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• Donnerstag, Dezember 03rd, 2009

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Die restlichen Tage in Windhoek blieben wir im Rivendell Guesthouse und wir blieben doch länger als gedacht. Im Rivendell gefiel es uns gut. Die Zimmer waren gemütlich eingerichtet und mit einer Gemeinschaftsküche hatte das Guesthouse bei uns einen Bonus.

Den Sonntag verbrachten wir ganz gemütlich auf dem Zimmer und am Pool. Ich bloggte, Jörg unterhielt sich mit Michael und Elmar. Pünktlich zu den Sonntags-Fussballspielen kam er herein und wir hörten uns über eine gute UMTS-Verbindung erst das Stuttgart-Spiel an – ich sparte mir die kostbaren MB als es 3:0 für Leverkusen stand – dann das Hannover-Spiel – aber auch hier brachen wir die Verbindung nach dem 3:0 gegen Bayern ab. Hier im fernen Windhoek kommt bei uns am 1. Advent keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Regale in den Supermärkten sind das einzige, das uns daran erinnert. Wir versuchen trotzdem ein bisschen Tradition zu wahren und essen jetzt jeden Sonntag einen Stollen. Ein Christstollen ist hier überall zu kaufen, Adventskränze gibt es nicht. Citronellakerzen fanden wir zu stillos, sodass wir den Stollen ganz ohne Kerzenlicht dazu aßen.

Am Montag dann kam ich gar nicht richtig in Fahrt. Die Fragerei in den Werkstätten nach einem schnellen Termin war erfolglos. Ich war den ganzen Tag müde und wollte nur noch ins Bett zurück. Da half nicht mal das Shopping des Tages: Campingläden. Wir kauften einen dreibeinigen Potje [sprich: Poikie] und weiteres Grillzubehör, dann ging es endlich wieder zurück ins Rivendell, wo ich einen ausgiebigen Mittagsschlaf machen konnte.

Den Dienstag begannen wir schon aktiver. Wir fuhren mit dem Gemeinschaftstaxi in die Innenstadt, um dort zu Fuß die letzten Sightseeing Points abzulaufen. Eigentlich war auf unserer Liste nur noch die Post Street Mall übrig und die ist mit den umliegenden Straßen mehr ein Shoppingparadies als eine Sehenswürdigkeit. Wir genossen das große Angebot und gingen uns neues Guthaben für unseren Internet-Stick kaufen, beim Optiker Jörgs Brille anpassen, Klamotten und Bücher ansehen – und da traf uns doch schier der Schlag: in einem der Buchläden fanden wir die englische Übersetzung von Hitlers „Mein Kampf“ (hier ist der Beweis). Dass manche Namibier eine etwas rückständige Einstellung haben, haben wir schon früh erkennen müssen, aber dass hier derartiges Schundwerk verkauft wird, hat uns richtig schockiert. Wir liefen noch weiter durch die Souvenirshops und beendeten unsere Stadtwanderung im Craft Center zwischen der Tall Straße und Independence Avenue. Julia, meine Cousine, nannte mir zum Glück rechtzeitig, den Namen eines Freundes, der dort ein Café führt. Im Craft Café tankten wir mit Eistee, einem wirklich großen Kaffee, Apfelcrumble und Käsekuchen auf. Roland trafen wir leider nicht an, wir hinterließen ihm dafür ein Kärtchen mit einer Nachricht von uns. Dass es auch ankam, hat uns sehr gefreut – danke für den Kommentar, Roland!

Am Mittwoch mussten wir früh aufstehen, damit wir rechtzeitig in der Werkstatt von Reimund aufschlagen. Um 8 Uhr waren wir schon da und führten unser Liste an möglichen Reparaturen vor. Neben einer Schmierung und Ölung aller notwenigen Teile, gab es noch weitere Notwendigkeiten: wir hatten in der Hecktüre ein Scharnier verloren (eigentlich hatte sich nur eine Schraube herausgerüttelt, das Scharnier jedoch klemmte nun hinten in der Türe und da bekamen wir es nicht heraus) und beim Schalten traten komische Geräusche auf, dem sollten die Mechaniker auf den Grund gehen. Reimund fuhr uns zum Zeitvertreib in eine nahe gelegene Mall, in der wir uns in ein Café setzten. Irgendwie war das aber nicht befriedigend und Shopping im Game machte allein auch nicht dauerhaft glücklich. Wir registrierten, dass Reimund uns versuchte anzurufen und eilten zurück zur Werkstatt. Da angekommen überraschte man uns mit einem „das Auto ist fertig“, dabei war es gerade mal 10:30 Uhr, „aber die Kardanwelle hat einen Schaden“. Ja, was nu? Wir malten uns aus, was passieren könnte, wenn wir es nicht reparieren und entschieden, es doch machen zu lassen. Dazu brauchte die Werkstatt wieder Zeit, die wir im uns bereits bekannten Maerua Shopping Center vertrieben. Um 16 Uhr gingen wir wieder zurück zur Werkstatt, wo unser Willi immer noch auf die Kardanwelle wartete. Störte uns aber nicht, denn wir gingen einfach nochmals für eine Stunde shoppen in die Stadt. Reimund war so freundlich, uns – wie die Male zuvor – zu dem Ziel unserer Wahl zu kutschieren. Ein Straußenei hatte sich in meinen Kopf eingebrannt und ich konnte die Stadt nicht verlassen, ohne es mitzunehmen. Als wir zum dritten Mal wieder kamen, war die Kardanwelle gerade eingebaut und Reimunds Sohn fuhr mit unserem Auto eine Probefahrt. Willi nahm das neue Ersatzteil an und nach einem kleinen Schwätzchen mit Reimund und Peter fuhren wir noch ein letztes Mal Reiseproviant einkaufen und dann nach Hause ins Rivendell. Um 19 Uhr kamen wir dort an und waren geschafft vom Tag. Wir hatten nichts für unsere Weiterfahrt vorbereitet, kein Packen, kein Routenplanen und wir hatten absolut keine Lust mehr dazu. Wir änderten den ursprünglichen Plan, morgen zu fahren und beschlossen noch einen Tag zu bleiben.

Der Donnerstag war also endlich unser letzter Tag in Windhoek. Nach dem gemütlichen Frühstück packten wir das Auto soweit es bis hierhin ging und fuhren mal wieder los, Geld auszugeben. Heute wurde allerdings außer Fleisch beim deutschen Metzger Hartlief nichts gekauft. Die übrig gebliebenen Campingläden der Cymot-Gruppe gaben nichts mehr her und wir waren gar nicht so undankbar. Unser Budget hat genug gelitten in Namibias Hauptstadt. Auf dem Rückweg waren wir noch tanken und lernten dabei fassungslose Tankwarte kennen, die überhaupt nicht glauben wollten, dass wir so weit gefahren waren. Am Nachmittag lagen wir noch am Pool und genossen ein paar entspannte Stunden.

[Jörg:] Windhoek reiht sich somit ein in die Orte, an denen wir eine ganze Woche oder länger verweilten: Istanbul, Ölüdeniz, Aqaba, Kairo, Addis, Nairobi, Jinja und Dar-es-Salaam / Sansibar. Nach fast acht Monaten der neunte Ort. Ist das nun viel oder wenig? Vor vornherein geplant war dies nur bei Istanbul und Kairo, ein wenig zu lang fanden wir es allenfalls bei zwei Orten (Addis und Jinja), würden wir es wieder so machen? Jederzeit! Damit ist es für uns wohl weder zu viel noch zu wenig, sondern genau richtig.

 

 

Category: Namibia
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