Archive for ◊ April, 2009 ◊

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• Montag, April 27th, 2009
  1. wir veröffentlichen jetzt auch unsere Routenabschnitte, wenn alles funktioniert. Das ganze funktioniert über ein Google Maps Plugin. Es könnte sein, dass sich das Plugin negativ auf die Ladezeiten der Seiten auswirkt
  2. mein Handyvertrag läuft in wenigen Tagen aus (30.4.). Ich bin erst mal nicht mehr selbst übers Handy erreichbar, sondern über Jörgs Nummer. Wer sie haben möchte, bitte einfach eine Mail schreiben. Sobald wir länger in einem Land sind, holen wir uns Prepaid Karten und teilen ggf. die Nummer mit.
  3. Wir sind nicht mehr nur über unsere alten, gewohnten eMail-Adressen erreichbar, sondern auch über:
    >>> Anja:  anja (at) initiative-rueckenwind.de
    >>> Jörg:  joerg (at) initiative-rueckenwind.de
    Wir hören gerne News aus der Heimat, neben euren Kommentaren könnt ihr uns also gerne auch an die Adressen Mails schicken, solange sie unseren Speicherplatz nicht allzu sehr belegen ;-) – wie bei web.de auch…
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  1. 1
    kaschidH 

    So ich habe mich jetzt auch durch die Massen an Informationen durchgeklickt, sodass ich sozusagen zu “Beifahrer” geworden bin. Ihr habt die Latte schon sehr hoch angesetzt mit dieser Seite – Respekt. Ich hoffe sehr für UNS Leser und imaginären Begleiter, dass Ihr die Höhe der Latte nicht allzuweit reduzieren müsst…. Ganz viel Spaß, ganz wenig Stress und einen großen Sack voller Erfahrungen wünsche ich Euch. Um den letzteren werde ich Euch sicher ewig beneiden…

    Bis dahin Karsten

    PS: Grüße auch natürlich von Silvia, Svea und Ronja (Wuff)

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• Sonntag, April 26th, 2009

Heute waren wir auf der Weiterreise noch in Szeged (das Szegediner Gulasch hat leider nichts mit dieser Stadt zu tun). Eine kurze Besichtigung der Stadt kam nur zustande, weil wir nach einem freien WLAN gesucht hatten. Leider keins gefunden, dafür schöne Bilder gemacht, wovon wir eines hochgeladen haben:

Marktplatz von Szeged

Marktplatz von Szeged

Der Grenzübertritt nach Rumänien war diesmal gänzlich unspektakulär und schnell. Nicht wie bei der Ausreise aus Kroatien nach Ungarn, als in jedes Fach und jeden Schrank geschaut wurde. Nur durch Überredungskünste durften wir die Wasseraufbereitungstabletten weiter behalten. Die Ungarn und Rumänen hat unser Auto überhaupt nicht interessiert.

Kurz nach der Grenze waren wir ziemlich verwirrt über die unzähligen Vignetten-Häuschen. Ob man in Rumänien eine Vignette für jede Strasse oder nur für die Autobahn braucht? Egal, wir haben uns an einer Tankstelle wahrscheinlich übers Ohr hauen lassen und eine gekauft, obwohl wir sie wahrscheinlich nicht brauchen. Die Fahrt nach Sibiu (Hermannstadt) führte durch schöne Täler, grüne Wiesen und extrem viele Dörfer (wo war noch mal die Autobahn?). Nach Stunden kamen wir an. Zu unserem Nachteil haben wir mit dem Grenzübertritt nach Rumänien auch gleich eine Zeitzone gewechselt und eine Stunde des Tages verloren.

Mein Gedächtnis leitete uns auf dem direkten Weg zu der Pension, in der ich mit meiner Familie schon im September genächtigt hatte. Das Glück hatte es gut mit uns gemeint, wir bekamen ein schönes Zimmer und genossen den ersten Abend in Siebenbürgen in der Crama Sibiana, quasi dem Stammlokal von uns in Hermannstadt, bei Wein und leckerem Essen.

