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• Montag, November 23rd, 2009

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In der Opuwo Country Lodge bleiben wir dann sogar noch einen Tag länger als geplant – also zwei Übernachtungen statt nur einer. Wir sind nun überzeugt, dass wir hier kein Rennen mehr gegen den Regen führen, aber wir wollen noch Laurent, Caro, Enzo und Ruben erwischen, bevor diese nach Südafrika verschiffen und damit für uns erstmal unerreichbar werden. Seit einigen Tagen sind wir per Mail wieder häufiger in Kontakt, wobei die Kommunikation Zeit braucht: Wenn wir eine Mail schreiben, braucht es unter Umständen ein wenig, bis wir Internet haben und diese verschicken können (seitdem wir den UMTS-Stick haben, geht das zwar in jeder größeren Stadt, aber dazwischen ist gähnende Internet-Diaspora), dann haben die vier vielleicht nicht gleich Internet und benötigen etwas, bis sie unsere Nachricht empfangen können. Selbst wenn diese nun gleich beantwortet und verschickt werden sollte, braucht ’s wieder etwas, bis wir sie lesen und das Spielchen von vorn beginnen kann. Auf diese Weise erfahren wir immer, dass die Vier etwa eine Woche vor uns sind und wenn wir dann aufgeholt haben, erfahren wir, dass sie wieder schon viel weiter sind… Aber wir geben nicht auf und bleiben dran, vielleicht schaffen wir es ja doch noch.

Für die zweite Übernachtung gönnten wir uns ein Zimmer, denn wir hatten etwas zu feiern: unseren Jahrestag. Und eine Aussicht wie diese, lädt zum Feiern ein.

Small Pool with a Big View

Small Pool with a Big View

Mit uns gastierten auch die Teilnehmer der Rally Namapenda in dem Country Hotel. Wenn wir dieser Oldtimer-Fun-Rallye auf den Pisten Namibias noch etwas abgewinnen können, so zeigt doch ihr Spruch auf deren Internetseiten „[…] auch sonst werden wieder die besten Quartiere, die in Namibia verfügbar sind, gebucht sein. Übernachtungen im Sinne von ‚Camping’ sind nicht vorgesehen, eine Zeltausrüstung wird nicht benötigt.“, dass das Konzept ein ganz anderes ist, selbst wenn wir uns hier treffen. Die andere Fun-Rallye, deren Teilnehmer wir auf unserer Tour trafen, die Allgäu-Orient-Rallye, ist uns da schon näher.

Hinterher haben wir übrigens über die Campsite des Country Hotels einen Bericht im Internet gefunden, dass Camper dort Mitte letzten Jahres überfallen und beraubt wurden. Wir hatten zwar die Campsite für uns ganz allein, fühlten uns aber in keinster Weise verlassen oder gefährlich exponiert. Leider war es abends nur etwas zu windig, um zu grillen, so dass wir spontan doch wieder auf Nudeln umsteigen mussten.

Heute mal kein Stau

Heute mal kein Stau

Als wir vom Hotel losfuhren, wollten wir noch tanken und ein paar Getränke kaufen, doch dazu brauchten wir Geld und der ATM (so groß ist der Ort nicht…) war zwar funktionstüchtig, aber „leer“, wie mir der Wachmann versicherte. Wenn das wirklich so war, frage ich mich doch, wie lange es wohl dauert, so einen Automaten nachzufüllen, aber das ist halt Afrika… So gab ’s also kein Sprit, und wir fuhren gen Süden nach Sesfontein und Warmquelle. 180 km Schotterpiste. Abgesehen von gelegentlichem Wellblech war die Strecke ereignislos und abwechslungsarm, aber eindrucksvoll. Sesfontein war nach ca. 150 km praktisch das nächste Dorf.

Ehemaliges deutsches Fort in Sesfontein

Ehemaliges deutsches Fort in Sesfontein

Eine Partie Schach, bis das Essen kommt

Eine Partie Schach, bis das Essen kommt

Wir fuhren zu dem ehemaligen deutschen Fort, das heute eine Lodge beherbergt und gönnten uns einen kleinen Mittagssnack, wobei wir uns die Zeit mit einer schnellen Partie Schach vertrieben.

Weg nach Warmquelle

Weg nach Warmquelle

Von Sesfontein bis zum Ongongo Camping bei den Ongongo Hot Springs (daher „Warmquelle“) waren es nur etwa 30 km. Über die Ongongo Hot Springs hatten wir im „Go“-Magazin gelesen, eines von zwei Magazinen, von denen wir begeisterte Leser geworden sind. (Das andere ist die Zeitschrift „Getaway“, beides südafrikanische Reisejournale, die Trips und Gegenden im südlichen Afrika, vor allem Südafrika selbst, vorstellen.) Dort gab es in der August-Ausgabe einen Bericht über diese Quellen, und wir sahen jemanden mitten in der Quelle in einem kleinen Wasserfall duschen. Das wollten wir auch! Doch leider waren wir zur falschen Jahreszeit dort. Die Temperaturen luden ein, aber das Wasser nicht. Es gab nicht viel Wasser, der Wasserfall, der in dem Magazin abgebildet war, führte kein Wasser (nur weiter hinten, fiel ein kleines, armseliges Rinnsal zwischen Felsblöcken hindurch), und das Wasserbecken war voll mit Algen und Wassertierchen. Doch ein Photo musste her, so warf sich Anja mutig der Brühe entgegen.

