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• Dienstag, Juni 30th, 2009

Wir waren also in Kairo angekommen und hatten bereits einen Tag zur Ruhe und Orientierung verbracht, nun wollten wir auch was sehen, doch vor der Kür kommt die Pflicht und die hieß für uns: äthiopisches Visum. Mit diesem soll das sudanesische Visum noch einfacher zu bekommen sein, weil die halt gleich sehen, dass man nicht plant, endlos in ihrem schönen Land zu bleiben. Wir zogen also los, das äthiopische Visum zu bekommen.

Untergekommen waren wir Nasr City, was etwas außerhalb Kairos Stadtkern im Osten gelegen ist (etwa 11 km Luftlinie Richtung Westen vom Midan Tahrir, Metrohaltestelle Sadat). Die Strecke sind wir meist mit dem Taxi gefahren, so dass wir wenig Stress in den Straßen Kairos hatten und sich unser Job darauf beschränkte, die nächsten 30 – 45 Minuten einfach nur zu schwitzen. Je nachdem wo es genau hingehen sollte, haben wir zwischen 15 und 25 EP gezahlt, also zwischen 2 und 3 EUR. Wir haben den Preis immer vorher vereinbart und das bis auf in ganz wenigen Ausnahmen immer wunderbar geklappt. Viel besser als ich erwartet hätte ehrlich gesagt. Es hätte mich nicht gewundert, wenn die eingangs ausgehandelten 20 EP dem Fahrer am Ende nicht gereicht hätten, aber bis auf Ausnahmen gab es da gar keine Diskussionen – es wurde sich an sein Wort gehalten, „sogar Touristen gegenüber“. Das haben wir später immer wieder erlebt und habe es jedes Mal positiv registriert. Dennoch gibt es natürlich auch die „Freunde“, die nach wie vor denken, Touris seien eine nicht leer-melkbare Geldkuh.

Unsere gestrige (Internet-) Recherche ergab leider kein eindeutiges Adress-Ziel für die Äthiopische Botschaft, stattdessen haben wir nun drei. Die Botschaftsseite selbst ist „Under Construction“, aber wir hatten einen Straßennamen, den wir immer wieder fanden: Abdel Rahman Hussein Straße. Dummerweise kannte keiner diese Straße – auch dies sollte zu einem immer wiederkehrenden Spiel werden. Der Taxifahrer war noch sichtlich bemüht und fragte immer wieder Umherstehende oder Passanten nach der Straße, fuhr etwas weiter und fragte wieder. Dieses Schauspiel ermüdete uns jedoch recht schnell und wir ließen uns in Dokki am Sheraton Hotel absetzen, das schien zumindest immerhin der richtige Stadtteil zu sein. Hatten wir dem Trauerspiel bisher nur passiv beigewohnt, waren wir nun selbst die Protagonisten, was das Stück allerdings nicht verbesserte – im Gegenteil unsere persönliche Tragödie schien sich zu maximieren: Die Äthiopische Botschaft kennt keiner, den wir fragten, die Straße ebenfalls nicht, und um die Idee, Dokki Straße für Straße abzulaufen, für praktikabel zu halten, hätten wir gar nicht viel mehr direkte Sonneneinstrahlung gebraucht.

Glücklichweise erwies sich eine Fehlleistung unsererseits samt spiegelnder Fehlinterpretation unser Helfer als Glücksgriff: Wir wollten ihnen vermitteln, dass die Äthiopische Botschaft nahe der des Iran ist (laut unserem Stadtplan von 1991 war sie das nämlich, was sie aktuell jedoch nicht mehr ist). Diese schickten uns dann zur Straße namens „Iran“. Auch hier blieb unser Fragen ergebnislos, bis wir auf einmal auf ein Wachhäuschen in den Farben Äthiopiens stießen und direkt darauf zu steuerten. An nahezu jeder Botschaft sieht man diese Wachhäuschen, die liebevoll in die jeweiligen Landesfarben gestrichen wurden, vor denen meist mehrere Polizisten sitzen. Wir gingen um das Gebäude herum, doch es war leider von allen Seiten verschlossen, also gingen wir auf den Pulk Polizisten zu. Im Allgemeinen sind diese zwar sehr hilfsbereit, doch ihr Englisch ist leider häufig nur geringfügig besser als unser Arabisch. Doch diesmal war es anders: Nicht nur, dass man verstand, dass wir Visa wollten, nein, sie konnten uns sogar noch zu verstehen geben, dass dies das Haus des Botschafters ist und wir hier falsch sein. … D’oh! Und nun passierte es: Ein Mann der Gruppe löste sich, nahm meine Hand und ging los. Er führte uns ca. einen halben Kilometer weiter und da standen wir nun vor dem Objekt unserer Begierde: der Äthiopischen Botschaft! Wir klopften und baten um Einlass – zu spät! Die ganze Sucherei hat zu lang gedauert, die Öffnungszeit ist bereits verstrichen. ‚Positiv sehen! Immerhin wissen wir nun schon, wo wir hin müssen’, sagten wir uns und schlürften den schalen Beigeschmack des Scheiterns bei einem Macchiato und einem frischen Erdbeersaft im nahegelegenen Costa Coffee herunter, denn wenn man den Betrachtungswinkel zuläßt, so wollte da jemand, dass wir die Botschaft finden oder diese selbst wollte gefunden werden, denn wie wir hier ans Ziel gekommen sind, klingt in einer Millionenstadt wie Kairo schon sehr unwahrscheinlich.

Am nächsten Morgen wussten wir, wo wir hin wollten – Ecke Mosadak / Mohammed Ghezaly –, aber der Taxifahrer wusste dennoch nicht, wo er hinsollte. Dabei hatte ich gestern extra das Straßenschild auf Englisch und Arabisch abgeschrieben – mag mein Arabisch auch auf der gleichen Entwicklungsstufe wie das niedersächsische Weltraumfahrt stehen (wobei ich immerhin jeden grüße und mich brav bedanken kann), mit Abschreiben hatte ich bisher kein Problem. So führten wir ihn halt durch Kairo, wir kennen uns ja mittlerweile in dem Stadtteil aus… ;-)

Das Beantragen des Visums verlief problemlos. Die Visaanträge, je ein Passphoto, unsere Pässe sowie 60 USD schoben wir über den Tresen und wurden dann gebeten, morgen wieder zukommen. Schön! Wenn das alles klappt, wäre die erste Hürde genommen. Den weiteren Tag verbrachten wir in Manial auf der Insel Roda mit dem Höhepunkt an deren südlichen Ende: dem Nilometer. Früher war der Wasserstand des Nil eine wichtige Vorhersagemöglichkeit über die Höhe der zu erwartenden Ernte, heute erfüllt der Nilometer allerdings nur noch den Zweck, Touristen Eintrittsgelder aus der Tasche zu ziehen, was bei uns gut funktioniert hat.

Am Fuss des "Maßbands"

Am Fuss des "Maßbands"

Abends stand noch ein Besuch auf dem Khan Khalili an. Anja und ich hatten unseren Vermieter gefragt, wo man denn gut Visitenkarten drucken könnte und dieser Besuch war das Ergebnis unserer Frage. Denn natürlich kannte er da jemanden und so sind wir direkt in dessen Laden marschiert. Anja hatte die letzten beiden Abende am Layout gefeilt und nun sollte die Umsetzung erfolgen. Aber wir sind nicht einfach wieder per Taxi in die Stadt gefahren. Nein, Dr. Farid (unser Vermieter) wollte uns diesmal auch die anderen Transportmöglichkeiten Kairos zeigen und so sind wir zunächst mit dem Bus gefahren. Es hat etwas gedauert, bis wir einen Bus fanden, der dorthin wollte, wo wir auch hinwollten, aber dann fuhren wir das erste Mal Bus in Kairo. Am Midan Ramsis sind wir vom Bus in die Metro umgestiegen und haben somit das auch gleich noch probiert. Bus- und Metro-Fahren läuft natürlich auch hier ohne Voodoo oder dergleichen, aber es ist einfach schön, es einmal gezeigt zu bekommen – wie signalisiert man dem Bus zu stoppen, wo kauft man die Tickets, wie signalisiert man, dass man aussteigen möchte, etc. –, denn auch hier: Hilfsbereitschaft ist genauso selbstverständlich wie Englischkenntnisse es meist nicht sind. Allerdings lebt Ägypten davon, dass jeder jemanden kennt, der jemanden kennt, der … und der letzte in der Kette kann dann das Gesuchte. So wird häufig auch jemand aus der Menge Hilfsbereiter gezogen, der dann englisch dolmetschen kann.

