Archive for ◊ März, 2009 ◊

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• Montag, März 30th, 2009

Heute Mittag habe ich meine letzte Tollwut-Impfung bekommen und damit auch meine letzte Impfung überhaupt. Anjas Hausarzt, Herr Kirchner, hat sich als wahrer Glücksgriff erwiesen. Anfangs traten Anja und ich auf der einen und Herr Kirchner auf der anderen Seite ein wenig ins Leere; wir gingen hin, um zu erfahren, was zu tun und beachten sei und wogegen wir uns impfen sollten, er wollte jedoch Fragen beantworten, für deren Formulierung wir von Mal zu Mal keine Zeit fanden. Im Laufe der Termine „rauften“ wir uns jedoch zusammen und fanden zueinander. Wir hatten mehr konkrete Fragen und Herr Kirchner immer mehr Unterlagen und Antworten für uns. Anja und ich konnten uns nicht dem Gedanken verwehren, dass ihn bei der Recherche selbst das Reisefieber gepackt hat.

Am Ende von etwa vier Monaten, die das nun gedauert hat, sind wir jedenfalls gegen folgendes geimpft:

  • Diphtherie
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A und B
  • Meningokokken
  • Typhus
  • Tetanus
  • Tollwut

Bei Cholera und Malaria haben wir uns gegen eine Impfung oder dauerhafte Prophylaxe entschieden. Bei beidem sehen wir den größten Schutz in aktiver Vermeidung der Erreger. Während sich bekannte Cholera-Gebiete großräumig umfahren lassen, wird uns das bei Malaria nicht konsequent gelingen. Für so lange Zeit, wie wir uns in Malaria-Gebieten aufhalten, ist jedoch eh dauerhaft kein Schutz möglich. Da unterschiedliche Gebiete auch mit verschiedenen Malaria-Formen aufwarten, bei denen jeweils unterschiedliche Mittelchen am besten wirken, haben wir uns für Stand-By-Medikation entschieden.

Zusammen mit Herrn Kirchner haben wir auch noch eine Reiseapotheke abgestimmt und sind nun für vieles gewappnet, was wir hoffentlich nicht benötigen.

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• Sonntag, März 29th, 2009

Zweiter Tag beim Offroad Training und wir haben ihn endlich geschafft. Es war ein weiterer toller Tag, aber ein sehr anspruchsvoller. Während wir heute mit selber-fahren begannen und mit etwas Theorie (Reifenkunde) eingestimmt wurden, war die nächste Hälfte des Tages nervlich eher anstrengend.

Programmpunkt 1: Wiederholung des vorhergehenden Tages und Erinnerung daran, dass “mehr Gas” nicht bedeutet, dass man damit besser voran kommt.

Programmpunkt 2: steile Bergauffahrt hochfahren und kontrolliert im Rückwärtsgang wieder runter fahren.

Programmpunkt 3: eine recht kurvige Runde steil nach oben und steil nach unten fahren

Programmpunkt 4: Wasserdurchfahrt
Da habe ich meine Lektion in kontrolliertem Einkuppeln und Fahren gelernt. Ich bin nämlich voll schuß gerade aus und mit Karacho in den 40cm tiefen Tümpel. Ein Glück hat mich unten Wasser erwartet, das mich gebremst hat. Ich würde sagen: da hatte ich einen Aussetzer, den unser Willi zum Glück verziehen hat.

Programmpunkt 5 und Ende: für uns eher leicht, da wir das mit Sven (TC Offroad) schon ähnlich gemacht haben. Fahren durch tiefe Spurrilen, Schräglage und kontrolliertes zurückrutschen in die Spur.

Danach hatte das “packende Wochenende” für uns ein Ende. Wir sind mit Willi erst mal zur Tankstelle gefahren um die ersten Spuren des Wochenendes zu beseitigen: die abgelassene Luft wieder zurück in die Reifen, Freilaufnaben zurück, grobe Dreckspritzer von der Scheibe und dann gings auch schon los in die derzeitige Heimat nach Stuttgart.

Am Montag bin ich dann zur Waschanlage: 20 Euro, selber waschen und 2h Arbeit. Das Auto ist immer noch nicht wirklich sauber.