[Jörg:] Und bei extrem aufschlussreichen Unterhaltungen am Nachbartisch, die zeitweise dazu führten, dass Anja und ich uns minutenlang anschwiegen: Wer noch nicht wusste, dass die NATO uns über die Kondensstrahlen ihrer Jets konspirativ verdummt und auch manche zivile Fluggesellschaften dabei mitmischen, was daran erkennbar sei, dass deren Kondensstreifen länger am Himmel sichtbar blieben und sich nicht sofort auflösen würden, der konnte es hier erfahren. Auch dass viele Berliner Politiker in Wahrheit Kinderschänder sein, die in der Vergangenheit dabei gefilmt wurden und nun erpresst werden, wurde glaubhaft vermittelt, da die gute Frau dies aus erster Hand wusste, und zwar von einem russischen Doppelagenten. Dieser Doppelagent ― nennen wir ihn einfach Dr. No, ihr werdet schon verstehen, dass ich diesen Namen, um Anjas und mein Leben nicht zu gefährden, hier nicht nennen kann ― hatte seinen Dr. übringens in Philosophie und Politik gemacht und wusste dies von Putin persönlich. Hinter diesen Erpressung stecken übrings die Juden und als die liebenswerten Heimflüchtlinge dann auch noch munter das Holocaust-Lügen-Akkordeon anstimmten, wurde es allerdings doch schaurig. Wissenschaftlich wurde jeder Beweis ― ‘schuldigung “Indiz” muss es wohl heißen ― zerrissen, doch dann kam auch schon das Dessert und die Rechnung und so waren wir um die Einsichten ärmer. Schade eigentlich, ich hätte gern noch erfahren, ob die Amerikaner nun wirklich schon auf dem Mond waren, wer JFK erschossen hat, ob Osama bin Laden in Wirklichkeit eine CIA-Legende ist, ob ‘s doch keinen Zusammenhang zwischen HIV und AIDS gibt und dies in der Tat ein schiefgegangenes Armee-Experiment war und die wahre Antwort zur Frage aller Fragen: Gibt es Bielefeld nun doch?

 

 

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  1. 1
    susanne 

    L O L @ eure Nebensitzerin!

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• Sonntag, April 26th, 2009

Wir sitzen gerade am Frühstückstisch und planen die Weiterfahrt. Ob wir heute Nachmittag wieder einen Campingplatz ansteuern, wissen wir noch nicht. Die letzten Tage waren da eher mau im Gegensatz zu den Zeiten, als wir mit Ben und Violetta noch per ADAC-Campingführer einen Platz ausgesucht hatten. Im nordöstlichen Teil Kroatiens haben wir uns von unserer Straßenkarte mit Camping-Zeichen in die Irre leiten lassen und keinen gefunden, so dass wir in einer Fernfahrer-Spelunke absteigen mussten. Danach entschieden wir über Ungarn nach Rumänien zu fahren und wurden hier zwar fündig, aber wir waren die einzigen auf dem Campingplatz. Ich fand es ziemlich gruselig weit und breit keine Menschenseele zu sehen und die ganze Nacht über Kröten und Vögeln zu zuhören.

Der Campingplatz für diese Nacht ist auch eine Klasse für sich. Zwar sind wir hier nicht alleine, eine Bikerhochzeit findet hier auch statt (Beschallung rund um die Uhr), aber wir sind die einzigen Camper. Die Ansprache oder Gesellschaft, die mir seit der Trennung von Violetta, Katharina und Ben fehlt, gibt es auch hier in Szeged nicht.

Dafür gibt es auch nette Geschichten zu erzählen.

Wir haben hier so viele Tiere gesehen, wie vorher noch nicht. Die allmorgendliche Vogelhochzeit brauche ich nicht zu erwähnen: Amseln schleichen ständig mit Futter um unseren Frühstückstisch, Rebhühner waten an uns vorbei, Hasen hüpfen hier herum, Entenpaare, Kuckucke und Spechte leisten uns Gesellschaft. Sogar Störche haben wir schon diverse gesehen.

