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• Sonntag, Januar 03rd, 2010

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Dies war also der Tag! Der Tag, der uns an das „formale Ziel“ unserer Reise führen sollte. Wenn ich in Deutschland gefragt wurde, wohin denn die Reise führen sollte, so sagte ich meist: „Wir fahren soweit in den Süden, bis wir gegen den Tafelberg stoßen.“ Für uns ist es natürlich noch nicht das Ende der Reise – wir haben noch sechs Wochen – also nochmals einen ganzen Jahresurlaub (!), aber gefühlt neigt sich spätestens mit Erreichen Kapstadts doch etwas dem Ende. Wenn beim Fahren die Gedanken zu wandern anfangen, realisieren wir beide schon seit geraumer Zeit, dass die sich immer häufiger um unsere Heimkehr drehen. Ich vermisse, die Unbeschwertheit und gedankliche Freiheit, wie wir sie das erste Mal richtig in der Türkei erfahren haben: Da waren wir bereits lang genug unterwegs, um zu realisieren, dass unsere Auszeit keine normale Reise ist, hatten aber noch soviel Zeit vor uns, dass ein Ende nicht in Sicht war. Damit erschien die Reise endlos und das machte unsere Initiative Rückenwind für uns ungreifbar. Dieser Zustand hielt bis Uganda an, wo wir in Kampala einen Reisezeitplan aufstellen. Er war notwendig, damit wir wirklich noch alles sehen konnten, was wir in den letzten Wochen auch gesehen haben, doch leider erdete uns dieser Plan viel zu früh. Pläne kennen einen Anfang und ein Ende, gefühlt hatte unsere Reise doch bisher nur einen Anfang. Im vorgezogenen Rückblick gehört dieser Zustand „bewusster Unbegreiflichkeit“ für mich zu den freiesten Momenten auf der Reise und – so sehr ich mich jetzt doch wieder auf zu Hause freue –, an dieser gedanklichen Freiheit würde ich mich seit dem Tag in Kampala gerne nochmals laben.

[Anja:] Dem kann ich nichts hinzufügen 🙂

Wir brachen früh von Stellenbosch auf, da wir uns den Ministrels Carnival anschauen wollten. In weniger als einer Stunde waren wir von unserem Hotel in Stellenbosch an unserem Backpackers Place in Woodstock, der „Cape Deco Lodge“ (bei S 33° 55.901’, O 18° 27.158’) angekommen. Wir erkundigten uns, wie wir am besten in die Stadt kämen und man pries uns die Mini-Busse an. Die Cape Deco Lodge liegt sehr zentral, es sind nicht mal drei Kilometer bis zum Hauptbahnhof, der mittig in Kapstadt liegt. Alle Mini-Busse fuhren zum Hauptbahnhof, wir konnten also gar nicht einen falschen erwischen. Wir erkundigten uns noch nach dem lokalen Preis (5 Rand pro Person), doch das wäre nicht nötig gewesen: Kein Kassierer versuchte, uns mehr als den üblichen Fahrpreis abzunehmen.

Mit dem Karnevalbesuch verletzten wir den Traveller-Codex Nr. 1: Wir gingen in dichtes Gedränge und Menschenansammlungen, aber wir konnten uns diesen Tag natürlich nicht entgehen lassen. Der Ministrels Carnival findet nur am 2. Januar statt und wann ist man schon mal an diesem Tag in Kapstadt? Wir sahen eine Weile von vor dem Rathaus zu, bis es uns da zu eng und zu anstrengend wurde und wir wieder heim wollten. Der Umzug zieht sich den ganzen Tag hin und ist von unseren Karnevalsumzügen sehr verschieden: Im Wesentlichen gibt es hier nur Marching Bands und Tänzer, so dass es für mich dann doch recht schnell uninteressant wurde, doch Anja war die ganze Zeit ganz gebahnt und fasziniert.

Ministrels Carnival

Ja, ist denn heut schon Fasching?

Auf unserem Heimweg fanden wir jedoch eine andere Stelle, wo sich die unterschiedlichen Karnevalsgruppen von den Bussen absetzen lassen und ihre Reise durch die Stadt beginnen. Hier war es viel entspannter, weil es noch kaum Zuschauer gab. Die Gruppen waren aber bereits hier bereits bester Dinge. Anja hat davon ein kleines Video zusammengestellt.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Es war ein heißer Tag in Kapstadt und wir waren froh, als wir am Pool der Cape Deco Lodge den Nachmittag und Abend ausklingen lassen konnten. Wir hatten uns dafür noch zuvor etwas Obst geholt und genossen unseren „Gourmet-Obstsalat“.

Den nächsten Tag hakten wir die wichtigsten Dinge unserer To-Do-Liste ab: unseren Heimflug buchen (Damit hat das bisher nur gefühlte Ende nun sogar einen Termin, 16.2.), eine Township Tour buchen (Wir hatten in der Lodge gefragt und die waren auch sehr hilfreich und haben uns eine Tour anbieten können. Allerdings sollte die 500 Rand pro Person kosten und das schien uns ein wenig übertrieben, da wir zuvor bereits uns im Netz ein wenig umgeschaut hatten und dort 300 – 400 Rand die Normalität waren.) und unseren Blog mit neuen Artikeln füttern. Das hatte zwar den ganzen Tag gebraucht, war aber auch nicht so schlimm, da wir noch ganz im tranquil mode unseres Stellenboschbesuchs waren. Wir fragten an der Rezeption noch nach einem netten Restaurant, „da gäbe es nicht allzu viel“, sagte man uns, „ein karibisches Restaurant sei ein paar Blöcke die Straße hoch.“ Doch leider ist heute Samstag und damit waren mal wieder alle Restaurants in der Nähe geschlossen. Wir landeten in einer Pizza-Fast-Food-Kette. Die Pizzas waren lecker, aber einfach zu groß für uns. Als da jemand durchs offene Fenster bettelte, dass er uns seine Kinder Hunger habe, gaben wir ihm die restliche Pizza. Sonst geben wir Bettlern eigentlich nichts, hier haben wir mal eine Ausnahme gemacht und die werden wir so schnell wohl auch nicht wieder tätigen, denn ihn wurden wir danach so schnell nicht mehr los, und die Pizza wollte er eigentlich auch nicht, Geld ist schließlich handfester…

 

 

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