Author:
• Donnerstag, Juni 11th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

In Madaba hängen wir nun schon ein Weilchen fest und ich komme mir gerade wie in einer Twilight Zone Folge gefangen vor, wo ein Ort Leute einfach nicht mehr loslässt. Wir sind hier im Mariam Hotel und dieses Hotel hat uns nicht nur magisch angezogen, nein, mittlerweile hängen wir wie Fliegen in einen Spinnennetz gefangen. Das Gemeine daran ist nur, dass Fliegen wenn auch nicht wissen, so doch zumindest ahnen werden, dass irgend etwas hier ganz fürchterlich schief läuft, während uns immer noch ein freier Wille vorgegaukelt wird – wir könnten ja gehen, wenn wir wollten, gar kein Problem…

Wir kamen am späten Montagmittag aus Jarash hier in Madaba an. Wir sind über Amman gefahren und der Dok hatte bei mir eine Gastroenteritis diagnostiziert. Nichts Ernstes also. Nur wollte ich noch ein wenig Ruhe und deshalb haben wir uns (wieder einmal) für ein Hotel entschieden. Ursprünglich sollte die Reise gleich morgen weitergehen, doch bereits am Abend zeigt das Hotel seinen gespenstischen Einfluss: Wir entschieden uns um! Natürlich ganz aus freien Stücken… Da die nächsten Sightseeing Spots ohnehin rund um bzw. in Madaba liegen und dann unser Reiseführer wenig geeignete Campingplätze in der weiteren Umgebung aufwies, entschlossen wir uns noch abends, einen Tag länger hier zu bleiben und dann halt erst am Mittwoch weiter.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich dann doch noch ein wenig flau und bin deshalb – anders als ursprünglich gedacht – nach dem Frühstück wieder ins Bett. So durfte Anja allein zum Mount Nebo und Bethania und vergaß dabei glatt, dass sie nicht in ihrem kleinen sportlichen Honda sitzt und brachte Willi zum Überkochen… Mittlerweile war Markus auch den Kräften Mariams erlegen und einen Tag eher als anvisiert hierher gekommen.

Mittwoch spendierten wir Willi bei ca. 83 Tkm einen Ölwechsel und neue Kühlflüssigkeit (also Wasser, Frostschutzmittel brauchen wir demnächst erstmal weniger) und machten dann einen Ausflug zum Toten Meer, das ja bekanntlich auf unter 400 m unter der Meeresoberfläche liegt (vgl. vorherigen Artikel).

Badeurlaub am Toten Meer

Badeurlaub am Toten Meer

Da es auch nun wieder zu spät zum Aufbrechen war, hatte Mariam erneut gewonnen. Abends wies man uns dann noch darauf hin, dass unsere Bremse leckt. Nun, es war zwar nicht die Bremse, die da leckte, sondern Öl des Differentials, das aus der Achse austrat, aber viel ruhiger machte uns das auch nicht.

Beweisfoto

Beweisfoto

Donnerstag checkten wir früh aus, um nach Amman zu fahren und eine Toyota-Werkstatt zu finden. Markus und Ulf brachen ebenfalls auf, allerdings um sich – mit einem Abstecher ans Tote Meer – langsam gen Süden aufzumachen. (Ulf ist ein Freund von Markus, der in Amman für zwei Wochen Jordanien und Sinai in Markus Defender dazu gestiegen ist.) Wir wussten grob, wo wir hin mussten, doch führte uns die Beschilderung nach Amman leider ans falsche Ende: Wir kamen am östlichen Ende, irgendwo zwischen erstem und zweitem Kreisel raus, mussten aber zum achten Kreisel nach Amman West. Dort haben wir zwar nach einigem Hin-und-her recht fix den Toyota-Händler gefunden, aber die Service-Garage macht donnerstags leider schon um ein Uhr zu. Ein klassischer „D’oh!“-Fall, denn unsere Uhr zeigte gerade 13:30 h. (Das „islamische Wochenende“ fällt bei vielen Geschäften auf Donnerstagnachmittag und den Freitag.)

