Author:
• Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Am nächsten Morgen musste ich wieder einmal feststellen, dass die Devise „was Du heute kannst besorgen“ in Afrika auch für Wasser gilt. Ich stand nämlich in der Dusche, ohne dass Wasser herauskam. Frustriert rauschte ich ab, ungeduscht und stinkig (bezogen auf die Laune natürlich). Nach dem Zusammenpacken gingen wir ins nahe gelegene Big Hole Museum und machten dort bei einer einstündigen, unbedingt empfehlenswerten Führung mit. Das „Unter-Tage-Museum“ ist gerade für Kinder toll (aber nicht nur)! Ich kann mich der Anziehungskraft von Diamanten nicht verwehren und schlenderte hinterher noch länger durch die anliegenden Schmuckläden – ohne was zu kaufen. Stark sein, betete ich mir vor. Jörg dagegen, Diamanten scheinen auf ihn nicht die gleiche Wirkung zu haben, zog es vor, nach dem Cache zu suchen, der vor Ort versteckt ist.

The Big Hole

The Big Hole

Bodenstruktur des Diamantenabbaugebiets

Bodenstruktur des Diamantenabbaugebiets

Wir aßen hinterher bei Debonairs eine Pizza, tankten und verließen die Stadt Kimberley. Unsere Weiterfahrt führte uns durch Bloemfontein, durch das wir durchfuhren, aber nicht anhielten, nach Ladybrand. In diesem Ort mit dem netten Namen überraschte mich Jörg mit einem netten Guesthouse (den gewünschten Campingplatz scheint es nicht mehr zu geben). Ein Zimmer war noch frei, die Honeymoon Suite. Nicht ganz unser Budget, aber mit viel Flair, mit dem dieses Zimmer uns überzeugte. Es gab hier ein großes Himmelbett mit zahllosen Kissen, dazu eine Heizdecken-Matratze, Kamin und Feuerholz, Balkon zum grünen Garten, Fernseher mit Sat-TV, WLAN (leider zum Bezahlen – das war aber auch das einzige Manko), eine riesige Dusche mit Natursteintäfelung, Badewanne mit Blubberfunktion, separates Klo und alles sehr schön dekoriert. Ein schöner Ort um seine Flitterwochen zu verbringen, dachten wir.

Das Abendessen überzeugte auch mit fantasievollen Gerichten und ein Wein rundete das ganze ab. Hier ließe sich die Zeit wirklich genießen.

Unsere Weiterfahrt auf der Scenic Route führt uns über hügelige grüne Landschaft, die fast ans Allgäu erinnert. Nur mit schrofferen Felsen und afrikanischem Flair. Wir haben uns nur etwa 200 km für heute vorgenommen und können es uns auf dieser schönen Strecke Zeit lassen.

Golden_Gate_02Golden_Gate_03

Unser erster Stop war daher schon nach etwa 30km, bei Constantia Cherry Farm. Jörg war geocachen, ich bummelte durch den Laden mit den netten Accessoires und lokalen Produkten aus Lavendel und Kirschen. Zum Abschluss gab es einen Kaffee, dann gings weiter.

Unvorteilhafter Name für eine Stadt

Unvorteilhafter Name für eine Stadt

Wir machten noch einen weiteren Zwischenstopp in Clarens, einem kleinen Künstlerörtchen. Das Künstlerische beschränkt sich allerdings auf die unzähligen Galerien in dem Ort, die schöne und scheußliche Gemälde oder Skulpturen verkaufen. Ich hatte großen Spaß am Bummeln und schauen und hätte in manchem Laden gerne zugeschlagen, aber ohne freudigen Shopping-Partner macht das Aussuchen wenig Spaß, so dass wir unverrichteter Dinge gingen. Die Fahrt bis zum Golden Gate National Park dauerte nicht lange und führte uns weiter über hügelige Landschaften mit karstartigem Gebirge rechts und links. Die Strecke zum Glen Reenen Camp war nicht weit, sodass wir recht früh ankamen und die Zeit zum Wandern nutzten. Ja, wir waren wandern. Meine Bedingung war zunächst, nicht auf einen Berg zu steigen, sondern in einem Tal entlang zu marschieren, aber daraus wurde nichts. Hier gab es nur Berge und Wege zur Spitze, so dass ich mich wohl oder übel meinem Schicksal fügen musste. Aber meine Mühe wurde belohnt mit einer wunderschönen Aussicht über das Tal. Außerdem konnte ich immer wieder beim Aufstieg halten und Blumen und Schmetterlinge fotografieren. So konnte ich mich erholen und gleichzeitig schöne Bilder machen.

Glen Reenen Brandwag Trail

Mit Geocaching zum Wandern gekriegt

Sobald die Sonne weg war, wurde es jedoch schnell sehr kühl und wir verzogen uns nach dem Abendessen sofort ins Bett, um uns aufzuwärmen. Dadurch war der Tag schon gegen 21 Uhr beendet.

Das Glen Reenen Camp und die Umgebung, sowie die Temperaturen luden uns ein, hier noch einen Tag zu bleiben. Wir nutzten den Tag, um Wäsche zu waschen und zu bloggen. Dafür wartet morgen wieder eine längere Strecke in Richtung Indischer Ozean auf uns.

Auf diesem Campingplatz erleben wir fast europäische Verhältnisse. Die Camper hier verlassen manchmal den ganzen Tag ihr Plätzchen nicht und am Abend wird dann über den Campingplatz flaniert. Wir bekamen auch den ganzen Tag Besuch von Interessierten – grundsätzlich zu dem Zeitpunkt als ich im Wagen verschwand, um irgendetwas zu erledigen, oder wenn wir gerade beide etwas anfangen wollten (wie bloggen, aufräumen, etc.). Alle waren total interessiert an unserer Tour – wir haben selten so aufgeschlossene Leute wie die Südafrikaner erlebt. Eine Frau gab uns sogar die Telefonnummer von Freunden von ihr, falls wir in Kapstadt Probleme hätten, eine Unterkunft zu finden, seien die bestimmt bereit uns aufzunehmen. Wir erfuhren ihren Namen allerdings nicht und ob ihre Freunde glücklich damit sind, wenn sie die Telefonnummer verteilt, wissen wir auch nicht.

Am Abend war es wieder recht kalt. Das Problem an Campingplätzen ist, dass man durch die dünnen Zeltwände die Geräuschkulisse aller Nachbarn mitbekommt. Da hier der Campingplatz so voll war, bekam man gleich alles mit: Schnarchen in allen Variationen, Kindergeschrei, Stimmen.

 

 

Category: Südafrika
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.
Leave a Reply