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• Freitag, Juli 10th, 2009

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Wir wurden im Voraus von Diethart gebrieft, dass wir für eine Strecke von unserer Wohnung bis nach Downtown nicht mehr als 20 Pfund bezahlen sollen. So begann jede Taxifahrt mit der Verhandlung „to Dokki – how much?“ Und uns wurden Preise genannt, die jenseits unserer Grenze lagen: mal 50, mal 40. Wenn man sich wegdrehte, weil der Taxifahrer nicht auf die 20 EP eingehen wollte, wurden fast ausnahmslos alle weich und wir durften doch zum vorgegebenen Preis mitfahren.

Es gab aber auch andere, die auf die Frage „How much?“ mit „What you want“ (order dem Pendant auf arabisch, was wir am Achselzucken meinen erkannt zu haben) antworteten. Die waren mir die liebsten, denn die fuhren ohne murren zu dem Preis den wir wollten dort hin wo wir wollten.

Während der Fahrt fühlt man sich wie in der Live-Version des Autorennspiels „Grand Theft Auto“. Da wird durch die Straßen gerast und jede Lücke ausgenutzt und bis auf wenige Zentimeter an den anderen herangerückt. Schwierig, da als Passagier drin zu sitzen und alle paar Sekunden den Atem anzuhalten, weil man Angst hat, Teil des nächsten Autoknäuels am Straßenrand zu werden. Ich schaute während der Fahrt meist gebannt aus dem Fenster und beobachtet die verschiedenen Wetterlagen zu unterschiedlichen Uhrzeiten in Kairo. Ein Blick auf den Tacho – nur so interessehalber – hätte sowieso keinen Sinn gehabt, denn die waren alle abgeklemmt.

Beim Aussteigen kam es zur Geldübergabe. Viele nahmen das Geld einfach ohne nachzuschauen, andere regten sich schon die letzten Kilometer vor der Wohnung so auf, dass es ja so heiß sei und immer wenn es staute, schlugen sie aufs Lenkrad. Die waren dann auch nicht zufrieden mit dem Betrag, den wir ihnen gaben. Nur 1 Mal erlebten wir es, dass uns der Mann etwas hinterher rief und hupte. Die Preise waren jedoch alle vorher ausgemacht und wenn sie keine Uhr besitzen, dann wollten wir nicht mehr hinterher diskutieren.

Einen Taxameter hatte übrigens jedes Auto. Allerdings zählten die eher schon zum Antiquariat. Da bewegte sich auch keine Zahl mehr. Mit zwei Taxis fuhren wir jedoch mit laufendem Taxameter und gaben uns dann bei der Geldübergabe auch geschlagen. Wir lagen meist richtig, das Taxameter war nur unwesentlich darüber.

Die Autos sind auch schon eine Geschichte wert. Die meisten sind schwarz-weiß angemalt und haben eine selbst gemalte Taxi-Nummer auf der Türe. Bei einigen kann man die Türe gar nicht selbst öffnen, das macht der Fahrer dann von innen. Bei einer Türe riss er dabei auch noch den Knopf ab. Hat man es dann geschafft, sich reinzusetzen, geht man schnell ein in der Hitze. Die Autos haben aber in der Regel keine Air Condition und in den meisten Fällen auch keine Fensterkurbel. Bei allen Speedbrakern denkt man, das Auto fällt gleich auseinander. Manchmal wird er gleich schräg angefahren, damit man nicht aufsitzt.

Wer in Kairo Taxi fährt, muss auch darauf gefasst sein, dass da während der Fahrt noch andere Gäste mitgenommen werden. Warum, wurde uns nicht erklärt und den Preis hatte es leider auch nicht geschmälert.

Einmal halt uns der Gast auch sehr, denn er konnte englisch, der Taxifahrer nicht. Die Verständigung, wo man hinmöchte, wird so ungemein vereinfacht. In vielen Fällen hatten wir den Eindruck, dass die Fahrer gar nicht wissen, wo der Ort ist, an den wir gebracht werden wollten. Bestätigt wurde dieser Eindruck, wenn sie anhielten und Passanten fragten. Wir fragten uns dabei, ob man in Kairo keine Prüfung ablegen muss, bevor man Taxifahrer wird.

Wenn man das Taxi verlassen konnte, war man meist doch sehr froh. In manchen der Autos schien der Auspuff direkt nach innen geleitet worden zu sein und man hatte Angst an einer CO2-Vergiftung zu sterben. Einmal bekamen wir zum Schweiß aus dem Gesicht wischen, Kleenex angeboten, die wir dankbar annahmen. Sie waren hinterher ganz dreckig. Daran waren allerdings nicht nur die Abgase schuld. Kairo ist sehr schmutzig und gerade im Sommer sehr staubig.

Category: Ägypten  | Leave a Comment
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