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• Mittwoch, Juni 24th, 2009

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Nuveiba selbst hatte uns nicht viel zu bieten und so sind wir kurz nach 10 Uhr auf zum Katharinenkloster. Nicht weil wir ausgiebig gefrühstückt hätten, waren wir so spät wieder auf der Straße – während der Fahrt gab es dann je ein bisher übrig gebliebenes Ei aus dem Fundus von Talal, unserem Le Chef des Red Sea Dive Resorts, und eine halbe Banane für jeden, bei diesen Temperaturen eine volle Mahlzeit für uns beide – nein, wir waren erst so spät unterwegs, weil wir Willis Getriebeöl nachfüllten. Letztes Mal in Aqaba hatte ich dazu noch Trevors kleine Druckpumpe, doch allein das Ergebnis zählt: Ein Trichter und Schlauchreste sind zwar weniger komfortabel, aber vollkommen ausreichend. Bei der Gelegenheit wurden auch noch Willis andere Flüssigkeiten kontrolliert und er bekam sein „Heu“ für die lange Reise.

Ärgerlicherweise hat sich auch bei Ägypten wiederholt, was wir in dieser Form schon bei zu vielen Ländern erleben mussten: Solange wir in einem Land sind, beschäftigen wir uns meist mit diesem und den unmittelbaren Reisevorbereitungen des nächsten (also Einreise- und Zollformalitäten), aber nicht mit mehr. So haben wir leider auch erst am Katharinenkloster erfahren, dass dies nur vormittags von 9 bis 12 Uhr zu besichtigen ist. Wir waren zwar nicht wirklich spät unterwegs, aber dafür dann leider doch zu spät. Das akademische Viertel voll ausnutzend standen wir also pünktlich 12:15 h in Sichtweite des Klosters. Hätten wir dies gewusst, wir wären sicherlich früher in Nuveiba los und wären heute dann noch weiter durch den Sinai gefahren, aber so… Wenn wir schon hier sind, wollen wir das Kloster auch besichtigen – unbedingt den (ehemals) Brennenden Dornbusch sehen und zumindest am Fuß des Mosesbergs stehen, auf dem Moses die Zehn Gebote empfing. Dafür streichen wir Dahab, um den Abstand zu Jan und Trevor nicht allzu groß werden zu lassen. Abdul Rahman empfahl uns zwar sehr das „Blue Hole“ und wir wären auch gern dort hin, aber bevorzugt schon am Tag unserer Einreise und da hatte die lange Zollabfertigung uns einen Riegel vorgeschoben.

Der Brennende Dornbusch heute (gelöscht)

Der Brennende Dornbusch heute (gelöscht)

Zwei Campingplätze ließen wir links (das „Moon Land Beduin Camp“ respektive rechts, das „Fox Camp“) liegen, da sie keinen Schatten boten. Da wir ja nun den ganzen Tag hier ausharren mussten, musste es nicht gleich eine Behausung mit Klimaanlage sein, aber Schatten wäre schon mehr als nur schön. Unser Reiseführer hatte uns „Camp Sheikh Musa“ empfohlen und wir hatten gestern beschlossen in dieses zu gehen, aber wir fanden es einfach nicht. Wir fragten den Apotheker, einige Polizisten sowie Soldaten und einfach Leute, die des Weges kamen, ihnen schien „Sheikh Musa“ auch etwas zu sagen und sie zeigten in Richtungen oder gaben uns sicherlich genaue und vorzügliche Wegbeschreibungen, allerdings leider in Arabisch; keiner konnte genügend Englisch, um uns den Weg zu beschreiben. Müssen sie ja auch nicht, schließlich sind wir hier und nicht sie im englischsprachigen Raum, insofern sollten wir also arabisch können, aber schön wäre es schon andersherum gewesen… Wir endeten im Hotel „El Wadi El Mouquuduss“ für 200 EP inklusive Frühstück, nicht was uns vorschwebte, aber es sprengt nicht den Rahmen und dafür gab es dann doch Klimaanlage und Blick auf den Mosesberg.

Die Hitze des Nachmittags verschliefen wir und zogen abends nochmals in das Zentrum von Milga, dem „Ort vor Ort“. Wir wollten uns noch eine SIM-Karte kaufen, weil es hier in Ägypten einiges für uns zu organisieren gibt und das ist mit lokaler Karte doch billiger, aber dafür kamen wir dann leider doch zu spät. Obwohl auch in Ägypten das Leben abends und in der frühen Nacht wieder zunimmt, nachdem es mittags abebbt, zog ausgerechnet der eine Laden es vor, sich nicht daran zu halten – vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass Ägypten heute gegen Brasilien spielte…

Die Prepaid-Karte sowie Guthaben haben wir uns dann eben heute geholt. Auch hier gab es anfangs eine Sprachbarriere – warum muss denn die telephonische Band-Erklärung auch in Arabisch sein? –, aber Anja fand Hilfe im Vodafone-Call-Center und wir sind nun auch über diese Nummer zu erreichen.

Unserer Meinung nach besticht das Katharinenkloster selbst mehr über seine historische Bedeutung und den biblischen Kontext als durch eigene Schönheit. Umso aufregender ist es jedoch, dort zu stehen, wo der Brennende Dornbusch gewesen sein soll, und auf den Berg zu blicken, wo Moses die Zehn Gebote empfangen hat.

Anja im Kloster mit dem Mosesberg im Hintergrund

Anja im Kloster mit dem Mosesberg im Hintergrund

Wir haben uns entschieden, von hier aus gleich nach Alexandria durchzufahren. Das wird zwar wieder mal eine längere Strecke, aber sollte machbar sein.

 

 

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