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• Donnerstag, November 05th, 2009

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Wir machten uns heute Morgen nach einem Late Check-Out zugunsten eines gemütlichen Frühstücks und ein paar Internetminuten auf. Schweren Herzens, denn dies hieß nicht nur einfach auf zur nächsten Stadt, sondern auch auf ins nächste Land, und so sehr wir uns auch auf den „Musterschüler“ des südlichen Afrikas, Botswana, freuen, so sehr trauern wir jetzt schon Sambia hinterher, dass uns sehr gefallen hat.

Auf dem Weg zur Grenze hielt uns bei S 17° 51.204’, O 25° 48.532’ ein „Offizieller“ an, der unser „Receipt“ sehen wollte. (T4A verzeichnet hier auch einen Polizei Kontrollpunkt.) Kein Problem damit, davon haben wir reichlich, aber ihm schien leider keiner unserer Belege richtig zu zusagen… Er wollte Car Levy (also Maut) haben und unser diesbezügliches Entry Receipt sehen. Wir hatten davon in ganz Sambia noch nichts gehört, aber er konnte seinerseits mit diversen Zettelchen wedeln, die das verdeutlichten, was er wollte und auch den Preis auswiesen, so dass das Ganze uns seriös vorkam. Tatsächlich ist es so, dass die verschiedenen Distrikte (seit kurzem) selbständig zusätzliche Maut erheben dürfen. Das war es wohl auch, was der Mann nach Chirundu von uns wollte, wir ihm aber verweigerten. 😉 Diesmal waren wir nun bereit zu zahlen; es waren ja auch nur 20’000 sambische Kwacha, also weniger als 3 EUR. (Dies lange auszudiskutieren und dabei den Motor laufen zu lassen, wäre uns wahrscheinlich teuerer gekommen.) Jedoch sah unser Offizieller nun, dass wir in seinem Distrikt drin sind und raus wollen, doch nie für den Eintritt gezahlt haben. In dem Fall hätte er gerne 40’000 sambische Kwacha – wir könnten den Eintritt bei ihm nachbezahlen… Nun für 6 EUR kann der Motor schon ein Weilchen laufen und dann können wir ruhig nochmals drüber diskutieren… Am Ende der Diskussion war er bereit, einfach nur seinen Job zu tun und die fälligen 20’000 Kwacha zu kassieren. Vielleicht war die Verdoppelung des Preises auch nur sein Schachzug, um zumindest diese einfache Gebühr vollständig und ohne Abzug zu bekommen. Wie dem auch sei, nach dem Bezahlen waren wir frei, den Distrikt zu verlassen und das taten wir dann auch schleunigst – bevor noch jemand kommt und ein Receipt sehen möchte… Das Exit Receipt zur Council Car Levy interessierte auch noch den ein oder anderen an der Grenze, so dass es sich als gut (und zeitliche Abkürzung) erwies, die Gebühr nicht endgültig wegdiskutiert zu haben.

Willi an Bord

Willi an Bord

Sambia und Botswana haben zwar eine gemeinsame Landgrenze, aber eine sehr feuchte. Wir bestiegen bei Kazungula (S 17° 47.373’, O 25° 16.001’) eine Fähre und setzten über das Vierländereck von Namibia, Sambia, Botswana und Simbabwe im Sambesi bei etwa S 17° 47.5’, O 25° 15.8’. Die Grenzformalitäten in Sambia waren wie üblich „Immigration“ (Pass ausstempeln) und „Customs“ (Carnet ausstempeln) und sehr zügig und professionell ohne weitere Kosten erledigt. Für die Fähre mussten wir noch im letzten Gebäude auf der linken Seite für 20 USD ein Ticket kaufen. Während ich dies erledigte, erwarb Anja für 1 USD einen „One Trillion Dollar“-Schein – die Frau ist in einer Bank gut aufgehoben –, doch leider war der Schein aus Simbabwe und damit leider nicht unsere zukünftige Sofortrente, sondern nur ein schönes Souvenir.

Muss er denn, muss er denn, ...

Muss er denn, muss er denn, ...

Auf botswanischer Seite waren auch nur „Immigration“ (Pässe einstempeln) und „Customs“ (Carnet) fällig. Alles lief noch schneller und mindestens genauso professionell ab, doch wir hatten nicht das Gefühl, fertig zu sein. Unsere Comesa, das gelbe Pendant zu unserer Grünen Karte, also unser Versicherungsnachweis, hörte mit Sambia auf. Für die südafrikanische Zollunion brauchen wir eine neue Versicherung. Polizei und Zoll wollten wir aber auch nicht direkt fragen – es ist meist keine gute Idee, schlafende Hunde zu wecken –, so hauten wir einen LKW-Fahrer an. Bei den Beamten von Polizei und Zoll war uns schon aufgefallen, dass uns ihr Englisch deutlich verständlicher war, als das „afrikanische Sing-Sang-Englisch“, das wir bisher meist zu Gehör bekamen. Nun bemerkten wir dies auch noch bei dem LKW-Fahrer, dessen Englisch noch besser war als das der anderen. Vielleicht ist es nur eine zu kleine Probe, vielleicht stimmt es aber auch, dass wir mit Botswana nun langsam in deutlich „westlich-geprägtere“ Länder gelangen.

Kurze Fahrt, aber dafür durch vier Länder (fast...)

Kurze Fahrt, aber dafür durch vier Länder (fast...)