Nicht anders kamen wir auch dorthin, wo wir jetzt hinwollten. Wir folgten Dr. Farid aus der Metro und gingen Richtung Khan Khalili. Mehrmals auf dem Stück wurden wir angesprochen, wer wir seien, wo wir hin wollten und dass sie uns alles zeigen konnten, aber als sie sahen, dass wir bereits „in den Fängen eines Schleppers“ waren, verloren sie meist ihr Interesse. Auf dem Basar angekommen, folgten wir unserem Guide durch die typischen kleinen Gassen und auch nachts noch vielbefahrenen Liefersträßchen in den kleinen Laden, der Visitenkarten druckte. Anja hatte ihr Layout auf einen USB-Stick gepackt und so gings von dort aus zunächst kurzerhand ein Wohnhaus weiter, diesmal rannte der Ladenbesitzer voran und zwar so schnell, dass wir Anja und Dr. Farid beinahe verloren. In dies Wohnhaus wäre ich allein nicht reingegangen, schon gar nicht mit Anja, selbst wenn ich mir nahezu sicher gewesen wäre, dass dies das Haus sein müsste: Dunkler Treppenaufgang, wo uns dubios aussehende Gestalten begegneten, Müll auf den Treppen, Barrikaden vor wohl verlassenen Wohnungen, aber dann im letzten Stock: Auf einmal wieder Licht, ein richtiger kleiner Besucher-Vorraum mit Tresen und angrenzendem Computerraum. Dort überspielten wir unsere Vorlage und zurück ging ’s in den Laden. Hier übernahm Dr. Farid die Verhandlungen. Wir vereinbarten schließlich 1000 Visitenkarten für 100 EP, also etwa 13 EUR. Nicht dass wir diese je aufbrauchen würden, wir wollten eigentlich eh nicht mehr als 200, aber die hätten auch nicht wesentlich weniger gekostet und so …

Die reich verzierte Decke des Nilometers

Die reich verzierte Decke des Nilometers

Vielleicht noch ein kurzes Wort, warum wir uns überhaupt um Visitenkarten bemüht haben. Es ist eigentlich nicht mehr als Bequemlichkeit. Denn natürlich erfüllt jeder Zettel + Stift den gleichen Zweck, aber wir fanden es immer schön, wenn Traveller ihre Eckdaten per Visitenkarte überreichen und dachten dabei: ‚Das wollen wir auch!’ Außerdem hatte Markus mal eine solche Visitenkarte mit dem lieben Gruß „Wünschen dir eine erfolgreiche und sichere Weiterreise mit vielen tollen Erlebnissen, Hänsel & Gretel*)“ unter seinem Scheibenwischer gefunden und das fanden wir auch inspirierend. [*) Namen durch die Redaktion geändert]

Heute früh fuhren wir in die Stadt, die Pässe wiederabholen. Keinerlei Komplikation! Hat alles vorzüglich geklappt. Mittlerweile sitzen wir erneut im Costa Coffee und schreiben diesen Artikel. Gleich besorgen wir noch ein paar Süßigkeiten für Angelika und ihre Familie, zu denen wir heute Abend zum Abendessen eingeladen sind, aber das ist eine andere Geschichte, die ein anderes Mal erzählt werden soll.

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• Samstag, Juni 27th, 2009
Bruder Cedrack im Stuhl

Bruder Cedrack im Stuhl

Nach unserem Frühstück bei Mekkes sind wir ohne weiteren Stopp ins Wadi Natrun, um uns dort auf Anraten von Diethart ein oder zwei koptische Kloster anzuschauen. Wir steuerten als erstes das Deir Amba Bishoi Kloster an. Gleich am Eingang wurden wir von Bruder Cedrack auf Deutsch angesprochen; wir haben Tee und Brot bekommen, diskutierten mit ihm das Leben der Mönche heute und früher (insbesondere das Zusammenleben mit den Beduinen) und den christlich-islamischen Dialog und wurden anschließend von ihm durch die Klosteranlage geführt.

Es war ein sehr eindrucksvoller Besuch. Als wir am Ende das Kloster verließen, haben wir drei Stunden hier verbracht und da wir auf keinen Fall Kairo bei Nacht erfahren wollten, sind wir gleich weiter und haben kein weiteres Kloster besucht.

Koptisches Kloster

Kloster im Wadi Natrun

Nach Kairo zu finden war überhaupt kein Problem und die Desert Road erwies sich auch als problemlos, wenn auch bisweilen nicht ununterhaltsam.

Straßenunterhaltung, aber eher die Regel als die Ausnahme

Straßenunterhaltung, aber eher die Regel als die Ausnahme

Unsere Karten waren alle etwas älter, so dass wir nicht wussten, dass es mittlerweile auch eine Umgehungsautobahn gibt. Wir sind stattdessen mitten durch Kairo gefahren. Der Vorteil war, dass wir bereits bei der Einfahrt nach Kairo die Pyramiden Gizehs gesehen haben. (Ich habe erst hier verinnerlicht, dass die Pyramiden unmittelbar an Kairo angrenzen.)

Der Verkehr ist anstrengend. Das Besondere hier in Kairo ist, dass es scheinbar überhaupt keine Fahrbahnen gibt. Schien es in den großen Städten Syriens und Jordaniens noch so, dass der erste Fahrer eine Spur eröffnet und die folgenden sich daran halten, ist das hier in Kairo anders: Es wird einfach gefahren wo Platz ist bzw. wo Platz sein sollte, was zu ununterbrochenem Hupen und unzählbaren Beulen führt. Sobald Willi einmal vor der Tür unseres Apartments steht, werden wir ihn nur noch im Ausnahmefall bewegen.

Das Apartment zu finden, war Dank Dietharts Beschreibung überhaupt kein Problem: Nasr City war schnell gefunden, die Makram Ebid ebenso und von dort war es nur noch ein kurzes Stück.

In der Wohnung wurden wir von unserem Vermieter, ein Freund Dietharts, der uns diese Möglichkeit eröffnet hat, empfangen. Er wies uns in alles ein, aber wir wollten eigentlich nur noch schlafen gehen. Doch ein Task blieb noch: Uns wurde doch mehrmals nachdrücklich empfohlen, den Reifen vom Dach zu holen. Bisher haben wir das nirgendwo auf unsere Reise gemacht und auch hier hatten wir eigentlich nicht das Gefühl, dass es notwendig sei. (Ein guter Indikator sind ja immer die anderen parkenden Autos.) Doch irgendwann gaben wir nach. Es war in der Tat das erste Mal, dass wir das Ersatzrad vom Dach holen „mussten“ – wir fahren ja keinen Landy ;-) –, aber Ben, wenn du dich um deine Photochance betrogen fühlst, so müssen wir dich enttäuschen. Es verlief gänzlich unspektakulär (Anja saß auf dem Dach und schob den Reifen runter und ich nahm ihn in Empfang), was aber nicht heißt, dass wir nicht einen Auflauf organisierten: Im Nu waren wir von einer Kinderschar umringt, die das alles sehr spannend fand. Für uns, die wir Tom Sawyer und Huckleberry Finn gelesen haben, natürlich die Chance: Wenn Reifen runterholen, so aufregend ist, dann können sie uns auch helfen. Nur ihnen für ihre Hilfe auch noch Geld abzunehmen, dass brachten wir dann doch nicht übers Herz.

Unseren ersten Tag in Kairo haben wir heute bisher einfach mal ruhig angehen lassen. Ein bisserl Gegend erkunden, Wäsche wasche und Internet Cafe stand auf dem Programm. Unser erster Eindruck der Stadt: Wie die Jordanier und Syrier haben die Ägypter einen recht unverkrampftem Umgang mit Müll, was in einer Millionenstadt wie Kairo dazu führt, dass – zumindest jetzt in den Hochsommermonaten – häufig ein süßlich-säuerlich beißender Moder in der Luft liegt. „Hochsommer“ ist auch ein gutes Stichwort: Es ist einfach viel zu heiß! An (für uns) guten Tagen sind es derzeit nur knapp 35°C, meist jedoch mehr. Der Lebensrhythmus der Stadt hat sich daran angepasst: Wenig Geschäfte machen bereits morgens auf, viele erst im Laufe des Vormittags; viele Geschäfte im Basar haben etwa von 12 bis 24 Uhr geöffnet. Das ganze Leben ist stark in die Nacht geschoben und morgens wird dann halt geschlafen.

Höhepunkt unseres Tages: Wir werden uns beim Gemüsehändler um die Ecke noch Kartoffeln und Zwiebeln kaufen und dann gibt’s Bratkartoffeln. ;-)

 

 

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  1. Hallo Anja, hallo Jörg,

    jetzt bin ich “endlich” auf dem Laufenden . Ich hoffe, die Bratkartoffeln haben geschmeckt!
    Grüße aus dem wenig sommerlichen Stuttgart :-((

    Heidi

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• Samstag, Juni 27th, 2009

Falls uns jemand erreichen möchte, wir haben jetzt auch bis auf weiteres eine ägyptische Handynummer:

+20 19 7826123

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  1. 1
    diethart 

    ahlan wa sahlan ya Anja wa Jörg. (Willkommen in Kairo)

    Probiert mal einen Chai und eine Wasserpfeife mit Apfelgeschmack (toffach) und lasst euch einfach von der Atmosphäre und dem Lärm Kairos einfangen.

    Ich freue mich für euch!

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• Freitag, Juni 26th, 2009

Wie konnten wir uns nur so irren? Ich darf mich selbst zitieren: „Wir haben uns entschieden, von hier aus gleich nach Alexandria durchzufahren. Das wird zwar wieder mal eine längere Strecke, aber sollte machbar sein.“ Gut, zugegeben, geschafft haben wir es, aber es war deutlich nervenaufreibender als gedacht.

Die Fahrt bis Suez war heiß, landschaftlich schön, aber schroff, heiß, recht ereignislos und habe ich „heiß“ schon erwähnt? Von dort gings ebenso bis nach Ismailya weiter. Bis hierhin war die Ausschilderung recht gut, aber ich hatte die ersten Befürchtungen, dass wir es nicht im Hellen ganz bis nach Alexandria schaffen würden. Es war ca. 5 Uhr nachmittags und wir waren bereits ca. 6 Stunden unterwegs. Ohne jegliche Pause, bis auf 5 Minuten am Seitenstreifen, um meine Hosenbeine abzuzippen. Doch der eigentliche Nicht-Ponyhof-Teil startete erst jetzt. Aus Ismailya fanden wir dank Anjas richtigem Abgleichen von Landschaftsmerkmalen mit Karte und dank GPS doch noch den richtigen Weg, aber in Zagazig verloren wir zunächst die Fährte. Die Fahrt durchs Nildelta war eine willkommene grüne Abwechslung nach all den Wüsteneindrücken der letzten Wochen. Doch die Fahrt war auch anstrengend: Der Verkehr fließt gänzlich ohne Ordnung. Selbst auf Autobahnen können jederzeit und ganz selbstverständlich Fußgänger kreuzen, Eselskarren oder große LKWs mit Anhänger wenden, Fahrzeuge jeder Art einem entgegenkommen oder „verkehrsberuhigende Maßnahmen“ (VM) über die Fahrbahn gezogen sein. VM sind Asphalt-Schwellen, meist Ton-in-Ton mit der sonstigen Fahrbahn getarnt, die so hoch sein können, dass die Achse des Autos oder zumindest der eigene Nacken eine Macke bekommen können, sollte man sie übersehen und ungebremst dank ihr abheben.

