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• Freitag, Juli 24th, 2009

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Mit freundlicher Unterstützung von Laurent’s Kamera und Caro, der Kamerafrau, können wir Euch hier ein Video unseres kleinen Konvois präsentieren:

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Gerade als wir mit unserem Frühstück im Wüstencamp nahezu fertig waren, kam der Anruf von Magdy, unserem Fixer, dass die Carnets fertig seien. Pepe holte Magdy ab und jener kassiert die zuvor abgesprochenen 38 USD. Bei fünf Wagen hat er bei dieser einen Fährfahrt wahrscheinlich schon mehr verdient als einen Durchschnittsmonatslohn und das stört mich schon etwas. Zumal er sich nicht wirklich immer 100% für uns einsetzen konnte bzw. seine Kontakte zu den Offiziellen doch teilweise schon bei einfachen Soldaten enden – eine Kalaschnikow in „Ready Low“ kann schon ein verdammt gutes Argument bei Diskussionen sein… Aber hätten wir alles selbst machen müssen, würden wir wahrscheinlich immer noch im Zoll stehen und die Gepäckkontrolle war schon recht oberflächlich, was ich durchaus seinem Einfluss zurechne. Der Zoll wollte auch, dass wir unser Netbook noch registrierten, dazu hatte ich extra die Seriennummer mitgenommen, aber der Rechner blieb bei Anja im Hotel. Dummerweise hatte mich keiner mehr daran erinnert, so dass ich es dann wohl auch vergessen haben muss…

Nach Auffüllen der diversen „Vorratskammern“, Wassertanks und Dieseltanks trennten wir uns von Carl und Chris, die die kürzere Wüstentour in direkter Richtung nach Khartoum entlang der Bahngleise nehmen wollten. Auch diese Strecke soll gut ausgebaut sein (allerdings mehr gut befahrbare Piste als Teer), lediglich zwischen Station 3 und Station 5 muss direkt durch Wüstensand gefahren werden, aber gemäß der Ortsansässigen „alles kein Problem“.

Das verbleibende französisch-spanisch-deutsche Toyota-Nissan-Renault-Joint-Venture entschloss sich dagegen für die Route entlang des Nils über Dongola, durch die Ausläufer der Nubischen Wüste nach Karima, durch die Baiyua Wüste nach Atbara und von dort die Autobahn runter nach Khartoum an der Meroe-Stätte vorbei. Diese Strecke ist besser ausgebaut und der Teil entlang des Nils gehört gemäß Lonely Planet mit zu den schönsten Strecken des Sudans.

Staubfressen hinter Laurent

Staubfressen hinter Laurent

[Anja:] Durch all die Geschichten und Berichte in den Zeitungen zuhause, hatten wir großen Respekt vor der Durchfahrt des Sudans. Dass alle in dieselbe Richtung wollten und ungefähr die gleiche Reisetempo hatten, traf sich also ganz gut und jeder war zufrieden im selbstgebastelten Konvoi zu fahren. Dass all die Angst keine Grundlage hatte, bemerkten wir schon anfangs bei der Durchfahrt der kleinen Dörfer rund um den Nil. Alles winkte, lächelte und rief uns hinterher. Das Lächeln war wirklich herzlich und man erkannte Freude in den Gesichtern.

Unsere erste Mittagspause verbrachten wir am Nilufer im Schatten von Palmen. Mein Kreislauf machte schon wieder schlapp, aber diesmal war der Schuldige schnell gefunden: Bei Temperaturen von irgendwas um die 50°C darf man sich ruhig mal schlecht fühlen. Zu allem Überfluss kam bei mir aber noch eine Erkältung dazu. Ja, man stelle sich das mal vor: eine Erkältung in der Wüste. Aber auch hierfür gibt es eine Erklärung. Seit Wochen „leiden“ wir unter Sonnenschein und hohen Temperaturen, hatten aber auf der Fähre in den Sudan eine kurze Unterbrechung. Dort war jeder Innenraum auf gefühlte 15°C herunter gekühlt. Ich war sicher, mich da verkühlt zu haben.

Willi in seinem Element (Foto: Laurent)

Willi in seinem Element (Foto: Laurent)

Die Strecke wird in ein paar Monaten sicherlich sehr gut ausgebaut sein. Wir hatten mittlerweile überwiegend asphaltierte Strecke, doch ab und an muss man noch auf Parallelpisten hüpfen, vielleicht etwa 70:30 Asphalt – Piste. Die Dämpfer freuen sich, die Fahrer weniger. Wir blieben die ganze Fahrt bis nach Dongola auf der Nil-Ostseite und auch in Dongola selbst, setzten wir nicht mit der Fähre über, weil wir von Jan und Trevor gehört hatten, dass von Dongola zu unserer Ostseite das Übersetzen nur mit polizeilicher Genehmigung erlaubt ist und diesen formalen Akt wollten wir uns ersparen.