Zum Glück trafen wir vor Ort noch den Besitzer einer kleinen Toyota-Schrauberwerkstatt, denn das Toyota-Personal hatte sichtlich wenig Lust, uns auch nur entfernt irgendwie behilflich zu sein. Das war bisher erfreulicherweise allerdings ein „doppelt-singuläres Ereignis“: sowohl für eine Toyota-Werkstatt, auf die wir bis dato überhaupt nichts kommen lassen können, als auch für Jordanien, dessen Gastfreundschaft der von Syrien und der Türkei nicht nachsteht. Der geschäftstüchtige Jordanier nahm uns mit zu seiner Werkstatt und ließ seinen Mechaniker mal unter unseren Willi schauen, während wir von ihm zum Tee eingeladen wurden. Leider konnte auch er nicht gleich eine Dichtung aus dem Regal ziehen, aber er zog sogar nochmals extra los, um welche zu besorgen, kam jedoch leider lediglich mit den Artikelnummern der Dichtungen zurück. Für seine Mühen kauften wir ihm noch zwei Liter Öl fürs Differential ab, aber nicht das gnadenlos überteuerte für 10 JD den Liter, sondern das für 5 JD für zwei Liter.

Anja und ich beratschlagten uns, was wir tun sollten. Wir könnten alles in Kairo machen lassen, doch wollten andererseits auch noch durchs Wadi Rum und den Sinai „im Sand spielen fahren“. Wir entschlossen uns für „Safety first!“ und das implizierte dann auch wieder eine Rückfahrt nach Madaba, denn Amman hat uns wirklich nicht überzeugt… Mariam wollte uns einfach nicht ziehen lassen! Denn es liegt ja auf der Hand, dass das alles nur ein Klacks gewesen wäre, wenn sie nicht ihre Kräfte hätte spielen lassen. Dies aber nicht nur bei uns: Als ich abends in der Lobby beim Mailen saß, kamen Markus und Ulf wieder herein. …

Langsam wird es echt unheimlich und deshalb beschlossen Markus und Ulf gleich für morgen einen erneuten Ausbruchversuch, während Anja und ich am Samstag auf eine Unachtsamkeit von Mariam hoffen, um schnell und mit Rückenwind ein kleiner Punkt am Horizont Richtung Toyota-Werkstatt werden zu können.

Drückt uns die Daumen!

Category: Jordanien
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

3 Responses

  1. 1
    EmaSteffen 

    Hallo ihr Zwei,

    ich (Ema) hab mich riesig gefreut als ich eure Fotos vom Bad im Toten Meer gesehen hab. Mit Petra und dem Wadi Rum gehört das Tote Meer zu meinen absoluten Lieblingserinnerungen. „ICH WILL AUCH“ hab ich gleich gejammert, darauf Steffen „Ok, pack Deine Sachen, es geht los!“ 🙂
    Da wir z.Zt. noch aus dem Koffer leben wäre das eigentlich ziemlich leicht… aber so ganz ohne Vorbereitung und Visum… na ja, es bleibt uns ja uns für euch zu freuen, und das tun wir wirklich.

    Viele Grüße von Initiative Umzug (Starttermin: Anfang Juli)

  2. 2
    Anja 

    Hallo Emma,

    zu Petra lade ich gerade Bilder hoch, ein Artikel dazu folgt noch. Das Internet ist hier recht mies und alles geht nur recht schleppend.
    Morgen nehmen wir die Fähre nach Ägypten und verlassen Jordanien schon wieder. Wir hatten hier wirklich eine schöne Zeit.

    Freu Dich schon mal auf neue Artikel!

    Anja

  3. 3
    christian_h 

    Hallo Anja, hallo Jörg,
    war nett wieder mal deutsch zu sprechen heute in Addis. Schöne Reise noch. Unsere Seite findet Ihr unter http://www.haudum.de

    Viele Grüße und alles Gute weiterhin!

    Gaby und Christian

Leave a Reply