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• Samstag, März 28th, 2009

Dieses Wochenende haben wir eine weitere Tour durch „schweres Gelände“ überstanden. Wir wollten Willis Bestimmung nachkommen und haben einen Kurs gebucht, der uns hilft, mit Willis Eigenarten klar zu kommen. Zunächst sind wir nach ein wenig Theorie langsam eingestimmt worden.

Programmpunkt 1: rückwärts durch Pylonen fahren. Der Trick dabei: sich nicht umdrehen. Das kam Anjas kaputtem Rücken natürlich gerade recht. Vor den Aufgaben hatte der nämlich am meisten Respekt (aber er hat es gut überstanden). Weder Jörg noch ich haben ein Hütchen umgefahren und so gings weiter zum nächsten Task.

Programmpunkt 2: mit Gefühl an einen Stab heranfahren und den Abstand schätzen. Ich hab erstmal angehalten und gesagt 20cm… Haha, das waren ca. 50cm. Also mit viel Gefühl noch näher ran. Jörg war da sogar noch präziser. Er kam bis auf 3cm heran. Andere Teilnehmer haben den Stab eher umgenietet.

Programmpunkt 3: sich an den maximalen Neigungswinkel des Autos herantasten. Ich versuchte mich zunächst als Beifahrer, während Jörg fuhr. Beim ersten Mal sagte Jörg nur „Oh Gott. Ich glaube, mir wird schlecht.“ Wie man auf Bildern vielleicht leicht erkennen kann, war der Neigungswinkel jedoch höchstens bei 20 oder 25 Grad. Uns beiden ging es jedoch mit jeder Übung besser.

Auch die anderen Ecken, an denen teilweise das Rad 15cm in der Luft hing, haben wir überstanden. Alles natürlich weil Willi ein zuverlässiges Zugpferd ist.

Programmpunkt 4: wellige, hubbelige und steile Auf- und Abfahrten. Eigentlich muss man dazu auch nicht viel sagen, denn Willi macht das fast von alleine.

Programmpunkt 5: ein extremeres Stück bergab fahren, mit Pfütze als Zielfläche und enger Kurve. Hiermit hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten, da ich vor der Abfahrt kurz halten musste, um die Differentialsperre einzuschalten und dann am Abhang gleichzeitig Kupplung und Bremse lösen musste. Es erfordert doch ziemlich Feingefühl, obwohl Willi alles brav mitzumachen scheint.

Viel Lob hat Willi heute auch bekommen. Die einen fanden ihn einfach nur schön, die anderen halten sogar noch mehr von ihm: „ein rundum tolles Auto“. Die Komplimente bekam er übrigens auch (und sogar zuerst) von Defender-Fahrern.

Nach einem anstrengenden ersten Tag, haben Jörg und ich den Abend in einem schönen Restaurant und vor dem Fussballspiel verbracht, Willi durfte sich draußen auf dem Parkplatz erholen. Am Sonntag geht’s weiter und wahrscheinlich noch anspruchsvoller als am ersten Tag. Danach sollten wir besser eine Grundreinigung von innen und außen vornehmen, denn wir haben das halbe Gelände nun an Schuhen und im Wagen.

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• Samstag, März 14th, 2009

Nach Jörgs Geburtstag haben wir nun auch meinen Geburtstag gefeiert. Im Waldheim Degerloch startete am Samstagnachmittag die große Party. Nach und nach füllte sich die Gesellschaft und es gab unterschiedliche Darbietungen. Mein Onkel trug uns ein selbst geschriebenes Gedicht vor (globetrotter), Susa, Steffi und Sven sangen ein Liedchen und zündeten ein kleines Feuerwerk an. Schließlich folgten am Abend meine Kollegen mit zwei einstudierten Liedern, die mich ziemlich gerührt haben.

Seht selbst:

Jörg: „Ziemlich gerührt“ nennst du das? ;-)

Den Liedtext findet Ihr hier: LBBW-Songs

Insgesamt kamen zwischen 40 und 50 Leute, mit und ohne Kinder, aus allen Freundeskreisen in meinem Leben. Freunde, die ich seit meinem zweiten Lebensjahr oder aus Schulzeiten kenne, meine Mädels, Kollegen, Gleitschirmflieger.

