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• Mittwoch, November 04th, 2009

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Nach einem ordentlichen Frühstück haben wir uns bei den Zambezi Breezers verabschiedet und uns auf die Reise gemacht. Der erste Zwischenstopp ließ nicht lange auf sich warten: der versteinerte Wald direkt vor Chirundu (bei S 16° 01.648’, O 28° 41.979’). Allerdings fanden wir den weniger spannend.

Hohler Baum im versteinerten Wald

Hohler Baum im versteinerten Wald

Entweder wir waren hier – trotz Hinweisschild – nicht an der richtigen Stelleoder wir sahen den Wald vor lauter Bäumen nicht; wir fanden zwar etliche versteinerte Stämme, aber so richtig begeistern konnte uns das nicht. Vielleicht war ’s dafür auch einfach zu früh am Morgen…

Rückblick auf Willi

Rückblick auf Willi

Versteinerte Rinde

Versteinerte Rinde

Der nächste Stopp war in Monze. Ursprünglich sollte unser heutiges Etappenziel kurz vorher in „The Moorings Campsite“ erreicht sein, doch da wir bisher auf der guten Straße schnell durchgekommen waren, entschlossen wir uns nach einem kurzen Stopp am Geldautomaten für die direkte Weiterfahrt nach Livingstone. Kurz unterbrochen wurde unsere 525 km lange Tagesetappe eigentlich immer nur durch Polizeikontrollen. An einer nahm es der Polizist genau, wollte unsere Versicherung und meinen Führerschein sehen und ging dann einmal ums Auto. Als er hinter unserem Willi stand, hieß er mich an, den Blinker anzumachen. Nun, kein Problem damit, denn der hat bisher stets funktioniert, aber ich merkte in dem Augenblick, dass ich auf der Bremse stand. Unser hinteres linkes Bremslicht hat immer noch einen Wackelkontakt und so geht es mal, und dann geht es wieder nicht. Wir konnten nur hoffen, dass es nun gerade funktioniert, denn sonst wäre garantiert eine Strafgebühr fällig. Doch Fortuna war uns auch diesmal hold und das Bremslicht strahlte in voller Pracht. Wir bekamen unsere Papiere wieder und durften weiterfahren.

Trotz gegenteiliger Gerüchte haben wir bisher stets korrekte sambische Beamte getroffen. Gebühren (etwa beim Landeseintritt) waren schriftlich ausgewiesen und wurden nach Bezahlung quittiert. Kurz nach Chirundu trafen wir auf einen Kontrolleur (eine Polizeiuniform trug er nicht), der 10’000 Kwatcha von uns haben wollte. Wir hielten das für die erste offensichtliche Abzocke, die wir südlich vom Äquator erfahren haben, setzten uns durch und mussten nicht zahlen. (Allerdings stellte sich in einem Gespräch mit Didi (zu ihm mehr im nächsten Artikel) hinterher heraus, dass der Kontrolleur durchaus berechtigt gewesen wäre, diese Gebühr einzuziehen…)

Die Landschaft wird zunehmens grüner, was auch impliziert, dass wir endlich mal wieder Regen haben.

Ordentliche Schauer -- live vor Ort waren die Wolken weitaus dunkler, als es hier den Anschein hat

Ordentliche Schauer -- live vor Ort waren die Wolken weitaus dunkler, als es hier den Anschein hat

Es ist schon komisch, was man bei so einer Reise anfängt zu vermissen. Vielleicht ist es nur natürlich, dass ich mich nach Wochen ununterbrochener brennender Sonne nach etwas Regen sehne, aber dass ich endlich mal wieder einen ordentlichen, mindestens eine Tageshälfte füllenden Landregen hätte, ist wahrscheinlich doch eher mein norddeutsches Naturell. Doch das werde ich bald wieder zu genüge haben, solang werde ich noch die Sonne Afrikas genießen.

Wolken wo man hinsieht

Wolken, wo man hinsieht

Etwa 70 km vor Livingstone mussten wir dann insgesamt dreimal für mehrere Kilometer von der eigentlichen Straße runter, da diese ausgebessert wurde. Kurz vorm Ziel wurden wir somit nochmals ausgebremst, aber Livingstone erreichten wir trotzdem noch im Hellen; das eigentliche „Spießrutenlaufen“ setzte auch erst dort ein. Wir fuhren zunächst zum Fawlty Towers Camping (S 17° 51.260’, O 25° 51.293’). Dort gab es einen hervorragenden Innenhof mit Pool, aber Camping wäre nur auf dem Parkplatz hinter den Hütten möglich gewesen und das war schon sehr rudimentär. Wir sind dann weiter zum Jollyboys Camp und dort die gleiche Geschichte: Die Anlage gefiel uns sehr gut, aber Campen wäre nur auf dem Parkplatz gegangen. Hier ist der Parkplatz sogar direkt am Haupteingang und man hätte wahrscheinlich erst sehr spät nachts bzw. früh morgens ans Einschlafen denken können. Man hatte uns dann noch vor Ort ihre neue Campsite empfohlen, die ein wenig abseits des Zentrums bei S 17° 51.286’, O 25° 51.686’ lag, doch auch die war nicht das Wahre: Es gab nahezu keinen Schatten und Campen ging auch nur auf dem Parkplatz. (Allerdings war der diesmal zumindest leer und alles ein wenig ruhiger.) Wir sind dann noch zur Maramba Ríver Lodge, doch umgerechnet 10 EUR pro Person und Nacht für absolut lieblose Camping-Plätze war auch hier kein Argument, das überzeugt. Wir sind schließlich zurück zum Anfang, zu den Fawlty Towers, und nahmen uns dort ein Doppelzimmer – mittlerweile war es auch dunkel geworden –, aber immerhin gab es kostenloses WiFi, doch das nur um die Rezeption herum (reichte vom Pool bis zum Frühstücks- und Dinner-Raum, allerdings leider nicht in unser Zimmer).

