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• Samstag, Oktober 17th, 2009

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In diesem Resümee wollen wir die ostafrikanischen Länder Kenia, Uganda, Ruanda und Tansania zusammenfassen. Uganda und Ruanda waren so kleine Länder und unser Aufenthalt war nur kurz, sodass sie sich den Artikel zusammen mit ihren zwei großen Nachbarn teilen müssen.

Unser Bild von … in kurzen Worten:

KeniaKenia

  • Kenia ist ein riesiges Land. Beim Durchfahren fuhren wir durch alle erdenklichen Landschaftsformen: wir kamen im Norden durch wüstenähnliche Trockengebiete, das ging über in Savanne und wir machten noch einen Schlenker nach Norden, wo wir Regenwald hatten.
  • Zum ersten Mal sehen wir auf unserer Reise Stacheldraht um die Grundstücke, vor jedem Tor einen Wachmann und vergitterte Fenster. So spüren wir auch zum ersten Mal, dass wir durch gefährliche Gegenden fahren, auch wenn wir die Gefahr so nie direkt spürten. Menschlich gesehen ändert sich genau mit diesem Gefahrenbewusstsein auch das Verhalten. Während wir in den ländlichen Gebieten meist angelächelt oder ignoriert wurden, wurden die Bettler und die dazugehörende Aggressivität hier deutlicher. 
  • Nairobi ist eine sehr westlich geprägte Hauptstadt. Wir haben uns hier trotz all der Ungemütlichkeit wohl gefühlt, da wir die ganzen Möglichkeiten wie Kino und Shopping lange entbehren mussten. In den Shopping Malls fiel jedoch eines deutlich auf: die “Westler” bleiben alle mehr oder weniger unter sich.
  • An den Grenzen machten wir wieder Bekanntschaft mit der eher unfreundlichen Sorte von Beamten. Man könnte meinen, sie nehmen einfach nur ihren Job ernst, andererseits lassen sie sich bestechen, wenn sie die Gelegenheit sehen. Die Grenzübergänge waren zudem sehr anstrengend durch die vielen Fixer, die einen in Scharen umrundeten, sobald man sich mit dem Auto nur näherte.
  • Was uns beim Durchfahren eines Landes natürlich auch auffällt, ist die Qualität der Straßen. Man könnte annehmen, dass Kenia ein so touristisch geprägtes Land ist, dass hier auf Infrastruktur Wert gelegt wird. Leider wird man bei dieser Annahme enttäuscht. Die Straßen sind furchtbar schlecht und mit denen in Äthiopien gleichzusetzen. Schlaglöcher soweit das Auge reicht, Bodenwellen und schlecht geteerte Abschnitte. Wir verloren auf diesen Straßen fast den Stoßdämpfer.
  • Auf den Straßen fallen auch die Transportmittel der Einheimischen besonders auf. Hier ist insbesondere der Minibus ein wichtiges Verkehrsmittel. Er wird hier “Matatu” genannt.
  • Kenia ist sehr reich an Tieren. Hier konnten wir auf unserer Reise zum ersten Mal in den Genuss kommen, “große” Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Wir haben 4 der Big Five gesehen und das nur in einem Nationalpark. Wären die Nationalparks nicht so teuer, hätten wir uns durchaus noch mehr Gelegenheiten gegönnt.

 

Uganda Uganda

  • Von Uganda waren wir gleich überrascht, als wir die Grenze übertraten. Der Grenzübergang war aufgrund der unerwartet hohen Visagebühren und der Road Tax sehr teuer, dafür waren die Beamten hier sehr freundlich und die Preise sowie die Prozedur schien uns – das erste Mal in Afrika – nicht verhandelbar zu sein. Fixer gab es kaum, dafür eine Schar unverschämt nerviger Geldwechsler.
  • Auch die Einheimischen schienen hier eine ganz andere Mentalität zu haben als die in ihrem Nachbarland. Sie waren sehr freundlich, am Straßenrand wird gewunken, ohne dabei die Hand aufzuhalten. Das war ein starker Kontrast zu den gerade vorher bereisten Ländern.
  • Ein weiterer Pluspunkt für Uganda: die Straßen weisen eine sehr gute Qualität auf. Es gibt schon vereinzelt Schlaglöcher, aber die sind nicht so tief, dass man Angst ums Auto haben muss.
  • In Kampala gibt es durchaus auch große Grundstücke mit Torwächtern, aber kaum Stacheldraht. Wir haben uns hier sehr sicher gefühlt. Dafür war der Verkehr hier chaotischer als in Kairo.
  • Die Landschaft bot ebenso einen Kontrast zu Kenia. In Uganda war es sehr grün und feucht, fast regenwaldartig. Die Temperaturen waren entsprechend angenehm. 
  • Das hiesige Transportmittel, das uns auffiel war das Fahrrad-Taxi. Dazu wird der Gepäckträger eines Fahrrads mit einem dicken dafür angefertigten Kissen versehen, sodass sich der Passagier hinten bequem hinsetzen kann. Das hatten wir bislang nicht gesehen.

