Archive for Januar 2nd, 2010

Author:
• Samstag, Januar 02nd, 2010

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Nach einem stärkenden Frühstück und ein paar Minuten Internet zogen wir vom Wild Spirit weiter. Unsere heutige Etappe war wieder über 500 km lang. Wie groß doch Südafrika ist im Vergleich zu Deutschland. Wir fahren drei Tage, um von Matatiele, das nicht mal an der Ostküste liegt, bis nach Stellenbosch, was zumindest recht nahe an der Westküste liegt, zu gelangen. Schnellere Autos schaffen die 1500 km auch an zwei Tagen; theoretisch ist auch ein Tag machbar, aber bei dem Verkehr (vor allem entlang der Garden Route und vor allem zur Sommer-Hauptferien-Zeit) wenig realistisch. Wer kein Problem mit Nachtfahren hat, für den rückt das Ziel jedoch wieder greifbar nahe, wobei Nachtfahrten hier allerdings deutlich riskanter ist als auf deutschen Autobahnen: Auf der großen N2 ist es weniger ein Problem als auf den kleineren Nebenstrecken, doch auch hier muss man verstärkt mit Personen oder Tieren auf der Straße oder jederzeit mit betrunkenen Fahrern rechnen, die einem auf der eigenen Spur entgegenkommen. Als wir in Stellenbosch ankamen, haben wir für die Strecke ca. 24 h gebraucht (allerdings inkl. weniger kurzer Pausen sowie eines Game Drives durch den Addo Elephant Nationalpark). Für die Strecke Hannover – Stuttgart haben wir selbst bei dichtem Verkehr keine acht Stunden gebraucht. Für Deutschland ist das schon fast eine Strecke in kompletter Nord-Süd-Ausrichtung, in Südafrika kommt man damit nicht weit.

Die Garden Route zu fahren war schön, doch für uns derzeit nur Mittel zum Zweck, da wir die nächsten Tage mit Steffen und Ema noch genügend Zeit haben werden, diese ausgiebig zu befahren. Kurz nach Caledon – ohne größere Zwischenstopps – bogen wir deshalb ab in die Winelands. Wir fuhren am Theewaterskloof Dam entlang, über den Franschhoek Pass und durch das frankophile Kleinod selbst, Franschhoek, hindurch, um nach Stellenbosch zu gelangen. Wir hatten bereits vor Tagen ein Doppelzimmer im d’Ouwe Werf Hotel (S 33° 56.274’, O 18° 51.720’) gebucht – zu Sylvester wollten wir uns etwas gönnen…

Wir aßen noch etwas im nahegelegenen Beads Restaurant und erkundigten uns bei der Rezeption nach der ihrer Meinung nach besten Möglichkeit eine Weintour zu machen. Da wir beide etwas davon haben wollten, schied selbstfahren aus. Bleiben zwei Alternativen: uns per Taxi von Weingut zu Weingut kutschieren zu lassen oder gleich auf einen der vielen Weintour-Anbieter zurück zu greifen. Wir entschieden uns für letzteres. Ich erstellte eine Liste von Weingütern, die für uns wichtig waren, schrieb noch drei Fragen dazu („Lunch included?“, „Pick-up point?“, „Price?“) und ließ die Rezeption mal machen. Unbedingt sehen wollten wir: Simonsig, Zevenwacht und Vergelegen. Interessant fanden wir zudem: Beyerskloof, Delheim, Hartenberg, Jordan, Kleine Zalze, Kings Kloof, Meerlust und Warwick. Ich hatte der Dame an der Rezeption erklärt, dass wir mindestens zwei unserer „Unbedingts“ besuchen wollen und gerne noch zwei unserer „Interessants“ sehen würden. Später rief sie an, dass sie uns eine Tour gebucht hätte mit den Weingütern: Tokara, Thelema, Rustenberg, Muratie mit Mittagessen in Delheim. … Man muss halt auch delegieren können… Sie erklärte uns, dass unsere Wunschliste zu weit verstreut sei und daher nur eine private Tour in Frage gekommen wäre, die so kurzfristig aber leider nicht auf die Beine gestellt werden konnte. Gut, vielleicht schaffen wir es ja auch von Kapstadt nochmals hier her. Die Weintour war auch so ein voller Erfolg und obwohl wir eigentlich gar keinen Wein kaufen wollten – wir müssen den schließlich noch ein Weilchen mit uns rum führen –, kauften wir doch vier Flaschen plus ein Fläschchen Olivenöl.

