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• Sonntag, August 02nd, 2009

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Gerade haben wir uns von Caro, Laurent, Ruben und Enzo verabschiedet. Ursprünglich wollten wir heute noch die Wasserfälle des Blauen Nils anschauen und dann nach zusammen nach Lalibela, um von dort nach Addis zu fahren. Doch ihr Visum läuft Mitte August aus, wenn es nicht problemlos zu verlängern geht oder dies zu teuer wird, dann müssen sie bereits in etwa zwei Wochen draußen sein. Deshalb zieht es sie direkt nach Addis. Anja und ich wollen aber natürlich unbedingt nach Lalibela, also trennt sich hier nun vorübergehend auch der harte Kern des ehemaligen französisch-spanisch-deutschen Toyota-Nissan-Renault-Konvois. Ich verzichte schweren Herzens auf die Wasserfälle und wir machen uns dann gleich auf nach Lalibela. (Damit haben wir nach Aksum nun bereits den zweiten Punkt, den wir uns unbedingt anschauen wollten, links liegen lassen und verfolgen damit insgeheim unseren Masterplan: Man muss immer etwas übrig lassen und darf sich nicht alles anschauen, damit man noch für den nächsten Besuch etwas aufgespart hat…)

Gestern noch sind wir zusammen vom Nationalpark nach Bahir Dar gefahren und waren allesamt der Meinung, dass die Straße innerhalb der drei Tage ihren Zustand sogar noch verschlechtert haben muss – ist also doch nicht alles gleich geblieben… In Gonder haben wir einen Zwischenstopp für frisches Brot und Geld eingelegt.

[Anja:] Bei dem Stopp hatten wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit einer sehr unangenehmen Sorte Mensch gemacht: betrunken und aggressiv. Als die Männer aus der Bank kamen und sich mit mir besprechen wollten, wie es weiter ging, kam von hinten ein Typ angerauscht, der sich zwischen die beiden stellte und die Hand offen hielt. Er sagte noch was, was wir aber nicht verstanden. Da eilte ein anderer hilfsbereiter Mann herbei und übersetzte: „He wants money“. Wir wollten ihm aber keines geben. Statt dessen gab er Laurent und Jörg die Hand, krallte sich am offenen Beifahrerfenster fest und streckte seine Hand auch zu mir rein. Der Mann war aber so ekelig, dass ich sie ihm nicht geben wollte. Das Fenster konnte ich auch nicht zu machen, denn er hielt es bombenfest. Als Jörg das Auto langsam bewegte, verschwand der Typ auf einmal. Und tauchte wenige Sekunden später, an unseren Sandblechen hängend wieder auf. Der Mann machte uns richtig Angst. Jörg versuchte Laurent ein Zeichen zu geben, dass er schneller fahren soll, was dieser dann auch zum Glück tat. So konnten wir den Mann von unserem Auto abschütteln, dafür rannte er uns noch 1 km hinterher. Er hatte so eine Wut in den Augen, dass ich Angst hatte, ihn beim Brot kaufen wieder zu sehen. Aber er kam zum Glück nicht wieder. Wir hatten einen schönen Schrecken bekommen.

Auf dem Weg nach Bahir Dar sahen wir dann erstmals Relikte aus Äthiopiens kriegerischer Vergangenheit: mehrere Panzer rosteten rechts und links der gut ausgebauten Straße. In Bahir Dar campten wir im Ghion Hotel. Eigentlich wollten wir ja ein Zimmer, aber ohne warme Dusche und ohne intaktes Moskitonetz, nur mit der unerfüllten Beteuerung des Managements, dass Dusche und Moskitonetz repariert werden würden, sahen wir nicht ein, wofür wir eigentlich ein Zimmer benötigten und campten somit hinterm Hotel. Zusammen mit Caro, Laurent, Enzo und Ruben waren wir dann noch im Bahir Dar Hotel lecker äthiopisch-traditionell Essen.

Heute Morgen hat ’s dann mal wieder ordentlich geschüttet. Wir tauschten noch Bilder aus, bevor dann jeder sein Pferd sattelte und wir der Morgensonne entgegen ritten, die Franzosen sich dagegen der Mittagssonne zuwanden.

Category: Äthiopien
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