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• Montag, Oktober 19th, 2009

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Keine 70 km nach Morogoro kamen wir an den Mikumi National Park, durch den die Hauptstraße mittendurch führt. Wir haben von einigen gehört, dass man hier viel Wild quasi geschenkt bekommt (der Parkeintritt wird erst fällig, wenn man die Hauptstraße verlässt) und anfangs waren wir ein wenig enttäuscht, denn wir hatten uns mehr erhofft. Zunächst sahen wir nur „Yab!“ – yet another baboon.

Abgesehen natürlich von den berühmten Korb-Bäumen

Abgesehen natürlich von den berühmten Korb-Bäumen

Haben wir noch anfangs (in Äthiopien) begeistert bei jeder Affenherde angehalten, um sie auf Photos zu bannen, lassen wir sie nun einfach links liegen, meist werden wir nicht mal mehr langsamer. Doch dann kamen wir auf unsere Kosten: eine Giraffe! Und gleich danach Elefanten! Da hieß es natürlich: Photostopp! Und auch bei der Herden Zebras hinterher. Zudem sahen wir haufenweise Antilopen und einige Giraffen. Alles in allem spektakulär, dafür dass wir nur die Landstraße entlang fuhren – wo hat man das in Deutschland?

Elefanten im Mikumi National Park

Elefanten im Mikumi National Park

Zebra Crossing 1/2

Zebra Crossing 1/2

Zebra Crossing 2/2

Zebra Crossing 2/2

Kurz nach diesem Park schloss sich der Udzungwa Mountain National Park an. Die Straße führte diesmal nicht direkt durch den Park, aber man kommt unmittelbar durchs „Baobab Valley“. Wenn man hier entlang gefahren ist und die Menge von Baobab Bäumen gesehen hat, ist man endgültig verdorben, was diesen Baum angeht. Will einer uns nun noch mal einen Baobab Tree als was ganz besonderes und einmaliges verkaufen, können wir nun müde abwinken.

Baobab Valley (1/2)

Baobab Valley (1/2)

Baobab Valley (2/2)

Baobab Valley (2/2)

Stuart und Fiver hatten uns das Baobab Valley Camp (S 7° 31.354’, O 36° 36.002’) empfohlen, doch waren wir bereits hier, als unser Willi noch nicht mal ganz warm gefahren war. Ein ähnliches Schicksal teilte Chris: Er hatte uns am Morgen noch einen Übernachtungs-Tipp mit auf den Weg gegeben, er selbst sei noch nicht da gewesen, aber jeder sagte, jeder ginge dorthin und jedem hätte es bisher dort gut gefallen – im Riverside Rest Camp (S 7° 47.872’, O 35° 47.783’) ca. 15 km vor Iringa. Doch obwohl wir erst recht spät losgefahren sind, war es uns immer noch zu früh die Tagesetappe zu beenden, als wir auf Höhe der Abfahrt zum Riverside Camp waren. Von Henning und Carolin hatten wir noch das Old Farm House empfohlen bekommen. Das liegt nun nicht ganz 60 km hinter Iringa und war damit schon eher ein Kandidat die Tagesetappe zu beenden. Die Straßen auf diesem Abschnitt sind gut, es wird allerdings viel gebaut und ausgebessert, so dass abschnittsweise eine Straße immer nur einspurig befahrbar ist und man teilweise warten muss, bis man durchgewunken wird. Wir wollten ursprünglich nach Iringa direkt reinfahren, um noch Geld zu ziehen und etwas Gemüse und Wasser zu kaufen, doch dort war uns die Schlange einfach zu lang. Kurzerhand setzten wir alles auf Mbeya und strichen das Einkaufen in Iringa.

Anja@OldFarmHouse

Anja@OldFarmHouse

Das Old Farm House (S 8° 08.745’, O 35° 24.766’) ist herrlich! Hätten wir nicht bereits so lange am weißen Strand von Dar-es-Salaam verweilt, hier wären wir mindestens ein Tag länger geblieben. Wir trafen auch wieder auf Steve, Katie, Sandy und Roy. Die vier haben in etwa die gleiche Route wie wir und das gleiche Tempo, wir werden uns also bestimmt noch häufiger über den Weg laufen. Auch nahmen wir sehr schnell das Angebot war, dass wir uns hier frisches Gemüse (aus dem eigenen Anbau) und Fleisch kaufen konnten. Wer braucht schon Iringa? 😉 Wir bestellten uns 5 kg frisches Gemüse (10 kg war eigentlich die kleinste Größe, aber sie machten eine Ausnahme), 800 g Rump Steak, 4 Brötchen zum Frühstück und zwei Brownies für die Fahrt. Der Abend war so idyllisch, ruhig und windstill, dass wir auch endlich mal wieder eine Kerze auf dem Tisch anzünden konnten – etwas was wir am Strand vom Sunrise Beach nicht konnten.

