Archive for Oktober 1st, 2009

Author:
• Donnerstag, Oktober 01st, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Wir sind nun schon ein paar Tage länger hier, als wir ursprünglich dachten. Ich habe eine leichte Erkältung bekommen und möchte die erst einen Tag komplett los sein, bevor wir nach Sansibar übersetzen, um dort zu tauchen. Dank fünfstündiger Recherche in einem Internet-Cafe bei Steers in Dar-es-Salaam (S 6° 48.910’, O 39° 17.460’), wo – Air-Conditioning sei dank! – vielleicht auch die Erkältung herrührt) und persönlichen Empfehlungen haben es nun zwei (auch deutschsprachige) Tauchschulen auf unsere „Short List“ geschafft: das „East African Diving Center“ in Nungwi und „Bahari Divers“ mit Standorten in Stone Town und in Nungwi. Beide bieten selbst keine Unterkünfte an, aber derzeit ist nach deren Auskunft genügend frei in Sansibar, so dass Unterkunft kein Problem wird. Preislich scheinen sie sich auf ersten Blick auch nicht zu unterscheiden; Tauchen auf Sansibar ist nicht ganz günstig – mit gut 50 USD ist man pro Tauchgang dabei –, aber wir haben von vielen gehört, die für sich urteilten, dass die Tauchreviere dort mit zu den besten gehören, wo sie je getaucht haben. Wir sind also frohen Mutes… 😉

Doch derzeit sind wir noch auf der südlichen Seite Dars bei Kigamboni gebunden. Hier und im Norden von Dar-es-Salaam sind die meisten Campingplätze angesiedelt; in der Stadt selbst gibt es sicherlich einige Hotels, die einen auch campen ließen, doch wer tauscht nicht gerne Zement und Asphalt für Palmenstrände mit weißen Sand und dem türkisblauen Indischen Ozean ein? Da wir mit unserem ersten Platz nicht ganz zufrieden waren, haben wir insgesamt vier Plätze ausgekundschaftet:

Weißer Sandstrand und türkisblauer Indischer Ozean! Brauchen wir mehr? -- Nein...

Weißer Sandstrand und türkisblauer Indischer Ozean! Brauchen wir mehr? -- Nein...

  • Kipepeo Camp (S 6° 51.104’, O 39° 21.694’) war unser erster Versuch.
    • Das Camp ist sehr schön, bietet allerdings faktisch keinen Schatten fürs Fahrzeug; ein separates Zelt oder man selbst findet jedoch immer Schatten in einer der zahlreichen Palmhütten.
    • Der Strand ist super und selbst der Boden des Campingplatzes ist gut, wobei ich das Pech hatte, in einen großen Dorn zu laufen und dann doch lieber wieder ständig Badelatschen trug. (Ist aber vielleicht auch eher eigene Dummheit und kein Malus für den Platz.)
    • Das Essen ist okay, die Duschen und Toiletten ebenso. Es gibt keine warmen Duschen, aber wirklich kalt habe ich auch nie duschen müssen, Anja berichtete von den Frauenduschen jedoch Gegenteiliges.
    • Wir haben einmal ein WiFi gefunden, konnten uns jedoch nicht konnektieren. Fragt man nach Internet, heißt es „es gäbe keins“. Auf charmante Nachfrage hat Anja „herausbezierzt“, dass dies nur eine Schutzbehauptung ist: Es gibt eigentlich WiFi, nur meist funktioniert es nicht und die Leute können sich nicht konnektieren, selbst wenn es funktioniert, deshalb sagen sie meist, sie haben gar keins. Nun, das können wir leider so zu 100 % bestätigen.
    • Der Platz ist auch bei Overland-Trucks recht beliebt und man kann seinen Wagen dort bewacht unterstellen für den gleichen Preis für den eine Person pro Nacht campiert. (Wer mag, kann auch eine kleine Hütte / Apartment mieten entweder als Bed & Breakfast oder mit Halb- resp. Vollpension.)
    • Man zahlt derzeit 5 USD oder 6’500 TZS pro Person und Nacht.

Vor allem das fehlende Internet und der deshalb vermeintlich notwendige und strapaziöse Weg nach Dar-es-Salaam (dazu nachher mehr) hat uns dann dazu getrieben, andere Campingplätze auszuspähen.

