Archive for ◊ Dezember, 2009 ◊

Author:
• Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Heute früh standen wir schon früh auf, damit wir uns noch von Maureen und Pete verabschieden konnten, die arbeiten gehen mussten. Jan und Trevor verließen auch schon um 8 Uhr das Haus, da Trevor mittlerweile Reitstunden nimmt. Wir packten nebenher und verließen kurz nach ihnen das Haus. Wir nahmen Petes Einladung an, unseren Keilriemen bei ihm zu ersetzen und fuhren daher noch in seiner Werkstatt vorbei. Danach ging ’s los für uns über Hügelketten in sattem grün.

Am späten Nachmittag erreichten wir Hogsback, ein süßes Dörfchen mitten im Wald. Angeblich soll sich hier J.R.R. Tolkien zu der Beschreibung seines Auenlands aus „Herr der Ringe“ inspirieren lassen. Wir übernachteten auf dem Campingplatz von „Away with the Fairies“. Uns war das allerdings irgendwie zu „backpackig“ und vor allem zu überlaufen. Viele junge Leute und viel Alkohol. Keine gute Mischung. Trotzdem hatte der Ort was. Von dem Backpackers gehen verschiedene Wanderwege los, und als kleines Schmankerl haben sie an einem Aussichtspunkt mitten auf einer Klippe am Rand des Abgrunds eine Badewanne aufgestellt, in der man ein heißes Bad nehmen kann und die Natur genießt.

Die Nacht war nicht sehr entspannt. Die viel zu aktiven Jugendlichen tranken zu viel und hörten zu viel laute Musik. Immer wieder grölt es irgendwo her und ich konnte nicht schlafen.

[Jörg:] Ich hab’ tief und fest durchgeschlafen…

 

 

 

 

Nach dem Aufstehen bereiteten wir uns ein schnelles Frühstück und Kaffee für die Fahrt vor, um dann schnell wieder auf die Straße zu kommen. Es folgte eine lange Strecke bis zur Garden Route. Wir wollten unsere Wildcard langsam amortisieren und fuhren auf dem Weg durch den Addo Elephant Park. Wir waren natürlich wieder zum falschen Zeitpunkt da, sodass wir nicht viele Tiere sahen. Zwei Schildkröten, mehrere Warzenschweine, ein Büffel und ein paar Elefanten kreuzten unseren Weg. Wir fuhren nur durch und hielten uns nicht lange im Park auf. Auf endlos wirkenden Straßen ging es weiter bis Port Elizabeth. Wir ließen die Stadt links liegen und fuhren über die Umgehungsstraße Richtung George.

An der Bloukrans Brücke wachte ich aus meinem Hörbuch-Traum auf, denn hier finden normalerweise die Bungee-Sprünge statt. Wir mussten tanken und kehrten in der angrenzenden Total Tankstelle bei Steers ein. Auf deren Terrasse sahen wir dann, dass das Bungee-Spektakel für heute wohl schon beendet sein muss. Komisch, mir ging es vor 6 Jahren genauso, als ich hier war. Es war nun schon kurz vor Sonnenuntergang und wir konnten es nicht mehr schaffen bis Knysna, in dessen Nähe wir heute übernachten wollten. Also nahmen wir uns ein näheres Ziel vor: die Wild Spirit Lodge bei The Crags.

Dummerweise fuhren wir falsch ab, und landeten im luxuriösen Örtchen namens Nature’s Valley. Ein Traum für jeden Architekten und jeden stinkreichen Mieter oder Eigentümer dieser Luxus-Villen. Traumhaft schön. Hier lag unser Domizil aber nicht, das fanden wir per Internet heraus. Wir fuhren ein paar Kilometer zurück Richtung N2, bogen dann rechts ab und fanden uns bei einem anderen lieblichen Plätzchen wieder. Die Wild Spirit Lodge besteht aus mehreren Hütten mit Strohdach und einem Gebäude komplex im Cape Dutch Stil. Campen kann man im idyllischen Garten unter schattenspendenden Bäumen. Wirklich schön. Erst wollte man uns wieder wegschicken, da Hochsaison ist und es keinen Platz mehr für unser Auto gäbe, da fingen wir an zu betteln, wir können auch auf dem Parkplatz schlafen und ob es wirklich kein Plätzchen mehr gibt. Da kam aus dem Hintergrund jemand hervor, der meinte, für uns gäbe es noch einen Platz zum Campen. Wir waren glücklich, parkten unser Auto im Garten und gingen zur Bar, wo es auch noch freies WLAN gab. Wie schön 🙂

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, beeilte mich zu duschen und ging dann zum Internet ans Aussichtsdeck. Jörg stand kurz nach mir auf und kam rechtzeitig zum Frühstück dazu. Es gab Cereals und Spiegeleier, dann fuhren wir los. Die N2 entlang der Garden Route ist derzeit fürchterlich voll, Knysna total verstopft. Wir brauchten ewig und hatten noch so eine lange Strecke vor uns. Wir wussten da noch gar nicht, ob wir die 550 km heute überhaupt schaffen.

Dann löste sich der Verkehr wieder auf und wir kamen besser voran. Um Knysna herum sahen wir einige Gleitschirmflieger. Ich freu mich schon, wenn ich wieder im Gurtzeug sitze und der Wind wieder um meine Ohren pfeift. Jedes Mal, wenn ich Flieger sehe, werde ich ganz aufgeregt und Jörg muss sich meine Sehnsüchte anhören. Die N2 schlängelt sich bis Mossel Bay die Küste entlang, danach sieht man das Meer eine ganze Weile nicht mehr.

Ursprünglich wollten wir eine Scenic Road über den Tradouw Pass fahren, aber da sonst die ganze Strecke 9 Stunden gedauert hätte, entschieden wir uns dagegen. Eine gute Entscheidung, denn so können wir 1,5 h früher da sein. Die Landschaft entlang der Strecke ist nicht besonders. Es ist Hochsommer und so sind die meisten Felder irgendwie verdorrt und alles ist mehr braun als grün.

Eine Scenic Road machten wir dann aber doch noch. Wir fuhren „hinten herum“ in die Winelands herein, in dem wir noch vor Elgin abbogen und über Franschhoek nach Stellenbosch kamen. Franschhoek ist ein süßes Dörfchen mit vielen Weingütern im Cape Dutch Stil und kleinen Einkaufsgässchen. Der dazugehörige Franschhoek Pass führte uns entlang hoher, spitzer Berge. Stellenbosch ist von Franschhoek nicht weit weg und man merkt den Übergang fast gar nicht, da überall Weingüter verstreut sind. Stellenbosch ist aber mindestens genauso schön wie Franschhoek. Auch hier gibt es prunkvolle Privathäuser, aber auch noch prunkvollere Universitätsgebäude. Unser Hotel liegt in der Church Street und damit mitten im Zentrum des Ortes. Wir kamen früh genug an, um alles notwendige auszupacken, uns frisch zu machen und essen zu gehen bei Beads.

 

 

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Montag, Dezember 28th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

First of all, we like to thank you, Maureen and Peter, for having us and all of you guys for making this year’s christmas a very special christmas for us. You are fantastic!

Nach dem Frühstück hatten wir noch ein wenig Zeit, um uns die Berge anzuschauen, es kam kein Gewitter, das uns das Wetter hätte vermiesen können. Wir setzten uns in den Garten der Inkosana Lodge und schauten in das Panorama, tranken dabei Kaffee und genossen mal wieder unseren Urlaub in vollen Zügen. Dann aber packte es uns und wir beeilten uns loszukommen, schließlich ist unser heutiges Ziel wichtig: Matatiele.

