meinen Großeltern oft in den Berliner Zoo, und für meinen Opa war der Schuhschnabel etwas ganz besonderes. Ganz zu Anfang gab es im Berliner Zoo ein Paar, bis einer starb und vor lauter Traurigkeit nachfolgte. Mein Opa hatte sogar ein gezeichnetes Bild von diesem Schuhschnabel im Schlafzimmer hängen. Mir ist diese Erinnerung so im Gedächtnis geblieben, dass ich an Stelle meines Opas den Schuhschnabel gerne „in Echt“ sehen wollte. Trevors und mein Wunsch fand Gehör und wir führen ca. 70 km von Kampala nach Mabamba. Dort machten wir eine ökotouristische Tour mit einem Stocherkahn durch den Sumpf über „Mabamba Ramsan Site / Ecological Tourism Tours” (N 0° 04.561’, O 32° 21.019’, 078-2-890533 der Veranstalter heißt „Billy“). Die Tour sollte eigentlich nur 2 Stunden lang sein, wir hatten den Schuhschnabel aber noch nicht gefunden – dafür allerhand andere Vögel. Der Guide auf Jörg und meinem Boot war aber so ehrgeizig uns den Schuhschnabel zu zeigen, dass er alles gab.

[Jörg:] Wer dies liest und auch eine Tour hier hin plant, sollte unbedingt um die Guides „Vincent“ und „Patrick“ bitten. Wir hatten das Gefühl, dass es ihnen ein wirkliches Anliegen war, uns den Schuhschnabel zu zeigen und uns nicht nur einfach für zwei Stunden durch den Sumpf zu paddeln. Unsere Runde war dann auch deutlich länger, aber es wurde überhaupt nicht nach mehr Geld gefragt hinterher. Ehrensache, dass es für den Einsatz und diese Zurückhaltung dann auch einen Trinkgeld gab…

Wir fuhren raus auf den Viktoriasee und in alle erdenklichen Kanäle des Sumpfes. Aber auch nach 4 Stunden kein Vogel in Sicht. Wir wiederholten unser Angebot, ein anderes Mal wieder zu kommen und jetzt zurück zu fahren mehrfach, doch – Da! Auf einmal tauchte er aus, hinter dem Gebüsch. Der Schuhschnabel war erst sehr regungslos, fraß dann aber doch auf einmal einen Fisch und flog ab. Dieses Schauspiel dauerte etwa 20 Minuten, Trevor und ich waren sehr zufrieden.

Mabamba Schuhschnabel

Suche in den Sümpfen

Unsere Euphorie wurde leider sehr gedämpft, als wir hinterher im Stau nach Kampala standen. Wir brauchten teilweise für 100m 10 Minuten und für den gesamten Heimweg (exkl. Einem Zwischenstop bei Nando’s) etwa 4 Stunden. Für uns ging es am nächsten Tag dann aber doch weiter. Jan und Trevor wollten noch einen Tag in Kampala ausspannen nach der anstrengenden Fahrt.

Abschied von langen Reisegefährten

Abschied von langen Reisegefährten

Wir verabschiedeten uns von ihnen und fuhren dann mit einem kleinen Umweg zum Shoprite bzw. Game, um Felgenschlösser zu kaufen, zum Lake Bunyonyi an der südlichen Grenze Ugandas. Es war schon komisch, nach Wochen gemeinsamen Fahrens auf einmal alleine zu sein. Keiner, der einen übers Funkgerät antalkt, keiner, der einem durch Bremsen die Speed Bumps anzeigt, … Jan und Trevor fehlten uns auf der Fahrt. Weil wir etwa 400 km vor uns hatten und viel zu spät dran waren, beeilten wir uns. Wir machten nur beim Äquator noch einen kurzen Photo- und Pinkel-Stopp und heizten dann weiter. Kurz nach Sonnenuntergang waren wir in Kabale (ja, so wie in „Kabale und Liebe“). Und von der kleinen Stadt aus waren es nur noch 8 km zum Lake Bunyonyi. lake_bunyonyi_003

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Als Ziel hatten wir uns das Bonyonyi Overland Resort ausgesucht und erreichten es nach etwa 15 Minuten. Die riesige Anlage im Dunkeln nach einem Schlafplatz abzusuchen, war nicht einfach, zudem nach unserer Besichtigungstour ein Overland-Truck den Weg zum See versperrte. Aber das war nicht so schlimm, wir fanden einen Platz abseits der Overlander und sogar mit Seeblick. Der nächste Tag begann sehr gemütlich. Wir schliefen lang, aßen Spiegelei mit Toast zum Frühstück und lasen Zeitung. Der Lonely Planet beschreibt den See als „looks loke something straight out of The Hobbit“. Wir konnten ihn bei Tageslicht sehen, aber so hätten wir ihn nicht beschrieben. Es ist ein Kratersee und sehr idyllisch gelegen, aber wir wären nicht auf die Idee gekommen, ihn so zu bezeichnen. Nach einer kleinen Pause, kochte ich eine leckere Kürbissuppe und weil es zu regnen anfing, gingen wir ins Restaurant zum Lesen. Nach einer Weile wollten wir unser Auto umparken, da unser Platz angeblich von einem weiteren Overland-Truck gebraucht würde. Und bei der Gelegenheit kamen zwei alte Bekannte um die Ecke: Jan und Trevor. Gemeinsam mit ihnen fanden wir ein Plätzchen am See auf der Wiese, wo bereits ein anderer Overlander (diesmal kein Truck, sondern ein Defender) parkte. Bei besagtem Overlander stellten wir uns vor und verbrachten gemeinsam mit Stuart, Fiver und Merryl den Abend und tauschten Reiseinformationen aus.

Lake Bunyonyi Overland Resort

Lake Bunyonyi Overland Resort

 

 

Category: Uganda
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