Zwischendurch haben wir eine SMS von Jan und Trevor bekommen: Sie haben ihr Visum für den Sudan bekommen, doch dies ist ab sofort für 30 Tage gültig und berechtigt für eine 15tägige Durchreise – sie haben sich also gleich aus Kairo auf in die Weiße Wüste gemacht und können nicht auf uns warten. Wir bedauern dies sehr, doch sind gleichzeitig frohen Mutes, dass wir uns auf unserer Reise nochmals wieder sehen und freuen uns schon drauf – wahrscheinlich gehen die beiden wieder irgendwo ausgiebig tauchen und wir können sie dann einholen. ;-)

Auch aus Zagazig fanden wir schließlich noch den rechten Weg, nur um ihn dann in Mit Ghamr / Zifta bei der Überquerung eines Nilarms erneut zu verlieren. Auch hier half uns die Navigation nach Himmelsrichtung, um zumindest am richtigen Stadtende rauszukommen und dort die Suche nach dem Weg wieder aufzunehmen. Mittlerweile dämmerte es, wir waren ca. 8 Stunden ohne Pause unterwegs und hatten noch ca. 150 km Luftlinie vor uns. Im Hellen ankommen, konnten wir uns abschminken! Und eine „interessante“ Stadtdurchfahrt hatten wir noch vor uns: Tanta. Auch die schafften wir schließlich. Ab hier gab ’s eine Autobahn mit halbwegs solider Ausschilderung und Navigation war weniger gefordert als Konzentration im Dunkeln auf Straßenlöcher / VMs, entgegenkommenden Verkehr sowie den eigenden umgebenden Verkehrsfluß und Fußgänger auf der Autobahn.

Fes Qaitbey, das aus Resten des Pharos Leuchturms (eins der sieben Weltwunder) gebaut wurde

Fes Qaitbey, das aus Resten des Pharos Leuchturms (eins der sieben Weltwunder) gebaut wurde

Schließlich kamen wir in Alexandria an. Das GPS hatte die Koordinaten eines Hotels in Stadtmitte, das wir somit anpeilen konnten und so landeten wir erstaunlich gut direkt an der Corniche, der großen Küstenstraße Alexandrias. Nach „nur“ 12h Fahrzeit vom Katharinenkloster bis hier her. Und wir respektieren um so mehr Markus Leistung bei 50° C im Auto zwei Tage hintereinander bis zu 15 Stunden zu fahren, um dann noch Hotels in Großstädten zu finden. (Er hat nur ein dreitätiges Transitvisum für Saudi-Arabien bekommen und musste deshalb ordentlich Kilometer fressen.) Wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Anfangs waren die Straßen noch gut, doch die Straßenqualität ließ nach und vor allem die Stadtdurchfahrten bremsten uns deutlich aus, da wir dort regelmäßig „vom rechten Weg abkamen“. Zum Schluss mussten wir im Dunkeln fahren, was nochmals Tempo rausnahm. Aber es ist 23 Uhr, wir sind angekommen und alles ist gut.

Denkste! Gegen 1 Uhr (sic!) haben wir endlich in einem Hotel eingecheckt! Annähernd zwei Stunden haben wir gesucht. Die Hotels, in die wir wollten, die konnten uns nicht aufnehmen, und die, die konnten, in die wollten wir nicht. (Oder semantisch genauer: „und die, die wollten, in die konnten wir nicht.“) Anja und ich hatten ausgehandelt, dass sie die Hotels abklappern geht, nachdem ich den ganzen Tag gefahren bin, aber als europäisch-aussehende Frau ist sie allein zu sehr lebende Zielscheibe und so bin ich dann nach ihrer ersten großen Runde weiter. Obwohl ich diesbezüglich toleranter bin, stufte ich die Hotels, deren Zimmer ich sah, schnell in Stufe „geht gar nicht“ ein. (Wäre es das einzige Hotel vor Ort gewesen, hätten wir uns schon arrangiert, aber ich hoffte auch um 24 Uhr noch auf bessere Alternativen.) Irgendwann waren wir weich gekocht und ich fragte doch noch im Sofitel Cecil nach, Anja hatte dort schon einen einmaligen Sonderpreis für nur 150 EUR aushandeln können. Doch als ich wiederkam, war das letzte Zimmer schon vor ca. einer Stunde vergeben worden. So endeten wir schließlich in der Junior Suite im „Le Metropole“ mit Meeresblick. Nur eine Nacht, obwohl wir eigentlich zwei für Alexandria vorgesehen hatten – dies Zimmer lag einfach nicht wirklich in unserem finanziellen Tagesrahmen.

Blick aus unserem Zimmer (unten sieht man sogar Willi stehen)

Blick aus unserem Zimmer (unten sieht man sogar Willi stehen)

Am nächsten Morgen schliefen wir aus. Unser Tagesziel war nur ein Vorort von Alexandria: King Mariout. Wir hatten also alle Zeit der Welt und verbrachten davon viel in Alexandrias neuer Bibliothek (inkl. Führung), die unser bibliophiles Herz höher schlagen ließ.

[Anja:] Für einen IT’ler besonders beeindruckend: die Bibliothek hat das Internet von 1997 bis 2007 archiviert und 3,7 Petabyte Daten angesammelt (1 Petabyte = 10³ Terabyte = 10^6 Gigabyte…)

Der Speicherraum der Bibliothek

Der Speicherraum der Bibliothek

Auf dem Weg raus aus Alexandria kamen wir bei einem großen Einkaufszentrum (Carrefour :-)) vorbei und füllten unsere Wasservorräte auf und blieben lang in einem angeschlossen Bistro hängen – zu lang… Wir genossen unsere Pizza und obwohl ich mehrmals zum Aufbruch mahnte, war das Internet für uns beide doch einfach zu fesselnd. In der Hoffnung auf neue Kommentare auf unsere Artikel und zum Verschicken und Empfangen neuer Mails drückten wir mehrmals F9… Als ob wir den Gegenbeweis antreten wollten, dass Menschen eben doch keine lernfähigen Lebewesen sind, wiederholten wir die gestrige Prozedur – allerdings nicht absichtlich. Wir wollten ins Adham Compound, doch wegen des aufkommenden Wochenendes waren die gänzlich ausgebucht. Der Mann am Empfang meinte, er könnte uns ein anderes Hotel empfehlen, doch von dem wüsste er, dass die leider auch komplett ausgebucht waren. Eigentlich wäre Hotel eh nur unsere zweite Wahl gewesen, viel lieber hätten wir die Hotel-Infrastruktur (Toilette, Dusche etc.) genutzt, aber einfach auf dem Parkplatz gecampt, doch der war leider bereits übervoll. Unser Reiseführer kannte noch ein weiteres Hotel, aber anstelle von Koordinaten oder sinnvollen Wegbeschreibungen, war dort nur zu lesen: „an der südlich eingrenzenden Siedlungsstraße gelegen“. Danke fürs Gespräch! Ohne genaue Karte ist der Hinweis in etwa so sinnvoll wie „die südliche eingrenzende Straße Hannovers / Stuttgarts“ zu finden.

Die neue Bibliothek Alexandrias, Leseraum 1/2

Die neue Bibliothek Alexandrias, Leseraum 1/2

Die neue Bibliothek Alexandrias, Leseraum 2/2

Die neue Bibliothek Alexandrias, Leseraum 2/2

Nachdem wir also in King Mariout nichts fanden, machten wir uns auf an die Nordküste, Richtung El Alamein. Irgendwo an der Küste wird es entweder ein ruhiges Plätzchen für uns geben oder ein kleines Hotel uns ein Zimmer für eine Nacht anbieten. Mittlerweile war es auch schon wieder ca. 19 Uhr und es fing langsam an zu dämmern. Wir fuhren die Küstenautobahn entlang, wo ein großes Resort nach dem anderen steht. Meist sieht man das Meer gar nicht, weil sich die Betonapartmentbunker sich in den Weg gedrängt haben. Der Reiseführer warnte uns vor, dass diese Resort nicht auf Individualreisende, die nur eine Nacht bleiben wollen, eingerichtet sind. Unser eigener Versuch bestätigte dies: „Kein Hotel!“ Von einer größeren Versuchsreihe sahen wir jedoch zugunsten des Zeitvorteils ab. Mittlerweile war es bereits wieder dunkel und ich durfte erneut das machen, wovor gerade in Ägypten immer wieder gewarnt wird. Es gibt zwei Grundpfeiler für Afrika-Traveller: Das berühmte „Boil it, peel it, or leave it!“ für die Nahrungsaufnahme und ein selbstauferlegtes Nachtfahrverbot für die eigene Sicherheit bei der Fortbewegung. Wir verstoßen erneut gegen Pfeiler II… Hier auf der Küstenautobahn ist dies allerdings nicht ganz so schlimm, weil es zwei abgesperrte Bahnen gibt und Geisterfahrer damit weniger häufig vorkommen – man kann dennoch nicht sagen, dass dies selten vorkäme. Bleiben lediglich VM und Fußgänger.