Storchenflug

Storchenflug

Klapperstorch im Nest

Klapperstorch im Nest

Und: wir sind mit einer Donaudampfschiffahrtsgesellschaft ;-) vor ein paar Tagen übergesetzt ans gegenüberliegende Ufer der Donau.

[Jörg:] Anja hatte den Preis mit Händen und Füßen ausgehandelt, weil der Fährmann leider keiner unserer Sprachen sprach, und wir kein Wort ungarisch, was ihn aber bei der Überfahrt nicht davon abhielt, uns unseren weiteren Weg zu erklären ― auf ungarisch natürlich, was für uns ähnlich hilfreich war, wie eine Reparaturanleitung auf japanisch: Schön zu wissen, dass es geht, aber nur wie genau jetzt? ;-)

Anschließend haben wir uns erstmal zu einer kleiner Vesper abseits des Weges gehauen und mussten uns fragen, wo Ben und Violetta jetzt wohl gerade sind und ob sie sich umgekehrt gerade das gleiche fragen…

 

 

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2 Responses

  1. 1
    ben 

    Ja, dann will der Ben auch mal antworten – Asche auf mein Haupt dass dies so spät passiert – …
    Wir sind tatsächlich schon eine ganze Weile wieder zurück. Nachdem wir am Tag unseres Abschieds bis zum Campingplatz in Bled zurückgedüst sind und – des vermeintlich schönen Wetters – Wäsche für mehrere Tage gewaschen und campiert haben, wurden wir dann doch von einem heftigen Regen in der Nacht erwischt. Die Vorhersage wies auch für die nächsten Tage nichts Gutes aus, so dass wir dies als Zeichen für das Ende des Urlaubs nahmen und heimfuhren. In Ingolstadt trocknete noch das Zelt … gleich hinter den Alpen war quasi wieder Hochsommer :-/

    Nun habe ich es also geschafft den Account zu aktivieren – naja zugegebenermassen einen Neuen anzulegen – und dehalb hier das erste Post …

    Viele Grüße

    Ben

  2. 2
    Joerg 

    Ihr hättet mit nach Istanbul kommen sollen: drei Tage hier und bisher kaum Wolken.

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• Donnerstag, April 23rd, 2009

Der heutige Tag ist eine Zäsur auf unserer Reise: heute früh haben wir uns von Violetta, Katharina und Ben getrennt und sind ab jetzt auf uns allein gestellt. (Musste Ben da heute früh etwa eine Träne unterdrücken? Wir werden es erfahren, sobald sie heil und sicher zu Hause angekommen sind und er diesen Artikel kommentiert… ;-) ) Uns ist bewusst, dass es nun erst richtig losgeht. Zwei Wochen sind rum – das, was gemeinhin als normaler Urlaub gilt und wir haben den Luxus, noch viel Zeit vor uns haben zu dürfen…

Mit den Dreien war es für mich wie in den Tagen unserer Motorradreisen. Auf der gestrigen Etappe von Trogir zur Insel Pag sind wir abschnittsweise die Strecken von unserer damaligen Motorradtour nach Istanbul gefahren. So kamen wir in der Stadt Pag bei dem Restaurant direkt am Nordufer der Brücke vorbei, bei dem wir im August 2004 in brüllender Hitze Mittagpause machten und gegenüber im Kaufhaus unsere Vorräte auffüllten, und als wir dann am Camping-Platz ankamen, empfingen wir uns mit „Weißt du noch, damals …“.