Gemäß der Empfehlung des Inhabers der Inkosana Lodge fuhren wir ein Stück entlang der Drakensberge. Während wir in die idyllischen Berge abbogen und die Serpentinen hinauffuhren, kam da auf einmal ein Gleitschirmflieger um die Ecke. Ich schaute ihm lange hinterher und beobachtete seinen Flug. Ich hatte die letzten Flieger in der Türkei gesehen und so war das eine wahre Überraschung.

Drakensberge_07

Bei Glengarry bogen wir ab in Richtung Howick. Wir wollten dort noch einkaufen und dann auf die schnelle Strecke Richtung Matatiele. Die Fahrt entlang der Drakensberge war sicherlich die schönere, aber dauerte einfach zu lange. Ursprünglich hatten wir gedacht, wir können um die Mittagszeit herum in Matatiele ankommen, aber das GPS prognostizierte nun eher 17:30 Uhr. Diese Abschätzung ist immer recht präzise gewesen, tendiert aber dazu, sich noch nach hinten zu verzögern. Also mussten wir ein bisschen Gas geben. Schlecht war die Entscheidung abzubiegen aber nicht, denn so kamen wir in den Genuss einer weiteren Panorama Strecke: dem Midlands Meander. Viele Kurven, grüne Hügel, große Grundstücke und schöne Häuser, doch was auffiel: die Häuser standen fast alle zum Verkauf. Was war hier los? Warum will man so was Schönes verkaufen?

[Jörg:] Vorbei kamen wir auch an dem Platz kurz vor Howick, an dem Nelson Mandela 1962 gefangen wurde. Er war als Chauffeur getarnt unterwegs, wurde von der Polizei angehalten und seine Tarnung flog auf.

In Howick kauften wir Getränke, aßen schnell etwas zu Mittag und ließen die SIM Karte registrieren, die wir zum Telefonieren in Südafrika brauchen. Anschließend fuhren wir noch tanken und bei der Gelegenheit bekam ich einen höllischen Schreck, denn als ich bezahlen wollte, fuhr mich fast ein Auto um. Großes Gelächter kam von der Ladefläche des Bakkies (=Pickup), der Fahrer hatte sich jedoch ein wenig erschrocken. Kommt davon, wenn man nicht geradeaus schaut. Mir war ja nichts passiert, ich ärgerte mich vor allem über das schadenfrohe Gelächter und war daher etwas sauer. Ich ignorierte den Wagen und hatte auch keine Lust, mich mit dem Fahrer auseinanderzusetzen, der in den Laden hineinging, um sich bei mir zu entschuldigen. Ich nahm die Entschuldigung an und ging zurück zum Auto. Der Mann stank aus dem Mund nach Alkohol und da wollte ich keinen Streit mit ihm anfangen.

Von Howick fuhren wir auf die relativ langweilige Autobahn Richtung Pietermaritzburg. Die Stadt scheint riesig zu sein. Wir sind zwar nur durchgefahren, aber das was wir sahen, war eine nicht enden wollende Stadt. Runter von der Autobahn ging es über Serpentinen und Berge direkt ins Gewitter hinein. Gut für uns, denn dadurch wurde das Auto wieder sauber. Wir erreichten um 18.30 Uhr Matatiele und damit unser Basislager für die kommenden Tage.

Es war schön, Jan und Trevor wieder zu sehen, es kam uns fast vor, als wären wir nie getrennt gewesen. Wir verbrachten den Abend damit, uns zu erzählen, was wir so erlebt haben, in der Zeit als wir nicht gemeinsam fuhren. Jan und Trevor sind nach Malawi über Mozambique nach Südafrika gekommen und hatten wohl nur schlechtes Wetter. Das vermieste ihnen das Tauchen und sie beeilten sich zu ihrer Familie zu kommen. Wir quatschten lange, gingen aber trotzdem recht früh ins Bett. Offensichtlich haben Jan und Trevor ihren Bettgeh-und-Aufsteh-Rhythmus selbst bei Maureen und Peter nicht abgelegt. Wir waren nach der langen Fahrt müde und so hatten wir nichts dagegen, den Abend schon um 21:30 Uhr zu beenden.

Den Weihnachtstag (24.12.) verbrachten wir ganz gemütlich. Maureen und Peter mussten noch den Vormittag über arbeiten, sodass wir Zeit mit Jan und Trevor hatten. Jan kochte fast den ganzen Tag und die Küche wurde so zum sozialen Mittelpunkt. Gegen Mittag kamen Maureen und Peter, wir aßen einen Snack und kurz darauf erreichten Lara, die mittlere Tochter von Maureen und Peter, samt Mann und Baby das Haus. Ab nun wurde es belebter und hektischer, so wir überall auf der Welt an Weihnachten eben. Kurz nach Sonnenuntergang kam auch Trevors Mutter und das Essen begann.

Jan und Maureen hatten sich große Mühe mit dem Festmahl und der Dekoration gegeben. Es gab als Vorspeise Chicken Wings, Ribs und Rohkost samt zahlreicher Dips. Der Hauptgang bestand aus Tuducken (Truthan gefüllt mit Ente, die ihrerseits mit Hühnchen gefüllt ist und dessen Füllung aus Feta und Spinat besteht; der Name setzt sich zusammen aus „Turkey“, „Duck“ und „Chicken“) und der Nachtisch bestand aus Ingwerpudding und Trifle-Biscuit-Pudding. Wir waren pappsatt hinterher. Als Entertainment gab es „Cracker“. Bei uns ist das meines Wissens nicht üblich. Das sind die Papierrollen, an deren Enden man zieht, dann macht es „plopp“ und eine Überraschung fällt heraus. Aus meinem kam eine Discokugel, die ich gleich mit Jan tauschte gegen ein Schraubendreher-Set. Jörg erhielt eine Dokumentenklammer. Nach dem Essen gingen wir ins Wohnzimmer zurück und der Weihnachtsengel verteilte die Geschenke. Entgegen der Abmachung bekamen auch wir Geschenke. Lara hatte ein Christmas Survival Kit gebastelt, Maureen und Pete hatten ein Paket zusammengestellt mit Snacks für die Fahrt und Frucht-Sekt und Jan und Trevor schenkten uns einen Bildkalender über Südafrika als Erinnerung an unsere Reise und an die beiden. Nach der Bescherung löste sich die Gesellschaft auf, denn jeder war total geschafft.

Den eigentlichen Weihnachtstag, hier der 25.12., verbrachten wir alle in einer Art Dauer-Fress-Narkose. Wir aßen zum Frühstück, Mittag und Abend und immer wieder dazwischen die Reste des Vortags und kochten teilweise noch Neues. Wir überanstrengten uns in keinster Weise. Dan, der Neffe von Maureen, und wir verbrachten die meiste Zeit vor dem Computer, der Rest sah fern und Videos.

Der zweite Weihnachtstag wurde nicht mehr so ein Faulenz-Tag wie der davor. Am Vormittag brachen wir alle im gelben Nissan von Pete auf und fuhren zum Damm. Wir spazierten dort ein bisschen herum, fotografierten Vögel und Landschaft und fuhren dann wieder zurück. Gegen Mittag traf Eloise, die älteste Tochter von Pete ein, wieder samt Mann Petrus und drei Töchtern. Das Haus wurde immer voller. Für die Kinder gab es eine schnelle Bescherung, dann vertieften wir uns wieder alle in die Tiefenentspannung. Am Abend sahen wir DVDs. Es gab erst „Half Light“, einen Film, den ich total bescheiden fand, danach was fürs Herz: „The Proposal“ mit Sandra Bullock. Humorvoll und ohne Blut, viel Liebe, genau das richtige für Weihnachten.