 

RuandaRuanda

  • Ruanda war für uns ein ebenso angenehm zu bereisendes Land. Es fing damit an, dass an der Grenze KEINE Kosten anfielen. Das Visum ist für Deutsche (und einige andere Nationen) kostenlos, eine Straßengebühr gibt es hier nicht.
  • Die Menschen hier, zumindest die, die wir in den 2 1/2 Tagen bei der Durchreise kennenlernen durften, waren ausgesprochen freundlich. In dem Hotel, in dem wir in Kigali übernachteten, gab es sogar einen Kellner, der sein Deutsch an uns testete. Er erzählte uns, dass er einen Tageskurs deutsch absolviert hat, um die Sprache zu lernen und wir waren überrascht, wie gut er das für die paar Stunden Unterricht konnte. Uns fällt in einem Land auch immer positiv oder negativ auf, wenn Kinder betteln. Hier gab es das nicht, mit einer Ausnahme: an einer Genozid-Gedenkstätte, an der das Rote Kreuz ein großes (künstliches) Dorf aufgebaut hatte, umringten uns Kinder und wollten Geld und Sweets.
  • Die Landschaft ist wie in Uganda sehr grün und die Temperaturen sind sehr angenehm. Es regnete jeden Tag, aber es wurde hinterher nicht schwül.
  • Die Straßenqualität übertraf alles, was wir bisher gesehen haben. Hier haben die Straßen eine richtige Drainage, anstatt nur einen provisorischen Graben, es gibt eine ordentliche Fahrbahnmarkierung und Randsteine. (Mag vielleicht auch daran liegen, dass hier Strabag die Finger im Spiel hatte. 😉 )
  • Hier fiel uns bei den öffentlichen Transportmitteln auch etwas auf: das Moto-Taxi. Das ist ein Motorrad als Taxi. Erst mal nichts besonderes, wenn man in Uganda das Fahrrad-Taxi gesehen hat, aber hier wird Helm getragen – eine Besonderheit in Afrika!
  • Nach dem, was man von der Geschichte Ruandas mitbekommen hat und wie Ihr in unserem Blogartikel über unseren Tag in Kigali lesen konntet, würde man meinen, Ruanda sei ein unsicheres Land und die Menschen wären sehr arm. Das sind sie auch, das kann man nicht verleugnen, aber wir haben uns in keiner Sekunde unwohl gefühlt. Eher im Gegenteil: Wir hatten den Eintrug, dass Ruanda evtl. das zivilisierte Land Afrikas ist, was wir bisher bereist haben. (Gemessen an Auftreten und Verhalten der Menschen (gerade uns Mzungus gegenüber), Infrastruktur, Sauberkeit etc.) Wenn wir nicht gefühlt so unter Zeitdruck gestanden hätten, wären wir noch länger geblieben.

 

TansaniaTansania

  • Tansania ist in vielerlei Hinsicht mit Kenia zu vergleichen. Sehr touristisch, aber nur in bestimmten Gebieten. Als wir über den Nordwesten einreisten, fanden wir nur schwer jemanden, der englisch sprach. Hier kamen uns auch bald wieder die bettelnden Kinder entgegen, was wir zwar nachvollziehen können, wir dennoch eher als Minuspunkt für das Land werden. Ebenso nervig waren bei unserem Abstecher auf Sansibar die vielen Typen, die uns etwas verkaufen wollten.
  • An den Küsten findet man Traumstrände mit pulverweißem feinen Sand. Hier sahen wir auch zum ersten Mal den Indischen Ozean und badeten in ihm. Ein Kontrast dazu ist der Nordwesten, der landschaftlich außer Savanne nichts hergibt. Wir hatten hier nicht einmal das Bedürfnis länger zu bleiben. Schön war dann aber der Abschluss, unsere Fahrt durch die Southern Highlands. Hier war es bergig und ein wenig kurvig, wir erreichten wieder Höhen von um die 2000m und sahen haufenweise Baobab Bäume.
  • Zum Thema Sicherheit muss gesagt werden, dass wir ständig vor Diebstählen gewarnt wurden. Gerade an der Küste angekommen, berichtete einer, wie vom Schoß einer mitfahrenden Frau, die Handtasche aus dem Auto geklaut wurde. Danach wurden wir von verschiedenen Leuten vor Stone Town gewarnt. Wir waren entsprechend vorsichtig, uns ist nichts passiert, aber es hat immer ein G’schmäckle, wenn man durch die Straßen wandert.
  • Nationalparks haben wir hier keinen besucht, da sie uns zu teuer waren. Wir verstehen auch bis heute nicht, wie sich die Preise rechtfertigen. Wir hätten hier gerne neben Tauchen auch ein bisschen Wildlife gesehen, haben aber zugunsten der folgenden Länder darauf verzichtet.
  • Auch Tansania hat typische Transportmittel: Dala-Dala, so wird hier der Minibus genannt (ist aber dasselbe wie ein Matatu) oder große Langstreckenbusse, deren Fahrer volkommen rücksichtslos und schnell über die Straßen heizen.
  • Sansibar muss gesondert erwähnt werden, wir haben es schon als “Urlaub vom Urlaub” bezeichnet. Wir waren ohne Auto hier und zum ersten Mal nur mit dem Rucksack unterwegs. Ein Navi hatten wir auch nicht mit, was dazu führte, dass wir uns in den verwinkelten Gassen von Stone Town sofort verliefen. Hier mussten wir auch spüren, dass die Insel kein “off-season” kennt. Wir hatten große Mühe, in Stone Town eine Unterkunft zu finden, vielleicht auch aus dem Grund, weil diese Stadt für jeden, der anreist immer der erste Kontaktpunkt mit der Insel ist. Bei unserem Ausflug in den Norden der Insel erlebten wir die gleichen schönen Strände wie in Dar-es-Salaam, nur noch unberührter, was uns zu der Aussage bewegte, dass wir Sansibar als eine Trauminsel bezeichnen würden. Im Norden der Insel waren wir auch tauchen, nicht billig, aber wunderschön. Das Mnemba Atoll kommt nach unseren Eindrücken schon recht nah an das Rote Meer, erreicht es jedoch nicht ganz.

Category: Tansania
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