Der kleine Renault kämpft sich über die Piste

Der kleine Renault kämpft sich über die Piste (Foto: Laurent)

[Anja:] Als es Zeit wurde, ein Nachtlager aufzuschlagen, wurde Laurent vorgeschickt, um abseits der Straße ein geeignetes Plätzchen zu finden, an das alle 4WD-Fahrzeuge und auch der Renault problemlos heran kämen. Laurent hat dabei ein glückliches Händchen und so parkten wir hinter einem kleinen Hügel in Form einer Wagenburg und fingen an uns für die Nacht vorzubereiten. Für Jörg uns mich gabs erst mal eine heiße Dusche. Unsere Wassertanks hatten sich den Tag über so aufgeheizt, dass die Temperatur fast ein wenig hoch war. Der leichte Wind hat uns aber gleich wieder abgekühlt. Während dem Essen wurde es auch schon dunkel und wir verschwanden alle ziemlich bald im Bett.

Am folgenden Tag wollten wir zumindest bis Karima zu den Jebel Barkal Pyramiden kommen, einem der leider wenigen Tourist-Sites im Sudan. Die Fahrt dorthin war eher ohne große Vorkommnisse. Die Straße war okay und wir kamen schnell voran.

In Karima fuhren wir direkt einen GPS-Waypoint mit dem Namen „Jebel Barkal Pyramids“ an und landeten damit vor einer kleinen Platz mit Ruinen. Sofort kamen auch ein paar Wächter an, die uns mitteilten, dass wir für die Besichtigung 50 Sudanesische Pfund pro Person zu bezahlen hätten (wahlweise auch 20 US$). Unserer Recherche nach kostete die Besichtigung der Pyramiden jedoch gar nichts, nur wenn man das Museum und die Ruinen anschauen möchte, solle man bezahlen. Und wir standen hier nicht mal vor den Pyramiden. Also fuhren wir wieder zurück ins Dorf und erledigten erst mal die nötigsten Einkäufe. Nachdem genug Zeit vergangen war, versuchten wir einen Zugang zu den Pyramiden zu finden, was allerdings nicht allzu schwierig war, denn sie waren vom Ortseingang aus gut zu sehen. Um die Pyramiden war kein Schild, kein Zaun, nichts was einem den Zugang versperrt.

Karima

Hübsche Pyramiden - Vorsicht Abzocke!


Dort angekommen schossen wir alle die obligatorischen Fotos und wanderten ein bisschen in der Hitze um die Pyramiden herum. Auf einmal standen Leute vor uns, die sich Polizisten nannten (und auch ausweisen konnten, aber da der Ausweis in arabisch war, hätte es auch genauso gut ein Bibliotheksausweis sein können) und Eintritt kassieren wollten. Wir haben das irgendwie nicht einsehen wollen und mit denen diskutiert. Aber es hatte keinen Zweck. Wir wollten auch keinen Ärger mit denen. Da die Polizisten nur einen Teil unserer Gruppe gesehen hatten, ließen sie sich darauf ein, nur für 4 Personen (Pepe & Ale und Jörg & ich) abzukassieren. Wir mussten ihnen in deren „Hauptquartier“ folgen, wo Pepe und ich 20 SP pro Person bezahlen sollten. Diskutieren hilft nix, sahen wir schnell ein, also fragte ich nach einem Discount. Erst machten die drei in dem Büro große Augen, ließen sich dann aber auf 10 SP pro Person ein. 50%, nicht schlecht, dachte ich. Wir zahlten und durften gehen.

Wir verließen Karima in Richtung Atbara, unserem nächsten Tagesziel. Die richtige Straße zu finden gestaltete sich jedoch als schwierig. GPS-Karte, 2 unterschiedlich alte (Papier-)Karten und Schilder (weil auf chinesisch) waren keine Hilfe. Wir fragten ca. 5 verschiedene Passanten bis wir auf dem richtigen Abzweig waren. Inzwischen war die Sonne schon fast untergegangen und wir hatten noch keinen Schlafplatz gefunden. Als wir außer Reichweite der Dörfer waren, wurde wieder Laurent mit seiner Spürnase vorgeschickt, sodass wir wieder einen schönen Schlafplatz inmitten von Dünen fanden.

Category: Sudan
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