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• Mittwoch, Februar 10th, 2010

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Von Gundis, einer Bremerin, die in Durban ein Aufbaustudium absolviert und die wie wir im Africa Regent wohnt, haben wir erfahren, dass es in Umhlanga eine Kneipe gibt, die deutschen Fußball überträgt. Nach „deutschem Brot“ war dies der häufigste deutsche Exportartikel, nach dem wir suchten – leider jedoch meist vergeblich. So auch hier! Die beschriebene Kneipe haben wir nicht gefunden, stattdessen landeten wir im Hooters. Hier wird zwar ab und zu auch deutscher Fußball in Sky gezeigt, doch heute genossen leider zwei Rugby-Spiele und zwei Premier League-Spiele den Vorzug. Das Essen war okay und neben dem Sport gab es noch reichlich „Aussicht“ und damit meine ich nicht den Meerblick…

[Anja:] Jörg meint das viele Holz vor der Hütt’n

Bevor wir uns wieder ein Taxi für den Rückweg riefen, gingen wir runter zum Pier. Wir waren nun schon etliche Tage in Durban und dies war erst das zweite Mal am Wasser. Ganz zu schweigen davon, dass wir diesmal nicht einmal im Indischen Ozean gebadet hatten. Wir fahren zurück und packten. Der Stress alles unterzukriegen und die Konzentration nichts zu vergessen unterdrückte die reumütigen Gedanken und Tränen, dass sich eine einmalige Zeit für uns nun unwiderruflich dem Ende neigt.

Die letzten Tage verbrachten wir auch teilweise auf dem Zimmer. Anja war von der Erstellung des Lesotho-Videotagebuchs, das sie erstellte, voll gefangen und ich war gebannt von einem Buch, das ich mir kurz zuvor gekauft hatte. Es war als kurzweilige, packende Lektüre gedacht und enttäuschte mich in dieser Hinsicht nicht. Es handelte sich um ”One Bullet Away – The Making of a Marine Officer”. Anja fragte mich kopfschüttelnd manches Mal, was ich an dem Buch eigentlich fand. Ich las es mit dem spannenden Schauer, mit dem man einen schweren Unfall betrachtet: Froh, dass es nicht einen selbst getroffen hat, aber zu bestürzt, um einfach wegzuschauen. Ich konnte zumindest das Buch immer erst dann aus der Hand legen, als die Frustration, die letzten Tage so lang auf dem Zimmer zu verbringen, zu groß wurde.

Abgesehen vom Lesen und Video-Schneiden gingen wir an unserem letzten vollständigen Tag in Durban zusammen mit Gundis noch einmal in das Gateway Shopping Center in Umhlanga. Die Souvenirs waren zwar bereits alle gekauft, aber Anja brauchte noch eine Winterjacke – in Deutschland sollen wir ja einen „Jahrhundertwinter“ verpasst haben. Den hätten wir zwar auch gern miterlebt, aber wir hatten dafür fast ein Jahr Sommer – auch nicht schlecht. Wir schauten uns noch „2012“ im Kino an, doch rückblickend hätten wir darauf gern verzichtet.

Dann kam auch schon der Abflugtag. David und Pam, die Besitzer vom Africa Regent, bestellten uns ein letztes Mal ein Taxi, worüber sie bestimmt recht dankbar waren. Dass es das letzte Mal war, meine ich. Denn nach unserer schlechten Erfahrung mit dem ersten gerufenen Taxi vom Gateway nutzen wir nämlich fortan stets David als Bande: Wir riefen ihn an, wenn wir ein Taxi brauchten und ließen es uns durch ihn bestellen. Während wir ja nur zwei Touris sind, ist er halt Guest House Besitzer, der mehr Umsatz für das Taxi-Unternehmen generiert. Ob sich unsere Hypothese, dass mit dem höheren Umsatz automatisch auch ein größeres Interesse des Fuhrunternehmens in seine Zuverlässigkeit einher geht, bewahrheitete, können wir leider nicht beurteilen. Doch es blieb uns nicht verborgen, dass unsere „Banden-Taktik“ für uns ein voller Erfolg war.