Matatiele

Familienurlaub

Über Nacht kamen die letzten Mitglieder der Familie, Kirstie, die jüngste Tochter von Maureen und Pete, mit Mann Ross und 2wochenalter Tochter. Der Wach-Schlaf-Rhytmus war bei allen ein wenig durcheinander. Die beiden Töchter, die aus Durban angereist kamen, brachen dort jeweils mitten in der Nacht auf, um dem Stau zu entgehen und so wurde den ganzen Tag entweder geschlafen, ferngesehen oder entspannt.

Unser letzter Tag in der Familie lief so ab, wie alle anderen Tage, nämlich sehr entspannt. Die einzige Aktivität bestand in einem Ausflug auf den lokalen Golfplatz. Petrus und ich gingen nur um des Spaziergangs willen mit, die anderen „Jungs“ spielten fleißig. Am Abend gab es wieder ganz viel zu essen. Vorspeise: Muscheln oder Potato Skins, Hauptgang: Rinderfilet mit Pfeffer- oder Pilzsauce, Nachtisch: Fruchtsalat mit Eis. Jan und Maureen übertrafen sich wieder mit dem Essen, es war extrem lecker. Am späten Abend sahen wir „Zeitgeist“ und beendeten damit den Tag.

Golfen in Matatiele

Einlochen mit Sonnenbrand

Category: Südafrika  | 2 Comments

2 Responses

  1. 1
    ben 

    Tipp: Statt „Half Light“ ist „Half Life“ die bessere Weihnachtsunterhaltung.

  2. 2
    Joerg 

    Was Anja nicht erwähnte: Wir haben auch „District 9“ geschaut. Das hatte durchaus etwas von „Half Life“. 😉

Leave a Reply
Author:
• Donnerstag, Dezember 24th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Dear family and friends, closest blog readers,

We like to seize the opportunity and this time of the year to wish you all merry Christmas and a happy new year.

This year’s Christmas is going to be a whole different for us. It’s the first time we celebrate together and without our loved ones at home, but we will not be alone at all. Our friends, Jan & Trevor, who we had the privilege to get to know during our journey, invited us to celebrate Christmas together with them and their family. Moreover, the weather makes for a complete up-site-down-feeling for us. For about 9 months we are experiencing summer (half a year of which here in Africa), and it will not be any different on Christmas. Thus, it might not sound funny that we still not really in the proper mood for Christmas.

New Year’s Eve we will spend in Stellenbosch and treat ourselves in the winelands, after which we visit Cape Town and reach the quasi-destination of our journey—nevertheless, we will continue travelling for a couple of weeks.

We look back on a very exciting year in which we experienced a lot. We are very grateful to have such a wonderful family that gave us so much support while preparing our journey and during the travel. Likewise we want to thank our friends which enabled us to almost meet the scheduled departure date by all their practical and emotional help. Last, but definitely not least, we like to seize this opportunity to thank all our colleagues who are looking after our tasks during our absence and who are taking care that nothing gets lost.

Our journey guided us through Europe, the Middle East, and finally Africa. Not only have we seen lots of historic places and natural wonders, yet also met lots of lovely people and got to know new friends like Markus who we met in Istanbul and whose journey through Asia is about to come to an end, like Jan & Trevor who we met in Aqaba and who are our longest and dearest travel mates, or like our English-French-Spanish-German-Landrover-Toyota-Renault-Nissan-convoy consisting of Chris, Carl, Laurent, Boni and Pepe and their families. Our most loyal and forgiving companion must not be unmentioned: “Willi”, our car. He has been with us about 40’000 km on the road and never really failed us.

The helpfulness of people when we faced a problem really impressed us. Among the many we like to thank and name here especially Khaled, who helped us so much in Egypt, Edwin, who supported us in Malawi, or just recently Alwyn in South Africa, who was helping us like an old friend when our second tank leaked and we spoiled our diesel all over his drive-way.

All of the above mentioned and all the many unnamed here contributed to our small “Initiative Rückenwind” such that we can look back to a year full of experience which obeys the maxim: “Think positive and wait to be surprised!” In the media at home Africa is usually depicted as a continent full of crime and violence, however, our “see-for-yourself”-experience is solely positive and we will judge the news about Africa differently in the future. Of course, there is crime, violence, and fighting in Africa, but there is so much more…

We have a few weeks to go, before we will head home in mid of February and restrain from travelling for a long time. Until then we will spend the remaining time in South Africa, Lesotho and Swaziland visiting friends and be visited by friends and we will continue to (hopefully) fill you with enthusiasm with our blog and all the pictures.

Sunny Christmas-greetings,

Anja & Jörg

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Donnerstag, Dezember 24th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Liebe Familie und Freunde, liebe treueste Blog-Leser,

auch wir möchten die Gelegenheit nutzen und allen ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Für uns wird Weihnachten diesmal ganz anders als bisher. Zum ersten Mal feiern wir gemeinsam und ohne unsere Familien das Fest, aber wir werden nicht alleine sein. Wir verbringen Weihnachten und die Feiertage bei unseren Freunden Jan und Trevor, die wir auf unserer Reise kennengelernt haben und die uns sehr herzlich zu diesem Fest eingeladen haben. Aber auch noch etwas wird anders: das Wetter an Weihnachten. Wir erleben seit  einem dreiviertel Jahr Sommer (sechs Monate davon in Afrika), und er wird für uns auch an Weihnachten keine Pause machen. Dass bei uns auch bisher keine vorweihnachtlichen Gefühle aufkamen, ist dabei wahrscheinlich nicht verwunderlich.

Den Wechsel ins neue Jahr werden wir in Stellenbosch sein und es uns in der Weingegend gut gehen lassen, bevor wir danach Kapstadt besuchen und damit an das eigentliche Ziel unserer Reise kommen – auch wenn sie dann noch nicht vorbei ist.

Wir können auf ein sehr spannendes Jahr zurückblicken, in dem wir viel erlebt haben. Wir können sehr dankbar sein, dass wir eine tolle Familie haben, die uns bei den Vorbereitungen auf unsere Reise so sehr unterstützt hat. Nicht zu vergessen unsere Freunde, die tatkräftig und mit emotionaler Hilfe dazu beigetragen haben, dass wir fast pünktlich im April abfahren konnten. Und an dieser Stelle muss natürlich auch ein Dank an die Kollegen ausgesprochen werden, die in unserer Abwesenheit unsere Aufgaben erledigen müssen und sich darum kümmern, dass nichts verloren geht.

Unsere Reise führte uns durch Europa, durch den Nahen Osten und schließlich nach Afrika. Wir haben nicht nur viele historische Stätten und Naturwunder gesehen, sondern auch viele neue Freunde kennengelernt, wie z.B. Markus, der nun seine Reise in Asien beendet, Jan und Trevor, unsere treusten Reisegefährten oder unser Sudan-Gespann bestehend aus Chris, Carl, Laurent, Pepe und Boni und ihren Familien. Unser zuverlässigster Freund, Willi (das ist unser Auto), darf hier auch nicht fehlen. Er hat mit uns nun bald 40.000 Kilometer geschafft und uns nie im Stich gelassen.