Aus Campen wurde dann jedoch nichts – es war einfach zu windig. Es war unser letzter gemeinsamer Abend, und wir wollten diesen gemütlich zusammen verbringen und uns nicht durchs Wetter so schnell in die Kojen vertreiben lassen. Nach einiger Suche sind wir in Novalja dann auch schließlich noch fündig geworden. Zwar hatte das Appartement-Haus eigentlich noch nicht geöffnet und war auch nicht ganz in unserem normalen Camping-Rahmen, aber für den letzten Abend war uns das Ambiente sehr recht. Wie zu erwarten, wurde nach dem Essen auf dem Balkon dann noch das ein oder andere Glas Wein geleert…

Während der gemeinsamen zwei Wochen haben wir eine äußerst entspannte Routine entwickelt, insbesondere was die Abende angeht. Die jüngste Tradition war das „Landebierchen“, nachdem wir ankamen; das „Weinchen“ am Abend hatte von Anfang an Bestand, das Wesentliche war aber, dass wir beim Campen unsere Alu-Tische immer zusammen schoben und die Abende zusammen ausklingen ließen, bevor Katharina als erste ins Bettchen wollte oder sollte und Violetta mit ihr musste. Meist saßen wir anderen drei dann noch ein bisschen, wenn auch nicht lang und so „wurden wir immer früher“. Diese Routine ist nun erstmal weg gebrochen, bis Anja und ich eine neue Reise-Routine entwickelt haben. Aber abgesehen davon und den Dejavus durch die vergangenen gemeinsamen Urlaube, fühlt es sich noch aus einem anderen Grund „falsch“ an, dass Ben und Violetta „mittendrin“ umdrehen und zukünftig auch primär lesend teilhaben: Sie spielten bei unseren Vorbereitungen zur Reise eine zentrale Rolle, vor allem weil Willi bei ihnen und mit ihnen in Dedensen ausgebaut wurde und mindestens unsere Mittelkonsole mehr eine Konstruktion Bens ist als dass wir uns diesbezüglich rühmen dürften. Deshalb wohnt zwar stets etwas von ihnen unserer weiteren Reise bei, sie werden uns aber dennoch fehlen!

Abschied mit Violetta, Katharina und Ben vor Wilhelm

Abschied mit Violetta, Katharina und Ben vor Wilhelm

Heute früh nach dem letzten Frühstück mit allen fünf fuhren wir das kurze Stück bis Senj noch zusammen, bis sie zurück nach Bled (Slowenien) wollten und wir über Zagreb, Richtung Nordost-Kroatien. Dabei hatten wir mehr Seiten- als namensstiftenden Rückenwind als uns lieb war, zudem regnete es unentwegt. Wir entschieden uns deshalb kurzerhand für die Autobahn. (Auch langen, eintönigen Autobahnfahrten können wir – dank Steffis und Thomas edler Hörbuchspende – mittlerweile etwas abgewinnen… Danke, euch beiden! ;-) )

In Zagreb wurde das Wetter deutlich besser und mit jeder Temperaturanzeige stieg die Temperatur von anfangs 6°C bis zu knapp unter 17°C. Anja und ich waren deshalb in bester Camping-Laune und wollten bei Sibinj in der Nähe von Slavonski Brod campen. Doch entweder gab es den Platz nicht mehr – entgegen unserer leider 8 Jahre alten Karte – oder er ist einfach zu schlecht ausgeschildert. Wir machten uns also auf zu dem nächstgelegenen Camping-Platz unserer Karte, der ca. 56 km entfernt lag. Hier wiederholte sich das Trauerspiel. Für uns war es mittlerweile schon ein ganz schöner Ritt und wir machten uns also direkt auf in die nächst größere Stadt: Dakovo. Die Pensionen an denen wir vorbeifuhren, sahen nicht sehr einladend aus, und das Hotel, das wir fanden, war uns deutlich zu teuer. Dank des Portiers fanden wir dann in einem Motel im Nachbarort ein Dach über den Kopf.