Ongongo Hot Springs

Ongongo Hot Springs

Andererseits war hier wenigstens die warme Dusche gesichert – anders als bei anderen Community Camps (oder solchen, die zwar keine sind, aber so wirken) war hier wohl eher das kalte Wasser das Problem. Nach zwei heißen Duschen beschlossen wir den Abend vor dem Busch-Fernseher und genossen, diesen Ort ganz für uns allein zu haben.

Heute standen die Felsmalereien und -gravuren Twyfelfonteins auf dem Plan und unsere Fahrt begann gleich mit einem richtigen Kracher: Sollten wir echt das Glück gehabt haben, einen Wüstenelefant vor die Kamera bekommen zu haben?

Wüstenelefant?

Wüstenelefant?

Die Tiere sind hier ansässig, aber viele Namibier klagen, dass sie schon häufig hier waren und noch nie einen gesehen haben. Es ist offensichtlich ein Elefant und den normalen afrikanischen Elefanten dürfte es hier zu trocken sein. Schätzen wir uns einfach mal glücklich, einen Wüstenelefant gesehen zu haben, bis uns jemand belehrt.

Wüstenelefant!

Wüstenelefant!

Derart euphorisiert kamen wir in Twyfelfontein an und …

[Anja:] … wurden dort erschlagen von der Hitze und dem Wind. Wir folgten dem ausgeschilderten Weg zum Eingang, der sehr unscheinbar und gut versteckt lag. Wir organisierten uns eine Führerin und schon ging es los. Wie auch in Tsodilo Hills wimmelt es hier von Felszeichnungen der Buschmänner. Twyfelfontein glänzt allerdings eher mit Masse. Hier sind die Zeichnungen in den Stein geritzt und daher „weiß auf schwarz“, während in Tsodilo Hills mit einer Blut-Fett-Farbe gemalt wurde. Die Gründe für die Zeichnungen sind aber die selben: sie stellen eine Art Newspaper dar, in der die Buschmänner sich ihren Mitmenschen mitteilen wollten. Das Besondere an Twyfelfontein sind einige einzelne Bilder. Zum Beispiel der Löwe mit der Tatze am Schwanzende, die Abbildung eines Wales, Fußspuren von Tieren und die Darstellung eines menschlichen Fußes. Die Bedeutung ist angeblich nicht ganz geklärt und wahrscheinlich deutet jeder, mit dem man spricht, etwas anderes.

In den Bildern, die wir hier zeigen sieht man am Ende noch eine Felsformation, die als Lion’s Head bekannt wurde. Aus unserem Blickwinkel kann man den fauchenden Löwen leider nicht allzu gut erkennen, aber mit ein bisschen Fantasie geht das schon.

Auf unserem Rückweg liefen wir noch an einer kleinen Hausruine vorbei. Das Haus gehörte zum Entdecker des Orts, der die Gegend „Twyfelfontein“ = „zweifelhafte Quelle“ nannte. Er versuchte hier zu farmen, aber das Land war sehr trocken und die einzige Quelle, die er fand, führte nicht zuverlässig Wasser (daher der Name).

Twyfelfontein

Zweifelhafte Quelle mit vielen Zeichnungen

Und wenn wir schon mal hier sind, können wir uns die Orgelpfeifen und den Burnt Mountain natürlich nicht entgehen lassen.

Orgelpfeifen

Orgelpfeifen

Noch mehr Orgelpfeifen – muss eine sehr große Kirche gewesen sein…

Noch mehr Orgelpfeifen – muss eine sehr große Kirche gewesen sein… (SCNR)

Verbrannter Berg

Verbrannter Berg

Und nun hätten wir den bekannten Weg wieder zurückfahren können, oder aber: Wir fahren die Abkürzung. Kleiner Makel: Unser Navi beschrieb die vor uns liegende Strecke mit „Tracks South are Heavy Offroad“. Nur ein Ersatzrad, einziges Fahrzeug und das auf einer Strecke, auf der wir sehr schnell sahen, dass wir hier für länger auf keine Hilfe stoßen würden, sollten wir stecken bleiben. Dennoch konnte ich Anja überzeugen: „Wir probieren es halt einfach mal und wenn ’s nicht weiter geht, kehren wir schnell wieder um.“ Glücklicherweise ging es weiter und weiter und weiter… Diese Strecke im Damaraland war mit das Schönste, was wir in Namibia befahren haben: Wie gestern und schon die Tage zuvor passierte nicht viel – Sand, Staub, urige Felsformationen, häufig sehr intensive Farben (nur halt eine sehr eingeschränkte Farbvielfalt), weniger Menschen als Tiere –, doch so wenig auch passierte, so eindrucksvoll war die Landschaft, durch die wir fuhren. Die Photos können unsere Eindrücke leider nur sehr bedingt transportieren, …

…, deshalb haben wir uns noch etwas ganz Besonderes ausgedacht. Genießt unser kleines „Mäusekino“. (Dabei den Ton nicht vergessen!)

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Category: Namibia
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