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• Dienstag, Juli 28th, 2009

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Am nächsten Morgen sind wir um sechs Uhr aufgestanden, um Pepe, Alegria, Luis, Sophia, Javi, Boni und Miguel zu verabschieden. Auch wenn wir hier wir „Auf Wiedersehen“ sagen mussten, so ist dies keine Zeit, Trübsal zu blasen: Wir haben alle den gleichen Weg und sind uns sicher, dass sich unsere Wege bestimmt nochmals kreuzen – hoffentlich noch mehrere Male.

Anschließend wurde ausgiebig mit Familie Dumas gefrühstückt. Da die Geschäfte und Banken eh nicht so früh aufmachen und wir nicht wieder zurück ins Bett kriechen wollten, hatten wir Zeit. Nachdem wir danach erstmal eine Bank gefunden und Geld getauscht hatten, konnten wir im nahegelegenen Afra unsere Lebensmittelvorräte aufstocken und im Mo’mens gelang es uns sogar, Internet und Mittagessen zu kombinieren. Als wir aus dem Mo’mens herauskamen, trafen wir auf Fergus und Anna. Die beiden haben sich eine 9-monatige Auszeit gegönnt, hatten ihren Toyo nach Südafrika verschifft und starteten ihre Reise im Süden. Sie haben nun noch fünf Wochen (wenn ich mich recht erinnere), um bis nach Hause in England zu kommen.

Telekolleg im Mo'men

Telekolleg im Mo'men

Wir haben Khartoum dann gegen Mittag in Richtung Qallabat, in Richtung Äthiopien verlassen. Laurent ist vorgefahren. Nach nicht ganz 200 km kam am Ortseingang von Wad Medani eine Abzweigung, die Laurent, nicht in seinem Navi hatte. Anja und ich haben uns nicht gleich bemerkbar gemacht und trugen so Mitschuld an der Verspätung, die sich nun durch den Umweg aufbauen sollte. Erst als Laurent immer weiter auf der Straße fuhr, die mittlerweile in Richtung Süden abgebogen war und gemäß unseres Navis sicher in den Südsudan führte, signalisierten wir Laurent: Hier stimmt was nicht! Danach übernahmen Anja und ich die Führung. Aber anstatt einfach den Fehler einzugestehen und die 10 km zurückzufahren, navigierte ich nach Kompass in direkter Richtung zu der Hauptstraße, auf die wir nach Qallabat gelangen wollten. Und das war dann Fehler Nummer zwei (oder drei, je nach Rechnung). Anfangs ging es ja noch mit Links-rechts-Kombinationen auf möglichst nicht zu kleinen Straßen, aber irgendwann fanden wir uns auf kleinen Gässchen wieder, wo wir verdammt viel Staub aufwirbelten. Mann hat sich nicht verfahren, Mann zeigt den Mitfahrern nur eine schöne Alternativstrecke!

Laurent und Caro hatten mittlerweile einen Taxifahrer bequatscht, der vorfuhr und uns aus dem Gassen-Wirrwarr wieder zurückführte. Es stellte sich heraus, dass es wirklich nur eine Brücke über den Nil zu geben scheint, nämlich genau dort, wo wir ganz zu anfangs hätten abbiegen sollen. Ich habe also tapfer bis zum Schluss gekämpft, habe aber nie gewinnen können – Don Quijote wäre stolz auf mich gewesen. 😉

Die Strecke selbst war recht unspektakulär: asphaltiert und genügend Tankstellen. Einzig die Polizeikontrollen wurden südlich von Khartoum genauer. Nicht dass man die Wagen gefilzt hätte oder dergleichen. Nein, wurden wir bei den meisten Kontrollen bisher einfach nur gefragt, woher wir kamen, wohin wir wollten und welcher Nationalität wir angehören, so wurde hier penibel darüber Buch geführt. Also aussteigen, Pässe mitnehmen und dem Polizisten brav antworten: Name? Geschlecht? Beruf? (In den arabischen Ländern, die wir bereisten, ist das unheimlich wichtig, was man beruflich macht. Nur mit „Consultancy“ können sie dann meist nichts anfangen. 😉 ) Ausweisnummer? Woher kommend? Wohin fahrend? Zweck des Aufenthalts? Und dann noch die ein oder andere Joker-Frage nach Belieben des Beamten. Auf ihrem Gelände durften wir auch nicht campen – Spaßbremsen!

Entlang des weiteren Wegs fing es bereits an zu dämmern, doch wir fande

Category: Sudan
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