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• Sonntag, Juni 21st, 2009

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Anja:

Die letzten Tage verbrachten wir ziemlich beschäftigt mit Tauchen und Lernen. Jörg hatte nun lange genug an mir gearbeitet, dass ich mich für einen Tauchkurs anmelde und meine Bedingung war, wenn ich einen mache, soll er auch einen machen. Dann fühlt man sich nicht so alleine beim Lernen 😉 Zudem fühle ich mich als Anfänger irgendwie beschützter, wenn ich weiß, dass mein Buddy gleich ein Rescue Diver ist.

Im Red Sea Dive Centre, das uns von Trevor & Jan empfohlen wurde, waren wir auch gleich an der Quelle untergebracht. Je 3 Tage Praxis und Theorie standen vor uns.

Mein Open Water Diver Kurs begann mit einfachen Pool-Übungen, die ich schon kannte, da ich dasselbe Programm schon in der Türkei mitgemacht hatte. Dann ging es raus ins Meer. Mit der Tarierung hatte ich es nicht so, oder man hatte mir zuwenig Gewichte gegeben, denn die Gruppe schwamm los, immer tiefer und Anja startet aus 4 Metern Tiefe beim ersten tiefen Atwmzug wie eine Rakete an die Wasseroberfläche. So ein Mist. Jetzt hing ich da und kam nicht mehr runter. Unser Guide half mir aber schnell und fortan blieb ich an seiner Hand. So kamen wir gleich in den Genuss, ein Stückchen mit einer Schildkröte (ca. 1m groß) und zwei Napoleon Fischen (auch etwa die Größe) zu schwimmen. Dazu gab es als Sahnehäubchen noch kleine Nemos und Kofferfische und Feuerfische und Steinfische und ganz viele andere kleine und große bunte Fische, deren Namen wir nicht kennen.

So fing der Kurs gut an. Die nachfolgenden Tauchgänge führten uns zu versenkten Schiffen und Panzern und großen Korallenriffen und wahnsinnig vielen hübschen Fischen. Es machte immer mehr Spaß und ich hatte das Gefühl, dass auch meine Ohren einfach ein bisschen Training im Druckausgleich brauchen können.

Die Theorie nebenbei war mehr das notwenige Übel. Natürlich braucht man sie und muss sie verstanden haben, aber ein dickes 230seitiges Buch liest sich nur mühsam nach einem aufregenden Tauch-Tag. Jetzt kann ich aber glücklich auf eine bestandene Prüfung und schöne Tauchgänge zurückblicken.

Bitte nicht lachen, Bilder von Personen mit Tauchausrüstung sehen immer ein wenig komisch aus.

Tauchen_Aqaba

Eine Tauchwoche am Roten Meer

Jörg:

Nach dem herrlichen Barbeque am Sonntagabend waren Jan, Trevor, Ulf und ich am Montag im Roten Meer tauchen.

Für Jan, Trevor und Ulf war es das letzte Mal während unseren Aufenthalts im Red Sea Diving Centre, Anja und mir sollten noch einige Male bevorstehen. Tauchen im Roten Meer ist um einiges Unterhaltsamer als in Fethiye und das war mit Tauchen in deutschen Seen so vergleichbar wie ein 2CV mit einem Land Cruiser – beides sind Autos, aber … Spätestens die Tauchbilder und Videos von Jan und Trevor führten dazu, dass Anja sich auch einen Ruck gab und den Kopf auch mal unter Wasser stecken wollte – unter einer Bedingung: Sie macht den Open Water Diver Kurs nur, wenn auch ich büffeln muss und so meldete ich mich dann zum Rescue Diver an. Dienstag wurde unser Lerntag. Wir setzten uns an den Pool und büffelten bis wir braun wurden… 😉 Dank Markus gab ’s sogar einen McDonalds-Bringdienst. Danke nochmals, Markus! Kann das übrigens sein, dass wir dir das Geld dann doch gar nicht gaben?

Zwei Buddies unter sich (Jörg&Ulf)

Zwei Buddies unter sich (Jörg&Ulf)

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Leider war Dienstag auch der erste Tag der Verabschiedungen: Ulf ereilte ein Anruf aus Deutschland und flog noch am selben Tag zurück, und Jan und Trevor brachen auf nach Ägypten. Glück im Unglück: Markus stornierte kurzerhand die mit Ulf geplante Beduinen-Tour durch den Sinai und blieb noch ein paar Tage mit uns im Resort. Auch Jan und Trevor werden wir wieder sehen (Insh’allah!), um mit ihnen durch die Desert Road durch die weiße Wüste zu fahren und evtl. mit ihnen zusammen den Sudan zu durchqueren.

