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• Donnerstag, November 26th, 2009

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The Brandberg itself

The Brandberg itself

Nach dem Frühstück sind wir in noch schnell auf die andere Straßenseite vom Brandberg Rest Camp, um vom Supermarkt für uns etwas Wasser und von der angegliederten Tankstelle für Willi etwas Diesel zu holen, und sind dann auf Richtung Messum Krater. Anfangs war es noch eine ordentliche Piste, danach konnte man mehr Spaß haben… 😉

Das Navi sagt "Off Road bis unbefestigte Straße" -- ist das nicht herrlich ;-)

Das Navi sagt "Off Road bis unbefestigte Straße" -- ist das nicht herrlich 😉

Der Krater entstand lange vor uns durch einen kollabierten Vulkan und beherbergt eine eindrucksvolle, aber zugleich auch abwechslungsarme Landschaft. So zumindest für unser ungeschultes Auge. Das Herz des Fachmanns wird beispielsweise beim Anblick der Lichen Fields sicherlich höher schlagen; wir dagegen müssen leider zugegeben, dass wir zu dem Zeitpunkt nicht mal sicher waren, ob wir diese korrekt identifiziert hatten. Dank des Internets wissen wir nun: Wir haben!

Messum Krater

Offroad Fahren in Namibia

Durchstoss zum Atlantik

Durchstoss zum Atlantik

Von dem Krater ging es dann schnurstracks zum Meer und dann sahen wir ihn endlich auch: den Atlantik. Gut, er ist nicht das Ziel unserer Reise – von Deutschland aus hätte es wahrlich kürzere Wege gegeben… –, aber ich war dennoch angetan, endlich mal wieder Meer mit ordentlichen Wellen zu sehen, eine Brandung zu hören, leicht salzige Luft zu riechen und eine „steife Brise“ auf der Haut zu spüren. Mit drei Worten: Ich war begeistert!

Cape Cross

Ohrenrobben

Die Begeisterung nahm auch nicht ab, als wir bei Cape Cross auf die Robbenkolonie (Parkplatz bei S 21° 46.291’, O 13° 57.140’) stießen und der Salzgeruch dank der unzähligen Robben von einem wenig schmeichelhaften Odeur überlagert wurde. Im Gegenteil! Die Küste ist halt doch eher meins. Das Wetter hatte sich überhaupt sehr zügig gewandelt in den letzten Kilometern: Der Hochnebel und der Wind ließen die Temperaturen um ca. 10° C fallen und die hohe Luftfeuchtigkeit war für uns gleichermaßen ungewohnt.

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Nach diesen zwei Zwischenzielen ging es nun aber in einem durch nach Swakopmund. Die Straße ist aus Salz, da alle anderen Materialen der Witterung hier an der Skelettküste nicht trotzen können. Wir kennen ja nun schon einige Materialen im afrikanischen Straßenbau, doch dies ist ein Novum für uns. Es fuhr sich aber einwandfrei, wenn Anja es nicht zuvor gelesen hätte, ich hätte es wahrscheinlich für alten Asphalt gehalten.

In Swakopmund fuhren wir das Dunedin Guest House (S 22° 40.577’, O 14° 31.896’) an, das glücklicherweise auch noch ein Doppelzimmer für uns für die nächsten Tage parat hatte. Zudem empfahl der Lonely Planet das Brauhaus mit „German-style beer and excellently prepared beef and seafood“. Na, das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und so inspizierten wir das Brauhaus, um die hiesige Einhaltung des Reinheitsgebots zu prüfen. 😉 Anja aß Wildragout mit Spätzle, die ihrer Meinung nach jedoch in Ländle nicht einmal als „Päckle-Nudeln“ durchgehen würden, und ich aß Schweinebraten mit Rotkraut und Semmelknödel. In Deutschland wäre das wahrscheinlich weniger unser Favorit im Sommer gewesen, hier jedoch – nach mittlerweile fast acht Monaten Entzug (sieht man mal von Selbstgekochtem und der „German Corner“ im Village Market in Nairobi ab) – aß ich sogar die Kruste… 😉 Bei unserem Weg zum Brauhaus zeigte Swakopmund ein ganz eigenes Farbenspiel in der Dämmerung: Waren wir bisher kurze Dämmerungsphasen gewohnt, wo auf taghell schnell stockfinstere Nacht folgte, erhellten hier die Lichter der Stadt und deren Reflektionen durch den Hochnebel und die hohe Luftfeuchtigkeit den Äther. Ich fühlte mich an Skandinavien erinnert, wenn es in den Wintermonaten gar nicht hell werden mag, sondern allenfalls ein fahler bernsteinfarbener Glanz die Gassen matt und müde anstrahlt.

Den nächsten Tag teilten wir in Pflicht und Kür: Vormittags hatten wir uns Willi putzen und Bloggen als Pflichtprogramm auferlegt, nachmittags dagegen hatten wir frei und durften Swakopmund erkunden. Unser Rundgang umfasste die leider verschlossene evangelisch-lutherische Kirche (ganz in der Nähe unseres Dunedin Guest House), die alte deutsche Schule, den alten Bahnhof, die einzig übrig gebliebene Litfass-Säule 😉 , das Franziskaner Krankenhaus, das alte Amtsgericht sowie das alte Kaiserliche Bezirksgericht, den Leuchtturm, das Swakopmunder Museum, die Mole, das Woermannhaus, das hiesige Aquarium, das Prinzessin-Ruprecht Heim, die alte Kaserne, das Hohenzollern Haus, das alte Gebäude der Deutsch-Afrika Bank und damit hatten wir auch so ziemlich alles gesehen, was Skakopmund an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. 😉

Swakopmund

Deutsches Dörfchen in Afrika

Was uns jedoch weitaus mehr beeindruckte als die Sehenswürdigkeiten, waren die Kleinigkeiten und das, was man vielleicht gar nicht mal aktiv wahrnimmt, was jedoch den gemütlichen, unschuldigen Charme dieser Stadt ausmacht. Deutsch scheint hier weitaus verbreiterter als Afrikaans und wir fühlten uns nahezu permanent an eine norddeutsche leicht-verschlafene Kleinstadt an Nord- oder Ostsee in der Nebensaison erinnert. Ich meinte zu Anja, dass, wenn Namibia gesetzt sei, ich mir Swakopmund als Lebensort eigentlich sehr gut vorstellen könnte, doch sie ließ mein Gedankenkartenhaus schnell wieder in sich zusammenfallen – ein lapidarer Hinweis auf die zahlreichen schwarz-weiß-roten Devotionalien in den Schaufenstern hatte ausgereicht.

Im „Greenland“ haben wir uns die Potjes nochmals genauer angeschaut… Wir wollen nun auch so ein! Einen flachen und die typischen runden entweder Size ½ oder 1 mit Füßen, aber vor Ort hatten sie unsere Wunschbestellung leider nicht. Doch kein Problem, in Windhoek werden wir bestimmt fündig. So, ich muss aufhören, nun geht’s nämlich nochmals Essen. Laurent und Karo haben in ihrem Blog geschrieben, dass sie seit den südafrikanischen Ländern wieder etwas zunehmen, nachdem seit dem Sudan die Hosen eigentlich immer weiter wurden – so geht es uns auch… 😉

 

 

Category: Namibia
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