Hatten wir am Anfang noch eine Dauercamp-Strähne, hat sich das in den letzten Tagen leider ins Gegenteil gedreht. Heute wollten wir, doch wir fanden keinen Platz, und sahen auch sonst nichts Einladendes. Wir waren über 9 Stunden unterwegs, ca. 520 km und endeten nach 2,5 Stunden, nachdem wir von der Autobahn abfuhren dort, wo wir auch rausgekommen wären, wenn wir bequem ca. eine halbe Stunde länger auf der Autobahn geblieben wären. Mittlerweile fing es auch schon an zu dämmern und wir hatten somit nicht mehr sonderlich viel Spielraum. Wir blieben in dem Motel, haben uns aber geschworen, zukünftig früher etwas zu nehmen und nicht bis zur Dämmerung zu fahren, denn erfahrungsgemäß kommen dank Murphy just immer dann keine Gelegenheiten mehr frei Haus. Außerdem waren wir schon sehr erstaunt, was das in dieser Region gekostet hat – an der Küste oder in Naturparks waren unsere Aufenthalte nicht teuerer…

Nach dieser Odyssee macht es uns Kroatien nach all den wunderschönen Eindrücken dann doch nicht so schwer, Abschied zu nehmen. Da wir von Serbien eine noch schlechtere Karte haben, werden wir morgen lieber den kleinen Schwenker über Ungarn nach Rumänien machen, um dann Siebenbürgen entgegen zu eilen.

 

 

Category: Kroatien  | 4 Comments

4 Responses

  1. 1
    Tim 

    Als nächstes kommt das “Aufbruchbierchen”, das “Zweite-Frühstück-Bier” und die “Fünf-Uhr-Gerstenkaltschale”. ;-)

  2. 2
    Joerg 

    Nee, nee, keine Angst, das brauchten wir nur in Kroatien, um uns an den kroatischen Fahrstil zu akklimatisieren… ;-) Ggf. noch in Rumänien, wenn wir als Italiener gelten wollten — sorry, Emma. Beide Gruppen pflegen jedenfalls einen Fahrstil, der doch sehr gewöhnungsbedürftig ist.

  3. 3
    Steph 

    Tach auch!
    juhu, es klappt (*hüpf*)
    Liebe Gruesse aus dem sehr sonnigen Hannover. :-)
    Freut mich, dass euch die Hoerspiele die Zeit ein wenig vertreiben.
    Regentage sind in der Tat doof. Seid unbesorgt, sie werden bestimmt seltener ;-)
    So long, gute Fahrt,
    Steffi

  4. 4
    silviedh 

    Hallo Ihr Zwei,

    wow – ich bin echt geplättet… – sowohl von der (heute noch gar nicht erwarteten!) Vielzahl der bisherigen Reiseberichte (Geetha und ich dachten darüber nach, ob Ihr wohl gerade in Frankfurt oder Hannover seid ;-) als auch der Seite überhaupt! Uffz! Jetzt frage ich mich nicht mehr nur, warum ich nicht auch so eine geniale spannende Erfahrung/Tour mache wie Ihr, sondern auch noch, an welcher Stelle ich in Sachen “Computer” aufgehört habe dazuzulernen (muß wohl irgendwo zwischen ein- und ausschalten und eMail schreiben gewesen sein… 8-[ – wie auch immer – auch wenn Ihr Eure Reise ja nun längst begonnen habt: von uns auch nochmal ganz viel Spaß & Glück dabei und eine ganz tolle Zeit!!! (Werden von nun an täglich an Euch denken.. ;-)
    Viele liebe Grüße von Silvia, Karsten, Svea und Ronja

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• Dienstag, April 21st, 2009

Pünktlich zum nächsten Aufbruch-Tag, fing es an zu regnen. Da das Dachzelt nicht unnötig nass werden muss, schreckten wir am 19. April schon um 6 Uhr beim ersten Geplätscher auf, und waren erst mal wach. Da wir den Regen schon erwartet hatten, waren wir schon fertig gepackt und hatten doch noch Zeit für ein gemütliches Frühstück. Um 8 Uhr konnten wir den Campingplatz verlassen und hatten damit einen neuen Rekord im frühen Loskommen aufgestellt.