Außenseite der Bibliothek 1/2

Außenseite der Bibliothek

Außenseite der Bibliothek (Close-Up)

Außenseite der Bibliothek (Close-Up)

Unser Reiseführer kannte noch ein neueres Hotel namens „Aida“, ca. 70 km westlich von Alexandria. Unser Weg führte uns direkt daran vorbei. Anja stieg aus und fragte nach einem Zimmer: 450 EP pro Person die Nacht. Sie hatte den Eindruck, dass der Preis ausgedacht war – schließlich war es mittlerweile ca. 21 Uhr, dunkel und man war weit und breit eines der wenigen Hotels, die Touris würden schon bleiben… Uns war das zuviel und wir fuhren weiter nach El Alamein, das war jetzt auch nicht mehr weit und dort nannte unser Reiseführer auch noch zwei Unterbringungsmöglichkeiten. Auf dem Weg versuchten wir nochmals unser Glück bei einem der Apartmentbunker, obwohl uns das Wachpersonal und ein Angestellter sagte, es gäbe ein „Funduq“ (Hotel), haben wir keins gesehen.

In El Alamein dann auch Enttäuschung! Die angegebenen Hotels waren unbekannt und im Dunkeln haben wir nichts finden können. Immerhin konnten wir eine Nachtbesichtigung des Militärmuseums machen – allerdings nur von außen und auch nur kurz, bevor wir von dort verscheucht wurden. Wir fuhren also wieder zurück Richtung Alexandria. Im Zweifelsfall gab es noch das „Aida“ oder aber irgendwo einen grünen Seitenstreifen abseits der Straße. Letzteres war allerdings schon beim Hinweg eigentlich nicht zu finden.

Gegen 22 Uhr fuhren wir schließlich ein kleines Teehaus bei der Autobahn an. Es wurde gerade Südafrika gegen Brasilien gezeigt, wenn wir die Trikots richtig deuteten und der männliche Teil der Dorfbevölkerung war zusammengekommen, um hier das Spiel auf einem Fernseher zu verfolgen. Ich fühlte mich an Erzählungen von 1954 erinnert. Ich fragte, ob es möglich sei, hier zu campieren, wir würden auch nichts weiter benötigen. Nachdem jemand aus den Zuschauern gefunden war, der englisch sprechen konnte, war alles kein Problem mehr. Anja und ich tranken noch eine Gute-Nacht-Cola und klappten gegen 23 Uhr unser Zelt hoch. Eine erneut nervenaufreibende Fahrt hat doch noch ihr Ende gefunden.

So erholsam wie in unserem Hotelzimmer im Le Metropole war diese Nacht nicht

So erholsam wie in unserem Hotelzimmer im Le Metropole war diese Nacht nicht

Jetzt sitzen wir gerade in einem Gourmet-Tempel, dessen Pfeiler mit dem goldenen „M“ allen Pilgern den rechten Weg weisen soll. Wir frühstücken, nutzen das freie WiFi und freuen uns über die Toilette. Die Nacht war wenig erholsam: Der Verkehr hielt die ganze Nacht über an und wir schliefen keine 25 m von der Autobahn entfernt, natürlich ohne Lärmschutzmauer oder dergleichen. Heute wollen wir noch ein oder zwei der koptischen Kloster im Wadi Natroun besuchen, müssen anschließend nach und durch Kairo und wären dann in unserem vorübergehenden Zuhause. Dort würden wir uns dann primär mit Taxi und Bussen bewegen – also Zähne zusammenbeißen und durch.

 

 

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• Mittwoch, Juni 24th, 2009

Nuveiba selbst hatte uns nicht viel zu bieten und so sind wir kurz nach 10 Uhr auf zum Katharinenkloster. Nicht weil wir ausgiebig gefrühstückt hätten, waren wir so spät wieder auf der Straße – während der Fahrt gab es dann je ein bisher übrig gebliebenes Ei aus dem Fundus von Talal, unserem Le Chef des Red Sea Dive Resorts, und eine halbe Banane für jeden, bei diesen Temperaturen eine volle Mahlzeit für uns beide – nein, wir waren erst so spät unterwegs, weil wir Willis Getriebeöl nachfüllten. Letztes Mal in Aqaba hatte ich dazu noch Trevors kleine Druckpumpe, doch allein das Ergebnis zählt: Ein Trichter und Schlauchreste sind zwar weniger komfortabel, aber vollkommen ausreichend. Bei der Gelegenheit wurden auch noch Willis andere Flüssigkeiten kontrolliert und er bekam sein „Heu“ für die lange Reise.

Ärgerlicherweise hat sich auch bei Ägypten wiederholt, was wir in dieser Form schon bei zu vielen Ländern erleben mussten: Solange wir in einem Land sind, beschäftigen wir uns meist mit diesem und den unmittelbaren Reisevorbereitungen des nächsten (also Einreise- und Zollformalitäten), aber nicht mit mehr. So haben wir leider auch erst am Katharinenkloster erfahren, dass dies nur vormittags von 9 bis 12 Uhr zu besichtigen ist. Wir waren zwar nicht wirklich spät unterwegs, aber dafür dann leider doch zu spät. Das akademische Viertel voll ausnutzend standen wir also pünktlich 12:15 h in Sichtweite des Klosters. Hätten wir dies gewusst, wir wären sicherlich früher in Nuveiba los und wären heute dann noch weiter durch den Sinai gefahren, aber so… Wenn wir schon hier sind, wollen wir das Kloster auch besichtigen – unbedingt den (ehemals) Brennenden Dornbusch sehen und zumindest am Fuß des Mosesbergs stehen, auf dem Moses die Zehn Gebote empfing. Dafür streichen wir Dahab, um den Abstand zu Jan und Trevor nicht allzu groß werden zu lassen. Abdul Rahman empfahl uns zwar sehr das „Blue Hole“ und wir wären auch gern dort hin, aber bevorzugt schon am Tag unserer Einreise und da hatte die lange Zollabfertigung uns einen Riegel vorgeschoben.

Der Brennende Dornbusch heute (gelöscht)

Der Brennende Dornbusch heute (gelöscht)

Zwei Campingplätze ließen wir links (das „Moon Land Beduin Camp“ respektive rechts, das „Fox Camp“) liegen, da sie keinen Schatten boten. Da wir ja nun den ganzen Tag hier ausharren mussten, musste es nicht gleich eine Behausung mit Klimaanlage sein, aber Schatten wäre schon mehr als nur schön. Unser Reiseführer hatte uns „Camp Sheikh Musa“ empfohlen und wir hatten gestern beschlossen in dieses zu gehen, aber wir fanden es einfach nicht. Wir fragten den Apotheker, einige Polizisten sowie Soldaten und einfach Leute, die des Weges kamen, ihnen schien „Sheikh Musa“ auch etwas zu sagen und sie zeigten in Richtungen oder gaben uns sicherlich genaue und vorzügliche Wegbeschreibungen, allerdings leider in Arabisch; keiner konnte genügend Englisch, um uns den Weg zu beschreiben. Müssen sie ja auch nicht, schließlich sind wir hier und nicht sie im englischsprachigen Raum, insofern sollten wir also arabisch können, aber schön wäre es schon andersherum gewesen… Wir endeten im Hotel „El Wadi El Mouquuduss“ für 200 EP inklusive Frühstück, nicht was uns vorschwebte, aber es sprengt nicht den Rahmen und dafür gab es dann doch Klimaanlage und Blick auf den Mosesberg.

Die Hitze des Nachmittags verschliefen wir und zogen abends nochmals in das Zentrum von Milga, dem „Ort vor Ort“. Wir wollten uns noch eine SIM-Karte kaufen, weil es hier in Ägypten einiges für uns zu organisieren gibt und das ist mit lokaler Karte doch billiger, aber dafür kamen wir dann leider doch zu spät. Obwohl auch in Ägypten das Leben abends und in der frühen Nacht wieder zunimmt, nachdem es mittags abebbt, zog ausgerechnet der eine Laden es vor, sich nicht daran zu halten – vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass Ägypten heute gegen Brasilien spielte…

Die Prepaid-Karte sowie Guthaben haben wir uns dann eben heute geholt. Auch hier gab es anfangs eine Sprachbarriere – warum muss denn die telephonische Band-Erklärung auch in Arabisch sein? –, aber Anja fand Hilfe im Vodafone-Call-Center und wir sind nun auch über diese Nummer zu erreichen.

Unserer Meinung nach besticht das Katharinenkloster selbst mehr über seine historische Bedeutung und den biblischen Kontext als durch eigene Schönheit. Umso aufregender ist es jedoch, dort zu stehen, wo der Brennende Dornbusch gewesen sein soll, und auf den Berg zu blicken, wo Moses die Zehn Gebote empfangen hat.

Anja im Kloster mit dem Mosesberg im Hintergrund

Anja im Kloster mit dem Mosesberg im Hintergrund

Wir haben uns entschieden, von hier aus gleich nach Alexandria durchzufahren. Das wird zwar wieder mal eine längere Strecke, aber sollte machbar sein.

 

 

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• Montag, Juni 22nd, 2009

Anja:

Wieder ein Grenzübertritt, wieder neue Erfahrungen.

Im Gegensatz zu Jan & Trevor und Markus & Ulf erhielten wir bei einem kurzen Besuch in Aqaba ohne Probleme und sehr schnell die Fährentickets für unsere Überfahrt nach Ägypten. Wie wahrscheinlich jeder waren auch wir geschockt über die Preise: 70$ pro Person und 120$ pro Auto. Macht 360$ für eine 1 bis 2-stündige Überfahrt.