Unsere "Grüne Kiste"

Unsere "Grüne Kiste"

Als die Bestellung pünktlich auf die Minute am nächsten Morgen kam, staunten wir nicht schlecht. Das mussten mehr als 5 kg frisches Gemüse sein! Wir hatten fast schon ein logistisches Problem unseren Einkauf unterzubringen. Doch auch dies ließ sich lösen und wir kamen schließlich los Richtung Mbeya. Dort konnten wir nochmals Geld abheben und dann dafür Tanken und Wasser einkaufen. Auch Reflektorstreifen für Sambia haben wir gefunden. (In Sambia müssen nämlich zusätzlich vorn und hinten weiße (oder gelbe) und rote Reflektorstreifen am Fahrzeug angebracht sein. Irgendwo meinen wir gelesen zu haben, die Streifen müssen 25 cm lang sein, also haben wir uns 50 cm weißes und 50 cm rotes Reflektorband gekauft, allerdings sieht man hier an den Fahrzeugen Reflektorband beliebiger Stückelung. Der Wille zählt wohl mehr als das Gesetz…)

Bongo Community Camp

Bongo Community Camp

Wir hatten uns zuvor mit den anderen vier unterhalten, wo die campen wollten und sie erzählten uns von Bongo Camping (S 9° 13.053’, O 33° 38.515’) ca. 5 km vor Tukuyu, nahe an der Grenze zu Malawi. Jan & Trevor nannten uns per SMS noch einen anderen neuen Campingplatz, aber da Bongo Camping entlang des direkten Weges lag und zudem ein Community Camp Ground ist und wir dort auf die anderen vier treffen konnten, war die Entscheidung schnell gefällt. Der Platz ist sehr einfach, aber für eine Nacht vollkommen ausreichend. Wir hatten zudem unser Rump Steak mit Rosmarinkartöffelchen, was vorzüglich schmeckte und jeden noch so dreckigen Platz in unserer Wahrnehmung in einen strahlenden Ort verwandelt hätte.

Camp Idylle

Camp Idylle

Katie und die Jungs

Katie und die Jungs

Während wir unser Essen kochten, spielte Katie mit den Kindern aus dem Dorf. Auf diese Weise hatten wir beides: Unsere Ruhe beim Kochen und Unterhaltung, die besser als jeder Fernseher war: Da wurden Papierflieger gebastelt, mit Luftballons gespielt, gefangen, gesungen und getanzt. Danke, Katie! Als wir dann alle gefühlt mehrere Kilos schwerer und kugelrund waren, schleppten wir uns alle zum Lagerfeuerchen und ließen den Abend dort gemütlich und stimmungsvoll ausklingen.

Young Artists (1/2)

Young Artists (1/2)

Young artists (2/2)

Young Artists (2/2)

Am nächsten Morgen haben wir uns von den Vieren fürs erste verabschiedet. Wir wollten nach Livingstonia und von dort weiter Richtung Süden, während sie erstmal ein paar Tage am Chitimba Beach chillen wollten. Der Grenzübergang nach Malawi war angenehm: kostenlos und schnell, so kennen wir das in letzter Zeit nur von Ruanda. Die Hauptstraßen in Malawi sind gut, wieder neu für uns war lediglich, dass auch wir an Polizeikontrollen nicht einfach durch gewunken wurden. Dass sich die Polizei für einen interessiert, wenn man nicht zu schnell gefahren ist oder eine durchgezogene Linie missachtet hat oder dergleichen, hatten wir zuletzt in Ägypten und Sudan.

Mit der Abzweigung nach Livingstonia hörte der Asphalt auf und die Strecke wurde schnell zu kurvig und steil, dass hier den Vierradantrieb gleich von Anfang an dazu schalteten. Die Strecke war schön, doch oben in Livingstonia angekommen, wurden Anja und ich schnell enttäuscht. Nach den Beschreibungen, die wir gelesen hatten, haben wir eine pittoreske kleine Siedlung erwartet, eher von Siedlern als von Missionaren, aber es gab hier keine kleinen Steinhäuser mit weißen Gartenzäunen… Wir fuhren zur alten Missionskirche, zum Haus von Livingstone, das heute ein Museum beherbergt, entlang des Krankenhauses und waren dann aber auch so schnell wieder draußen, wie wir drin waren.

Livingstonia

Auf den Spuren der Missionare

Auch die Suche nach Camps war nicht sonderlich erfolgreich. Wir hatten uns zwei angeschaut, die uns auch empfohlen wurden: die Lukwe Lodge (S 10° 35.134’, O 34° 07.668’) und die Mushroom Farm Lodge (S 10° 35.197’, O 34° 08.069’). Doch beide boten uns zu wenig Schatten und in eins der einfachen Chalets wollten wir dann auch nicht. Da es zudem erst früher Nachmittag war und wir nicht auf diesen Campingplätzen den restlichen Tag verbringen wollten, sind wir also wieder die Serpentinen runter und zum Chitimba Beach Camp (S 10° 35.077’, O 34° 10.541’) und wenn trafen wir dort? Richtig, erwartungsgemäß waren Sandy, Roy, Katie und Steve schon dort.

In der Nacht gab es auf einmal ein lautes „Rumms!“ und Chitimba Beach hatte eine Koch- und Unterstellhütte weniger. Glücklicherweise parkte unser Willi weit genug weg. Am heutigen Morgen haben wir den Tag entspannt angehen lassen. Die heutige Etappe bis entweder Nkhata Bay oder Kande Beach ist nicht sonderlich lang (ca. 180 bzw. 230 km) und so sind wir gemütlich los getuckelt nachdem wir uns erneut von den Vieren verabschiedet haben. Auch dies war sicherlich kein Abschied für lange Zeit…

Category: Malawi, Tansania
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