Die lange Fahrt des Tages führte uns in den Nationalpark „Plitvicka Jezera“, die Plitvicer Seen. Wir kamen zu spät an, um den Park noch zu besichtigen, aber die Vermieterin unserer Zimmer nannte uns ein Alternativ-Programm: ein kleines Dorf umgeben von Wasserfällen und die Besichtigung einer Grotte. Dieses Alternativprogramm habe ich bei meinen diversen Fliegerurlauben schon zu genüge mitgemacht und habe mich standhaft geweigert, die Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Violetta, Katharina, Ben und Jörg hatten allerdings Spaß bei der Grotte.

Jörg in Rastoke

Jörg in Rastoke

Danach folgte das hübsche Wasserfall-Dorf, in dem am Morgen noch ein Rafting-Wettbewerb stattgefunden hatte. Die Dorfbewohner tanzten und sangen noch, während wir Touristen uns die Häuschen anschauten.

Wasserfalldorf Rastoke

Wasserfalldorf Rastoke

Rastoke (Slunj)

Rastoke (Slunj)

Die Wege durch die hügeligen Landschaften führten uns vorbei an zahlreichen Dörfern, in denen die Hauswände noch Einschusslöcher hatten. Der Nationalpark ist  quasi direkt an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina.

Der folgende Tag war komplett für eine Wanderung durch den Park reserviert. Nach dem Frühstück starteten wir zu Fuß und waren beeindruckt von dem Naturschauspiel. Die eingefügte Galerie gibt Euch einen Einblick, wie die Wasserfälle sich dort den Weg durch die Natur bahnten. Der Park gehört zum UNESCO Weltnaturerbe und wenn man durch läuft, kann man das gut verstehen. Eine 300qm große Fläche voller Seen, die über Wasserfälle in einander „überlaufen“ und gesäumt sind mit Buchen und Nadelbäumen. Außerdem gibt es dort viele Vögel und Pflanzen. Als Besucher läuft man über Holzstege über und um die Wasserfälle herum und kann zwischen 3 und 8 Stunden wandern.

Plitvicka

Nationalpark Plitvicer Seen

Das anhaltend schlechte Wetter zieht uns wieder an die Küste. Diesmal zur Besichtigung Splits. Der Morgen des 21. Aprils startete mit dichtem Nebel, sodass wir erneut glücklich über die Entscheidungen der letzten Tage waren. Wir hatten immer zum richtigen Wetter die richtige Unternehmung gewählt.
Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir schließlich in Split an. Die Stadt um die Altstadt herum ist nicht besonders hübsch, während die Sträßchen rund um den Diokletianspalast wirklich schön zu durchlaufen waren. Irgendwie war es uns allerdings doch zu touristisch und uns ärgerte, dass an jeder nur halbwegs nach Touristenattraktion ausschauendenr Stelle Geld für eine Besichtigung gefordert wurde. So verließen wir die Stadt schnell wieder und fuhren wieder in den Norden nach Trogir. Inzwischen regnete es auch wieder stärker und wir suchten nach einer Unterkunft. Wir haben schnell zwei Zimmer für uns gefunden und erst mal ausgepackt. Zum Abschluss des Abends liefen wir noch durch die Altstadt, die auch hier wirklich schön ist. Lauter verwinkelte kleine Gassen und süße kleine Läden. In einem schönen Restaurant wurden wir allerdings von unserem ersten Eindruck getäuscht. Weder Salat noch Fisch waren wirklich gut. Etwas frustriert sind wir wieder in unser Zimmer zurückgekehrt, um dort deutsches Fernsehen und das freie WLAN des Nachbarhotels zu genießen ;-)

 

 

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  1. 1
    susanne 

    HA… jetzt klappts auch mit den Kommentaren :)

  2. 2
    malbien 

    Hey ihr Zwei!

    Ein toller Bericht – bei dem Svety glatt Heimweh bekommt :-)

    Übrigens (ich dachte mir, das interessiert euch vielleicht): 96 hat Köln mit 2:1 geschlagen! Und weil ich ein Netter bin, auch für Dich, Anja, das Ergebnis vom Stuttgarter Spiel ;-) Dein Heimatverein hat ebenfalls gewonnen, nämlich 2:0 gegen Frankfurt.