Mit diesen Tickets fuhren wir heute pünktlich um 11 Uhr an den Hafen und durchlebten dort die typische „Schalter-Rennerei“ der Grenzen. Erst wussten wir gar nicht, wo wir hin sollen, wurden aber durch nette Jordanier mit lautem Rufen in die richtige Richtung gelenkt. Am Hafen stellten wir das Auto zunächst ab und klapperten die Stationen im Gebäude ab. Zunächst gingen wir zur Passkontrolle (=Ausreisestelle). Gleich was falsch gemacht. Einen Stock tiefer bitte zu Customs. Dort mussten wir 3 (Brief-)Marken kaufen, je 1 für die Pässe und 1 für die Ausreise des Autos. Die Autopapiere wurden zum Glück auch gleich erledigt. Man nahm uns dabei die gerade ausgehändigte Briefmarke am selben Schalter wieder ab und verlangte zusätzlich nach dem blauen Einreiseschein für Autos, den wir bei der Einreise aus Syrien bekommen hatten. Die Carnet interessierte hier niemanden. Unwissend liefen wir mit den Papieren wieder zur Passkontrolle. Dort wurde die Marke in den Pass geklebt und ein Foto gemacht (warum eigentlich bei der Ausreise???). Die Carnet wollte wieder keiner sehen. Uns ist das ja aber besonders wichtig, also liefen wir wieder zurück zu Customs und ließen uns das Papier abstempeln. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass die überhaupt keine Ahnung hatten, was sie da abgestempelt haben. Egal, wir waren durch und hatten alles beisammen.

Es war 11.30 Uhr und die Fähre sollte gegen 13 Uhr ablegen. Ständig hörten wir arabische Lautsprecher-Durchsagen und wurden doch langsam nervös. Auf gut Glück fuhren wir zur Fähre und waren sogar rechtzeitig. Sie wurde gerade beladen.

Um 12.15 Uhr saßen wir abmarschbereit in der Fähre und nichts tat sich. Wir waren auch hier mit unserem Programm durch: Pass abgeben für das Visum, Zettel mit Stempel abholen, mit dem man seinen Pass an der Grenze wiederbekommt.

Gegen 14 Uhr legte die Fähre schließlich ab. An Schlafen war hier nicht zu denken, aus jeder Ecke dröhnte ein Handy mit arabischer Musik.

Gegen 15:30 h waren wir dann in Nuveiba, durften aber nicht vor 16:30 h die Fähre verlassen.

Jörg:

Doch das eigentliche Chaos gab ’s dann erst hier an Land. Dank eines Tipps von Jan und Trevor hatten wir Ashraf kontaktiert, ein Ägypter der Tourist Police, der überforderten Touris wie uns bei der Einreise behilflich ist – gegen ein kleines Bakschisch natürlich. (Wobei ich an dieser Stelle gleich erwähnen will, dass das zwar Usus ist (50 EP wie wir hörten und zahlten), aber von ihm in keinster Weise eingefordert wurde – gefreut hat er sich natürlich trotzdem.)

Noch im Red Sea Dive Resort telephonierte Abdul Rahman (einer der Divemaster), der selbst länger in Ägypten gelebt und als Taucher gearbeitete hatte) mit Ashraf und informierte ihn über unser Kommen. Bei so einem großen gelben Auto müssen wir uns zum Glück weder eine Zeitung unter den Arm klemmen noch eine Rose ans Revers stecken, man erkennt uns auch so. Wir fuhren also von der Fähre und wurden auch gleich von einem der Tourist Police angesprochen: Er sei ein Freund von Ashraf und wird uns helfen; er fertigt nur noch eine weitere Gruppe Deutscher ab und ist dann bei uns, wir sollen schon mal durch die medizinische Station und dann vorfahren. Na, gut, dann also: Jallah!

Bei der medizinischen Station wurde nach der Schweinegrippe gesucht, aber gefunden haben sie sie glücklicherweise noch nicht. Jeder Passagier hat auf dem Schiff einen Zettel bekommen, auf dem er seinen Namen, Telephonnummer und Adresse in Ägypten eintragen musste. Dieser Zettel wurde hier eingesammelt. Dazu noch eine Frage, woher man denn komme und wohin man wollte. Alle wurden durch einen engen Gang geschleust, bis man am anderen Ende wieder aus dem Gebäude kam. Da unser Willi am Eingang parkte, gingen wir also wieder dahin zurück. Alles war gänzlich unabgesperrt, aber es rannten genug Uniformen rum, die einen sicherlich schnell zu verstehen gegeben hätten, dass das so nicht gemeint war, sollte man versuchen, diese Station einfach umgehen zu wollen.

Wir taten wie uns geheißen und sind dann mal vorgefahren, aber wohin eigentlich. Das ganze Areal ist nahezu nicht ausgeschildert, aber man kommt auch nicht ohne endgültigen Check von dem Gelände, so dass man gar nichts vergessen kann. Wir fuhren zunächst einem der zahlreichen Busse hinterher, bis der Zoll uns nach ca. 300 m auch schon zu sich winkte. Zunächst wollte man den Ausweis und die Carnet sehen, dann wurde unserem Zöllner von einer grauen Eminenz, die sich sonst im Hintergrund hielt, etwas zu getuschelt, bis wir die Papiere zurückbekamen und es hieß, unser Freund der Tourist Police würde gleich kommen, wir sollten so lange einfach warten.

Gut, das können wir! Ich war froh, dass wir nicht gleich wie alle Autos vor uns quasi „auf links gedreht“ wurden und das Innerste nach außen kehren mussten. Während wir warteten, wurde kurz geprüft, ob wir denn auch einen Feuerlöscher dabei hätten. Hallo? Natürlich haben wir. Wir sind Deutsche! Kein Risiko ohne Netz… ;-) Und dann tat sich plötzlich etwas auf Anjas Wagenseite: Sie bekam ein paar Zettel in die Hand gedrückt und jemand machte sich am rechten Vorderrad zu schaffen. Der gute Mann wollte unsere Fahrgestellnummer abrubbeln. Dann kam endlich unser Freund. Anja hatte den leichteren Job: Sie durfte im Auto sitzen und lesen. Mein Job war dank Tourism Police auch recht einfach: Schritt halten, Papiere festhalten und jeden genannten Betrag einfach zu bezahlen. Das System ist schon genial: Mache die Einreise einfach so komplex und undurchsichtig – man findet eigentlich nirgendwo Hinweisschilder –, dass die Touris auf ein Helferlein angewiesen sind und kassiere so doppelt. Komplexe Einreisen und Helferleins hatten wir ja auch schon in Syrien; Ägypten ist da aber noch einen Schritt konsequenter: Warum die Hilfe mit der „Privatwirtschaft“ teilen? Und so sind hier die Helferleins halt von der Tourism Police. Aber alle Polemik beiseite: Ich war für die folgende Hilfe extrem dankbar und halte das Trinkgeld auch für einen fairen zivilen Preis, auch wenn sich das gerade wohl nicht so angehört hat.

Zuerst ging es zur Bank, Visamarken kaufen. Die Bank wollte Dollars, aber Euro gingen auch und für uns beide zusammen waren dann 24 EUR für ein Monatsvisum fällig. Danach zum Zoll, die hatten ja eh schon unsere Pässe, die wir auf der Fähre abgegeben hatten, klebten jetzt nur das Visum ein und „Welcome to Egypt“.

Von dort zurück zum Auto, Carnet und Papiere holen. Auf die Straßensteuer zahlen: Denen das Carnet zeigen und für 520 EP (Egyptian Pounds) ein paar Zettelchen bekommen. Dann zum „Bavaria“-Stand, was die dort eigentlich genau gemacht haben, weiß ich gar nicht. Ich bekam jedenfalls ein schönes „Laufmäppchen“ (also eine Art Laufzettel, der nur so viele andere Zettelchen und Formulare und Kopien meines Ausweises sowie des KfZ-Scheins etc. umfasste, dass dieser zu einer Mappe aufgebläht war). Dies kostete dann 30 EP. Von dort zur „Zulassungsstelle“ zurück, unser Mäppchen abzeichnen lassen. Ich musste meinen Namen aufschreiben und der wurde nach bestem Wissen und Gewissen ins Arabische übersetzt und auf die Dokumente geschrieben – wenn mal wirklich was sein sollte, kann das bestimmt nicht zugeordnet werden.

Von hier aus zur Versicherung. Dort waren 550 EP fällig und die Versicherung wurde auf meinen Namen ausgestellt, was so lief, dass ich ihm mehrmals „Jörg Walter“ sagte, er so etwas wie „Georg Vater“ antwortete, ich „Jörg Walter“ wiederholte, er „Jork Fatter“ und dann ich wieder … Irgendwann schrieb er wahrscheinlich „Mann mit Brille, Bart und blauen Augen“ auf arabisch in den Versicherungsschein. Ich werde weich und habe hier nicht mal versucht, zu intervenieren, dass ich ja eine Versicherung habe. Es hätte eh nichts gebracht… Damit dann wieder zur Registratur und D’oh! Da hat der Versicherungsmensch doch tatsächlich einen Stempel vergessen. Ja, so geht das natürlich nicht! Also wieder zurück zur Delta-Versicherung und den Stempel abholen. Dann erneut zur Registratur.

Zwischendurch ging es noch zu so einer Art Hafen-Registratur oder was das auch immer war. Ich verlor den Überblick… Auf dem Rückweg drückte mir ein Zöllner ein Zettelchen in die Hand, die „Custom Clearance“. Diese wies nach, dass wir in unserem Wagen nichts schmuggelten. Das ist richtig und wurde sogar ganz ohne irgendeine Inspektion festgestellt – unser Freund von der Custom Police machte sich wirklich bezahlt. Es ging nochmals in irgendein abgelegenes Hinterbüro der Verkehrspolizei, wo die Carnet gegen 20 EP abgestempelt wurde.