Sehr beeindruckt hat uns auf dieser Reise die Hilfsbereitschaft vieler, wenn sich ein Problem angebahnt hat. Hier möchten wir danke sagen an Khaled, der uns in Ägypten sehr unterstützt hat, Edwin, der uns in Malawi beistand, oder Alwyn in Südafrika, als unser Tank auslief. Alle oben genannten und die vielen nicht genannten Personen trugen zu unserer kleinen „Initiative Rückenwind“ bei und dazu, dass wir zurückblicken können auf ein erfahrungsreiches Jahr, das definitiv unter dem Motto steht „lass Dich überraschen, think positive“. Bei uns zuhause wird Afrika als ein Kontinent voller Gewalt und Kriminalität dargestellt, wir können nur von guten Erfahrungen berichten und werden in Zukunft die Nachrichten bestimmt mit anderen Augen sehen und hören. Natürlich gibt es auch in Afrika Gewalt und Kriminalität, aber es gibt noch so viel mehr.

Vor uns liegen noch ein paar Wochen Urlaub, bevor wir Mitte Februar wieder „nach Hause“ kommen und erst mal für eine lange Zeit vom Reisen Abschied nehmen müssen. Bis dahin werden wir die Zeit in Südafrika mit Besuchen von und bei Freunden verbringen und Euch hoffentlich noch lange mit unserem Blog und den Bildern begeistern.

Sonnige Weihnachts-Grüße senden

Anja und Jörg

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Dienstag, Dezember 22nd, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Wir wachten recht früh auf heute, da die Sonne gnadenlos in unser Dachzelt schien. Wir machten uns frisch und bereiteten ein „Remember-Jan-und-Trevor“-Frühstück vor: Toast und Spiegel-Eier. Trotz des frühen Aufstehens kamen wir erst spät los, denn wir brauchten ewig, bis wir alles zusammengepackt hatten. Im Ort mussten wir auch noch tanken und weil unsere liebe Bank unsere Karten über die Feiertage sperrt, mussten wir hier auch noch für eine ausreichende Bargeldversorgung sorgen. (Über diese Anekdote, die mich zu einem wütenden Telefonat veranlasste, werden wir sicherlich noch einen extra Artikel verfassen.)

Inzwischen war ’s auch schon Mittag und wir hatten Hunger. Wir wählten der Eile wegen ein „Fast Food“ Restaurant, waren jedoch nur wenig schneller als wenn wir in ein normales Restaurant gegangen wären. Dann ging ’s also endlich los. Wir hatten es gestern nicht so weit geschafft, wie wir wollten, daher mussten wir heute ein bisschen was reinholen. Wir änderten unseren ursprünglichen Plan, ab Bergville in den Süden abzubiegen, und fuhren ein kleines Stück mehr westlich, zum Amphitheater der Drakensberge. Dank der Wild Card mussten wir hier keinen Eintritt bezahlen. Wir erfuhren aber schnell, dass unser Besuch ein wenig sinnlos ist, denn das Amphitheater besucht man wohl eher in einer 6stündigen Wanderung. Fürs Wandern war jetzt aber wirklich keine Zeit, es war schon knapp 15 Uhr und wir sahen das Gewitter schon bedrohlich nahe kommen. Wir fuhren daher nur so nah wie möglich heran und machten Fotos, drehten dann um. Und da kamen auch schon die ersten Regentropfen herunter. Es hielt sich aber in Grenzen.

Drakensberge

sogar mit Feuerspucken

Wir waren vollkommen unvorbereitet in den Tag gegangen und hatten nicht den leisesten Schimmer, wo wir die Nacht verbringen könnten. Ich las in Reiseführern und Blogs von Bekannten und entschied mich dann für Inkosana, einer Lodge wo auch Martin war. Das Gewitter war kurz vor seinem Ausbruch und die Hütten machten einen sehr guten Eindruck, sodass wir uns schnell gegen das Campen entschieden. Dafür nutzten wir gleich als erstes die Gemeinschaftsküche und kochten uns ein gigantisches Rumpsteak mit Kartoffeln und karamellisiertem Lauch. Mmmhh, lecker. Aber jetzt geht’s ins Bettchen, war ein langer Tag.

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Montag, Dezember 21st, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Das „Wintermärchen“ führte uns am 18. Dezember weiter in den nördlichen Teil Südafrikas, nämlich nach KwaZulu-Natal. Die Gegend, durch die wir fuhren war sehr hügelig und teils gab es perfekte Flugberge und lange Kanten zum Soaren. Leider war es zu windig, um zu fliegen und so sahen wir keinen einzigen Gleitschirm am Himmel. Auf unserem Weg nach Sodwana Bay machten wir einen Stop im Ithala Naturreservat. Hier soll es besonders viele Nashörner geben, wir haben jedoch nur Giraffen, Antilopen, Nyalas und Zebras gesehen. Der Park ist eine Wohltat für das Auge, sehr grün und hohe Berge. Zum ersten Mal seit langem sieht es hier nach Regen aus.

[Jörg:] Es erinnerte uns sehr an den Simien Mountain National Park in Äthiopien. Vielleicht gefiel uns dieser deshalb so sehr? Wir waren nicht mal halb so hoch wie dort, doch die Gegend und das Wetter machten die Illusion perfekt, nochmals 2000 m höher zu sein. Um ein Haar hätten wir diese Perle gar nicht entdeckt. Bei der Routenabstimmung für diesen Teil haben Anja und ich nämlich an einander vorbeigeredet. Anja wollte in den Hluhluwe Nationalpark, der liegt jedoch nicht auf dem direkten Weg, da liegt eben das Ithala Naturreservat, und hätten wir diesbezüglich nicht einfach von „dem Nationalpark“ gesprochen, wären wir wohlmöglich anders gefahren…

Der Regen blieb bis zum Morgen aus und selbst dann kam er nur in Form von leichtem Nieseln herunter. In der Nacht hätte es uns nicht gestört, nun aber sein Frühstück im Feuchten zu genießen, fällt schwer. Wir hatten die Übrigbleibsel unseres leckeren Potjies vom vergangenen Abend verstaut und gefrühstückt, da sind wir schon losgefahren. Mit ein paar Schlenkern durch die schöne hügelige und grüne Landschaft sind wir aus dem Park heraus. Diesmal kamen uns nur ein paar Giraffen etwas näher, ansonsten hielten sich die Tiersichtungen ziemlich in Grenzen.

[Jörg:] Auf dem weiteren Weg habe ich dann am Zaun eines privaten Game Reserves immerhin noch einen Eland gesehen – den ersten, den wir in Afrika zu Gesicht bekamen bzw. „ich bekam“, Anja verschlief ihn.

Ithala National Park

Perle unter den Parks

Danach ging es fast auf direktem Wege nach Sodwana Bay, an den Indischen Ozean.

Mkhuze_02

Wir fuhren dabei noch durch den Mkhuze National Park und sahen unsere ersten Nyalas.

Nyala Männchen und sein Harem

Nyala Männchen und sein Harem

Nach 65 Tagen Pause kommen wir wieder an dies große Gewässer und wollen es uns mit einem Tauchtag gut gehen lassen.

