Archive for Dezember 30th, 2009

Author:
• Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Heute früh standen wir schon früh auf, damit wir uns noch von Maureen und Pete verabschieden konnten, die arbeiten gehen mussten. Jan und Trevor verließen auch schon um 8 Uhr das Haus, da Trevor mittlerweile Reitstunden nimmt. Wir packten nebenher und verließen kurz nach ihnen das Haus. Wir nahmen Petes Einladung an, unseren Keilriemen bei ihm zu ersetzen und fuhren daher noch in seiner Werkstatt vorbei. Danach ging ’s los für uns über Hügelketten in sattem grün.

Am späten Nachmittag erreichten wir Hogsback, ein süßes Dörfchen mitten im Wald. Angeblich soll sich hier J.R.R. Tolkien zu der Beschreibung seines Auenlands aus „Herr der Ringe“ inspirieren lassen. Wir übernachteten auf dem Campingplatz von „Away with the Fairies“. Uns war das allerdings irgendwie zu „backpackig“ und vor allem zu überlaufen. Viele junge Leute und viel Alkohol. Keine gute Mischung. Trotzdem hatte der Ort was. Von dem Backpackers gehen verschiedene Wanderwege los, und als kleines Schmankerl haben sie an einem Aussichtspunkt mitten auf einer Klippe am Rand des Abgrunds eine Badewanne aufgestellt, in der man ein heißes Bad nehmen kann und die Natur genießt.

Die Nacht war nicht sehr entspannt. Die viel zu aktiven Jugendlichen tranken zu viel und hörten zu viel laute Musik. Immer wieder grölt es irgendwo her und ich konnte nicht schlafen.

[Jörg:] Ich hab’ tief und fest durchgeschlafen…

 

 

 

 

Nach dem Aufstehen bereiteten wir uns ein schnelles Frühstück und Kaffee für die Fahrt vor, um dann schnell wieder auf die Straße zu kommen. Es folgte eine lange Strecke bis zur Garden Route. Wir wollten unsere Wildcard langsam amortisieren und fuhren auf dem Weg durch den Addo Elephant Park. Wir waren natürlich wieder zum falschen Zeitpunkt da, sodass wir nicht viele Tiere sahen. Zwei Schildkröten, mehrere Warzenschweine, ein Büffel und ein paar Elefanten kreuzten unseren Weg. Wir fuhren nur durch und hielten uns nicht lange im Park auf. Auf endlos wirkenden Straßen ging es weiter bis Port Elizabeth. Wir ließen die Stadt links liegen und fuhren über die Umgehungsstraße Richtung George.

An der Bloukrans Brücke wachte ich aus meinem Hörbuch-Traum auf, denn hier finden normalerweise die Bungee-Sprünge statt. Wir mussten tanken und kehrten in der angrenzenden Total Tankstelle bei Steers ein. Auf deren Terrasse sahen wir dann, dass das Bungee-Spektakel für heute wohl schon beendet sein muss. Komisch, mir ging es vor 6 Jahren genauso, als ich hier war. Es war nun schon kurz vor Sonnenuntergang und wir konnten es nicht mehr schaffen bis Knysna, in dessen Nähe wir heute übernachten wollten. Also nahmen wir uns ein näheres Ziel vor: die Wild Spirit Lodge bei The Crags.

Dummerweise fuhren wir falsch ab, und landeten im luxuriösen Örtchen namens Nature’s Valley. Ein Traum für jeden Architekten und jeden stinkreichen Mieter oder Eigentümer dieser Luxus-Villen. Traumhaft schön. Hier lag unser Domizil aber nicht, das fanden wir per Internet heraus. Wir fuhren ein paar Kilometer zurück Richtung N2, bogen dann rechts ab und fanden uns bei einem anderen lieblichen Plätzchen wieder. Die Wild Spirit Lodge besteht aus mehreren Hütten mit Strohdach und einem Gebäude komplex im Cape Dutch Stil. Campen kann man im idyllischen Garten unter schattenspendenden Bäumen. Wirklich schön. Erst wollte man uns wieder wegschicken, da Hochsaison ist und es keinen Platz mehr für unser Auto gäbe, da fingen wir an zu betteln, wir können auch auf dem Parkplatz schlafen und ob es wirklich kein Plätzchen mehr gibt. Da kam aus dem Hintergrund jemand hervor, der meinte, für uns gäbe es noch einen Platz zum Campen. Wir waren glücklich, parkten unser Auto im Garten und gingen zur Bar, wo es auch noch freies WLAN gab. Wie schön 🙂

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, beeilte mich zu duschen und ging dann zum Internet ans Aussichtsdeck. Jörg stand kurz nach mir auf und kam rechtzeitig zum Frühstück dazu. Es gab Cereals und Spiegeleier, dann fuhren wir los. Die N2 entlang der Garden Route ist derzeit fürchterlich voll, Knysna total verstopft. Wir brauchten ewig und hatten noch so eine lange Strecke vor uns. Wir wussten da noch gar nicht, ob wir die 550 km heute überhaupt schaffen.

Dann löste sich der Verkehr wieder auf und wir kamen besser voran. Um Knysna herum sahen wir einige Gleitschirmflieger. Ich freu mich schon, wenn ich wieder im Gurtzeug sitze und der Wind wieder um meine Ohren pfeift. Jedes Mal, wenn ich Flieger sehe, werde ich ganz aufgeregt und Jörg muss sich meine Sehnsüchte anhören. Die N2 schlängelt sich bis Mossel Bay die Küste entlang, danach sieht man das Meer eine ganze Weile nicht mehr.

Ursprünglich wollten wir eine Scenic Road über den Tradouw Pass fahren, aber da sonst die ganze Strecke 9 Stunden gedauert hätte, entschieden wir uns dagegen. Eine gute Entscheidung, denn so können wir 1,5 h früher da sein. Die Landschaft entlang der Strecke ist nicht besonders. Es ist Hochsommer und so sind die meisten Felder irgendwie verdorrt und alles ist mehr braun als grün.

Eine Scenic Road machten wir dann aber doch noch. Wir fuhren „hinten herum“ in die Winelands herein, in dem wir noch vor Elgin abbogen und über Franschhoek nach Stellenbosch kamen. Franschhoek ist ein süßes Dörfchen mit vielen Weingütern im Cape Dutch Stil und kleinen Einkaufsgässchen. Der dazugehörige Franschhoek Pass führte uns entlang hoher, spitzer Berge. Stellenbosch ist von Franschhoek nicht weit weg und man merkt den Übergang fast gar nicht, da überall Weingüter verstreut sind. Stellenbosch ist aber mindestens genauso schön wie Franschhoek. Auch hier gibt es prunkvolle Privathäuser, aber auch noch prunkvollere Universitätsgebäude. Unser Hotel liegt in der Church Street und damit mitten im Zentrum des Ortes. Wir kamen früh genug an, um alles notwendige auszupacken, uns frisch zu machen und essen zu gehen bei Beads.

 

 

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply