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• Donnerstag, April 23rd, 2009

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Der heutige Tag ist eine Zäsur auf unserer Reise: heute früh haben wir uns von Violetta, Katharina und Ben getrennt und sind ab jetzt auf uns allein gestellt. (Musste Ben da heute früh etwa eine Träne unterdrücken? Wir werden es erfahren, sobald sie heil und sicher zu Hause angekommen sind und er diesen Artikel kommentiert… 😉 ) Uns ist bewusst, dass es nun erst richtig losgeht. Zwei Wochen sind rum – das, was gemeinhin als normaler Urlaub gilt und wir haben den Luxus, noch viel Zeit vor uns haben zu dürfen…

Mit den Dreien war es für mich wie in den Tagen unserer Motorradreisen. Auf der gestrigen Etappe von Trogir zur Insel Pag sind wir abschnittsweise die Strecken von unserer damaligen Motorradtour nach Istanbul gefahren. So kamen wir in der Stadt Pag bei dem Restaurant direkt am Nordufer der Brücke vorbei, bei dem wir im August 2004 in brüllender Hitze Mittagpause machten und gegenüber im Kaufhaus unsere Vorräte auffüllten, und als wir dann am Camping-Platz ankamen, empfingen wir uns mit „Weißt du noch, damals …“.

Aus Campen wurde dann jedoch nichts – es war einfach zu windig. Es war unser letzter gemeinsamer Abend, und wir wollten diesen gemütlich zusammen verbringen und uns nicht durchs Wetter so schnell in die Kojen vertreiben lassen. Nach einiger Suche sind wir in Novalja dann auch schließlich noch fündig geworden. Zwar hatte das Appartement-Haus eigentlich noch nicht geöffnet und war auch nicht ganz in unserem normalen Camping-Rahmen, aber für den letzten Abend war uns das Ambiente sehr recht. Wie zu erwarten, wurde nach dem Essen auf dem Balkon dann noch das ein oder andere Glas Wein geleert…

Während der gemeinsamen zwei Wochen haben wir eine äußerst entspannte Routine entwickelt, insbesondere was die Abende angeht. Die jüngste Tradition war das „Landebierchen“, nachdem wir ankamen; das „Weinchen“ am Abend hatte von Anfang an Bestand, das Wesentliche war aber, dass wir beim Campen unsere Alu-Tische immer zusammen schoben und die Abende zusammen ausklingen ließen, bevor Katharina als erste ins Bettchen wollte oder sollte und Violetta mit ihr musste. Meist saßen wir anderen drei dann noch ein bisschen, wenn auch nicht lang und so „wurden wir immer früher“. Diese Routine ist nun erstmal weg gebrochen, bis Anja und ich eine neue Reise-Routine entwickelt haben. Aber abgesehen davon und den Dejavus durch die vergangenen gemeinsamen Urlaube, fühlt es sich noch aus einem anderen Grund „falsch“ an, dass Ben und Violetta „mittendrin“ umdrehen und zukünftig auch primär lesend teilhaben: Sie spielten bei unseren Vorbereitungen zur Reise eine zentrale Rolle, vor allem weil Willi bei ihnen und mit ihnen in Dedensen ausgebaut wurde und mindestens unsere Mittelkonsole mehr eine Konstruktion Bens ist als dass wir uns diesbezüglich rühmen dürften. Deshalb wohnt zwar stets etwas von ihnen unserer weiteren Reise bei, sie werden uns aber dennoch fehlen!

Abschied mit Violetta, Katharina und Ben vor Wilhelm

Abschied mit Violetta, Katharina und Ben vor Wilhelm

Heute früh nach dem letzten Frühstück mit allen fünf fuhren wir das kurze Stück bis Senj noch zusammen, bis sie zurück nach Bled (Slowenien) wollten und wir über Zagreb, Richtung Nordost-Kroatien. Dabei hatten wir mehr Seiten- als namensstiftenden Rückenwind als uns lieb war, zudem regnete es unentwegt. Wir entschieden uns deshalb kurzerhand für die Autobahn. (Auch langen, eintönigen Autobahnfahrten können wir – dank Steffis und Thomas edler Hörbuchspende – mittlerweile etwas abgewinnen… Danke, euch beiden! 😉 )