Aus Mangel an mehr Infos verschlägt es uns zu einem gigantischen Dive Resort. Wir wurden erst mal erschlagen von der Preisliste. Auf dem Weg hierher sind wir schon „ausgenommen“ worden, denn trotz Wildcard, haben wir für den Mkhuze Park und Sodwana Bay bezahlen müssen (es macht wie wir jetzt wissen, nämlich nicht jeder mit bei der Wildcard). Im Tauchresort konnten wir zwischen 8 verschiedenen Unterbringungsarten wählen (4 verschiedene Modi von Haus und jeweils noch mit Essen oder ohne). Wir nahmen von der Liste ein paar Punkte, zahlten und waren glücklich. Nun fehlte nur noch die Tauchanmeldung.

[Jörg:] Das ganze war hier eine ganze schöne Tauchindustrie. Als wir abends noch unsere Ausrüstung zusammenstellten, hatten die doch tatsächlich Anzüge, BCDs, Regulators etc. mit Barcode versehen und scannten jene nun einfach ein, um eine vollständige Liste der von uns ausgeliehenen Ausrüstung zu bekommen. Wir waren am „2 Mile Reef“ tauchen. Wir hatten Jan & Trevor kontaktiert, um uns mit ihnen wegen unseres Weihnachtsbesuchs zu besprechen, und von Trevor erfuhren wir, dass wir bei den weiter entfernteren Tauchrevieren vielleicht Chance auf Haie gehabt hätten, doch die liegen zu tief für OWDs. Doch auch ohne Haie waren die Tauchgänge toll. Nach der beeindruckenden Organisation vorm Tauchen waren wir dann beim Wasser etwas überrascht, dass teilweise nur ein Dive-Master auf ein dutzend Taucher kam, aber das tat der beeindruckten Unterwasserwelt natürlich kein Abbruch.

 

 

 

 

Heute (21.12.) ging es dann wieder weg vom Meer und rein ins Landesinnere. Der Hluhluwe Nationalpark ist nicht weit weg und wir wollen ihn zum Durchfahren nutzen. Die Wildcard ermöglicht uns hier wieder freien Eintritt. Der Park ist sehr schön gelegen, wieder über dutzende grüne Hügel verstreut. Tiere sahen wir allerdings wieder wenig, was daran gelegen haben kann, dass wir genau zur Mittagsruhe ankamen. Trotzdem überraschten uns ein paar Nashörner und eine Art Leguan (wer das Tier erkennt, bitte die Antwort posten) mit ihrer Anwesenheit. Impalas, Zebras und Giraffen waren auch vertreten.

Hluhluwe National Park

Schluschluwe

Die Strecke nach dem Park führt uns mitten durch Zululand und die Battlefields. Alte Schlachtfelder der Buren, Zulus und Briten liegen hier. Wir sahen uns allerdings keines der Denkmäler an. Am Ende des Tages erreichten wir den Caravan Park in Dundee und waren überrascht von der Größe und Verspieltheit der Anlage. Das Wort „Caravan Park“, bei dem ich immer gleich an den Film 8 Mile denken muss, hatte bei mir immer ein G’schmäckle, aber hier in Südafrika werde ich eines besseren belehrt.

Wir bereiteten uns noch ein gutes Mahl, bestehend aus Rest-Suppe, Dosen-Chakalaka und einer Boerewors. Weil es doch zu viel war, haben wir dem großen Hund auf dem Campingplatz noch etwas übrig gelassen. Er soll uns schließlich bewachen heute Nacht.

 

 

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Am nächsten Morgen musste ich wieder einmal feststellen, dass die Devise „was Du heute kannst besorgen“ in Afrika auch für Wasser gilt. Ich stand nämlich in der Dusche, ohne dass Wasser herauskam. Frustriert rauschte ich ab, ungeduscht und stinkig (bezogen auf die Laune natürlich). Nach dem Zusammenpacken gingen wir ins nahe gelegene Big Hole Museum und machten dort bei einer einstündigen, unbedingt empfehlenswerten Führung mit. Das „Unter-Tage-Museum“ ist gerade für Kinder toll (aber nicht nur)! Ich kann mich der Anziehungskraft von Diamanten nicht verwehren und schlenderte hinterher noch länger durch die anliegenden Schmuckläden – ohne was zu kaufen. Stark sein, betete ich mir vor. Jörg dagegen, Diamanten scheinen auf ihn nicht die gleiche Wirkung zu haben, zog es vor, nach dem Cache zu suchen, der vor Ort versteckt ist.

The Big Hole

The Big Hole

Bodenstruktur des Diamantenabbaugebiets

Bodenstruktur des Diamantenabbaugebiets

Wir aßen hinterher bei Debonairs eine Pizza, tankten und verließen die Stadt Kimberley. Unsere Weiterfahrt führte uns durch Bloemfontein, durch das wir durchfuhren, aber nicht anhielten, nach Ladybrand. In diesem Ort mit dem netten Namen überraschte mich Jörg mit einem netten Guesthouse (den gewünschten Campingplatz scheint es nicht mehr zu geben). Ein Zimmer war noch frei, die Honeymoon Suite. Nicht ganz unser Budget, aber mit viel Flair, mit dem dieses Zimmer uns überzeugte. Es gab hier ein großes Himmelbett mit zahllosen Kissen, dazu eine Heizdecken-Matratze, Kamin und Feuerholz, Balkon zum grünen Garten, Fernseher mit Sat-TV, WLAN (leider zum Bezahlen – das war aber auch das einzige Manko), eine riesige Dusche mit Natursteintäfelung, Badewanne mit Blubberfunktion, separates Klo und alles sehr schön dekoriert. Ein schöner Ort um seine Flitterwochen zu verbringen, dachten wir.

Das Abendessen überzeugte auch mit fantasievollen Gerichten und ein Wein rundete das ganze ab. Hier ließe sich die Zeit wirklich genießen.

Unsere Weiterfahrt auf der Scenic Route führt uns über hügelige grüne Landschaft, die fast ans Allgäu erinnert. Nur mit schrofferen Felsen und afrikanischem Flair. Wir haben uns nur etwa 200 km für heute vorgenommen und können es uns auf dieser schönen Strecke Zeit lassen.

Golden_Gate_02Golden_Gate_03

Unser erster Stop war daher schon nach etwa 30km, bei Constantia Cherry Farm. Jörg war geocachen, ich bummelte durch den Laden mit den netten Accessoires und lokalen Produkten aus Lavendel und Kirschen. Zum Abschluss gab es einen Kaffee, dann gings weiter.

Unvorteilhafter Name für eine Stadt

Unvorteilhafter Name für eine Stadt

Wir machten noch einen weiteren Zwischenstopp in Clarens, einem kleinen Künstlerörtchen. Das Künstlerische beschränkt sich allerdings auf die unzähligen Galerien in dem Ort, die schöne und scheußliche Gemälde oder Skulpturen verkaufen. Ich hatte großen Spaß am Bummeln und schauen und hätte in manchem Laden gerne zugeschlagen, aber ohne freudigen Shopping-Partner macht das Aussuchen wenig Spaß, so dass wir unverrichteter Dinge gingen. Die Fahrt bis zum Golden Gate National Park dauerte nicht lange und führte uns weiter über hügelige Landschaften mit karstartigem Gebirge rechts und links. Die Strecke zum Glen Reenen Camp war nicht weit, sodass wir recht früh ankamen und die Zeit zum Wandern nutzten. Ja, wir waren wandern. Meine Bedingung war zunächst, nicht auf einen Berg zu steigen, sondern in einem Tal entlang zu marschieren, aber daraus wurde nichts. Hier gab es nur Berge und Wege zur Spitze, so dass ich mich wohl oder übel meinem Schicksal fügen musste. Aber meine Mühe wurde belohnt mit einer wunderschönen Aussicht über das Tal. Außerdem konnte ich immer wieder beim Aufstieg halten und Blumen und Schmetterlinge fotografieren. So konnte ich mich erholen und gleichzeitig schöne Bilder machen.

