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• Montag, Oktober 12th, 2009

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Hinter uns liegt eine wunderschöne Woche auf Sansibar. Abgesehen von einer Spice Tour haben wir uns im Wesentlichen mit zwei Dingen beschäftigt: ein schönes Hotel zu finden und zu tauchen. Letzteres war einfach, doch Unterbringung hat nicht stets auf Anhieb so geklappt, wie wir wollten…

Tauchen

Getaucht sind wir mit den Bahari Divers vor Stone Town (Anja 2 Tauchgänge, ich 4) und mit den East African Divers vor Nungwi (ich 2 Tauchgänge) und am Mnemba Atoll (Anja und ich jeweils 2 Tauchgänge); beide Tauchschulen können wir ohne Beanstandung weiterempfehlen. Sowohl Inka (von den Bahari Divers) als auch Deleene (vom East African Dive Centre) waren im Vorfeld ausgesprochen hilfreich und haben umgehend auf unsere Emailanfragen reagiert. Die Tauchgebiete im Norden (Nungwi) haben uns besser gefallen als vor Stone Town, doch das Non-Plus-Ultra war zweifelsfrei das Mnemba Atoll.

Am ersten Tag hatten wir vor Stone Town Sichtweiten von ca. 10 m bei Morago und am Fungo Reef und sahen einige Stachelrochen und Cuttle Fish, viele Puffer Fish und Box Fish sowie haufenweise Grouper und ein kleines, mittlerweile schon fast zersetztes Wrack auf 9 m am Fungo Reef. Am zweiten Tag bin ich mit unserem Dive Master Ahmed alleine runter, und zwar zum Bawe Royal Navy Wrack auf 28 m und dann zum Bawe Reef. Die Sicht beim ersten Tauchgang war mit knapp 15 m besser als am Vortag, aber allzu viel zu sehen gab es dann beim Wrack eh nicht. Calamari und ein Leaf Fish gehörten noch zu den Höhepunkten. Der zweite Tauchgang des Tages bei Bawe Nord ging dann nur noch auf 12 m runter und wir hatten auch nur noch ca. 10 m Sichtweite, war aber nicht weniger schön. Unschöner war dann schon, dass einer meiner Zähne wohl ein Loch zu haben scheint, denn beim Auftauchen zischelte es in der Mundhöhle gepaart von leichten Zahnschmerzen. Das erste Mal trat dies bei dem tiefen Tauchgang auf 28 m auf, doch es war leider nicht das letzte Mal. Die Zahnschmerzen beschäftigten mich noch eine Weile, doch es wurde glücklicherweise von Tag zu Tag besser, und ich bin im Nachhinein sehr froh, dass ich mich schließlich gegen die Deep Dive Speciality entschieden habe.

An dem dritten Tauchtag bin ich wieder ohne meinen Buddy Anja getaucht, und zwar bei Mwana wa Mwana und Shane’s Reef vor Nungwi am nördlichen Zipfel Sansibars. Die Sicht war mit ca. 15 m und 12 m zwar besser als bei den Tauchgängen vor Stone Town, aber immer noch nicht das, was ich mir vom Tauchen vor Sansibar erhofft hatte. Doch es gab einiges zu sehen und das war Entschädigung genug: eine an Korallen „grasende“ Schildkröte und ein großer Blue-dotted Stingray waren die Höhepunkte beim ersten Tauchgang, Scorpion Fish, Lion Fish, Trumpet Fish, Trigger Fish und ein großer Octopus die des zweiten Tauchgangs.

