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• Mittwoch, Januar 27th, 2010

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Es regnete immer wieder und auch auf unserem Weg Richtung Swaziland wurde es nur unmerklich besser. Die Grenze zu dem kleinen Land war nicht weit weg und die Grenzformalitäten waren einfach und schnell erledigt. Nach etwa 20 Minuten waren wir durch und in Land 23 auf unserer Reise angekommen. Noch 80 Kilometer und wir sind am Ziel 🙂

Der Mlilwane National Park, bzw. Wildlife Sanctuary, ist für uns mit der Wildcard auch kostenlos. Wir wollten dort im Backpackers campen, hatten aber Schwierigkeiten, den Weg dorthin zu finden. Wir beobachteten von der Rezeption des Mlilwane Main Camps aus einen Minibus, der einen eigentümlichen Weg durch das Camp fuhr und fanden bei dieser Gelegenheit auch gleich die Schilder Richtung Backpackers Als wir dort angekommen waren, hieß es, mit einem Auto zu campen geht nicht, also fuhren wir zurück ins Main Camp und suchten uns dort ein Plätzchen im Schatten. Jörgs Bewegungsdrang trieb ihn zu einer self guided Walking Safari, die der er an die vorhandenen Tiere sehr nah heran kam. Mein Nachmittagsprogramm bestand mehr aus einem ausgedehnten Mittagsschlaf. Aufstehen vor 6 Uhr ist nicht meins.

[Jörg:] Ich war expeditionsreif ausgerüstet (Wasser, Sonnencreme, Karte und Kompass (nicht dass ich letzteren gebraucht hätte), Tierbestimmungsbuch und Fernglas für mich sowie Kamera für Anja), doch mein Erkundungsdrang wurde von einem Ranger leider auf ein absolutes Minimum gestutzt. Es war mittlerweile kurz vor 16 Uhr und all die längeren Spaziergänge redete er mir aus. Er meinte, jeder sollte bis um 17 Uhr (spätestens 17:30 h) zurück im Camp sein, weil am frühen Abend die Nilpferde langsam aus dem Wasser an Land kommen. Oookay! Das für sich ist schon ein sehr überzeugendes Argument, umso stärker ist seine Überzeugungskraft, wenn man alleine unterwegs ist. (Alleine) Spazierengehen ist hier kein Problem, weil der Park (außer Nilpferden) keine für Menschen gefährlichen Tiere enthält. Ich drehte also nur eine kleine Runde; eigentlich nur für eine Stunde gedacht, schaffte ich es doch, sie auf fast zwei auszudehnen.

An mehreren Stellen kam man einer gemischten Herde Zebras, Impalas und Gnus bis auf vielleicht 10 m heran. Der Pfad führte innerhalb des Waldes am Waldrand entlang und der Wind stand günstig und wehte mir von der offenen Fläche ins Gesicht. Ich ließ mich auf einem Baumstamm nieder und beobachte die Tiere. Später trotteten auch noch Blessböcke vorbei. Diese Antilopenart war neu für uns, hatten wir sie doch noch in keinem unserer bisher besuchten Parks gesehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie anders die Tiere auf einen wirken, wenn man sie nicht aus dem Wagen heraus beobachtet. Zebras hatten wir nun wirklich schon genügend gesehen, aber ohne Auto drum herum und nur ein paar Meter entfernt, hat man noch eher das „Mittendrin-statt-nur-dabei“-Gefühl. Und wenn Gnus aus dem Wagen betrachtet für uns nur unter „ferner liefen“ zu zählen sind, bekommt man durchaus Respekt, wenn sie einen aus zehn Metern fixieren und dabei bedrohlich anschnauben. (Auch wenn sie vor mir weggelaufen wären, wenn ich nun schreiend und winkend auf sie zugelaufen wäre.)

An unserem Campingplatz grasten zudem Nyalas und Warzenschweine direkt um uns und unseren Willi herum. Da es in dem Park keine natürlichen Feinde gibt und die Tiere (leider) an Menschen gewöhnt sind, haben sie jede Scheu abgelegt. Die Nyalas lassen sich sogar streicheln.