    Wir denken an euch!!!

    Svety & Marc

  3. 3
    Joerg 

    Howdy Marc,

    vielen Dank für das Update. Am “Tatort-Tag” denken wir natürlich auch besonders an euch. ;-)

    Viele Grüße aus Sibiu,

    Jörg

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• Samstag, April 18th, 2009

Gestern fuhren wir aus Rovinj über eine hügelige und mit aufgerissenen Strassen durchsetzte Landschaft auf die Insel Cres. Hier angekommen, fuhren wir in ein beschauliches Dörfchen mit einer tollen Aussicht aufs Meer.

 

 

Auf der Fahrt begegneten wir einem weiteren Landcruiser (Seltenheit!) und einem umgebauten Mercedes-Laster mit Wohnkabine. Weitere Offroader :-)

Am späten Nachmittag führte uns die Fähre schließlich auf die Insel Krk, wo wir zwei Nächte campieren. Am ersten Abend angekommen gab es nach gutem Brauch auch wieder ein Landbier. Allerdings hätte nur ich dies heute auch wirklich verdient, nachdem ich in Rovinj beim Wäsche-Abholen – zusammen mit Ben und Violetta hatten wir uns den Luxus einer Reinigung geleistet – stolperte und abgehoben bin.

In Krk ist auch endlich ein Internetcafé, weswegen gleich mehrere Artikel auf einmal in unseren Blog kommen.

 

 

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  1. 1
    Heidi Haupt 

    Seid Ihr zu beneiden und auf KRK kann man auch gut tauchen !

    Grüßle Heidi

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• Donnerstag, April 16th, 2009

Die dreckige Wäsche trieb uns die Küste entlang zum kleinen Städtchen Rovinj. Sowohl bei uns, als auch bei Ben, Violetta und Katharina hat sich inzwischen so viel Wäsche angehäuft, dass wir gezwungen waren, die Wäsche waschen zu lassen. Der Lonely Planet führte uns daher in das Städtchen Rovinj, in dem wir nach einigem Suchen auch die Wäscherei gefunden hatten.
Das gerade umschwenkende Wetter hatte uns auch überzeugt, die Nacht heute lieber in einem festen Haus zu verbringen und nicht zu campen. Nachdem wir ein kleines Apartment bezogen und uns ausruhten, erkundeten wir den kleinen Ort und aßen den ersten Fisch. Lecker! Satt gegessen gingen wir schon gegen 21 Uhr ins Bett.

Erkenntnis des Tages: „Wir werden immer früher“

Altstadt von Rovinj

Altstadt von Rovinj

 

 

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  1. 1
    malbien 

    Hey ihr Abenteurer!

    Wir haben mit Begeisterung eure Berichte gelesen, und speziell Svety weiß natürlich auch, wo ihr euch befindet! :-)

    Euch weiterhin eine gute Fahrt, grüßt uns das alte Jugoslawien und postet weiter fleißig, damit wir wissen, daß es euch gut geht!!!

    Viele Grüße aus der Heimat von Svety, Dami, Tom & Marc

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• Mittwoch, April 15th, 2009

Die folgende Strecke war eher anstrengend. Wir folgten dem Navi und der Anweisung „kürzeste Strecke“ von Kobarid nach Umag in Slowenien. Nach viel, viel Fahrerei kamen wir schließlich an einem Campingplatz am Meer in Kroatien an und genossen dort die Ruhe. Dort war irgendwie alles „zu“. Keine Waschmaschine, der halbe Platz nur benutzbar, keine Freizeitangebote, … wir sind eindeutig in der Vorsaison.

