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• Freitag, November 06th, 2009

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In Malawi und Sambia blieben wir nicht sehr lang, weswegen die beiden Länder hier gemeinsam beurteilt werden.

Malawi_Sambia_01 Mit Malawi verlassen wir „Ostafrika“ und so ein bisschen merkt man auch, dass es nicht so richtig zum südlichen Afrika und auch nicht in den Osten gehören will. Wir sehen auf unserer Durchreise immer weniger traditionell gekleidete Menschen und auch die Frisuren der Frauen werden fantasievoller. Hier trägt man wieder lange Haare, statt Kurzhaarschnitt. Hier wird mir auch zum ersten Mal das Hairbraiding angeboten, also das Flechten einer Frisur. Ich hatte das mit 12 zum letzten Mal und ich meine, das sah ganz schön beschränkt aus, also verneinte ich.

In Sambia spürt man die Nähe zu Südafrika schon mehr. Hier gibt es deutlich mehr südafrikanische Produkte in den Supermärkten und die Bevölkerung wird „weißer“.

Neben Kleidung und Frisuren fiel mir in beiden Ländern besonders auf, Malawi_Sambia_04wie individuell hier die Häuser beschriftet sind. Ob es sich jedes Mal um einen Laden handelt oder doch ein Wohnhaus ist, konnte man nicht so genau erkennen. Wir sahen unter anderem eine Hütte mit der Beschriftung „Boyz II Men“, wobei nicht auszumachen war, was die dort genau machen und einen Supermarkt, der sich „Uncle Rich“ nannte. Leider habe ich davon keine Bilder machen können, da mir das meist im Vorbeifahren auffiel. Dafür haben wir eine Werbung abgelichtet (siehe Bild). 

In Malawi und Sambia haben wir recht wenig Kontakt zu Einheimischen. Das mag an der Kürze unseres Besuchs gelegen haben oder daran, dass wir meist auf Campingplätzen waren, die von Weißen gemanagt wurden. Das ist eine Erfahrung, die wir sowohl in Malawi als auch in Sambia vermissen. Man lernt das Land doch besser kennen, als wenn man nur die Natur erfährt. Trotzdem gab es in beiden Ländern Menschen, die uns beeindruckt haben:

Edwin, der uns im Krankenhaus in Malawi zur Seite stand, in dem er uns durch das Labyrinth der Gänge leitete, an den Schlangen vorbei in Zimmer führte, und uns mehrfach am Tag während seiner Arbeitszeit als auch in seinem Feierabend auf dem Zimmer besuchte, um sich nach uns zu erkundigen. Diese Hilfsbereitschaft war für ihn so selbstverständlich und für uns so ungewöhnlich, dass wir ihn hier in der Form erwähnen wollen.

Masumpa, unser Guide im South Luangwa hatte uns ebenfalls beeindruckt. Er wusste genau, wie er eine Fahrt durch den Park so gestaltet, dass uns nicht langweilig wurde. Die Walking-Safari war dabei natürlich besonders interessant. Er wusste auf jede Frage eine Antwort und zeigte uns alles, was uns und ihm einfiel. Als wir gefragt hatten, woher er das eigentlich alles weiß, meinte er, er sei anfangs als Beifahrer auf Nachtsafaris dabei gewesen und hätte in den Busch geleuchtet und dann hat er Bücher über die Wildtiere, Vögel, deren Eigenschaften und Spuren gelesen und sich so sein Wissen vollkommen selbst beigebracht. Ich finde an der Stelle beeindruckend, wie viel er in seinem Selbststudium gelernt hat und möchte ihn daher hier erwähnen.

Malawi_Sambia_02 In beiden Ländern sahen wir viel Natur und Wildlife. In Malawi war Jörg tauchen und sah hier zum ersten Mal in Afrika Süßwasserfische, in Sambia waren wir im South Luangwa Park und sahen dank Masumpa neben dem üblichen Groß- und Kleinwild auch einen Leoparden. Besonders waren natürlich die Elefanten, die jeden Tag durch das Camp liefen und die Affen, die uns unser Essen streitig machen wollten. In beiden Ländern sind die Nationalparks recht günstig, was uns nach Kenia und Tansania besonders freute.

Durch die Höhe Malawis war es hier größtenteils grün und teils ein bisschen urwaldig. Als wir durch die großen Gummibaumplantagen fuhren, wurden wir allerdings durch großflächige Rodungen auf die massive Nutzung der Natur aufmerksam. Danach fielen uns auch immer wieder brennende Böden und Büsche rechts und links neben der Straße auf. Wir haben bis heute nicht verstanden, wozu das gut sein soll. Eine Idee kam mir jedoch: vielleicht wird dies zur Erzeugung von Holzkohle gemacht, denn die wird hier sehr häufig kurz nach den schwarzen Flächen am Straßenrand verkauft.

Wie bei allen Länder-Überblicken, die wir geschrieben haben, wollen wir auch hier die Straßenqualität beurteilen. Wir waren in Malawi sehr überrascht, da hier die Straßen auf denen wir fuhren einen ausgesprochen guten Zustand hatten und zu meiner großen Freude fuhren wir fast nur auf geteerten Wegen. Ähnlich in Sambia. Da wo geteert war, war die Straße sehr gut, da wo wir auf Pisten kamen, waren die Wege eher schlecht.

Für die, die schon mal in Sambia waren, ist das Malawi_Sambia_03 Thema Treibstoffknappheit wahrscheinlich ein alter Hut. Für uns war es neu. Wir waren zwar vorgewarnt und vollgetankt, wollten aber sicherheitshalber trotzdem in Lusaka tanken, was zu ewiger Warterei an den Tankstellen führte. Jan und Trevor, die nach uns durch Malawi reisten, schrieben uns, dass es inzwischen auch in Malawi ein Problem sei, an Diesel zu kommen, und sie dasselbe auch für Mozambique erwarten. Na, da sind wir mal gespannt auf Botswana, unser nächstes Land.

Category: Malawi, Sambia
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