Mlilwane

Swazilands Mini Park

Am Abend gönnten wir uns ein großes Mahl am Buffet mit geröstetem Impala, traditionellem Maisbrei und anderen Leckereien. Nach dem Essen sollte ursprünglich noch ein traditioneller Tanz stattfinden, den wir uns gerne angeschaut hätten. Als uns das angekündigt wurde, regnete es leicht, aber wir warteten alle noch, weil die große Gruppe aus Dänemark noch nicht mit dem Essen fertig war. Der Regen wurde immer stärker. Als wir da so saßen und in den Regen hinausschauten, fiel mir plötzlich ein, dass ich das Zelt nicht ganz zu gemacht hatte und so zwang ich mich in den Regen hinaus. Unser Bett bekam vom Wasser kaum etwas ab, ich dafür umso mehr. Ich war komplett durchnässt, als ich wieder am Restaurant ankam, um dann zu erfahren, dass der Tanz nicht mehr stattfindet. Shit happens! Ich hatte vom Auto gleich unsere Zahnbürsten mitgebracht, um ein weiteres hin und her zu verhindern, aber bis wir wieder zurück waren, waren wir beide nass und der Regen hatte die Wege in schlammige Sturzbäche verwandelt.

Die Nacht war unruhig. Es gewitterte und regnete unterschiedlich stark, aber konstant. Die Rücksichtslosigkeit anderer Camper bei der lauten Rückkehr ins Camp hielt mich mitten in der Nacht noch etwa 2 Stunden wach. Kurz bevor der Wecker klingelte, schlief ich ein – wie das immer so ist – und war hinterher ziemlich gerädert. Wir ließen das Frühstück ausfallen, da wir froh waren, dass wir gestern alles rechtzeitig eingepackt hatten und es noch trocken war. Nach einer kurzen Pause fing es schon wieder an zu regnen.

An der Grenze Richtung Südafrika war viel Verkehr, Lastwagen blockierten den Weg. Besonders wendig ist unser Wagen ja nicht, aber wir schafften es trotzdem, an den LKWs vorbei zu kommen. 5 Minuten später hatten wir die notwendigen Stempel im Pass und konnten Richtung Ausgang fahren. Doch so schnell die Prozedur vorher ging, hier mussten wir warten. Die Zöllner wollten unser Auto inspizieren. Wie sich herausstellte, waren die Beamten nicht am Inhalt interessiert, sondern daran, wo das Auto herkommt, wie wir hergekommen waren und eigentlich konnten sie es auch gar nicht fassen, was für eine Reise wir hinter uns haben. Wir können es manchmal auch kaum glauben 😉

Unser nächster Stopp war Ermelo, wo wir endlich bei Mugg & Bean frühstücken konnten. Das Frühstück war lecker und hatte unsere leeren Energiereserven aufgetankt. Noch kurz einkaufen und schon fuhren wir wieder. Immer wieder regnete es und unser ursprüngliches Vorhaben, im Glen Reenen Camp zu übernachten, schien immer unwahrscheinlicher zu werden. Als wir den Golden Gate NP erreichten, regnete es immer noch, aber dafür weniger. Der Glen Reenen Campingplatz war bis auf ein Wohnmobil leer. Wir wollten nicht im Matsch sitzen und darauf warten, dass der Regen wieder anfängt. Ein kurzer Anruf bei den Cranberry Cottages und schon war die Entscheidung gefällt. Wir fuhren weiter. Während wir das Panorama auf einer der schönsten Strecken Südafrikas bewunderten, klarte der Himmel auf und die Sonne schien. Camping wäre wohl doch drin gewesen. Aber jetzt drehten wir nicht mehr um.

In Ladybrand erwartete man uns freudestrahlend und führte uns in die Cottage. Die Honeymoon Suite war heute noch belegt und erst morgen für uns frei. Die Cottage war aber mindestens genauso schön. Ausgestattet mit allem was man sich wünscht und einer kleinen Küchenzeile, wo wir uns erst mal Spaghetti und Milchreis kochten.

 

 

Category: Südafrika, Swaziland
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