In Zagreb wurde das Wetter deutlich besser und mit jeder Temperaturanzeige stieg die Temperatur von anfangs 6°C bis zu knapp unter 17°C. Anja und ich waren deshalb in bester Camping-Laune und wollten bei Sibinj in der Nähe von Slavonski Brod campen. Doch entweder gab es den Platz nicht mehr – entgegen unserer leider 8 Jahre alten Karte – oder er ist einfach zu schlecht ausgeschildert. Wir machten uns also auf zu dem nächstgelegenen Camping-Platz unserer Karte, der ca. 56 km entfernt lag. Hier wiederholte sich das Trauerspiel. Für uns war es mittlerweile schon ein ganz schöner Ritt und wir machten uns also direkt auf in die nächst größere Stadt: Dakovo. Die Pensionen an denen wir vorbeifuhren, sahen nicht sehr einladend aus, und das Hotel, das wir fanden, war uns deutlich zu teuer. Dank des Portiers fanden wir dann in einem Motel im Nachbarort ein Dach über den Kopf.

Hatten wir am Anfang noch eine Dauercamp-Strähne, hat sich das in den letzten Tagen leider ins Gegenteil gedreht. Heute wollten wir, doch wir fanden keinen Platz, und sahen auch sonst nichts Einladendes. Wir waren über 9 Stunden unterwegs, ca. 520 km und endeten nach 2,5 Stunden, nachdem wir von der Autobahn abfuhren dort, wo wir auch rausgekommen wären, wenn wir bequem ca. eine halbe Stunde länger auf der Autobahn geblieben wären. Mittlerweile fing es auch schon an zu dämmern und wir hatten somit nicht mehr sonderlich viel Spielraum. Wir blieben in dem Motel, haben uns aber geschworen, zukünftig früher etwas zu nehmen und nicht bis zur Dämmerung zu fahren, denn erfahrungsgemäß kommen dank Murphy just immer dann keine Gelegenheiten mehr frei Haus. Außerdem waren wir schon sehr erstaunt, was das in dieser Region gekostet hat – an der Küste oder in Naturparks waren unsere Aufenthalte nicht teuerer…

Nach dieser Odyssee macht es uns Kroatien nach all den wunderschönen Eindrücken dann doch nicht so schwer, Abschied zu nehmen. Da wir von Serbien eine noch schlechtere Karte haben, werden wir morgen lieber den kleinen Schwenker über Ungarn nach Rumänien machen, um dann Siebenbürgen entgegen zu eilen.

 

 

Category: Kroatien  | 4 Comments

4 Responses

  1. 1
    Tim 

    Als nächstes kommt das „Aufbruchbierchen“, das „Zweite-Frühstück-Bier“ und die „Fünf-Uhr-Gerstenkaltschale“. 😉

  2. 2
    Joerg 

    Nee, nee, keine Angst, das brauchten wir nur in Kroatien, um uns an den kroatischen Fahrstil zu akklimatisieren… 😉 Ggf. noch in Rumänien, wenn wir als Italiener gelten wollten — sorry, Emma. Beide Gruppen pflegen jedenfalls einen Fahrstil, der doch sehr gewöhnungsbedürftig ist.

  3. 3
    Steph 

    Tach auch!
    juhu, es klappt (*hüpf*)
    Liebe Gruesse aus dem sehr sonnigen Hannover. 🙂
    Freut mich, dass euch die Hoerspiele die Zeit ein wenig vertreiben.
    Regentage sind in der Tat doof. Seid unbesorgt, sie werden bestimmt seltener 😉
    So long, gute Fahrt,
    Steffi

  4. 4
    silviedh 

    Hallo Ihr Zwei,

    wow – ich bin echt geplättet… – sowohl von der (heute noch gar nicht erwarteten!) Vielzahl der bisherigen Reiseberichte (Geetha und ich dachten darüber nach, ob Ihr wohl gerade in Frankfurt oder Hannover seid 😉 als auch der Seite überhaupt! Uffz! Jetzt frage ich mich nicht mehr nur, warum ich nicht auch so eine geniale spannende Erfahrung/Tour mache wie Ihr, sondern auch noch, an welcher Stelle ich in Sachen „Computer“ aufgehört habe dazuzulernen (muß wohl irgendwo zwischen ein- und ausschalten und eMail schreiben gewesen sein… 8-[ – wie auch immer – auch wenn Ihr Eure Reise ja nun längst begonnen habt: von uns auch nochmal ganz viel Spaß & Glück dabei und eine ganz tolle Zeit!!! (Werden von nun an täglich an Euch denken.. 😉
    Viele liebe Grüße von Silvia, Karsten, Svea und Ronja

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