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• Dienstag, Oktober 20th, 2009

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Ursprünglich wollten wir nach Nkhata Bay und mit Aqua Africa im Malawisee tauchen. Doch im Chitimba Camp traf ich auf ein südafrikanisches Paar, dass Tauchen ca. 60 km südlicher in Kenda Beach in den Ring warf. Auch die dortigen Aquanuts hatten wir durch die vorangehende Internet-Recherche schon auf dem Plan, aber was einer derartigen Recherche fehlt, ist eine persönliche Einschätzung, die einem ein Bauchgefühl erst ermöglicht. Er sprach jedenfalls davon, dass Kenda Beach deutlich schöner sei, weil ’s weniger hektisch ist. Die Kehrseite davon ist natürlich, dass auch weniger los ist als in Nkhata Bay, aber ein wenig Ruhe bewerteten wir durchaus nicht negativ. Zudem half uns die Streckenführung eine salomonische Entscheidung zu treffen: Wir würden von Chitimba Beach über Muzu durch Nkhata Bay nach Kande Beach fahren. Gefiele es uns in Nkhata Bay doch so gut, blieben wir einfach hier, sonst fahren wir halt noch die paar Rest-Kilometer weiter südlich.

Die Straßen waren sehr gut, so dass wir früh in Nkhata Bay angekommen waren, obwohl wir uns mit dem Aufbruch Zeit gelassen hatten. Von Sandy und Roy hatten wir noch Koordinaten von Aqua Africa bekommen; die lagen zwar auch an der Hauptstraße (S 11° 36.895’, O 34° 16.247’), doch als wir dort vorbeifuhren, haben wir keine Spur von einem Tauchladen entdecken können. Das, was wir von Nkhata Bay von der Straße aus sahen, drängte uns zudem nicht zum Verweilen, so dass wir weiter Richtung Kande Beach fuhren. (Vielleicht ein wenig unfair dem Ort gegenüber, weil die eigentlichen Camps und Resorts direkt am See liegen und von der Durchfahrtsstraße nicht eingesehen werden können, aber unser Bauch sagte halt: ‚Kande Beach!’)

und der Bauch hatte recht...

und der Bauch hatte recht...

Auf dem letzten Stück von Nkhata Bay nach Kande Beach führte die Straße durch große Gummibaum-Plantagen und das Stück war insgesamt recht idyllisch. Am Ort angekommen wies uns ein einheimischer Junge erstmal in die falsche Richtung und kurz nachdem wir uns fragten, wie denn die Overland-Trucks auf diesem Weg zum Camp fahren wollen, standen wir auch schon in der Ortsmitte und waren die Attraktion. Wir fuhren also zurück durch den losen Sand, nahmen diesmal die richtige Abfahrt (bei S 11° 56.953’, O 34° 06.884’ links halten) und standen schließlich vor dem Tor vom Kande Beach Camping (S 11° 57.098’, O 34° 07.290’). Davor warteten auch schon die einheimischen Fischer, Schmuckverkäufer und Kunsthandwerker, die uns ihre Touren und Waren anbieten wollten und böse Zungen könnten unterstellen, sie hätten den Wächter bestochen, dass er möglichst lange für das Öffnen des Tores braucht. Abgesehen von der Fischerei gibt es hier neben dem Tourismus nicht viel und so versucht halt jeder, sein Geld zum Leben zusammen zu kriegen. Diese Anlage scheint es allerdings besser als andere geschafft zu haben, sich zu integrieren. Unser Reiseführer (genauer: Carolins und Hennings) erwähnte einige Orte, an denen sich die Camps und Resorts derart am Seeufer breitgemacht haben, dass die lokale Bevölkerung selbst keinen unmittelbaren Zugang mehr zum Ufer hat. Klar, dass dann die Freude über fremden Besuch ein wenig getrübt ist und es auch immer wieder zu Diebstählen oder dergleichen kommt.

Strandimpression mit Tiroler Hut

Strandimpression mit Tiroler Hut

Uns gefiel der Kande Beach, idyllisch am Strand gelegen und wir blieben zwei Nächte. Kurz nach der Ankunft gingen wir gleich zu den Aquanuts (am nördlichen Ende des Kande Beach bei S 11° 57.069’, O 34° 07.363’), um das Tauchen für den heutigen Tag zu arrangieren. Geplant war für mich ein Tauchgang morgens und dann würden wir entscheiden, ob es noch einen weiteren Nachttauchgang für uns beide gibt. Ich hatte nämlich bei der Recherche nach Tauchschulen am Malawisee eine schöne, aber makabere Geschichte gelesen, in der der Taucher davon berichtet, wie in seiner Gruppe beim Nachttauchen ein Wettkampf darüber ausgebrochen ist, wer mehr „Cichlids“ für die nachtaktiven Räuber markieren kann. Werden die nämlich nachts angeleuchtet, findet sich schnell ein Räuber, der sich über die Beute im Rampenlicht freut. Mit Stan, meinem Dive-Master, vereinbarte ich 9 Uhr morgens am nächsten Tag und alles weitere würden wir von dort aus planen.

Tauchrevier direkt gegenüber vom Strand

Tauchrevier direkt gegenüber vom Strand

Leider kam nachts dann jedoch ein starker Wind auf, der den See aufwühlte. Tatsächlich hatten wir dadurch am Malawisee größere Wellen als am Sunrise Beach am Indischen Ozean. Als ich um neun bei ihm war, kamen wir schnell überein, den Start auf 11:00 Uhr zu verschieben, um ihn dann nochmals auf 13 Uhr zu verlegen. Der Wind hatte etwas abgenommen, doch er war immer noch weit aus stärker als normal, doch besser schien es nun auch nicht mehr zu werden. Die Sichtweite unter Wasser lag leider mit ca. 5 Metern auch erwartungsgemäß deutlich unter der Norm. Stan und ich sahen dennoch zahllose Cichlids, zwei imponierende Cut Fishs, eine Süßwassergrabe und einen alten VW-Geländewagen, der sich allerdings nicht mehr viel bewegte… Neben dem Süßwasser war noch die Höhe anders als sonst: Dies war mein erster Höhentauchgang mit 472 m über N.N. Trotzdem entschlossen Anja und ich uns gegen den Nachttauchgang; die Sichtweite hätte sich wohl nicht mehr verbessert.

Während ich tauchte, war Anja mit Lesen und Tagebuch schreiben beschäftigt. Außerdem hatten wir immer noch Gemüse von unserer grünen Kiste und haben folglich viel gekocht. Mit anderen Worten: Wir haben es uns gut gehen lassen und mal kurzfristig die Füße hochgelegt.

Ob der Malawisee hier oben im Norden wirklich bilharziosefrei ist, werden nun die folgenden Tage zeigen…

Alle Taucher fliegen hoch...

Alle Taucher fliegen hoch...

Category: Malawi
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