Wine Tasting Tour

Lekker Stellenbosch

Wir kamen am späten Nachmittag zurück, Anja ruhte sich etwas aus und ich surfte und schrieb Mails. Viel freie Zeit hatten wir nicht, denn abends mussten wir es uns ja schon wieder gut gehen lassen, beim Hotel-Dinner.

Stilvolles Ambiente

Stilvolles Ambiente

[Anja:] Für alle kulinarisch Interessierten…

  • Aperitif: Lime and Strawberry infused Sangria
  • Vorspeise: Smoked Chicken Tian, layered with roasted Peppers & served with sweet chilli sauce OR Kudu Carpaccio with roasted & marinated Vegetables with Vinaigrette (wir haben beides genommen)
  • Hauptgang: Fan Fillet with Youngberry Sauce served in Cinnamon Sweet Potato
  • Nachspeise: Honey & Rum grilled Nectarines with Mascarpone & Berries OR Strawberry Shortbread Tartlets with Mascarpone (auch hier haben wir beides genommen)
Sylvester Dinner

Sylvester Dinner

Gegen halb Zwölf sind wir dann raus auf die Straßen Stellenboschs, aber das Studentenstädtchen zeigte sich während der Sommerferien sehr feiermüde. Die Straßen waren leer und in den wenigen offenen Bars, die wir um unser Hotel fanden, saßen auch nur kleine Grüppchen zusammen. Anja und ich fanden somit problemlos einen Platz und gönnten uns eine kleine Flasche Champagner zum Anstoßen. Sylvester hier in den Winelands war ruhig und entspannt, vielleicht ein kleines bisschen zu ruhig, aber das richtige, um auszuspannen.

Prosit Neujahr!

Prosit Neujahr!

Das Frühstück am nächsten Tag war wohl eher ein „Spätstück“ und wir verbrachten den heutigen Neujahrstag wie den gestrigen: entspannt und very laid back mit Laptop am Pool. Abends hatten wir uns mit einem Kollegen meinerseits, Georg, und seiner Frau zum Essen im Asara Wine Estate verabredet. Der Abend verging wie im Fluge und wir merkten nicht, wie es mittlerweile bereits kurz vor elf geworden ist.

[Anja:] Auch hier gab es vorzügliches Essen. Ich hatte Springbok Fillet, das so zart zubereitet war, dass es auf der Zunge verging, dazu gab es einen Serviettenknödel. Jörg genoss eine Ente und zum Nachtisch gab es Ziegenkäse-Törtchen mit Karamell und Eis und eine große Portion Kaiserschmarrn. Klingt hier natürlich unheimlich normal und witzlos, war aber alles köstlich und raffiniert gekocht. Kein Wunder, der Koch ist ein deutscher Michlin-Sterne-Koch (dessen Namen ich allerdings wieder vergessen habe 🙁 )

Morgen geht ’s dann weiter nach Kapstadt. Unser Aufenthalt in Stellenbosch hat unseren Budgetrahmen deutlich gesprengt, doch kann es dafür einen besseren Anlass als den Jahreswechsel geben? 2009 stand vollends im Zeichen unserer Reise (wenn auch anfangs nur durch Vorbereitungen) und wir wollten dafür einen geeigneten Ausklang finden. Auch wenn die Reise nicht durchgängig entspannt und ruhig war, wollten wir dieses Jahr Sylvester genauso verbringen und da hat uns Stellenbosch nicht enttäuscht.

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply