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• Dienstag, Januar 05th, 2010

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Wir konnten Kapstadt natürlich nicht verlassen haben, ohne auf den Tafelberg gestiegen zu sein, wobei wir dann aber doch die Seilbahn vorzogen. Von unserem Zimmer aus, konnten wir den Tafelberg faaaast sehen. Wir sahen zumindest recht gut, ob die Tischdecke drüber lag, oder Pirat Van Hunk und der Teufel gerade eine Pause in ihrem Wettstreit einlegten. Jedes Kind weiß ja, dass der Tafelberg mit Nichten so häufig von weißen Wolken eingehüllt ist, weil sich feuchte Luftmassen vom Wasser gegen den Tafelberg drücken und dann hochgeschoben werden, wobei sie auf die kälteren Luftmassen in der Höhe stoßen und sich die charakteristischen dicken Wolke bilden, die den Berg einhüllen – akademischer Quark mit Soße! Nein! Nachdem Pirat Van Hunk sich im frühen 18. Jahrhundert nach abenteuerreichen Jahren mit fetter Beute von dem aktiven Dienst auf hoher See zurückzog und von Devil’s Peak sein Pfeifchen rauchte, während er auf den Ozean schaute, wurde er eines Tages von einem Fremden zu einem Wettstreit aufgefordert, wer mit seiner Pfeife den meisten Rauch erzeugen könnte. Der Fremde war kein anderer als der Teufel und der Legende nach, ist dieser Wettstreit immer noch nicht fertig ausgetragen und der Rauch ihrer beiden Pfeifen hüllt den Tafelberg somit immer wieder ein.

Wir wollten unbedingt auf den Tafelberg und heute war dazu auch schon die letzte Gelegenheit – morgen werden wir ja schon Ema und Steffen vom Flughafen abholen und mit ihnen nach Cape Agulhas fahren. Wir hatten also schon gestern online Cableway-Tickets gekauft und sahen heute Morgen aus unserem Fenster, dass wir uns dafür auch keinen besseren Tag hätten aussuchen können.

Nach einem kurzen Photostopp in Bo-Kaap – die Akkus waren mittlerweile beide wieder aufgeladen –, standen wir auch schon an der Schlange für die Seilbahn. Ja, richtig, wir standen an. Unsere Online-Tickets halfen uns nämlich nur darin, nicht zweimal anstehen zu müssen. Aber gut, die einstündige Wartezeit war auch irgendwann vorüber, auch wenn die erbarmungslose Glut der Sonne zu einer gefühlten Zeitdilatation führte, doch immer noch besser als hinauf zu kraxeln. … Oder doch nicht? Wie auch immer, die Fahrt mit der Seilbahn ist auch ein Erlebnis. Die Gondel dreht sich um 360°, so dass jeder mal zum Tafelberg hoch und zur False Bay runter schauen kann. Oben angekommen, tummelten sich dort bereits Touristenmassen. Auch wenn nichts anderes zu erwarten war – im südafrikanischen Sommer während der hiesigen Schulferien – für mich war ’s dennoch eine Ernüchterung. Überhaupt ist der Besuch des Tafelbergs alles in allem wenig spektakulär. Anja hatte mich vorgewarnt und ich stimme ihr zu: Man fährt hoch, weil man nun mal nicht nach Kapstadt fahren kann, ohne auf dem Tafelberg gewesen zu sein, nicht weil das Plateau selbst so reizvoll ist. Sicherlich, die Aussicht allein ist schon toll, und wenn man den Ort für sich allein hätte, wäre es sicherlich das Non-Plus-Ultra unserer Reise gewesen, so jedoch waren wir nach ca. einer Stunde schon wieder unten.

Tafelberg

Heute mal ohne Tischdecke

Entlang des Chapman’s Peak Drives, der M6, der sehr an den Highway No. 1 erinnert, nur dass es sich halt „um einen anderen Ozean zur linken“ handelt, fuhren wir zum Kap der Guten Hoffnung. Für uns ein ganz besonderer Moment: Nachdem wir genau 270 Tage und fast 44’000 km auf diesen Ort zusteuerten, standen wir nun auf einmal dort.

[Anja:] Ich hatte erwartet, dass ich heulend zusammenbreche, wenn wir am Kap ankommen, aber das Gefühl blieb aus. Es waren so viele Touristen und wir hatten irgendwie keine Zeit gefunden, durchzuatmen und den Moment zu genießen. Schade eigentlich.

Dort trafen wir auch endlich mal wieder auf richtige Overlander. Also, nicht diese LKW-Touris, sondern Selbstfahrer wie uns. Marja und Paul sind seit Anfang Dezember 2008 auf reisen und gerade die Westküste „runtergerutscht“ und wollen nun die Ostküste bis Kenia hoch und von dort nach Asien verschiffen. Es war schön, sich mal wieder mit Travellern, die so unterwegs sind wie wir, austauschen zu können. Wir hatten das zwar gerade erst zu Weihnachten mit Jan & Trevor, davor aber eine lange Durststrecke. Natürlich waren wir auch noch am Cape Point Leuchtturm. Es war sehr heiß und so belohnten wir uns nach dem Abstieg noch mit Sandwiches und ordentlich Flüssigkeit.

Kap der Guten Hoffnung

Ziel unserer Reise

Für den Heimweg wählten wir die Ostseite des Kaps und steckten dort fürchterlich im Stau. Und dies nicht einmal, weil alle zurück nach Kapstadt wollten, der Hauptteil des Verkehrs fuhr in andere Richtungen und als wir nach Sonnenuntergang endlich Kapstadt erreichten, waren die Autobahnen bereits leer. Wir brauchten für 9 Kilometer ca. 90 Minuten, heftiger war da nur Kampala, wo wir für 3,5 km 90 Minuten brauchten (dabei etwas über 200 m in 20 Minuten). Doch die Brillenpinguine, die wir auf unserem Rückweg noch in Boulders anschauten, entschädigten uns hinreichend.

Pinguine am Kap

Brillenpinguine

Im Guesthouse angekommen, parkten wir nur kurz, zogen uns schnell um und gingen dann essen. Wir wollten das karibische Restaurant ausprobieren, das vorgestern geschlossen hatte. Auf dem Weg dahin fanden wir zufällig einen Inder und das war der „Sudden Death“ für den „Karibianer“. Wir sind gestern schon an dem Haus vorbei gegangen, da wirkte es regelrecht ausgestorben. Es sah eher wie ein Haus aus, wo mal ein Inder drin war und das Restaurant aber irgendwann pleite gegangen ist. Glücklicherweise war alles anders, denn das Essen war vorzüglich.

[Anja:] Wir hatten Biryani Reis und ein vegetarisches Gericht mit Nüssen. Mein Essen war allerdings unerwartet scharf und da ich sowieso nicht damit umgehen kann, brauchte ich lange, um das Essen zu mir nehmen zu können. Und viel Wasser. Selbst meine Lippen brannten…

 

 

Category: Südafrika
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