Den Tag Pause, der darauf folgte, nutzten Jörg und ich, um einen Abstecher nach Triest zu machen. Die Stadt folgt dem Motto „außen pfui, innen hui“. Nachdem man ewig auf Hoch-Straßen um die Stadt herum und vorbei an Raffinerien fährt, gelangt man in ein hübsches Städtchen mit italienischem Flair. Kleine Gassen führen einen durch die Altstadt hinauf zur Burg und zur Basilika.

Triest von oben

Triest von oben

Wir konnten natürlich nicht gehen, ohne in einem Buffet gegessen zu haben. Durch einen hilfsbereiten Einwohner, der sogar gutes Deutsch sprach, fanden wir schließlich schnell zu einem Supermarkt, um die wichtigsten Einkäufe für die nächsten Tage zu tätigen. Leider sollte dann nicht mehr alles so gut laufen. Ich fuhr auf der Autobahn einfach aus der Stadt, um dann zu bemerken, dass wir in die vollkommen falsche Richtung fuhren. Immerhin hat mir der Abstecher in den Norden Triests einen Ausblick auf sieben Gleitschirmflieger beschert und meine ausgehungerte Fliegerseele war wieder etwas beruhigt.

 

 

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• Dienstag, April 14th, 2009

Den Campingplatz in Bled haben Jörg und ich nicht verlassen. Wir waren einen ganzen Tag damit beschäftigt, das Auto auszuräumen und unsere Packweise zu optimieren. Aber wir hatten angenehmes Wetter und viel Ruhe. Am Ende war alles gut verstaut und wir sind mit gutem Gewissen weitergefahren.

Zunächst wollten wir über einen Pass in Slowenien nach Kobarid fahren, was unseren Autos leider verwehrt wurde. Eine Schranke hielt uns davon ab, den Pass zu befahren. Wir entschieden uns dann für einen Umweg über Italien. Bei kleinen Zwischenstopps zum Essen genossen wir die schöne Alpenlandschaft und den Schnee, der hier noch lag.

 

Zwischen hohen Bergen

Zwischen hohen Bergen

Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz, der sehr auf Outdoor-Sportler ausgerichtet war, u.a. auch auf Gleitschirmflieger. Nachdem ich mir sicher war, dass wir durch tolle Fluggebiete gefahren sind, aber ich keinen am Himmel gesehen habe, habe ich die offensichtlichen Gleitschirmflieger auf dem Platz angesprochen und war hinterher sehr beruhigt. Es war zu sportlich, um zu fliegen. Ein Blick in den Himmel am nächsten Tag und mir war das auch klar: Föhn. Wie gut, dass ich keinen Schirm bei mir habe ;-)

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• Samstag, April 11th, 2009

Das Navi sagt: ‚nur noch ca. 95 km’, bis wir auf einen Campingplatz bei Bled in Slowenien auf Violetta, Katharina und Ben stoßen. Da die beiden ein paar Tage Vorsprung haben und wir schnellstmöglich zu ihnen stoßen wollten, sind wir durch Österreich nur schnell durchgefahren. Zu Anjas Leidwesen, das auch noch nördlich der Alpen, und somit an so vielen schönen Fluggebieten vorbei. Sie fährt, ich blogge und ständig streckt sich ihr Finger hoch zu diesem Berg oder in Richtung jenes Tals und sie weist mich auf diese Flugschule oder jenes Fluggebiet hin.

Bei den aktuellen Temperaturen bin ich überrascht, wie viel Schnee noch liegt. Nicht nur fern auf den hohen Gipfeln, sondern teilweise noch zum Greifen nah. Doch vergisst man natürlich bei diesem Kaiserwetter schnell, dass viele erst vor wenigen Tagen den Wintermantel weggeräumt haben.

Heute Mittag waren wir noch in München und haben letzte Dinge eingekauft – unter anderem den Akku-Bohrer und Fleisch fürs Grillen heute Abend – und haben uns von Ingrid und Diethart verabschiedet.

Abschiedsfoto in München

Abschiedsfoto in München

 

Dann hatten wir in Bled auch unsere erste Nacht im Auto. Geruhsam, wie man sieht:

Guten Morgen

Guten Morgen

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