Zurück zur Zulassungsstelle wo wir endlich unsere ägyptischen Nummernschilder erhielten. Während ich dann damit beschäftigt war, diese dran zu schrauben, drückte ich unserem Freund noch 200 EP für die Ausstellung unserer ägyptischen Fahrerlaubnis in die Hand mit der er nach einer Weile freudestrahlend zurückkam. Fertig.

Unser neues Nummernschild

Unser neues Nummernschild

Jörgs neuer Führerschein?

Jörgs neuer Führerschein?

(Diethart: was steht da eigentlich drauf?)

Gegen 18:30 h waren wir dann endlich aus dem Hafengelände und auf ägyptischen Straßen.

Wären die Ausreiseformalitäten früher schon so gewesen wie die Einreiseformalitäten heute, die Geschichte wäre um ein „ante portas“-Zitat ärmer, denn die Elefanten hätte Hannibal sicher lieber zu Hause gelassen.

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One Response

  1. Hallo Jörg,

    Du hast ja wirklich Nerven wie Drahtseile :-))

    Heidi

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• Sonntag, Juni 21st, 2009

Anja:

Die letzten Tage verbrachten wir ziemlich beschäftigt mit Tauchen und Lernen. Jörg hatte nun lange genug an mir gearbeitet, dass ich mich für einen Tauchkurs anmelde und meine Bedingung war, wenn ich einen mache, soll er auch einen machen. Dann fühlt man sich nicht so alleine beim Lernen ;-) Zudem fühle ich mich als Anfänger irgendwie beschützter, wenn ich weiß, dass mein Buddy gleich ein Rescue Diver ist.

Im Red Sea Dive Centre, das uns von Trevor & Jan empfohlen wurde, waren wir auch gleich an der Quelle untergebracht. Je 3 Tage Praxis und Theorie standen vor uns.

Mein Open Water Diver Kurs begann mit einfachen Pool-Übungen, die ich schon kannte, da ich dasselbe Programm schon in der Türkei mitgemacht hatte. Dann ging es raus ins Meer. Mit der Tarierung hatte ich es nicht so, oder man hatte mir zuwenig Gewichte gegeben, denn die Gruppe schwamm los, immer tiefer und Anja startet aus 4 Metern Tiefe beim ersten tiefen Atwmzug wie eine Rakete an die Wasseroberfläche. So ein Mist. Jetzt hing ich da und kam nicht mehr runter. Unser Guide half mir aber schnell und fortan blieb ich an seiner Hand. So kamen wir gleich in den Genuss, ein Stückchen mit einer Schildkröte (ca. 1m groß) und zwei Napoleon Fischen (auch etwa die Größe) zu schwimmen. Dazu gab es als Sahnehäubchen noch kleine Nemos und Kofferfische und Feuerfische und Steinfische und ganz viele andere kleine und große bunte Fische, deren Namen wir nicht kennen.

So fing der Kurs gut an. Die nachfolgenden Tauchgänge führten uns zu versenkten Schiffen und Panzern und großen Korallenriffen und wahnsinnig vielen hübschen Fischen. Es machte immer mehr Spaß und ich hatte das Gefühl, dass auch meine Ohren einfach ein bisschen Training im Druckausgleich brauchen können.

Die Theorie nebenbei war mehr das notwenige Übel. Natürlich braucht man sie und muss sie verstanden haben, aber ein dickes 230seitiges Buch liest sich nur mühsam nach einem aufregenden Tauch-Tag. Jetzt kann ich aber glücklich auf eine bestandene Prüfung und schöne Tauchgänge zurückblicken.

Bitte nicht lachen, Bilder von Personen mit Tauchausrüstung sehen immer ein wenig komisch aus.

Tauchen_Aqaba

Eine Tauchwoche am Roten Meer

Jörg:

Nach dem herrlichen Barbeque am Sonntagabend waren Jan, Trevor, Ulf und ich am Montag im Roten Meer tauchen.

Für Jan, Trevor und Ulf war es das letzte Mal während unseren Aufenthalts im Red Sea Diving Centre, Anja und mir sollten noch einige Male bevorstehen. Tauchen im Roten Meer ist um einiges Unterhaltsamer als in Fethiye und das war mit Tauchen in deutschen Seen so vergleichbar wie ein 2CV mit einem Land Cruiser – beides sind Autos, aber … Spätestens die Tauchbilder und Videos von Jan und Trevor führten dazu, dass Anja sich auch einen Ruck gab und den Kopf auch mal unter Wasser stecken wollte – unter einer Bedingung: Sie macht den Open Water Diver Kurs nur, wenn auch ich büffeln muss und so meldete ich mich dann zum Rescue Diver an. Dienstag wurde unser Lerntag. Wir setzten uns an den Pool und büffelten bis wir braun wurden… ;-) Dank Markus gab ’s sogar einen McDonalds-Bringdienst. Danke nochmals, Markus! Kann das übrigens sein, dass wir dir das Geld dann doch gar nicht gaben?

Zwei Buddies unter sich (Jörg&Ulf)

Zwei Buddies unter sich (Jörg&Ulf)

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Leider war Dienstag auch der erste Tag der Verabschiedungen: Ulf ereilte ein Anruf aus Deutschland und flog noch am selben Tag zurück, und Jan und Trevor brachen auf nach Ägypten. Glück im Unglück: Markus stornierte kurzerhand die mit Ulf geplante Beduinen-Tour durch den Sinai und blieb noch ein paar Tage mit uns im Resort. Auch Jan und Trevor werden wir wieder sehen (Insh’allah!), um mit ihnen durch die Desert Road durch die weiße Wüste zu fahren und evtl. mit ihnen zusammen den Sudan zu durchqueren.

An einem Tag schafften Anja und ich leider nur etwa die Hälfte der Theorie und so mussten wir die drei Kurstage abends immer brav lernen. Zum Rescue Diver gehört auch eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Nun hatten Anja und ich zwar kurz vor unserer Abreise noch einen entsprechenden Kurs bei den Johannitern gemacht, aber die Bestätigung nicht mit, so dass ich nun in den Genuss einer weiteren Ausbildung zum „Emergency First Responder“ kam. Die Amis haben manches Mal doch echt einen an der …, naja, sie sind halt Amis … Gemäß Notfallprozedur muss jedes Mal gefragt werden: „Hi, my name is Jörg. I’m a emergency first responder. May I help you?“ Bei „Nein!“ lässt man den armen uneinsichtigen Verletzten halt einfach verbluten. Geht halt nichts über individuelle Selbstbestimmtheit. ;-)

Red Sea Dive Traveller (vlnr: Jörg, Anja, Ulf, Markus, Trevor, Jan)

Red Sea Dive Traveller (vlnr: Jörg, Anja, Ulf, Markus, Trevor, Jan)

Donnerstagabend mussten wir uns dann doch auch leider noch von Markus verabschieden – alle Überzeugungsarbeit blieb vergebens, er ließ sich von seiner geplanten Asien-Tour einfach nicht abbringen, obwohl es ihm diverse Staaten mit Visa nicht leicht gemacht haben und die Durchquerung der Stan-Staaten sicherlich auch kein Selbstläufer wird. Von Markus haben Anja und ich uns auf der Tour schon mehrmals verabschiedet und auch diese ist sicher nur eine Verabschiedung auf Zeit, allerdings eine für wahrscheinlich ein Jahr, bis wir die Chance haben uns in Deutschland wieder zu treffen.

Zum Tauchen selbst muss ich wohl nichts weiter aufführen, das hat Anja schon getan und die Bilder sprechen ja auch für sich. Donnerstagnacht jedoch wartete Abdullah, unser Tauchlehrer, mit einer Besonderheit auf: Er fragte mich, ob ich Lust an einem Nachttauchgang hätte. Klar hatte ich! Es sollte zum Wrack gehen, was bei Nacht sicherlich nochmals ein ganz besonderer Eindruck wäre. Und das war es auch! Nachts sind alle Katzen grau, so sagt man, aber nachts unter Wasser eröffnet sich einem eine ganz neue Welt: Bekanntes sieht man plötzlich in anderen Farben und vieles Unbekannte eröffnet sich einem. Am Faszinierendsten fand ich persönlich noch sich auf dem Gras abzuknien, die Taschenlampen zu verdecken, die Hände schnell durchs Wasser zu bewegen und daraufhin das Plankton fluoreszieren zu sehen.

Samstag brauchte ich noch für die letzte Theorie und nachmittags sind Anja und ich dann in den Ort gefahren, um die Fährtickets für Montag zu holen. Entgegen der Erfahrung von Jan, Trevor, Ulf und Markus waren die Angestellten bei uns sehr freundlich und hilfsbereit. Alles ging recht zügig und problemlos von statten.

Heute fuhren wir dann für einen Tag ins Wadi Rum. Nach allen Lobhudeleien, die wir hierüber gehört hatten, waren wir schon ein bisserl enttäuscht. Sicherlich hätten wir auch einen ganz anderen Eindruck gewonnen, hätten wir hier eine Nacht campiert und wären wir in einer besseren Verfassung gewesen – vor allem mir machte die Hitze an diesem Tag zu schaffen –, aber so spielten wir mit Willi etwas im Sand und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Vielleicht hätten wir auch nur noch weiter vordringen müssen, bis die Spuren im Sand gänzlich aufhörten, aber dafür fehlte uns dann doch der Wille. Vor allem fehlte uns an dem heutigen Tage der Wille, alle paar hundert Meter nach der Schaufel und den Sandblechen zu greifen, so dass wir dies also gar nicht versuchten…

Hier ein paar Eindrücke:

wadi_rum_001

wadi_rum_002

wadi_rum_003

wadi_rum_004

Morgen geht’s dann mit der Fähre nach Nuveiba, Ägypten. Die Grenzformalitäten sind legendär, da steht uns also noch einiges bevor…

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3 Responses

  1. 1
    Joerg 

    Man findet übrigens ein YouTube-Video von unserem Dive-Master (ganz zum Schluß im Bild), wie er mit einem Stone Fish “spielt” (sic!). Auch uns hat er auf diese Weise Steinfische gezeigt. Das Video “Stone Fish in Aqaba (Red Sea)” ist hier zu finden: http://www.youtube.com/watch?v=xUxUP1M-F_Q

  2. Hi Ihr Beiden,

    der Dive-Master weiß aber schon, dass Steinfische nicht soo ganz ungiftig sind??