Die schönsten Tauchgänge brachte jedoch erst unser letzter Tauchtag am Mnemba Atoll. Wir waren bei Kichwani und Wattabomi tauchen und hatten dort mit ca. 20 m und 25 m Sichtweite auch endlich die Sicht, die wir uns vom Tauchen hier versprochen hatten. Wir sahen sehr viele Fischschwärme, große Trigger Fish, Trumpet Fish, Surgeon Fish und Box Fish sowie vier große Schildkröten. Doch war es weniger, was wir sahen, als das was wir hörten, was uns in den Bann zog: Wir hörten Wale! Irgendwo weiter draußen im Indischen Ozean mussten sie ihre Bahnen ziehen und uns davon kundtun. Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke…

Sansibar ist sicherlich nicht das günstigste Tauchgebiet. Wir haben verschiedene Tauchschulen angefragt und im Internet recherchiert: Man zahlt für einen Tauchgang 60 – 75 USD, für zwei Tauchgänge meist 100 USD, für vier 170 – 190 USD, für sechs 270 – 290 USD etc. Im Norden zu tauchen ist etwas teurer als vor Stone Town und fürs Mnemba Atoll wird nochmals ein Aufschlag von 15 – 30 USD fällig. Wichtig ist auch, dass der Transport in den Norden meist separat gezahlt werden muss, die Tauchschulen einem allerdings gern helfen und den Transport organisieren. Für ein Taxi sind 50 USD fällig, für ein Shared Taxi (Minibus) 10 USD pro Person und für die mit viel Geduld und strapazierfähigen Nerven gibt es noch den regulären Bus des öffentlichen Personennahverkehrs für 2000 TZS pro Person.

Stone Town

1001 Nacht auf Sansibar

Unterkunft

In Stone Town selbst waren wir, wann immer ein Zimmer dort frei war, im Zenji Hotel untergekommen. Diesen Tipp hatten wir von Elonora und Fred bekommen und wir können dieses Hotel auch nur wärmstens weiterempfehlen. Es lässt sich vielleicht am besten als „Backpacker Place Deluxe“ charakterisieren. Die Zimmer haben nicht alle ein eigenes Badezimmer und sind unterschiedlich groß, aber das Personal und die Besitzerin Anneloes lassen durch ihre Freundlichkeit und ihr Engagement für den Gast einen darüber hinweg sehen, zumal wir auch nur 45 und 50 USD pro Nacht und Zimmer gezahlt hatten. Es ist sauber, die Zimmer sind schön dekoriert, und das Restaurant hat zwar eine sehr übersichtliche Karte, aber das Essen ist sehr lecker.

Wir hatten jedoch nicht reserviert und so hatte das Zenji Hotel leider kein Zimmer mehr für uns für unseren zweiten Tag in Stone Town. Wir bezogen also das Zimmer und gingen gleich wieder los ins Zentrum von Stone Town, um dort nach Hotels zu schauen. Sowohl Inka als auch Deleene meinten ja in ihren Mails, dass derzeit nicht viel los sei und wir deshalb kein Problem haben würden, eine Unterkunft zu finden. Wir fanden auch einige Hotels, doch die sagten uns entweder nicht zu oder lagen preislich nicht in unserem Rahmen – ohne letztgenannte Restriktion hätten wir sicherlich im Sansibar Serena Inn hofiert… Das Tembo House Hotel (Doppelzimmer für 120 USD) war komplett ausgebucht, das Shangani Hotel (DZ 75 USD) fiel eher in die erste Kategorie und das Dhow Palace Hotel (mit kleinem Pool) war uns zu dem Zeitpunkt mit 100 USD noch zu teuer.

Tags drauf gingen wir zu den Bahari Divers; dies hätte ursprünglich unser erster Tauchtag sein sollen, aber da ich mich – wahrscheinlich durch eine Klimaanlage in einem Internet Cafe in Dar-es-Salaam – ein paar Tage zuvor erkältet hatte, wollten wir noch einen weiteren Tag warten und hatten also genügend Zeit, nach was neuem zu schauen. Wir wurden dort von Inka empfangen und sie half uns bei der Hotelsuche. Sie nannte uns einige Hotels, die wir dann zusammen mit Dive Master Barack, hier in der Rolle als Fremdenführer, abgingen.