  • Stuart und Fiver hatten uns vom Mikadi Beach Resort (S 6° 49.142’, O 39° 19.252’) berichtet.
    • Das Camp ist schön und bietet ein wenig Schatten fürs Fahrzeug; separate Zelte finden jedoch zwischen Bäumen ein schattiges Plätzchen.
    • Den Strand haben wir nicht inspiziert. Dafür sahen wir jedoch einen kleinen Pool und aufgespannte Hängematten.
    • Es gibt ein Restaurant und eine Bar, über deren Qualität wir jedoch leider keine Aussage treffen können. Die Klos wirken sauber, bei unserem Besuch hatte man uns allerdings nur Freiluft-Duschen gezeigt (ohne Dach, folgerichtig dafür jedoch mit Blättern in der Duschwanne).
    • Im Resort selber gibt es kein Internet, aber außerhalb direkt an der Straße soll es ein Internet Café geben.
    • Bei unserem Besuch parkten allein drei Overland-Trucks hier und etliche 4WD sowie drei Bikes, deren Besitzer derzeit alle auf Sansibar sind. Die Parkgebühr ist nicht fest, sondern „man kann darüber diskutieren, wenn es soweit ist“, so hieß ist.
    • Man zahlt derzeit 5 USD pro Person und Nacht fürs Camping.
  • Da will man gar nicht mehr weg, oder?

    Da will man gar nicht mehr weg, oder?

  • Entlang des Strands sind Anja und ich dann von Kipepeo zum Sunrise Beach Resort / Campsite spaziert (unter 500 m). (Es warnen übrigens alle Campsites durch große Schilder, dass der bewachte Strandabschnitt des Platzes / Resorts nicht verlassen werden soll; uns ist jedoch nie etwas passiert und wir haben uns nie bedroht gefüllt (waren allerdings auch nicht nachts unterwegs), so dass wir fast ein wenig vermuten, hier wird vor allem davor gewarnt, dass man bloß nicht einen Blick auf den eventuell schöneren Nachbarcampingplatz werfen soll…) Um das schon vorweg zu nehmen: Den Platz fanden wir wunderschön, und er wurde unser neues Zuhause, wir können ihn gegenüber allen anderen empfehlen. Wir fanden hier auch noch andere Overlander vor Ort (auch dazu nachher mehr). Der Platz bietet nach unserer insignifikanten Meinung alles, was Kipepeo bietet, und mehr für weniger:
    • Es gibt Schatten auch für die Autos,
    • der Strand ist so sauber wie bei Kipepeo, aber der Sand des Campingplatzes scheint mir hier besser,
      das Essen ist gut (und dank indischen Managements reich an indischer Küche), dazu gibt es warme Duschen (Boiler),
    • es gibt Internet – allerdings haben sie während unserer bisherigen Zeit technische Probleme, so dass wir dann faktisch doch kein Internet haben (fairerweise muss aber erwähnt werden, dass die Nutzung des Internets nicht inklusive ist, man also nicht für eine Leistung zahlt, die dann nicht geboten wird, nichtsdestotrotz hat uns der Manager auf unser Verständnis-Unwillen, warum wir nicht einfach kurz den LAN-Stecker der Rezeption nutzen können, einen „refund“ angeboten… 😉 )
    • auch hier kann der Wagen untergestellt werden, für 5’000 TZS,
    • und nun das „für weniger“: Derzeit zahlt man für Camping 4 USD oder 8’000 TZS pro Person und Nacht.

Dies ist definitiv unser Favorit (gemäß der bescheidenen Auswahl, die wir bei Kigamboni trafen).

Willi mit Spielgefährten im großen Sandkasten vom Sunrise Beach Resort

Willi mit Spielgefährten im großen Sandkasten vom Sunrise Beach Resort

  • Last, and – unserer persönlichen Meinung für Camper auch – least kommt das South Beach Resort (S 6° 51.243’, O 39° 22.051’). Es mag seine Vorzüge haben, beispielsweise den großen Pool, aber auf uns hatte das ganze eher den Charme von Hotelbetonbunker mit Animation gehabt. Mag sein, dass der Campingplatz paradiesisch ist – wir haben ihn uns gar nicht mehr angeschaut, weil das Drumherum einfach nicht unsers war. Camping hätte 6 USD gekostet und gegenüber allen anderen Plätzen konnte man nicht in unmittelbarer Nähe zum Meer campen.