Jedenfalls meinte der LKW-Fahrer, dass wir eine Versicherung sehr wohl drinnen in dem Immigration-und-Customs-Gebäude bekommen könnten, und zwar an dem Schalter zur linken. Wir erklärten dem Beamten unser Anliegen, hatten 120 Pula zu zahlen und bekamen drei Belege. Draußen waren wir dann gar nicht mehr so sicher, was wir da nun eigentlich in den Händen hielten und ob einer der Belege auch unsere Versicherung ist (von „Insurance“ stand da nämlich nichts). Also wieder rein und nochmals nachgefragt. Mittlerweile war unser Beamter von vorhin wohl im verdienten Büroschlaf, aber sein Kollege konnte ebenso Licht in unsere Beleg-Finsternis bringen. Wir hatten 50 Pula an „burs“ (Botswana Unified Revenue Service) gezahlt, wovon ich bis heute noch nicht weiß, wofür eigentlich genau, 20 Pula „Road Safety Levy Fee“, eine wohlklingende Umschreibung für Road Tax, und 50 Pula für ein „Short-Term Permit“, was einer Versicherung wohl am nächsten kommt – „This short-term permit entitles the permit holder mentioned above to carry goods/to take a group of passengers to Botswana and back to …“ Wir fragten den Beamten, der sehr viel Geduld mit uns Unwissenden hatte, sinngemäß, ob letzteres der Wisch ist, der Polizisten bei Kontrollen glücklich macht, und er bejahte. Gut, mehr interessiert uns eh nicht; für ernstzunehmende Unfälle und Schäden haben wir unsere Versicherung aus Deutschland, doch bei Kontrollen macht die die Polizisten (wie auch den Zoll, sofern eine Versicherung obligatorisch ist) einfach nicht glücklich, und wir wollen doch alle glücklich sehen…

Wir fuhren die verbleibenden 13 km bis Kasane schnell ab, zogen dort etwas Geld bei Barclays (S 17° 47.744’, O 25° 09.199’) und deckten uns im Spar Supermarkt (S 17° 47.741’, O 25° 09.186’) noch für die nächsten Tage ein. Nach getaner Arbeit fuhren wir das Thebe River Camp (S 17° 47.195’, O 25° 10.917’) an und bauten unser Lager auf. Man wies uns Platz 11 zu (Ja, nummerierte Campingplätze! Wir sind also zurück in westlich-geprägten Ländern.), aber Platz 8 gefiel uns besser. Wir stellten unseren Landcruiser neben dem unseres Nachbarn und schmissen uns auf den Kuchen, den wir im Spar Markt gekauft hatten und da nach dem Essen, vor dem Essen bedeutet, machten wir uns danach gleich ans Abendbrot – wir hatten seit dem Morgen nichts mehr in unsere Mägen bekommen.

Nach und nach tauchten auch unsere Nachbarn auf – nachmittags war nur eine Person vor Ort – und ich hörte, wie sie deutsch untereinander sprachen. Nachdem wir fertig gegessen hatten, fragte ich die Gruppe, ob sie „hoch“ oder „runter“ fahren. Anja und ich waren uns nämlich immer noch unschlüssig, ob wir die direkte Offroad-Piste nach Maun durch den Chobe National Park wagen sollten oder lieber den großen Bogen bis nach Nata schlagen sollten. Den ganzen Nachmittag hatten wir abgewogen und mal siegte ein „Lass es uns einfach probieren!“, doch nicht lang und es wurde von einem „Andersherum könnten wir natürlich noch die Makgadikgadi Pans sehen.“ abgelöst. Die Gruppe selbst kam jedoch aus Vic Falls, der Stadt an den Victoria Fällen auf simbabwischer Seite, hatten heute die Waterfront im Park abgefahren (also den nördlichen Rand entlang des Flusses Chobe, der ca. 3 km nordöstlich vom Park in den Sambesi fließt) und wollten morgen nach Maun aufbrechen – über Nata.

Glücklicherweise war die Gruppe jedoch geführt, und zwar von Didi, der Person, die den ganzen Nachmittag schon vor Ort war. Didi ist 1982 drei Jahre durch Afrika gereist und dann mit seiner Frau gleich in dort geblieben. Von Zimbabwe aus bietet er Safaris an, und die vierköpfige Gruppe aus Deutschland war gerade unterwegs auf einer seiner Reisen. Er ist die direkte Strecke gerade erst vor kurzem gefahren und meint, dass sie noch problemlos passierbar sei. An manchen Stellen ist der lose Sand zwar knietief und man kann deshalb zwar gut steckenbleiben – wobei er auch davon überzeugt ist, dass uns das mit unserem Wagen und unseren Reifen schwerlich gelingen könnte (er kennt uns halt nicht 😉 ) –, aber zumindest vorm Regen, unpassierbaren Matschstellen und weggespülten Passagen müssten wir uns keine Sorgen machen. Zudem gibt er uns einen Tipp, wo man gut außerhalb des südlichen Chobe National Parks campen kann.

Damit war der Fisch nun „’butzt“ und „Lass es uns einfach probieren!“ hat endgültig gewonnen. Erwartungsfroh schlugen wir uns nach dem Gespräch mit Didi und seiner Reisegruppe später als geplant, aber immer noch recht früh ins Bett, denn morgen wollen wir vor der Sonne auf sein.

 

 

Category: Botswana, Sambia
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