Wir kamen zum Coco de Mer, wo uns ein nicht wirklich ansprechendes Zimmer für 60 USD angeboten wurde. Mit einem freundlichen „We think about it!“, wo es nichts zu überlegen gab, zogen wir weiter. Das Chavda Hotel war das nächste. Große Doppelzimmer, Frühstück inklusive, Internet gegen Aufpreis verfügbar. Wir hatten uns vorher schon gesagt, dass wir auf Sansibar ein wenig Urlaub vom Urlaub machen wollten und so gönnten wir uns diese eine Nacht, auch wenn der Preis fürs Doppelzimmer deutlich über unserem Budget lag, doch nach der erfolglosen gestrigen Suche waren wir froh, endlich eine Bleibe gefunden zu haben. Wir gingen aber gleich danach wieder ins Zenji Hotel und buchten uns für die folgenden zwei Tage wieder ein.

Mit einem vom Zenji Hotel organisierten Shared Taxi ging es nach dem Tauchen hoch in den Norden. Im East African Dive Center wurden wir von Michael, dem Besitzer und Mann von Deleene, willkommen geheißen und wir erkundigten uns nach Unterkunft. Er empfahl uns unter anderem die Flame Tree Cottages, die nur ca. 100 m nördlich von Dive Center am Strand liegen. In die von Elisabeth und Saif sowie Reception-Managerin Alexa geführten Flame Tree Cottages hatten wir uns gleich verliebt und mit oben erwähnter „Urlaub-vom-Urlaub“-Ausnahme sahen wir auch darüber hinweg, dass der Übernachtungspreis wieder deutlich über unserem Budget lag.

[Anja:] Aber das Geld hat sich wirklich gelohnt. Wir hatten ein sehr geräumiges Zimmer mit Bad und Hot Shower, aller wieder sehr hübsch mit Blüten dekoriert. Vor dem Zimmer eine Terasse mit zwei Sesseln und einer „Sitzgruppe“. Service wird hier riesig geschrieben. Gegen 16 Uhr wird man gefragt, was man gerne zu Abend essen möchte, das wir dann zum selbst gewählten Zeitpunkt entweder auf der Terrasse oder am Strand serviert. Frühstück gibt es auf der Terrasse, sobald man möchte, denn gedeckt wird, während man noch schläft.
Wir brauchten außerdem noch Informationen über Nachttauchgänge und ein Shared Taxi, und auch da wurde uns umgehend und sehr bemüht geholfen. Als Highlight hatten wir dort Wifi, mit einer afrika-untypisch hohen Bandbreite. Dies zu nutzen, brauchte ein wenig Zeit, da das Passwort nicht gleich griffbereit war, aber danach wurde gesurft, dass sich die Balken biegen.

Kulinarisch ließen wir uns hier auch verwöhnen. Wir aßen Barbecue auf dem eigens für unseren Tisch aufgestellten Kohlegrill, Fischfilet in einer fabelhaften Käsesoße, Curry und wieder Fisch in einer Öl-Zitronen-Ingwer-Marinade. Herrlich….

Zurück in Stone Town suchten wir Unterkunft für eine Nacht, da wir tags drauf noch eine Spice Tour unternehmen wollten. Vom Taxi ließen wir uns in der Nähe vom Flamingo Guest House absetzen, doch die angebotenen Zimmer dort sagten uns nicht wirklich zu. Von dort zum Clove Hotel, doch die hatten kein Zimmer frei. Leider hatten wir beim Dhow Palace Hotel den gleichen Misserfolg, doch dort konnte man uns immerhin ein Hotel empfehlen, dass noch freie Zimmer haben sollte und auch preislich nicht zu teuer war: das Mauwani Inn, DZ für 60 USD inkl. Frühstück. Auch ein stolzer Preis, aber immer noch besser als gar kein Zimmer. Es war sicherlich nicht das beste Hotel, aber unsere Suche hatte wenigstens ein Ende.

Nungwi

Reiseträume werden wahr

Weil wir jedoch nicht nur tauchen und auf der Insel schlafen wollten, unternahmen wir am letzten Tag noch eine Spice Tour.

[Anja:] Gebucht hatten wir die Tour zu den Gewürzen der Insel über das Zenji Hotel. Eine „geteilte Tour“ gabs hier für 13 $, eine private Führung hätte es für das fünffache gegeben. Also keine Frage, wir nahmen die günstigere Tour. Das bedeutete dann aber auch, dass wir zusammen mit 12 anderen in einen Minibus gequetscht wurden. Der Minibus hatte gerade 14 Plätze und saß mit dem ganzen Gewicht bei jeder Bodenwelle auf.

