Archive for Mai 14th, 2009

Author:
• Donnerstag, Mai 14th, 2009

Warning: mysql_get_server_info(): Access denied for user ''@'localhost' (using password: NO) in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info(): A link to the server could not be established in /www/htdocs/w00ae7aa/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Nachdem Ali für uns kein Zweibett-Zimmer für unsere verbleibenden Tage in Istanbul mehr frei hatte, mussten wir uns erneut auf die Suche machen und klapperten ein Hostel nach dem anderen ab. Wir haben bei etlichen vergeblich an die Tür geklopft – wer hätte gedacht, dass Istanbul bereits im Mai derart gefragt ist –, aber wir sind dann im Nayla Hotel noch fündig geworden. Durch ein wenig Verhandeln hatten wir nachher sogar ein Dreibett-Zimmer für uns allein mit eigener Dusche (und eigenen Fenstern!) für weniger Lira pro Nacht als wir bei Ali zahlten. Dafür mit weniger Backpacker-Atmosphäre, aber mit freiem Parkplatz vor der Tür und Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick auf den Bosporus – auch nicht sooo übel.

Wir hatten uns dort für fünf weitere Tage eingemietet und sind Istanbul auf seinen byzantinischen, römischen und osmanischen Spuren gefolgt. Wir sind zur Grabstätte Mohammeds Freund und Bannerträger in der Eyüp-Moschee gepilgert, am Nabel der Welt in der Hagia Sofia gestanden, haben das Goldene Horn bis zum Ende bereist und uns im Cafe Pierre Loti mit Eis und Cay belohnt. Haben den Galata-Turm erklommen, die Chora-Klosterkirche, die Landmauer und die Blaue Moschee bestaunt und das Hippodrom gesucht, um irgendwann zu merken, dass wir bereits draufstanden und vieles mehr… Dazwischen haben wir ’s uns bei Kaffee oder Cay immer wieder gut gehen lassen und von den zurückliegenden und den zukünftigen Strapazen und den angeschwollenen Füssen erholt.

Nachdem wir nun sehr lange (zunächst wetter-, dann Kirchenburgenbesichtigungs-, dann wieder wetter- und nun Istanbul-bedingt) nicht mehr gecampt haben, sind wir aus diesem Trott fast ein wenig raus – tagsüber einkaufen, damit man abends etwas zu essen hat, möglichst bis 16 Uhr einen Campingplatz gefunden haben, dafür am besten nicht erst gegen 11 Uhr aufbrechen etc. Doch da werden wir auch genauso schnell wieder reinkommen.

Nun sind wir bereits bei auf der Halbinsel Gallopoli bei den Dardanellen, wo ein Offizier namens Mustafa Kemal seinen Leuten im Ersten Weltkrieg befahl: „Ich befehle euch, nicht anzugreifen, ich befehle euch zu sterben. In der Zeit, die wir zum Sterben brauchen, werden andere Truppen und Befehlshaber kommen, um unseren Platz einzunehmen.“ Sein Regiment wurde vernichtend geschlagen, aber die Stellung konnte gehalten werden und die australischen und neuseeländischen Truppen gestoppt werden. Der befehlende Offizier ist nicht gestorben, formte später die „moderne Türkei“ und wurde unter dem ihm verliehenen Beinamen Atatürk weltberühmt.

Hier haben wir in der Nähe von Ecebat im Gelibolu National Park einen idyllischen Camping-Platz gefunden, wo ich das erste Mal auf unserer Reise den salzigen Geschmack des Meeres auf meinen Lippen spüren konnte.

dardanellen_1

Die nächsten geplanten Stopps unserer Reise versetzen mich zurück ins Philosophische Seminar bzw. in den Geschichtsunterricht in der Schule: Troja, Assos, Pergamon, Ephesos, Priene, Milet, …

 

 

Category: Türkei  | One Comment

One Response

  1. 1
    Chris Riener 

    Tolle Berichte!!

    Macht richtig Spass immer wieder neues zu Lesen.
    Für Ephesos empfehle ich Euch, dass Ihr Euch einen der am Eingang herumstehenden Führer nehmt. Die meisten verstehen es hervorragend, die geschichtlichen Fakten rund um Ephesos mit touristentauglichen Schmankerl’n vielleicht etwas kreativ aufzupeppen. Olga und ich haben’s letztes Jahr – in guter schwäbischer Tradition – nicht gemacht und später dann bereut.

    Liebe Grüsse aus’m Ländle

Leave a Reply