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• Mittwoch, Mai 27th, 2009

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Von Kizilot aus sind wir wieder ein Stückchen zurück Richtung Manavgat gefahren, um von dort aus Richtung Konya abzubiegen. Von da an ging es stetig bergauf, bis auf 1800m, quer durch das Taurus-Gebirge. Die Landschaft bot diesmal ein Bild – und Temperaturen – die wir gar nicht mehr gewohnt waren.

Aussicht auf 1800m

Aussicht auf 1800m

In Konya haben wir uns die Mevlana Moschee (bekannt vor allem durch die tanzenden Derwische des Mevlevi Ordens) angesehen, zu der wir fanden wie das Huhn zum Korn. Irgendwie sind wir durch die Stadt gefahren, haben einen kostenlosen Parkplatz gefunden und sind dann auch noch zum Hintereingang reingekommen. Dass wir uns den Eintritt dadurch gespart haben, hatte uns besonders gefreut, denn die Moschee hatte zwar manches zu bieten, aber mittlerweile sind wir auch anspruchsvolle Konsumenten. Entsprechend wäre auch der reguläre Eintritt gewesen: 2 TL (~ 1 Euro).

Mevlana Museum

Mevlana Museum

Nächster Stop war Sultanhani, eine Stadt der Teppichknüpfer. Auf der Strasse am Ortseingang lagen lauter Teppiche auf dem Boden, was wie wir später erfuhren, ausschließlich zum Testen der Qualität und der Farben der Teppiche diente. Unser Campingplatz im Ort, „Kerwan Camping“, bot aber noch einige Überraschungen. Wir waren (leider) die Einzigen auf dem Platz… Der Platz war sauber und die Leute, die den Platz leiten, sehr nett. Aus Mangel an Alternativen, aßen wir dort zu Abend und lernten dort gleich den Bürgermeister kennen. Es gab anscheinend irgendwelche wichtigen politischen Fragen, die unbedingt mit dem Vize-Bürgermeister und dem Camping-Wirt besprochen werden mussten. Wir waren live dabei. 🙂 Da in der Türkei alles mit mindestens einem Raki begossen wird, war unser Wirt schnell recht betrunken. Als der Bürgermeister und sein Kompagnon gingen und die Zunge locker war, ging es bei uns weiter. Wir waren schnell die besten Freunde… Uns wurde schnell erzählt, dass er neben seiner Frau noch eine weitere, natürlich junge und bildhübsche Freundin hat, aber gemessen daran, dass uns auch mitgeteilt wurde, dass der Platz von heute auf morgen von Null auf hundert ausgebucht sein wird – wir hatten nämlich Glück, für morgen gab es hundert Buchungen aus Holland und Deutschland –, wird dies Geständnis ein wenig relativiert. Nach weiteren Geschichten wurde uns vom Sohn noch die Teppichsammlung nahe gelegt – ja, wir können auch kaufen und nach Hause schicken lassen, wenn wir keinen Platz im Auto haben – und ein Freund angerufen, der uns in Form einer Ein-Mann-Band mehrere Ständchen sang. Zum Glück mussten wir nicht auch noch tanzen oder mitsingen. Da wir nicht wussten, was noch alles auf uns wartet, wenn wir hier nicht Stopp machen, verabschiedeten wir uns nach einigen Liedern und ließen die zwei Männer (Sänger und unseren neuen besten Freund) zurück. Wie wir am nächsten Morgen beim Frühstück im Kreise der Familie erfuhren, waren die beiden noch die halbe Nacht in einer Kneipe und haben den bereits getrunkenen Rakis noch weitere folgen lassen.

Durch das Familien-Frühstück kamen wir unerwartet früh los und fuhren unsere Route nach Kappadokien fort. Unser erster Halt kam an der Ihlara Schlucht. Der „Grand Canyon der Türkei“ ist ein wunderschönes und noch weitgehend ursprünglich belassenes Tal mit einigen Felsenkirchen und einem schönen Wanderweg. 328 Stufen fuhren hinab und wieder hinauf – gutes Training für den Po. 😉 Der Weg im Tal führte über und unter Felsen und zeigte Kirchen aus dem 7. und 8. Jahrhundert mit noch zum Teil gut erhaltenen Fresken.

Nach dieser schweißtreibenden Wanderung fuhren wir Derinkuyu an. Highlight dieses Dorfes: eine unterirdische Stadt. Bei dieser Touristenattraktion bewahrte uns der Bertelsmann Club vor der uninformierten Besichtigung, heißt: wir schlossen uns auch hier wieder einer deutschen Führung an. Da die Gänge und Schächte durch die Stadt so eng waren und die Gruppe sowieso relativ versprengt war, fiel das auch diesmal nicht weiter auf. Die unterirdische Stadt ist wahrscheinlich eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Kappadokiens. In acht unterirdischen Stockwerken, die als Wohn-, Versammlungs- und Lagerräume dienten (es gab sogar einen Kerker…), lebten im 7. Jh. die Menschen. Belüftungsschächte führten dazu, dass es dort unten immer ca. 7 – 8°C herrschen. Aus kleinen Räumchen konnten Mühlsteine in die Gänge gerollt werden, sodass kein Eindringling mehr Zugang zu den Räumen hatte.

Nach Derinkuyu sind wir allerdings direkt zum Campingplatz in Göreme (Kaya Camping) gefahren, da es schon relativ spät war. Kaum hatten wir dort unsere Camping Möbel ausgepackt und das Kochen begonnen, „wurden wir schon wieder kennengelernt“. Martin und Monika, unterwegs mit ihrem MAN mit Wohnkabine, sind ebenfalls auf einer Reise durch die Türkei und genauso interessiert an Offroad-Fahrzeugen mit Schlafgelegenheit wie wir. Die beiden hatten mit ihrem Auto – oder kann man da schon LKW sagen? – allerdings schon einige Reisen hinter sich. Einblick erhielten wir am nächsten Abend mittels ihrem so genannten „Mäusekino“: Diashow faszinierender Bilder auf dem Rechner.

 

 

Category: Türkei
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