Am Flughafen in Durban ließen wir unseren „Kofferersatz“ – eine Spende von Ericus und Zelda, thank you! – und den Rucksack ordentlich einwickeln und kauften uns noch Bordlektüre – ich konnte mir mal wieder nichts einteilen und hatte meine ja schon vorm Fliegen durch…

Die erste Etappe ging nur bis Johannesburg. Wir hatten wir noch etwas Aufenthalt und wir haben doch tatsächlich im Cape Union Mart noch eine Winterjacke für mich gefunden. Steuerfrei, da wir bereits in dem Wartebereich hinter den Sicherheitskontrollen waren. Nun kann der Winter kommen respektive wir zum Winter. Anja fand hier sogar noch stabile Sandalen: Nachdem wir durch ganz Afrika gefahren sind und nirgends die einzig wahren gefunden haben, wurden wir ausgerechnet hier und jetzt fündig. Gekauft haben wir sie natürlich trotzdem. 😉

Nachdem wir von Frankfurt nach New York einmal mit Singapore Airlines geflogen sind, sind wir regelrecht verdorben, was unsere Erwartung an Qualität und Service angeht. Umso argwöhnischer blickten wir unserem Flug mit South African Airlines entgegen, zumal Anja, bei ihrem letzten Flug vor 7 Jahren keine guten Erfahrungen gemacht hat. Doch, weit gefehlt! Der Flug war toll und der Service von SAA kann durchaus als der nur unwesentlich kleinere Bruder von Singapore Airlines durchgehen. Ein Problem trat erst wieder am Boden auf. Das Bodenpersonal am Münchner Flughafen streikte, und München war leider der letzte Zwischenstopp auf unserer Route Durban – Stuttgart. Welch Ironie! Nach zehn Reisemonaten (fast sieben davon in Afrika) ohne allzu ernsthafte Wegprobleme, beim Wiedererreichen der (vermeintlichen) Zivilisation, da trifft uns ein Streik und wir stranden! Allerdings nur kurzfristig. Denn wir sind ja zurück in Deutschland, wo alles mit Recht und Ordnung geschieht, und so war die Lufthansa bereits bestens vorbereitet. Es gab einen Extrastand für ausgefallene Flüge und dort half man uns mit zwei Bahntickets weiter. Nicht ganz so bequem wie ein Anschlussflug, aber dafür mit besserem ökologischem Gewissen erreichten wir Stuttgart mit etwa dreistündiger Verspätung.

Welch Empfang!

Die Zugfahrt durch das verschneite Süddeutschland fühlte sich „falsch“ an. Ohne es genau Greifen zu können, war hier einfach etwas „falsch“! Es lag nicht nur an dem Schnee und der geschlossenen grauen Wolkendecke, auch nicht allein an der Architektur, bei der selbst jeder Schuppen so aussieht, als sei er gebaut, um die Ewigkeit zu überdauern, auch waren es sicherlich nicht allein die fehlenden Menschen und Tiere auf der Straße, wahrscheinlich war es ein Cocktail aus all diesem und dem, was wir nicht bewusst, sondern nur unbewusst wahrnahmen. Doch trotz der Aussicht, endlich wieder daheim zu sein, berauschte uns dieser Cocktail nicht, sondern schmeckte schal, bitter und abgestanden. Wahrscheinlich braucht’s einfach noch etwas Zeit…

Unsere Familien hatten wir schon vorab informiert, doch wer nun alles vergeblich am Flughafen stand, dass wussten wir nicht. Abends in Stuttgart trafen wir noch Susa, von der wir durch einen verwunderten Anruf erfahren hatten, dass sie am Flughafen wartete…
An der Stelle noch mal danke, wir hätten uns sehr gefreut 🙂

Tags drauf flog ich nach Hannover weiter und kam so in den Genuss noch eines Willkommensgrusses. Neben meinen Eltern empfingen mich hier Ben, Violetta, Katharina, Steffi, Thomas, Marc und Olli – damit hatte ich nicht gerechnet und ich war ganz baff.

Ankunft Hannover

Jörgs Willkommen in Deutschland

Sogar „Landebierchen“ hatten sie dabei! 😉

Category: Südafrika
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