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• Sonntag, Juli 19th, 2009

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Unsere Tage in Assuan waren ausgefüllt mit der Organisation für die Fähre nach Wadi Halfa und der Mittagshitze entkommen, denn bei über 40°C im Schatten, ohne dass es davon ausreichend gibt, da die Sonne nahezu direkt über einem steht, macht eigentlich gar nichts mehr richtig Spaß, sogar am Pool liegen. So kam es auch, dass wir den Dach-Pool unseres Hotels nur einmal gesehen haben, und zwar als wir uns das Zimmer zeigen ließen. Drin waren wir nicht einmal, denn die Zeit, die man dort hätte verbringen können, also vormittags oder dann wieder am späten Nachmittag, waren wir anderweitig beschäftigt.

Bei der Organisation der Fähre erwies sich Mister Salah, Manager der Nile Navigation als äußerst hilfsbereit. Sein Office liegt bei N24° 05.940’ E32° 53.973’ und er ist telephonisch unter +20-18-3160926 zu erreichen.

Als wir Samstag wie vereinbart zwischen 9 und 10 Uhr zu ihm kamen, trafen Anja und ich dort auf Pepe und Boni – beide Spanier und beide mit ihrer Familie nach Kenia unterwegs (im Fall von Boni zumindest mit einem seiner Söhne). Sie sind über Italien – Tunesien – Libyen nach Ägypten gekommen und haben durch den Sudan die gleiche Strecke geplant wie wir, so dass wir gleich vereinbarten, zusammen weiterzufahren, sollten wir ähnliches Reisetempo und –vorlieben haben. Pepe fährt mit einem Nissan Patrol und Boni mit einem Renault 5. Beide Autos sind schon ein wenig in die Jahre gekommen und es ist unklar, was mit ihnen in Kenia passieren soll: entweder sie werden verkauft oder – sollten sie sich gut schlagen – dort untergestellt bzw. im nächsten Urlaub wieder zurückgeführt. Genutzt werden die in Spanien 2,5 Monate langen Schulferien, so dass bei Pepe seine Frau Alegria und ihre Kinder Javi (14), Sophia (16) und Luis (17) mit an Bord sind und bei Boni sein Sohn Miguel (20). Pepe und Alegria haben lang in Kenia gewohnt und ihre Kinder sind dort geboren, so dass es für alle auch eine Fahrt in die Heimat ist.

Herr Salah hatte uns den „Fixer“ ausgeredet, also denjenigen, der uns gegen ein gewisses Bakschisch bei der ganzen Organisation der Abmeldung des Autos hilft. Stattdessen zeichnete er uns eine kleine Karte und nannte uns was bei den Stationen jeweils zu tun ist. Es ist tatsächlich ganz einfach, da die Abmeldung nur aus zwei Schritten besteht: Zuerst zum Traffic Court bei N24° 03.710’ E32° 53.162’, dort wird kontrolliert, dass auf das abzumeldende Nummernschild nicht noch unbezahlte Strafzettel laufen bzw. ob auch anderweitig alles in Ordnung ist, und danach zur Traffic Police bei N24° 05.029’ E32° 54.505’, wo man den „Alles okay“-Zettel des Traffic Courts, seine ägyptische Lizenz und die beiden Nummernschilder abgibt und dafür eine Abmelde-Bescheinigung bekommt. Herr Salah meinte, dass beim Traffic Court etwa 5 EP für Kopien fällig sein, und bei der Traffic Police gar kein Geld. Mit letzterem hatte er in unserem Falle recht, mit ersterem vielleicht auch, doch Pepe, Boni und ich mussten dennoch 20 EP pro Wagen zahlen.

Natürlich waren diese beiden Stationen nicht in wenigen Minuten abgehakt. Beim Traffic Court waren wir 1 ½ Stunden beschäftigt, obwohl unser Papier wohl schon viel früher fertig war – wir mussten über eine halbe Stunde vor verschlossener Türe warten (sah sehr nach Mittagpause aus). Immer mal wieder kam ein Ägypter und klopfte gegen diese Tür. Das Klopfen wurde zu einem Schlagen und schließlich zu einem verärgerten Poltern. Doch die Tür blieb standhaft und öffnete sich nicht einen Spalt. Wir warteten und warteten… Irgendwann kam jemand von innen raus, ein anderer schob sich durch den Spalt und reichte uns schließlich unsere drei „Alles okay“-Zettelchen. Dafür ging es bei der Traffic Police ganz fix, nachdem wir einmal herausgefunden hatten, an welche Schlange wir uns stellen mussten.

Anja fuhr währenddessen Willi Gassi; normalerweise haben wir gut im Griff, wie lang wir bei angeschalteter Kühlbox stehen dürfen (zwei Tage sind in der Regel kein Problem), doch hier hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der hatte nämlich die Heizung so stark aufgedreht, dass uns unsere bisherigen Dauer-Camping-Erfahrungswerte trügten: Um die anhaltende Hitze auszugleichen (Willi hatte ab dem spätem Vormittag bis abends einen Sonnenparkplatz), musste mehr Saft als üblich von der zweiten Batterie gezogen werden. Die war schließlich auf 6 Volt runter und die Verbindung zwischen der Verbraucher- und Starter-Batterie wurde zum Schutz der Starter-Batterie automatisch getrennt – da half nur noch Aufladen bei einer Tankstelle.