Glen Reenen Brandwag Trail

Mit Geocaching zum Wandern gekriegt

Sobald die Sonne weg war, wurde es jedoch schnell sehr kühl und wir verzogen uns nach dem Abendessen sofort ins Bett, um uns aufzuwärmen. Dadurch war der Tag schon gegen 21 Uhr beendet.

Das Glen Reenen Camp und die Umgebung, sowie die Temperaturen luden uns ein, hier noch einen Tag zu bleiben. Wir nutzten den Tag, um Wäsche zu waschen und zu bloggen. Dafür wartet morgen wieder eine längere Strecke in Richtung Indischer Ozean auf uns.

Auf diesem Campingplatz erleben wir fast europäische Verhältnisse. Die Camper hier verlassen manchmal den ganzen Tag ihr Plätzchen nicht und am Abend wird dann über den Campingplatz flaniert. Wir bekamen auch den ganzen Tag Besuch von Interessierten – grundsätzlich zu dem Zeitpunkt als ich im Wagen verschwand, um irgendetwas zu erledigen, oder wenn wir gerade beide etwas anfangen wollten (wie bloggen, aufräumen, etc.). Alle waren total interessiert an unserer Tour – wir haben selten so aufgeschlossene Leute wie die Südafrikaner erlebt. Eine Frau gab uns sogar die Telefonnummer von Freunden von ihr, falls wir in Kapstadt Probleme hätten, eine Unterkunft zu finden, seien die bestimmt bereit uns aufzunehmen. Wir erfuhren ihren Namen allerdings nicht und ob ihre Freunde glücklich damit sind, wenn sie die Telefonnummer verteilt, wissen wir auch nicht.

Am Abend war es wieder recht kalt. Das Problem an Campingplätzen ist, dass man durch die dünnen Zeltwände die Geräuschkulisse aller Nachbarn mitbekommt. Da hier der Campingplatz so voll war, bekam man gleich alles mit: Schnarchen in allen Variationen, Kindergeschrei, Stimmen.

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Dienstag, Dezember 15th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Einige öde Fahrstunden von Upington aus später erreichten wir den Eingang des Kgalagadi National Parks [sprich: Chalachadi, “ch” wie in Bach]. Das klimatisierte Gebäude wird gemeinsam genutzt von Botswana und Südafrika, so dass wir eigentlich nach Belieben die Länder hätten wechseln können. Innerhalb des Parks gibt es auch keine Grenzen, was es den Tieren ermöglicht, ihre natürlichen Wanderwege einhalten zu können. Um es für die kommenden Parks finanziell und organisatorisch einfacher zu halten, besorgten wir uns hier die Wild Card, die uns freien Eintritt in alle nicht-privaten Parks des Landes ermöglicht. Wir hoffen, dass sich die Investition von immerhin etwa 180 Euro für 2 Personen lohnt, haben aber nur geringe Zweifel, denn wir wollen auch in die großen Parks wie den Krüger, Addo, Tsitsikamma usw.

Im Shop am Twee Rivieren Gate versorgten wir uns noch mit Kaltgetränken und fuhren dann los Richtung Camp. Wir hatten trotz Sommerferien keine Reservierung gemacht und erst die Befürchtung, dass wir dann gar nicht im Park übernachten können, aber es gab gar keine Probleme. Da wir erst gegen 16 Uhr in Twee Rivieren starteten, mussten wir uns ein bisschen beeilen. Wir hielten zwar für fast jedes Tier an, konnten aber keine Schlenker machen. An diesem Nachmittag sahen wir hauptsächlich Springböcke, Hyänen, Oryx Antilopen und Gnus, aber auch eine größere Löwenfamilie an einem Wasserloch. Wir setzten noch stark auf das Wasserloch am Camp, das nachts beleuchtet sein soll. Im Etosha Park hatten wir hier abends noch einige Tiere gesehen.

Kgalagadi National Park - Part 1

Und doch noch in die Kalahari

Im Camp angekommen zweifelten wir jedoch gleich daran, dass wir hier auch Tiere sehen könnten. Der Zaun zu den Campern bestand aus Maschendraht und da wilde Tiere eher scheu sind, um da nahe zu kommen, wenn Camper mit Taschenlampen und Feuern herumhantieren, sahen wir kein einziges.

Wir waren ziemlich erschlagen, sodass wir nicht unseren geplanten Potjie kochten, sondern nur Nudeln mit Fertig-Tomatensoße. Nach Essen und Duschen verschwanden wir auch schon im Bett.

 

 

 

 

Am nächsten Tag hieß es mal wieder früh aufstehen. Wir wollten aber nicht wieder um 5 Uhr aufstehen und dann um 7 Uhr todmüde sein, also wählten wir einen Kompromiss: 6 Uhr. Wir verzichteten zwar aufs Frühstück, kamen aber trotzdem erst um kurz vor acht los. An der Uhrzeit lag es aber sicher nicht, dass wir recht wenig Tiere sahen. Die üblichen Kandidaten waren Springbock, Oryx, Gnu und Löwe, neu dabei waren heute: Halbmondantilopen und Geparden. Wir fuhren sehr lange Strecken über die roten Dünen, ohne ein einziges Tier zu sehen.

Kgalagadi National Park - Part 2

Zweiter Tag in der Kalahari

Gegen 14 Uhr waren wir wieder in Twee Rivieren, kauften Sprudel, Softdrinks und Eis und erholten uns im klimatisierten Empfangsgebäude. Nachdem die Tankstelle ihre Mittagspause beendet hatte, tanken wir hier noch auf und fuhren schließlich weiter nach Van Zylsrus. Eigentlich wäre unser nächster Stop Kuruman gewesen, aber das war uns doch zu weit. Die Straße bestand auch leider nicht aus Teer, sondern war planiert und das nicht mal besonders gut. Wir kamen erst gegen 18 Uhr in Van Zylsrus an und wurden vom dortigen Unterkunftsangebot ziemlich enttäuscht. Das Hotel des Ortes war nicht sehr einladend und der Campingplatz existierte nicht mehr. Wir hatten nur noch einen Schuss frei, das Kalahari Guesthouse. Wir fuhren dort hin und wurden gleich wieder überrascht. Ich öffnete die Tür und hörte es plätschern. Jörg stieg aus und sah, dass unser Zusatztank sich in einen Dieselspringbrunnen verwandelt hatte. Teurer Kraftstoff sickerte in den Boden. Ich eilte in das Haus, dort sprach aber keiner der Angestellten englisch und ein Eigentümer war nicht in Sicht. Der tauchte plötzlich aus dem Nichts auf, er sah unsere missliche Lage, schickte einen Angestellten aus, um Eimer zu holen und dann war immerhin das Diesel ab jetzt gerettet.

Dieselleck_01

Alwyn, so hieß der Farmer, war eigentlich nicht auf Gästebetrieb eingerichtet, seine Frau und Tochter ausgeflogen, war er vollkommen unvorbereitet. Er fuhr mit uns zu ihrem Gästehaus und Platz, an dem wir campen könnten und bot uns an, hier umsonst zu übernachten, wo auch immer wir wollen (Haus oder Camping) und uns sogar den Diesel zu bezahlen, den wir retten konnten. Ein unglaublich nettes Angebot und eine Gastfreundschaft, die wir so nicht erwartet hatten. Was wäre uns wohl in Deutschland in der Situation passiert?