Bis nachts um 4 Uhr haben wir schließlich gefeiert und mit Hilfe von Emma und Steffen am nächsten Tag in 2 Stunden alles wieder aufgeräumt.
Es war ein wirklich schönes Fest, auf dem ich sehr viele alte Gesichter (also nur im übertragenen Sinne) wieder gesehen habe und das mir viel Spaß gemacht hat.

Ich werde den schönen Abend immer in Erinnerung behalten und Euch sehr vermissen.

Hier alle Bilder:

AnjasGeburtstag

Bilder vom 14. März

Category: Deutschland  | One Comment

One Response

  1. 1
    Heidi Haupt 

    Martin und Eva – dieser Blick :-)) Heidi

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• Sonntag, März 08th, 2009

Am 7.3. feierten wir meinen Abschied und meinen letzten Lebenstag im aktuellen Lebensjahr. Geburtstag und Abschied zu kombinieren, wäre natürlich durchaus angebrachter gewesen, aber dann hätte uns der „Aufräumsonntag“ gefehlt und bei uns ist ’s momentan so hektisch, dass es auf jeden einzelnen Tag ankommt.

Gefeiert wurde wie üblich durch einen Brunch, allerdings war etwas anders als sonst: Viele Gäste kamen gleich unmittelbar nach „offiziellem Beginn“. Das wäre ja kein Problem gewesen – zumindest wenn der Gastgeber fertig gewesen wäre… ;-) Aber so wurden die Gäste einfach kurzerhand eingebunden und durften beim Salate-, Brötchen- und Kuchen-Reintragen helfen. Neben Anjas Chili kamen die kulinarischen Genüsse nämlich vor allem wieder aus Langenhagen. Dort hatten meine Eltern dankenswerterweise Kochlöffel und Buttermesser gezückt sowie „Nachbarschaftshilfe“ koordiniert, um ein 1a-Gourmet-Buffet (sozusagen als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk) zu zaubern. An dieser Stelle nochmals ein dickes fettes „Danke schön!“ hierfür. Leider waren die ca. 40 Leute viel zu wenig, so dass einiges übrigblieb und die Versorgung der nächsten Tage auch gleich gerettet war.

Noch etwas hat sich im Vergleich zu den vorherigen Malen geändert: die Kinderdichte nimmt von Mal zu Mal zu. Actio = reactio und so wirkt sich die vergrößerte Kinder-Konzentration reziprok proportional zur Verweildauer der Gäste aus. Auf deutsch: viele kamen halt früh und gingen dann auch wieder schnell. Dennoch gab es einen kleinen harten (kinderlosen) Kern, der zudem ohne „Zweitveranstaltung“ gebucht war oder diese kurzfristig stornierte und so bis ca. 3 Uhr mit reinfeierte. Zu diesem Grüppchen stieß dann auch nochmals Geetha zu und meine Schwester kam aus München. (Doch einen Auswärtssieg für die Roten hatte sie mir leider nicht als Geschenk mitbringen können.)

Erstaunlicherweise trat der Aspekt, alle die Freunde voraussichtlich ein Jahr nicht sehen zu können, völlig in den Hintergrund. Das ganze war einfach eine große Geburtstagsgaudi (und streng genommen ja auch nicht mal das), nur dass es beim „Bis bald!“ ein paar Krokodilstränen zu unterdrücken galt. Doch ich bin mir sicher, wenn sich die ganze Ablenkung in Form von unerledigten Aufgaben erstmal gelegt hat, wird dieser Aspekt auch an mir nagen. Doch natürlich freuen wir uns mindestens ebenso auf die große Zeit, die vor uns liegt.

Ich möchte mich nochmals bei allen bedanken, die etwas ins Schweinderl gelegt haben. Davon werden wir uns noch ein paar Kastenschlafsäcke kaufen. Zwei unbeabsichtigte Geschenke habe ich noch bekommen: eine Fototasche und einen schwarzer Schal; beides liegt in Langenhagen bei meinen Eltern zur Abholung bereit.

Die Bilder vom Geburtstag findet ihr hier:

Joerg_Geburtstag

Jörgs Geburtstag 2009

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