Am nächsten Morgen schauten wir nochmals bei Herrn Salah vorbei, um die Fähren-Tickets zu kaufen. Dort trafen wir auch Laurent, Caro, Enzo und Rubén aus Frankreich sowie auf Chris und Carl aus England. Beide Parteien hofften ebenso auf einen Platz auf der Fähre. Wir hatten nur eine kleine Barge, doch die hat bereits fünf Stellplätze. Sofern die sechs also alle Formalitäten heute erledigen könnten, werden sie die Fähre am Montag mit uns nehmen können. Auch ihnen wurden die Stationen erklärt und eine kleine Karte skizziert, zudem konnten wir sie noch mit GPS-Koordinaten ausstatten. „Nicht gefunden!“ würde also nicht als Ausrede zählen.

Pepe, Boni und wir konnten anschließend unsere Tickets kaufen. Der Empfehlung von Jan und Trevor sowie weiterer Reiseberichte folgend gönnten wir alle neun uns Erste Klasse Kabinen. Der Aufpreis von fast 180 EP gegenüber einem normalen Ticket (489 EP zu 311 EP also etwa 65 EUR zu 40 EUR) ist vernachlässigbar, wenn man in Betracht zieht, dass man hierfür nicht nur ein eigenes Bett (im Zweibettzimmer) bekommt (gegenüber einem Sitzplatz unter Deck oder Schlafplatz an Deck), sondern auch noch Air-Condition – für uns das „Killer-Argument“. Willi selbst hat den teuersten Platz bekommen, sein Ticket für den Frachtkahn kostet stolze 2002 EP (etwa 260 EUR).

Nachdem wir unsere Tickets bekommen haben, ließen wir noch Öl wechseln. Mit Sudan und Äthiopien voraus und schlechterem Öl als in Europa im Motor, entschlossen wir uns bereits nach noch nicht ganz 5’000 km für einen Wechsel. Da die Tankstelle allerdings nicht das Öl hatte, was wir gern gehabt hätten, wollten wir weiter und uns anderweitig auf die Suche machen oder es einfach ganz sein lassen, denn notwendig war es noch nicht. Doch macht euch mal woanders auf die Suche, wenn der Motor bereits kein Öl mehr hat; die geschäftstüchtigen Ägypter hatten nämlich bereits unser Öl abgelassen, natürlich nur „um alles schneller zu machen“. Wir hatten wieder etwas gelernt und nahmen halt ein Alternativ-Öl, denn ganz ohne würde es schwer bis Kapstadt.

Abends waren wir noch mit allen Mann Essen. Mit den Spaniern hatten Anja und ich uns bereits für 20 Uhr verabredet; Carls und Chris Defender sahen wir in den Straßen Assuans und hinterließen ihnen eine entsprechende Nachricht. Ihr ägyptisches Nummernschild war abmontiert, also hatte auch alles bei den beiden geklappt. Carl und Chris wiederum informierten die Franzosen, so dass wir mit 15 Leuten in das Panaroma Restaurant einfielen.

Chris und Carl sind zwei Lehrer aus England, die mit ihrem Defender bis nach Tansania unterwegs sind. Dort wird Chris dann für zunächst zwei geplante Jahre als Lehrer arbeiten, während Carl zurück nach England fliegt, um dort weiter zu unterrichten. Laurent ist mit seiner Frau Caro und deren beiden Kindern Enzo (8) und Rubén (4) unterwegs.  Die Vier haben die Zelte zuhause abrissen und planen zunächst ein halbes Jahr Ost- und Südafrika, dann ein halbes Jahr Südamerika und in Lima (nach einem Jahr Reisen) kommt dann der große Check-Up: Soll weiter gereist werden, wenn ja, wohin, wenn nein, zurück nach Frankreich oder in Südamerika bleiben.

Den Tipp für das Panaroma Restaurant hatte wir übrigens von Ismael bekommen, bei dem wir nachmittags noch vorbeigeschaut hatten. Doch hatten wir zu wenig Zeit für ihn, so dass nach unserem Essen um 23 Uhr nochmals bei ihm vorbeischauten und für ein Weilchen und ein paar Yoga-Übungen blieben. Ismael freut sich über jeden, der bei ihm vorbeischaut und dem er helfen kann, so dass wir ihm versprechen mussten, seine Daten zu veröffentlichen, was wir hier natürlich gern machen:
    Ismael Abdulkani
    40 El Sultan Abuelela Str.
    Aswan
    Ägypten
    Tel. +20-12-6770400

 

Bilder werden bei besserer Internetverbindung nachgeliefert.

Category: Ägypten
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