 

 

 

 

[Jörg:] Wir waren Alwyn zu tiefst dankbar. Gleichzeitig war dies dann aber wohl auch erstmal ein Schlussstrich unter unseren Versuch, Laurent und Caro samt Ruben und Enzo vielleicht doch noch in Kapstadt zu erreichen. Sie sind nun schon ein paar Tage dort, reparieren ihren Wassertank und organisieren die Verschiffung ihres Landcruisers nach Südamerika. Wir sind uns gar nicht sicher, ob sie nicht vielleicht mittlerweile schon in Argentinien sind. Zudem wollen wir ja Weihnachten in Matatiele, südöstlich von Lesotho sein. Das ganze Setup ist uns dann doch zu hektisch und unverlässlich. Also geht ’s weiter Richtung Indischen Ozean, um dort nochmals schnell ins Wasser zu hüpfen und zu tauchen.

Als uns Martin damals während eines unserer Mittags-Dates erzählte, dass man in Afrika ein ganz anderes Verhältnis zu Entfernungen bekommt, konnten wir das zwar nachvollziehen, aber wir hätten nicht gedacht, dass wir auch mal 1000 km fahren, nur um nochmals „die Küste zu sehen“. Und da sind wir nun: Fahren vom Südwestzipfel Namibias zum Nordostzipfel Südafrikas, nur um nochmals im Indischen Ozean zu tauchen. … Martin, du hattest recht!

Der Tag war wieder sehr anstrengend. Die Hitze hier im Norden Südafrikas schlaucht uns und das Fahren durch einseitige Landschaft und über schlechte Straßen macht einen müde. Da heute der dritte Advent ist, aßen wir am Abend noch einen halben Mini-Stollen und zündeten eine Kerze an. Irgendwie mussten wir diesen Tag mit einer schönen Erinnerung beenden.

Am nächsten morgen wurden wir früh von Alwyn geweckt, der bei uns vorbei kam, um uns von seinen Bemühungen berichtete einen Schweißer in Kuruman für uns zu finden, den er kennt. Leider war er nicht sehr erfolgreich, sein Bekannter hat schon Urlaub. Jetzt müssen wir selbst sehen, was wir in Kuruman erreichen können, oder ob wir ohne zusätzliche 180 Liter Kraftstoff bis Durban weiter fahren. Alwyn verabschiedete sich kurze Zeit später von uns, um Schafe einkaufen zu gehen – so anders ist das Leben hier 🙂

Wir wollten gerne warten, bis er zurückkommt und trödelten mit dem Frühstück und Auto packen lange herum. Um 10.30 Uhr war er allerdings immer noch nicht da und wir hinterließen ihm eine Nachricht, weil wir jetzt nicht mehr ausharren wollten. Nach ca. 60 Kilometern erreichten wir endlich wieder eine geteerte Straße, keine Vibrationen, kein Anschreien mehr, weil es so laut ist, sondern einfach nur fahren.

Mittags erreichten wir dann Kuruman. Hier versuchten wir einzukaufen, gaben jedoch bei den langen Schlangen im Shoprite auf. Wir holten noch Guthaben fürs Handy/Internet und flohen dann zu Wimpys zum Essen. Das Essen war nur mittelmäßig, aber wir erwarteten nicht allzu viel von einem Fastfood Restaurant. Weil wir Alwyn nicht erreichten, fuhren wir weiter nach Kimberley.

In Kimberley wählten wir den Caravan Park neben dem Big Hole als unser Nachtdomizil. Das Office war unbesetzt, aber das Tor war offen. Vor uns waren bereits einige Mitglieder des „südafrikanischen Hymer Clubs“ gekommen, die uns willkommen hießen und uns bei jedem ratlosen Gesichtsausdruck Hilfestellung anboten (hier ist das Klo für Frauen, da ist das Office, etc.). Es war kurz vor Sonnenuntergang, so dass wir uns mit dem Kochen beeilen mussten. Ich eilte zum Grill, Jörg machte Feuer, es wurde geschnippelt und am Ende kam ein Curry Potjie raus. Nicht so lecker wie der Bier Potjie vom letzten Mal, aber trotzdem gut. Am Abend telefonierten wir noch kurz mit Steffen (via Skype), der uns zusammen mit Ema Anfang Januar besuchen wird, und stellten dabei fest, dass Vodacom in Südafrika für Datendienste nicht gerade billig ist. Wir chatten daher lieber und suchten gemeinsam nach möglichen Unterkünften in Knysna. Die Garden Route mit den beiden zu fahren, wird für uns erneut ein „Urlaub vom Urlaub“.

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Samstag, Dezember 12th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Am 11.12.2009 verlassen wir nach genau einem Monat Aufenthalt in Namibia das deutsch geprägte Land und kommen in das letzte große Land auf unserer Reise (lassen wir Lesotho und Swaziland mal außen vor). Nach einiger Zeit durch steppenartige Landschaft erreichen wir Upington. Hier ist nichts mehr deutsch, selbst englisch sehen wir kaum noch, dafür fast überall Afrikaans. An einer Tankstelle am Eingang des Ortes versorgen wir uns mit kühlen Getränken und einigen Rand.

Suedafrika_01

Dann geht es auf zur Suche nach einer Unterkunft. Durch verschiedene Reiseführer erfahren wir, dass Upington keine Campingplätze bietet, dafür eine große Auswahl an Lodges und B&Bs. Wir finden ein nettes Haus, den Classic Court. Abendessen gab es bei Steers an der Tankstelle, nicht besonders lecker aber sättigend. Die Hitze, die wir seit Ai-Ais wieder erleben, hat uns heute schon ganz schön geschlaucht, sodass wir schnell wieder zurückfuhren und den Abend vor dem Fernseher im klimatisierten Zimmer verbrachten.

Heute Morgen standen wir ungewohnt früh auf, damit wir unser Programm schaffen. Nach dem Frühstück eilten wir in den Ort, um unseren Kühlschrank wieder aufzufüllen und uns eine SIM Karte zum Telefonieren und fürs Internet zu kaufen. Upington zeigte sich an diesem Morgen von seiner quirligen Seite, es war viel los am Samstag und es war laut. Bei Shoprite konnten wir einiges einkaufen, jedoch nicht alles, so dass Jörg noch zum Spar eilte. Die SIM Karte zu kaufen war kein Hexenwerk, das Installieren des Internets war dafür eine Herausforderung. In dem Laden hatte keiner Ahnung, aber jeder tat so, als wäre er kompetent und fit in neuen Technologien, denn mit Handys rumspielen konnten sie alle. Nach einer Weile wurde es uns zu bunt und wir riefen die Vodacom Hotline an, die uns die fehlenden Informationen liefern konnte. Jetzt fehlte nur noch tanken, was wir bei unserer gewohnten Steers-Tankstelle machen konnten. Um 11:30 Uhr kamen wir endlich aus dem Ort Upington und konnten in den Norden in die Kalahari fahren.