Wir wurden zu einer Spice Farm gebracht, die privat geführt wird und nicht unter der Hand der Regierung steht. Gleich zu Beginn wurde uns Kardamom gezeigt, den ich bisher nur in gemahlener Form aus dem Gewürzregal kenne. Tatsächlich sind es aber kleine grüne Beeren, die am Boden wachsen und deren Samen ziemlich säuerlich schmecken, wenn man sie frisch probiert. Wir lernten auch die verschiedenen Kokosnuss-Palmen der Insel kennen: es gibt drei verschiedene Größen und somit auch unterschiedliche Kokosnuss-Arten und –Verwendungszwecke. Manche sind eher für Öl geeignet, manche zum Essen.

Ich sah kurz danach auch zum ersten Mal einen Ananas-Strauch. Bisher begegnete sie mir auch nur in geernteter Form ohne Stiel. Kurz danach kamen wir zu einer Frucht, deren Namen ich jetzt schon nicht mehr kenne. Bei uns gibt es sie auch nicht. Sie sieht der Rambutan sehr ähnlich, aber sie ist es nicht. Man kann sie auch nicht essen. Sie enthält Kerne, die beim zerdrücken rote Farbe abgeben. Und sie werden auch nur zu diesem Zweck, z.B. indisches Tandoori verwendet.

Kurz darauf sahen wir auch Pfeffer und Vanille, die beide wie Parasiten auf anderen Bäumen leben. Dann gabs Nelken in die Hand, die das Gewürz sind, mit dem Sansibar am meisten Geld verdient. Außerdem bekamen wir die Muskatnuss in die Hand, die umhüllt ist von einer Frucht und roten Härchen, die meinem Verständnis nach nicht gegessen werden können.

Ziemlich unscheinbar wurde auch auf einmal Ingwer aus dem Boden gegraben, der so frisch geerntet saumäßig scharf war. Und wir bekamen Zimt in die Hand, der – wieder was Neues für uns – die Rinde eines Baumes ist.

Als Highlight, geschmacklich gesehen, bekamen wir die Jackfruit zum Probieren, die nach einer Mischung aus Ananas und Banane schmeckt. Bei der Gelegenheit gab es auch Kakaobohnen zum lutschen (süßsauer), nicht zum beißen (bitter) und die üblichen Verdächtigen: Orangen, Mango, Papaya, Ananas.

Ohne ein kleines Verkaufsständchen kommt die Tour auch nicht aus und uns hat die Tour Spaß gemacht, also kauften wir auch was. Kleine Gewürzpäckchen für 0,50 Euro sind auch nicht teuer.

Am Ende wurden wir alle noch zu einer Hütte gebracht, in der wir essen bekamen. Reis, in dem fast alle Gewürze, die wir vorher gesehen hatten, verarbeitet wurden, zusammen mit einer Curry-Soße und Spinat. Es war wirklich lecker…

Spice Tour

Früchte der Gewürzinsel

Verbindung nach Sansibar

Vielleicht noch im Nachsatz etwas darüber, wie man eigentlich auf die kleine Insel kommt: Man kann hinfliegen oder eine Fähre zu nehmen. Der Flug kostet mindestens 100 USD (hin und zurück), bei der Fähre ist man mit 35 USD für eine Fast Ferry (ein Weg) oder mit ca. 25 USD für die langsameren Fähren dabei. Die Fast Ferry braucht 1 ½ – 2 Stunden, die langsameren 3 – 4 Stunden. Wir haben uns beide Male für die Fast Ferry entschieden: mit „Seabus“ hin und mit „Sea Express“ zurück. Ein Vorteil hat jedoch der Flieger: Auf dem Rückweg nach Dar-es-Salaam schüttelte es die Fähre ganz schön durch. Anja und ich hatten das Glück, zu dem Zehntel Passagiere zu gehören, die nicht seekrank geworden sind und das Einzige, das wir uns durch den Kopf gingen lassen, waren die Erinnerungen an Sansibar…

Category: Tansania
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