Am nächsten Morgen recherchierte Anja ein wenig im Internet. Bleiben wäre sicherlich eine Möglichkeit, aber vielleicht finden wir ja doch noch etwas, wo wir campen können. Bisher suchten wir uns im Vorfeld zwei bis drei Optionen raus und entscheiden uns vor Ort. Das uns keine unserer zuvor ausgewählten Optionen wirklich zusagte, hatten wir auf unserer Reise bisher noch nicht. Wir hatten nun ein paar neue Alternativen und gingen zunächst einkaufen. Die Victoria Fälle wollen wir nachmittags und bei Sonnenuntergang sehen, so dass wir noch genügend Zeit haben.

Beim Parkplatz des Spar Markts (S 17° 52.276’, O 25° 51.345’) sahen wir auf einmal drei Motorräder mit deutschen Nummernschildern und vor dem Steers spürten wir die zugehörigen Fahrer auf, unschwer an ihrer Kleidung zu erkennen. Das „Hallo!“ war natürlich groß – endlich mal wieder zweirädrige Benzingespräche –, aber es sollte noch besser werden: Bei unserem Einkauf stießen wir nämlich erneut auf Anneliese, die wir zusammen mit ihrem Mann, Josi, in Kenia am Lake Turkana trafen und später noch am Samburu National Park und in Jungle Junction. Wie sich später bei gemeinsamen Burger und Pizzen herausstellte, sind die beiden die Organisatoren der Motorrad-Tour, deren Fahrer wir zuvor getroffen haben; sie sind die Köpfe von Explo-Tours [Link: www.explo-tours.de] und als wir sie in Kenia trafen, waren sie gerade dabei eine neue Route auszubaldowern. Na, dem Ganzen gingen wir natürlich gründlicher nach und zudem nutzten wir ihre Kenntnisse über die Region. Wir sind uns nämlich nach wie vor unsicher, wie wir durch den Chobe National Park fahren wollen. Uns reizt die Strecke durch den Park direkt nach Maun, doch in der Regenzeit verwandelt sich der knietiefe Sand der Pisten im Süden schnell zu unpassierbaren Schlammlöchern. Zudem sind wir derzeit alleine und hätten keinen zweiten Wagen, der uns im Fall der Falle rausziehen könnte. Es hängt also alles davon ab, wie das Wetter wird. Wenn ’s nachhaltig regnet, können wir leider nicht da durch, sondern fahren im Chobe National Park die Waterfront ab, dann wieder raus und müssen über die Hauptstraße über Nata nach Maun. Das wäre zwar ein großer Umweg, aber andererseits könnten wir uns den Nxai National Park und die Makgadikgadi Pan noch anschauen. Mehrmals täglich schwenken wir in unserer Entscheidung, welchen dieser beiden Wege wir nehmen wollen, um. Anneliese und Josi bestärkten uns in unserem Wunsch, die Offroad-Strecke durch den Nationalpark zu fahren, aber die Entscheidung fällt wahrscheinlich letzten Endes eh das Wetter. Es wird sich nun zeigen, ob wir schnell genug nach Süden gedüst sind, um vor dem Regen da zu sein…

Die beiden mussten los und auch wir wollten endlich zu den Victoria Fällen. Auf dem Weg dahin hielten wir noch bei dem Mosi-o-Tunya Picknick- und Aussichts-Platz (S 17° 54.485’, O 25° 51.526’), für die ersten Eindrücke des Sambesis vor seinem Fall.

Der Sambesi vor dem Fall

Der Sambesi vor dem Fall

Wir fuhren weiter zum Victoria Falls National Monument (S 17° 55.606’, O 25° 51.857’). Für Besucher aus Simbabwe gibt es in Sambia ein günstiges, ein Tag gültiges Besuchervisum für 10 USD, andersherum gibt es das leider nicht und es werden die vollen 30 USD für ein normales Visum fällig. Für einen kurzen Spaziergang auf der anderen Seite der Klippen war uns das jedoch ein wenig teuer und so blieben wir auf der sambischen Seite.