 

 

Category: Südafrika  | Leave a Comment
Leave a Reply
Author:
• Freitag, Dezember 11th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Als nächstes wartete wieder ein Naturwünderchen auf uns: der Köcherbaumwald in Keetmanshoop. Wie wir durch unseren Reiseführer lernten, handelt es sich hierbei gar nicht um Bäume, sondern um Aloen, die in Form eines Baumes nach oben wachsen. Diese Aloen sind eigentlich Einzelgänger, hier um Keetmanshoop gibt es jedoch gleich mehrere waldartige Vorkommen. Einer der Wälder grenzt direkt an das Quiver Tree Forest Camp, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollten. Kurz nachdem wir dort ankamen, fand hier eine Raubtierfütterung statt, bei der wir sogar zu den Tieren in das Gehege durften.

Erst mal von außen...

Erst mal von außen...

...dann von innen

...dann von innen

wie lieb

wie lieb

So kamen wir in die Gelegenheit, Geparde aus nächster Nähe beim Fressen zu beobachten, und wären wir schneller gewesen, hätten wir sie sogar streicheln können. Die Lust der Tiere, beim Fressen auch noch angefasst zu werden, war allerdings recht gering. Nach zwei tätschelnden Händen war Schluss, sie standen auf und liefen einfach weg. Bei einem zweiten Versuch in einem anderen Gehege waren wir leider auch erfolglos, dieser Gepard ließ gleich gar nicht mit sich reden und fauchte sein „Herrchen“ schon beim ersten Versuch an.

Auf der Lauer

Auf der Lauer

Bitte nicht stören

Bitte nicht stören

Wir hatten noch viel Spaß mit den vielen Border Collies, die dort herum sprangen, und dem großen Warzenschwein.

Der lebt noch

Der lebt noch

Den Abend ließen wir an einem Feuerchen ausklingen, auf dem wir unseren ersten Potjie kochten. Wir wurden im südlichen Afrika zu Fans der Zeitschrift GO!, in der einmal als Beilage Rezeptvorschläge für Camping-Tage dabei waren. Hieraus kochten wir den „Beef and Beer“-Potjie nach und waren komplett begeistert. Obwohl die Portion recht groß war, wurde alles ratzeputz aufgegessen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Potjie.

Lekker Potjie

Lekker Potjie

Anheizen

Anheizen

Dann ein vorsichtiger Blick in den Topf

Dann ein vorsichtiger Blick in den Topf

Vor Sonnenuntergang machten wir noch einen schnellen Spaziergang durch den Köcherbaumwald.

no images were found

Zu dem Gelände vom Quiver Tree Forest Camp gehört noch Giant’s Playground, das seinen Namen von den aufgestapelten Steinklötzen hat. Es sieht wirklich so aus, als wäre hier ein kleiner Riese gesessen und hätte kleine Bauklötzchentürme aufgestellt. Wir liefen entlang eines Rundgangs durch das Gelände und schreckten dabei immer wieder Klippschliefer auf, die sich hier sehr wohl fühlen.

Giants Playground

Türmchenbauplatz

Von Keetmanshoop war es nicht mehr weit zum Fish River Canyon. Die ca. 180 km bestanden nahezu vollständig aus staubiger Geröllpiste.

Den Nationalpark betraten wir bei Hobas, von wo aus man verschiedene Aussichtspunkte anfahren konnte. Der Canyon war sehr beeindruckend – er ist der zweitgrößte Canyon der Erde. Ich habe Respekt vor jedem Wanderer, der die 70 Kilometer hier durchwandert. Von unten muss das ein tolles Spektakel sein. Wir waren allerdings auch hier zur falschen Jahreszeit. Der Canyon ist im Sommer (also im europäischen Winter) für Wanderer gesperrt – ja, leider 😉 – und wahrscheinlich auch nicht ganz so spektakulär, weil nur wenig Wasser darin fließt. Jörg befriedigte auch hier seinen Geocaching-Durst und loggte einen Cache, während ich mich mehr auf die Schönheit der Natur konzentrierte und fotografierte.

Fish River Canyon

Riesige Schlucht

Unser Camp schlugen wir in Ai-Ais auf, einem Ort, an dem es heiße Quellen gibt. Der NWR (Namibia Wildlife Resorts, quasi die Nationalpark-Behörde), nutzte diesen Umstand und baute hier schon vor vielen Jahren ein großes Resort hin. Mitte 2009 wurden die zweijährigen Renovierungen abgeschlossen und nun erstrahlt das Resort in neuem Glanz. Der Campingplatz ist sehr großzügig und obwohl wir Anfang der Sommerferien eintrafen, war hier von Besucherandrang nichts zu spüren. Wir hatten freie Auswahl an Plätzen und waren auch meist die einzigen im Spa. Vielleicht war es für die meisten zu heiß, denn die Pools sind „badewannenwarm“. Wir ließen uns somit den ganzen Tag im warmen Auto vorwärmen, bevor wir am Abend unsere Muskulatur weich kochen ließen. Weil es hier so angenehm war, blieben wir gleich noch einen Tag. Kurz nachdem wir unser Frühstück beendet hatten, besuchte uns ein neugieriger Südafrikaner, dem unser Auto sehr gefiel. Nach dem üblichen Reise-Small-Talk stellte er sich uns Profifotograf vor. Er gab uns noch ein paar Tipps für Kapstadt und Silvester. Mal sehen, ob wir ihn „da unten“ noch mal treffen.

Anschließend stand der aufregende Task „Tourplanung“ auf dem Programm, denn wir wollen weder unvorbereitet in die nächsten Wochen gehen, noch ohne Plan die Garden Route bereisen. Als das beendet war, hatten wir uns eine Belohnung verdient. Wir gingen in den Spa zur Partner-Massage. Nein, hierbei handelt es sich um nichts Sexuelles: Jörg und ich ließen uns von je einem/r Masseur/in bearbeiten und leider muss man es wirklich „bearbeiten“ nennen. Die Masseure in dem Spa haben noch nicht viel Übung und waren daher nicht sehr gefühlvoll. Zur Massage kam noch ein Peeling und ein Bad, bevor wir am Schluss eingecremt wurden. Alles in allem war es trotzdem eine Belohnung für die erledigte Arbeit und wir genossen die „Auszeit“.

Als wir das Gebäude verließen, bemerkten wir neu angekommene Motorrad-Fahrer, zu meinem großen Erstaunen mal endlich Leute, die nicht sagen „ich/wir komme/n auch aus Hannover/Braunschweig/Gorleben/irgendwo im Norden“. Die kamen nämlich aus Kirchheim im Kreis Esslingen. Es war schön mal wieder Schwaben zu hören. 🙂

Südafrika war nun nur noch zum Greifen fern und wir wollten endlich in das letzte große Land auf unserer Reise. Wir hatten nicht viel zu packen und konnten relativ früh los. In Ariemsvlei gingen wir über die Grenze. Der Grenzübergang war wieder recht unspektakulär, wir mussten nichts bezahlen für Visa oder Straßengebühren und brauchten nur die notwendigen Stempel. Sehr zu unserer Verwunderung konnten die Grenzbeamten auf der südafrikanischen Seite nichts mit unserer Carnet anfangen. Sie meinten nur „das machen wir eigentlich nicht mehr“. Sie stempelten den oberen Teil ab, rissen aber den unteren Teil nicht heraus. Naja, Hauptsache Stempel dachten wir. Mal sehen, wie der ADAC das sieht.

 

 

Category: Namibia  | 2 Comments

2 Responses

  1. 1
    ben 

    Also wenn ihr auf der Rückfahrt noch Platz im Auto habt und euch noch ein Potjie über den Weg läuft 😉

  2. 2
    Anja 

    Schon geschehen 😉

Leave a Reply