    Grüßle

    Heidi

  3. 3
    Joerg 

    Weiß er und uns wurde über Wasser auch immer wieder einbleut, es ihm bloß nicht gleich zu tun. Die wahren Nerven wie Drahtseile habe auch nicht ich beim Grenzübertritt nach Ägypten bewiesen, sondern eben jener DM, als er einen Angelhaken aus dem Maul einer Mauräne in 15minütiger “Operation” gezogen hat. :-O (So zumindest die Taucher Story, denn davon gibt es leider keinen Livemitschnitt.)

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• Montag, Juni 15th, 2009

Nachdem unser Auto am Samstag nun doch nicht fertig wurde, brachen wir gegen Mittag in Amman auf und fuhren nach Petra. Auf dem Weg dorthin machten wir auf halber Strecke den ersten Sightseeing-Stop. Und wen trafen wir da? Markus und Ulf. Welch Zufall.

Kerak wird bereits im alten Testament genannt und ca. 900 v. C. gegründet. Strategisch günstig gelegen, diente es verschiedenen Herrschern und Völkern als Bezirkshauptstadt. So nutzte beispielsweise der Kreuzritter Rainhald von Chatillon die heute noch zu besichtigende Burg bis zur Belagerung durch Saladin. Dabei setzte er mit seinem noblen Gefolge aus heutiger Sicht jedoch ein wenig rühmliches Beispiel, tauschte er doch Frauen und Kinder während der Belagerungszeit gegen frisches Brot ein. Aus Sicht fundamentalistischer Kreuzritter auf dem Weg zur Befreiung Jerusalems als Weg ihrer Erlösung wahrscheinlich nur ein logischer Schritt.

kerak_002

Wir hatten inzwischen schon schönere Festungen gesehen, z. B. Krak des Chévaliers und waren daher nicht so beeindruckt. Wir wollten jetzt nach Petra. Und wählten dafür die langsame Route über die King’s Road.

Blick auf das Dana Nature Reserve

Blick auf das Dana Nature Reserve

Landschaftlich schön, aber langatmig. Wir verfuhren uns mehrfach und kamen erst gegen 19 Uhr in Petra an. Dort steuerten wir das Hotel an, das uns Ericus und Zelda empfohlen hatten, und campten auf deren Parkplatz.

Ericus und Zelda hatten wir zusammen mit ihren Kindern Zanté und Ivan noch am Freitag in Madaba getroffen. Wir haben bei unserem fünften Tag vor Ort endlich das lokale Pflichtprogramm absolviert: die Mosaik-Karte Palästinas in der Georgskirche sowie das Mosaikmuseum (der Burnt Palace ist leider freitags nicht zugänglich). Auf dem Parkplatz an der Georgskirche campten die vier in ihrem Land Cruiser mit aufgesetzter Wohnkabine. Wir verabredeten uns für den Abend und kamen deshalb wieder erst spät ins Bett. Die Vier sind auf dem umgedrehten Weg: Von Südafrika kommend wollen sie sich bis nach Europa durchschlagen. So konnten wir uns natürlich gut austauschen: Wir haben ihnen einiges über Syrien, die Türkei und Westeuropa erzählt und sie uns von den afrikanischen Nationalparks, Kenia und Sudan. Auch sie erzählten uns, dass sie in Sudan keinerlei Probleme hatten, allerdings hatten sie während der ganzen acht Tage Durchfahrt einen heftigen Sandsturm und konnten zeitweilig kaum die Hand vor Augen sehen. Hinzu kam: kein Internet und kein SMS-Versand möglich, während ihres gesamten Aufenthalts.

Der nächste Tag sollte früh beginnen, also verschwanden wir früh ins Bett und versuchten neben der belebten Straße zu schlafen, was erstaunlicherweise auch ohne Ohropax doch recht gut gelang,

So erlebten wir: One night in Petra.

Gegen 5 Uhr weckte uns Jörgs Handy. Unwillig standen wir auf und machten uns bereit für einen Spaziergang durch das vor uns liegende UNESCO Weltkulturerbe – nicht unser erstes auf der Tour. Kurz vor 6 Uhr standen Ulf und ich vor dem Ticket-Häuschen und versuchten mit dem einzigen Menschen, der dort herumlief zu verhandeln, dass wir gerne jetzt ein Ticket kaufen wollen. Der Mann sagte irgendetwas von „Yes yes“ und „Sett“. Ich interpretierte das Gespräch so: wir dürfen erst um 7 Uhr rein und vorher gibt es keine Tickets.

Kurz danach kamen Markus und Jörg dazu und wir beratschlagten, was wir nun täten. Da fiel uns das unbesetzte Eingangstor auf und schwupps waren wir drin. Die Tür war offen, keiner war da. Wir wollten ja zahlen, aber unser Geld war einfach nicht gut genug.

Wir schafften es, die ersten an Khazne Faraun zu sein und machten Fotos ohne jegliche Touristen im Vordergrund. Dasselbe Spiel an den Königsgräbern. Erst gegen halb acht gesellten sich vereinzelt Leute hinzu, die nicht Shop-Betreuer, Kamel- oder Eseltreiber waren. Den ganzen Weg zu den Gräbern wurden wir von einer wachsenden Horde Hunde begleitet. Es begann mit einem einzelnen und endete mit sechs. Sehr friedliche Weggesellen. Dann trennten sich auch die Wege des Teams „Markus & Ulf“ und „Jörg & Anja“. Die zwei Landrover-Fahrer eilten ins Wadi Rum, um sich die Gegend dort herum anzuschauen und abzuchecken, wie viel Zeit sie dafür auf ihrer Rückkehr einplanen müssten. Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung hinter den Kulissen. Im Reiseführer wurden durchaus die Worte „anstrengend“ und „viele Treppen“ erwähnt, aber ich war so sicher, dass es nicht so schlimm sein könnte. Wir verliefen uns natürlich zunächst, fanden aber doch dank sparsam aufgestellter Schilder zum richtigen Pfad, zumal wir auch diese Tour wieder „rückwärts navigierten“. Dann sahen wir auch erneut Gräber, Räume, die in den Stein eingelassen waren und tolle Farbenspiele an den Felsen. Während unserer Wanderung gelangen wir immer höher und konnten ganz gut  überblicken, wie groß Petra einmal gewesen sein muss. Soweit das Auge blickte, waren überall Kunstwerke in die Felsen gehauen. Die Freude über das, was ich sah, verflog aber irgendwann. Es war inzwischen ziemlich genau Mittag, ich hatte Hunger, war müde und immer noch nicht am Gipfel angekommen. Ein Zurück hätte bedeutet, dass wir den ganzen bisherigen Weg hätten komplett zurückgehen müssen und das hätten meine Füße nicht ausgehalten. Also Augen zu und durch. Ich brauchte viele Pausen, jammerte und Jörg versuchte mich zu motivieren. Einzige Motivation war jedoch der Gipfel, den ich, sobald wir ihn erreichten, links liegen ließ, um schnell wieder herunter zu kommen. Dort oben gab es eh nichts außer einem Obelisken. Der Weg runter war auch noch einmal sehr anstrengend, da voller ungleicher Stufen und glattem Untergrund. Danach war ich fertig mit Petra. Jetzt fehlte nur noch der zähe Weg zum Ausgang.

Petra

Traumhafter Morgen in Petra

Wir hatten mal wieder gerade so viel Geld dabei, dass es für den Eintritt gereicht hätte und sonst nichts. Wir waren nicht sicher, ob am Eingang die Eintrittskarten geprüft wurden, denn wir hatten ja keine, hätten den Eintritt dann aber ohne Protest bezahlt. Somit war kein Geld mehr für ein Pferd übrig, das mich zum Eingang hätte tragen können.

Ich war wirklich fertig.

Auf der Fahrt nach Aqaba schlief ich sofort ein. Und wachte kurz vor Aqaba überhaupt nicht erholt auf. Motivation, doch wieder fit zu werden, war das Barbeque, auf das wir uns freuten. Im Hotel lernten wir schnell Jan & Trevor kennen und auch Markus & Ulf kamen früh an. Am und im Pool diskutierten wir alles Mögliche und erzählten uns Geschichten, was wir bisher auf unserer Reise erlebt hatten. Das war eine schöne Einstimung auf den Abend.

Schließlich fuhren wir gegen acht alle an den Strand, Jan hatte einiges an Essen vorbereitet, und trafen dort Joachim & Karola wieder. Zusammen mit einem italienischen Paar (wie wir per Land Cruiser unterwegs) und einem englischen Pärchen (mit dem Motorrad auf dem Weg nach Australien) waren wir eine Gruppe von etwa 12 Travellern. Es war richtig gemütlich und das Essen war toll. Es gab u. a. Kartoffelsalat, etwas was ich seit Deutschland nicht mehr gesehen hatte.

