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• Sonntag, April 26th, 2009

Wir sitzen gerade am Frühstückstisch und planen die Weiterfahrt. Ob wir heute Nachmittag wieder einen Campingplatz ansteuern, wissen wir noch nicht. Die letzten Tage waren da eher mau im Gegensatz zu den Zeiten, als wir mit Ben und Violetta noch per ADAC-Campingführer einen Platz ausgesucht hatten. Im nordöstlichen Teil Kroatiens haben wir uns von unserer Straßenkarte mit Camping-Zeichen in die Irre leiten lassen und keinen gefunden, so dass wir in einer Fernfahrer-Spelunke absteigen mussten. Danach entschieden wir über Ungarn nach Rumänien zu fahren und wurden hier zwar fündig, aber wir waren die einzigen auf dem Campingplatz. Ich fand es ziemlich gruselig weit und breit keine Menschenseele zu sehen und die ganze Nacht über Kröten und Vögeln zu zuhören.

Der Campingplatz für diese Nacht ist auch eine Klasse für sich. Zwar sind wir hier nicht alleine, eine Bikerhochzeit findet hier auch statt (Beschallung rund um die Uhr), aber wir sind die einzigen Camper. Die Ansprache oder Gesellschaft, die mir seit der Trennung von Violetta, Katharina und Ben fehlt, gibt es auch hier in Szeged nicht.

Dafür gibt es auch nette Geschichten zu erzählen.

Wir haben hier so viele Tiere gesehen, wie vorher noch nicht. Die allmorgendliche Vogelhochzeit brauche ich nicht zu erwähnen: Amseln schleichen ständig mit Futter um unseren Frühstückstisch, Rebhühner waten an uns vorbei, Hasen hüpfen hier herum, Entenpaare, Kuckucke und Spechte leisten uns Gesellschaft. Sogar Störche haben wir schon diverse gesehen.

Storchenflug

Storchenflug

Klapperstorch im Nest

Klapperstorch im Nest

Und: wir sind mit einer Donaudampfschiffahrtsgesellschaft ;-) vor ein paar Tagen übergesetzt ans gegenüberliegende Ufer der Donau.

[Jörg:] Anja hatte den Preis mit Händen und Füßen ausgehandelt, weil der Fährmann leider keiner unserer Sprachen sprach, und wir kein Wort ungarisch, was ihn aber bei der Überfahrt nicht davon abhielt, uns unseren weiteren Weg zu erklären ― auf ungarisch natürlich, was für uns ähnlich hilfreich war, wie eine Reparaturanleitung auf japanisch: Schön zu wissen, dass es geht, aber nur wie genau jetzt? ;-)

Anschließend haben wir uns erstmal zu einer kleiner Vesper abseits des Weges gehauen und mussten uns fragen, wo Ben und Violetta jetzt wohl gerade sind und ob sie sich umgekehrt gerade das gleiche fragen…

 

 

Category: Ungarn  | 2 Comments

2 Responses

  1. 1
    ben 

    Ja, dann will der Ben auch mal antworten – Asche auf mein Haupt dass dies so spät passiert – …
    Wir sind tatsächlich schon eine ganze Weile wieder zurück. Nachdem wir am Tag unseres Abschieds bis zum Campingplatz in Bled zurückgedüst sind und – des vermeintlich schönen Wetters – Wäsche für mehrere Tage gewaschen und campiert haben, wurden wir dann doch von einem heftigen Regen in der Nacht erwischt. Die Vorhersage wies auch für die nächsten Tage nichts Gutes aus, so dass wir dies als Zeichen für das Ende des Urlaubs nahmen und heimfuhren. In Ingolstadt trocknete noch das Zelt … gleich hinter den Alpen war quasi wieder Hochsommer :-/

    Nun habe ich es also geschafft den Account zu aktivieren – naja zugegebenermassen einen Neuen anzulegen – und dehalb hier das erste Post …

    Viele Grüße

    Ben

  2. 2
    Joerg 

    Ihr hättet mit nach Istanbul kommen sollen: drei Tage hier und bisher kaum Wolken.

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