An einem Tag schafften Anja und ich leider nur etwa die Hälfte der Theorie und so mussten wir die drei Kurstage abends immer brav lernen. Zum Rescue Diver gehört auch eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Nun hatten Anja und ich zwar kurz vor unserer Abreise noch einen entsprechenden Kurs bei den Johannitern gemacht, aber die Bestätigung nicht mit, so dass ich nun in den Genuss einer weiteren Ausbildung zum „Emergency First Responder“ kam. Die Amis haben manches Mal doch echt einen an der …, naja, sie sind halt Amis … Gemäß Notfallprozedur muss jedes Mal gefragt werden: „Hi, my name is Jörg. I’m a emergency first responder. May I help you?“ Bei „Nein!“ lässt man den armen uneinsichtigen Verletzten halt einfach verbluten. Geht halt nichts über individuelle Selbstbestimmtheit. 😉

Red Sea Dive Traveller (vlnr: Jörg, Anja, Ulf, Markus, Trevor, Jan)

Red Sea Dive Traveller (vlnr: Jörg, Anja, Ulf, Markus, Trevor, Jan)

Donnerstagabend mussten wir uns dann doch auch leider noch von Markus verabschieden – alle Überzeugungsarbeit blieb vergebens, er ließ sich von seiner geplanten Asien-Tour einfach nicht abbringen, obwohl es ihm diverse Staaten mit Visa nicht leicht gemacht haben und die Durchquerung der Stan-Staaten sicherlich auch kein Selbstläufer wird. Von Markus haben Anja und ich uns auf der Tour schon mehrmals verabschiedet und auch diese ist sicher nur eine Verabschiedung auf Zeit, allerdings eine für wahrscheinlich ein Jahr, bis wir die Chance haben uns in Deutschland wieder zu treffen.

Zum Tauchen selbst muss ich wohl nichts weiter aufführen, das hat Anja schon getan und die Bilder sprechen ja auch für sich. Donnerstagnacht jedoch wartete Abdullah, unser Tauchlehrer, mit einer Besonderheit auf: Er fragte mich, ob ich Lust an einem Nachttauchgang hätte. Klar hatte ich! Es sollte zum Wrack gehen, was bei Nacht sicherlich nochmals ein ganz besonderer Eindruck wäre. Und das war es auch! Nachts sind alle Katzen grau, so sagt man, aber nachts unter Wasser eröffnet sich einem eine ganz neue Welt: Bekanntes sieht man plötzlich in anderen Farben und vieles Unbekannte eröffnet sich einem. Am Faszinierendsten fand ich persönlich noch sich auf dem Gras abzuknien, die Taschenlampen zu verdecken, die Hände schnell durchs Wasser zu bewegen und daraufhin das Plankton fluoreszieren zu sehen.

Samstag brauchte ich noch für die letzte Theorie und nachmittags sind Anja und ich dann in den Ort gefahren, um die Fährtickets für Montag zu holen. Entgegen der Erfahrung von Jan, Trevor, Ulf und Markus waren die Angestellten bei uns sehr freundlich und hilfsbereit. Alles ging recht zügig und problemlos von statten.

Heute fuhren wir dann für einen Tag ins Wadi Rum. Nach allen Lobhudeleien, die wir hierüber gehört hatten, waren wir schon ein bisserl enttäuscht. Sicherlich hätten wir auch einen ganz anderen Eindruck gewonnen, hätten wir hier eine Nacht campiert und wären wir in einer besseren Verfassung gewesen – vor allem mir machte die Hitze an diesem Tag zu schaffen –, aber so spielten wir mit Willi etwas im Sand und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Vielleicht hätten wir auch nur noch weiter vordringen müssen, bis die Spuren im Sand gänzlich aufhörten, aber dafür fehlte uns dann doch der Wille. Vor allem fehlte uns an dem heutigen Tage der Wille, alle paar hundert Meter nach der Schaufel und den Sandblechen zu greifen, so dass wir dies also gar nicht versuchten…

Hier ein paar Eindrücke:

wadi_rum_001

wadi_rum_002

wadi_rum_003

wadi_rum_004

Morgen geht’s dann mit der Fähre nach Nuveiba, Ägypten. Die Grenzformalitäten sind legendär, da steht uns also noch einiges bevor…

Category: Jordanien
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3 Responses

  1. 1
    Joerg 

    Man findet übrigens ein YouTube-Video von unserem Dive-Master (ganz zum Schluß im Bild), wie er mit einem Stone Fish „spielt“ (sic!). Auch uns hat er auf diese Weise Steinfische gezeigt. Das Video „Stone Fish in Aqaba (Red Sea)“ ist hier zu finden: http://www.youtube.com/watch?v=xUxUP1M-F_Q

  2. Hi Ihr Beiden,

    der Dive-Master weiß aber schon, dass Steinfische nicht soo ganz ungiftig sind??

    Grüßle

    Heidi

  3. 3
    Joerg 

    Weiß er und uns wurde über Wasser auch immer wieder einbleut, es ihm bloß nicht gleich zu tun. Die wahren Nerven wie Drahtseile habe auch nicht ich beim Grenzübertritt nach Ägypten bewiesen, sondern eben jener DM, als er einen Angelhaken aus dem Maul einer Mauräne in 15minütiger „Operation“ gezogen hat. :-O (So zumindest die Taucher Story, denn davon gibt es leider keinen Livemitschnitt.)

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