Brücke zwischen Sambia und Simbabwe ...

Brücke zwischen Sambia und Simbabwe ...

Brücke zwischen Sambia und Simbabwe und Ort hoher Adrenalin-Ausschüttung

... und Ort hoher Adrenalin-Ausschüttung

Von dieser Seite zeigte sich, dass wir zumindest bis hier hin unser Rennen mit dem Regen gewonnen haben: Die Victoria Fälle wirkten nahezu ausgetrocknet.

Einsamer Rinnsal

Einsamer Rinnsal stellt sich todesmutig den Klippen

Nichts war zu sehen von den Wassermassen, die sich sonst die Klippen hinunterstürzen, nichts zu hören von dem Tosen, mit dem dies sonst geschieht, und es lag kein Duft frischer Wassertropfen in der Luft. Nur in der Ferne – von der simbabwischen Seite gut sichtbar – sah man Gischt wie einen Heißluftballon in der Luft schweben.

Gischt in der Schwebe

Gischt in der Schwebe

Hier hatten wir auch endlich mal die Gelegenheit, wieder geocachen zu gehen. Den Virtual haben wir gut und schnell gefunden 😉 , doch den einen Traditional, den wir uns rausgesucht hatten, fanden wir jedoch auch nach 45 Minuten nicht. 🙁 Wir hatten gehofft, auf unserer Reise vielmehr cachen zu können, doch wenn es Caches gab, so haben wir häufig davon erst hinterher erfahren, weil wir gerade kein Internet hatten, und hatten wir letzteres, so gab es meist keine Caches in der Nähe, aber hier kam endlich mal wieder das eine zum anderen und wir hatten zudem die notwendige Zeit.

GCGZZ6 und ...

GCGZZ6 und ...

... GC1W02X

... GC1W02X

Als wir auf den Sonnenuntergang warteten, stieß Godfrey zu uns. Er ist so eine Art Sozialarbeiter, der unterprivilegierten Kindern durch Gespräche das notwendige Selbstvertrauen geben möchte, und hatte einen anstrengenden Tag. Dann schaut er zum „Runterkommen“ immer wieder hier vorbei. Wir unterhielten uns lang über alles Mögliche (er sieht seine jetzige Arbeit als Grundstein, um ab 2011 im sambischen Parlament zu sitzen), dann kam der Sonnenuntergang und unser Besuch neigte sich seinem Ende.

Godfrey und wir

Godfrey und wir

Wir hatten fast Vollmond, und Fiver & Stuart hatten uns empfohlen, unbedingt bei Mondschein bei den Victoria Fällen zu sein. Auch wenn dann erneut der Eintritt (10 USD pro Person) fällig ist, sei es einfach ein einmaliges Ereignis, wenn sich der Mondschein in den Wassertropfen spiegelt, die in der Luft schweben, und es aussieht, als stünde man vor lauter kleinen funkelnden Sternen. Doch so ausgetrocknet, wie sich die Fälle uns präsentierten, heben wir uns diesen Eindruck lieber für den nächsten Besuch auf und so endete unser Ausflug zu den Victoria Fällen, der für uns wieder ein Meilenstein unserer Reise war.

Victoria Falls

Trockene Fälle

Wir fuhren zurück nach Livingstone. Anneliese und Josi campierten mit ihrer Gruppe bei der Waterfront Campsite, auch Martin war bei seiner Reise hier, und so fuhren wir als erstes dorthin. Doch leider hatten die keinen Platz für uns! Sie sahen nicht mal die Möglichkeit, uns irgendwo reinzuquetschen. Das war uns auch noch nicht passiert. Immerhin konnte die Waterfront Rezeption uns an ihr Schwester-Camp, die Bushfront, verweisen. Wir fuhren dorthin und wurden noch vor der Rezeption von einer Horde Mücken empfangen, die uns nahezu aussog. Im Dunkeln überzeugte uns der Platz auch nicht sonderlich, und wir zogen weiter, bereit wieder in der Stadt ein Zimmer zu nehmen. Wir wollten das Zigzag ausprobieren, auf das wir im Tripadvisor [Link] stießen. Doch die hatten so kurzfristig leider keine Bleibe für uns. Wir fragten also erneut im Fawlty Towers und die hätten sogar unser altes Zimmer für uns, doch wir wollten zumindest noch eine letzte Alternative versuchen. Nachdem wir das Zimmer für eine halbe Stunde reservieren ließen, fuhren wir zum lokalen Platz 1 des Mittelklasse-Segments vom Tripadvisor: der Chanters Lodge (S 17° 50.175’, O 25° 51.618’).

Hier blieben wir und verbrachten auch den heutigen Tag entspannt am Pool. Es regnete und donnerte nachmittags und wir wissen, dass wir morgen zügig weiter müssen, um unser Rennen mit dem Regen für den Chobe National Park, aber auch für das Okavango Delta, nicht endgültig zu verlieren…

 

 

Category: Sambia
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