Es zog jedoch immer mehr Wind auf und es wurde dadurch etwas ungemütlich. Markus, Ulf, Jörg und ich wollten nur noch schnell ins Bett. Der Tag hatte uns sehr geschlaucht und die anderen trafen sich noch auf ein Scheide-Bierchen auf deren Campingplatz.

 

 

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• Donnerstag, Juni 11th, 2009

In Madaba hängen wir nun schon ein Weilchen fest und ich komme mir gerade wie in einer Twilight Zone Folge gefangen vor, wo ein Ort Leute einfach nicht mehr loslässt. Wir sind hier im Mariam Hotel und dieses Hotel hat uns nicht nur magisch angezogen, nein, mittlerweile hängen wir wie Fliegen in einen Spinnennetz gefangen. Das Gemeine daran ist nur, dass Fliegen wenn auch nicht wissen, so doch zumindest ahnen werden, dass irgend etwas hier ganz fürchterlich schief läuft, während uns immer noch ein freier Wille vorgegaukelt wird – wir könnten ja gehen, wenn wir wollten, gar kein Problem…

Wir kamen am späten Montagmittag aus Jarash hier in Madaba an. Wir sind über Amman gefahren und der Dok hatte bei mir eine Gastroenteritis diagnostiziert. Nichts Ernstes also. Nur wollte ich noch ein wenig Ruhe und deshalb haben wir uns (wieder einmal) für ein Hotel entschieden. Ursprünglich sollte die Reise gleich morgen weitergehen, doch bereits am Abend zeigt das Hotel seinen gespenstischen Einfluss: Wir entschieden uns um! Natürlich ganz aus freien Stücken… Da die nächsten Sightseeing Spots ohnehin rund um bzw. in Madaba liegen und dann unser Reiseführer wenig geeignete Campingplätze in der weiteren Umgebung aufwies, entschlossen wir uns noch abends, einen Tag länger hier zu bleiben und dann halt erst am Mittwoch weiter.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich dann doch noch ein wenig flau und bin deshalb – anders als ursprünglich gedacht – nach dem Frühstück wieder ins Bett. So durfte Anja allein zum Mount Nebo und Bethania und vergaß dabei glatt, dass sie nicht in ihrem kleinen sportlichen Honda sitzt und brachte Willi zum Überkochen… Mittlerweile war Markus auch den Kräften Mariams erlegen und einen Tag eher als anvisiert hierher gekommen.

Mittwoch spendierten wir Willi bei ca. 83 Tkm einen Ölwechsel und neue Kühlflüssigkeit (also Wasser, Frostschutzmittel brauchen wir demnächst erstmal weniger) und machten dann einen Ausflug zum Toten Meer, das ja bekanntlich auf unter 400 m unter der Meeresoberfläche liegt (vgl. vorherigen Artikel).

Badeurlaub am Toten Meer

Badeurlaub am Toten Meer

Da es auch nun wieder zu spät zum Aufbrechen war, hatte Mariam erneut gewonnen. Abends wies man uns dann noch darauf hin, dass unsere Bremse leckt. Nun, es war zwar nicht die Bremse, die da leckte, sondern Öl des Differentials, das aus der Achse austrat, aber viel ruhiger machte uns das auch nicht.

Beweisfoto

Beweisfoto

Donnerstag checkten wir früh aus, um nach Amman zu fahren und eine Toyota-Werkstatt zu finden. Markus und Ulf brachen ebenfalls auf, allerdings um sich – mit einem Abstecher ans Tote Meer – langsam gen Süden aufzumachen. (Ulf ist ein Freund von Markus, der in Amman für zwei Wochen Jordanien und Sinai in Markus Defender dazu gestiegen ist.) Wir wussten grob, wo wir hin mussten, doch führte uns die Beschilderung nach Amman leider ans falsche Ende: Wir kamen am östlichen Ende, irgendwo zwischen erstem und zweitem Kreisel raus, mussten aber zum achten Kreisel nach Amman West. Dort haben wir zwar nach einigem Hin-und-her recht fix den Toyota-Händler gefunden, aber die Service-Garage macht donnerstags leider schon um ein Uhr zu. Ein klassischer „D’oh!“-Fall, denn unsere Uhr zeigte gerade 13:30 h. (Das „islamische Wochenende“ fällt bei vielen Geschäften auf Donnerstagnachmittag und den Freitag.)

Zum Glück trafen wir vor Ort noch den Besitzer einer kleinen Toyota-Schrauberwerkstatt, denn das Toyota-Personal hatte sichtlich wenig Lust, uns auch nur entfernt irgendwie behilflich zu sein. Das war bisher erfreulicherweise allerdings ein „doppelt-singuläres Ereignis“: sowohl für eine Toyota-Werkstatt, auf die wir bis dato überhaupt nichts kommen lassen können, als auch für Jordanien, dessen Gastfreundschaft der von Syrien und der Türkei nicht nachsteht. Der geschäftstüchtige Jordanier nahm uns mit zu seiner Werkstatt und ließ seinen Mechaniker mal unter unseren Willi schauen, während wir von ihm zum Tee eingeladen wurden. Leider konnte auch er nicht gleich eine Dichtung aus dem Regal ziehen, aber er zog sogar nochmals extra los, um welche zu besorgen, kam jedoch leider lediglich mit den Artikelnummern der Dichtungen zurück. Für seine Mühen kauften wir ihm noch zwei Liter Öl fürs Differential ab, aber nicht das gnadenlos überteuerte für 10 JD den Liter, sondern das für 5 JD für zwei Liter.

Anja und ich beratschlagten uns, was wir tun sollten. Wir könnten alles in Kairo machen lassen, doch wollten andererseits auch noch durchs Wadi Rum und den Sinai „im Sand spielen fahren“. Wir entschlossen uns für „Safety first!“ und das implizierte dann auch wieder eine Rückfahrt nach Madaba, denn Amman hat uns wirklich nicht überzeugt… Mariam wollte uns einfach nicht ziehen lassen! Denn es liegt ja auf der Hand, dass das alles nur ein Klacks gewesen wäre, wenn sie nicht ihre Kräfte hätte spielen lassen. Dies aber nicht nur bei uns: Als ich abends in der Lobby beim Mailen saß, kamen Markus und Ulf wieder herein. …

Langsam wird es echt unheimlich und deshalb beschlossen Markus und Ulf gleich für morgen einen erneuten Ausbruchversuch, während Anja und ich am Samstag auf eine Unachtsamkeit von Mariam hoffen, um schnell und mit Rückenwind ein kleiner Punkt am Horizont Richtung Toyota-Werkstatt werden zu können.

Drückt uns die Daumen!

Category: Jordanien  | 3 Comments

3 Responses

  1. 1
    EmaSteffen 

    Hallo ihr Zwei,

    ich (Ema) hab mich riesig gefreut als ich eure Fotos vom Bad im Toten Meer gesehen hab. Mit Petra und dem Wadi Rum gehört das Tote Meer zu meinen absoluten Lieblingserinnerungen. “ICH WILL AUCH” hab ich gleich gejammert, darauf Steffen “Ok, pack Deine Sachen, es geht los!” :-)
    Da wir z.Zt. noch aus dem Koffer leben wäre das eigentlich ziemlich leicht… aber so ganz ohne Vorbereitung und Visum… na ja, es bleibt uns ja uns für euch zu freuen, und das tun wir wirklich.

    Viele Grüße von Initiative Umzug (Starttermin: Anfang Juli)

  2. 2
    Anja 

    Hallo Emma,

    zu Petra lade ich gerade Bilder hoch, ein Artikel dazu folgt noch. Das Internet ist hier recht mies und alles geht nur recht schleppend.
    Morgen nehmen wir die Fähre nach Ägypten und verlassen Jordanien schon wieder. Wir hatten hier wirklich eine schöne Zeit.

    Freu Dich schon mal auf neue Artikel!

    Anja

  3. 3
    christian_h 

    Hallo Anja, hallo Jörg,
    war nett wieder mal deutsch zu sprechen heute in Addis. Schöne Reise noch. Unsere Seite findet Ihr unter http://www.haudum.de

    Viele Grüße und alles Gute weiterhin!

    Gaby und Christian

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• Mittwoch, Juni 10th, 2009

Dreimal dürft ihr raten, um was es sich hier dreht.

Nachtrag vom 25.06.2009:

Beweisfoto

Beweisfoto

Category: Jordanien  | 2 Comments

2 Responses

  1. 1
    ben 

    Hmm … schwer
    1. Tipp: die minimale Meerestiefe auf die ihr den Toyo versenken wollt, nachdem er nun doch kaputt geht und ihr schon Prospekte für einen Defender wälzt. :-) Sorry couldn’t resist – nach den ganzen kleinen Seitenhieben auf die Landys.
    2. Tipp: Jörgs erster echter Tieftauchgang
    3. Tipp: Wegweiser auf eurer Strecke (vor 400 Meter abbiegen “N”ach “N”orden)

    Hoffe ihr kriegt euer Auto bald wieder flott – schon mal überlegt den ADAC zu rufen? Wäre ja bestimmt lustig zu hören was die sagen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen bekommen die auch garantiert irgendetwas “gezaubert”.

    So nun hat mindestens einer gepostet und euer Test ob noch irgendjemand mitliest hat geklappt ;-)

    Viele Grüße

    Ben

  2. 2
    Joerg 

    ad 1: Wir wollten nur ein Defender retten, da der aber mittlerweile vom Salz zerfressen war, sind wir halt wieder rausgefahren…

    ad 2: Gute Idee eigentlich. Vielleicht nächstes Mal, aber dann wieder beim VDST, die Weicheier von PADI machen ja keine Deko-TG. ;-)

    ad 3: Fast…

    Aber zusammen können wir das Ergebnis durchgehen lassen. Unser Test war ja auch erfolgreich. ;-)

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