Nachdem der geneigte Leser nun also alles über diese vier Camps in der Bucht von Dar-es-Salaam erfahren hat, mehr zu den Punkten, zu denen wir bis hier her vertrösten mussten: der wegen des Internets vermeintlich notwendige strapaziöse Weg nach Dar-es-Salaam und die anderen Overlander, die wir auf der Sunrise Beach Campsite trafen.

Elonora und Fred

Elonora und Fred

Es gibt einen Weg um die Bucht herum (ist in Tracks4Africa enthalten), doch bisher haben wir den ca. 30 km längeren Weg stets gescheut, aber wenn wir nochmals selbst nach Dar rein fahren, dann wird der Weg definitiv ausprobiert. Vom Sunrise Beach Resort zu dem Internet Café, von dem wir die letzten Artikel online stellten (S 6° 48.910’, O 39° 17.460’ im Steers), sind es 9,8 km (36 km um die Bucht herum). Der Fährabschnitt ist nur ca. 700 m respektive 7-8 Minuten lang, so dass wir uns bisher zweimal blenden ließen, doch dank afrikanischem Organisationstalent, langer Schlangen und dem ungebrochenen Willen mancher Afrikaner links oder rechts abkürzen zu müssen, wird die Überfahrt schnell zu einem 90minütigen Erlebnis. Beim zweiten Mal haben wir versucht, die Rush Hour zu vermeiden und haben erst am späten Vormittag nach Dar-es-Salaam übergesetzt, doch es war nur unwesentlich besser. Mittlerweile haben wir jedoch gelernt, dass es auch bei uns in der Nähe ein Internet-Café gibt: „D’s Internet Service“ etwa 200 m südlich der Weggabelung bei S 6° 51.027’, O 39° 21.328’. (Wenn man von der Fähre kommt, bei der Gabelung den linken Weg nehmen und dann nach ca. 200 m auf der linken Seite nach dem Schild von „D’s Internet Service“ schauen.) Heute standen wir jedoch gegen 16 Uhr vor verschlossener Tür. Der Geschäftspartner von nebenan meinte, für heute wäre „D“ abwesend, aber morgen sei er wieder da – „afrikanische Öffnungszeiten“ halt…

Im Sunrise Beach Resort sind wir auf Bob und Jackie (mit Sandy) gestoßen, die wie wir südwärts unterwegs sind, sowie auf ein neuseeländisches Paar, die ihren Wagen nach Südafrika verschifften und sich nun „hoch“ arbeiten. Auch Deutsche haben sich noch eingefunden: Sie waren mit gemieteten Land Rover unterwegs und spannen nun noch eine Woche an diesem Strand aus. Von Bob und Jackie hatten wir bereits von Jan & Trevor gehört und ihre Website auf www.africa-overland.net gefunden. Später kamen auch noch Jet und Martin dazu, die insgesamt 18 Monate planen und sich nun auch die Ostküste „hoch“ kämpfen, nachdem sie bereits mitten durch Afrika „runter“ sind. Unnötig zu erwähnen, dass es mit so vielen Travellern und noch mehr Geschichten aus Nord und Süd, Ost und West nie langweilig wurde…

Jet & Martin

Jet & Martin

So, nachdem wir euch allen hier diese Informationen zusammengetragen haben, vielleicht kann uns nun irgendjemand im weltweiten Netz helfen und sagen, wo wir in Dar unsere Campinggasflasche auffüllen lassen können?

Post Scriptum vom 03.10.: Auch Gas haben wir mittlerweile selbst gefunden. Tracks4Africa hat den Waypoint sogar drin: Oryx Hanygas bei S 6° 51.053’, O 39° 17.743’. Tracks4Africa kennt allerdings nur den Waypoint, nicht die Straße dahin, aber da setzte mich Bob auf die richtige Spur: ca. 200 m nördlich von dem Offroad-Abzweigungspunkt, den das Navi vorschlägt, muss man links (von Dar-es-Salaam Hafen kommend) abbiegen. 4’500 THS hat uns das Auffüllen gekostet.

Category: Tansania  | Leave a Comment
Leave a Reply