Archive for the Category ◊ Deutschland ◊

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• Donnerstag, März 11th, 2010

Unser langer Urlaub ist nun schon eine Weile vorbei und wir mussten uns zurück in Deutschland erst mal richtig umstellen. Es begann mit dem Temperatursturz von etwa 40°C von Durban (35°C) auf München (-6°C), dann kam als nächster Schock der Streik am Flughafen und die Erkenntnis, dass auch Deutschland afrikanisch sein kann (einer der meistgehörten Sätze war für uns „Sorry, we don’t have“).

Schön war es, Familie und Freunde wieder zu sehen, auf die man sich schon lange gefreut hatte. Die meisten hatten a per eMail Kontakt zu uns gehalten und so kam es uns bei den meisten Begegnungen nicht so vor, als wären wir fast ein Jahr weg gewesen.

Eine große Freude hat uns das Wetter bereitet, denn pünktlich zu unserer Ankunft in Deutschland kam der x-te Wintereinbruch und bescherte uns Schnee. Wir freuten uns wie die sprichwörtlichen Schneekönige und suchten nach anderen Schneeliebhabern. Wir fanden sie in Form von Katharina, Violetta und Ben, die tapfer mit uns zum Schlittenfahren in den Deister bei Hannover fuhren.

Schlittenfahren

Wie sehr wir Schnee vermisst haben

Seit dem 1. März muss eine Hälfte von uns beiden arbeiten, die andere beschäftigt sich noch mit der mentalen Vorbereitung darauf. Ich denke, wir haben die letzten freien Tage noch gut genutzt und es war gut, dass wir noch ein bisschen Balkonien-Urlaub am Schluss hatten, bevor es wieder in den harten Arbeitsalltag geht.

Irgendwann im März kommt auch unser Willi wieder in die Heimat zurück und ich erwarte, dass Willi die meisten Anpassungsschwierigkeiten haben wird. Er hat sich doch ganz wohl gefühlt bei den warmen Temperaturen und den nicht asphalitierten Straßen.

Der Blog ist damit auch abgeschlossen und wird nur noch minimale Änderungen erfahren. Ich werde noch die letzten Bilder unter der Rubrik „Was wir sahen“ zusammenfassen und Jörg wollte noch ein paar Artikel nachliefern, die zeitlich eher an den Beginn unserer Reise zu setzen sind.

Die Initiative-Rückenwind verabschiedet sich hiermit von ihren treuen Lesern in den Urlaub :-) – denn ganz vorbei ist dieses Projekt bestimmt noch nicht…

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• Freitag, April 10th, 2009

Unsere heutige Etappe ist wohl nur als sprichwörtlicher Tropfen auf den heißen Stein zu sehen: von Stuttgart bis München geht bei der Entfernung bis nach Kapstadt im Rauschen unter. Doch für uns ist das okay – wir reisen und flüchten nicht und jede Reise beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt, mag er noch so klein sein. Außerdem hatten wir so mehr Zeit, uns ausgiebig mit Ingrid und Diethart auszutauschen und von ihnen über Ägypten gebrieft zu werden. Da wir unsere Abfahrt nach hinten schieben mussten, haben die beiden heute allerdings bereits noch einen anderen Besuch und wir genießen den sonnigen Tag auf dem Rasen im Garten – auch nicht dramatisch…

Ärgerlicher war dann schon, was wir beim Auspacken merkten. Bereits dieser Tropfen hat erste kleinere Blessuren verursacht. Zunächst stellten wir fest, dass unserer Reifen hinten links ordentlich Gummi gelassen hat und an einigen Stellen ziemlich porös ist. Die Erklärung, die mir gefällt, ist, dass wir einfach zuviel asphaltierte Straßen bisher gefahren sind und Willi so seinen Unbill darüber äußert, allerdings wird auch das Offroad-Training seinen Teil dazu beigetragen habe und – obwohl wir danach eigentlich die Reifen inspiziert hatten – haben wir ‘s wahrscheinlich bisher nur übersehen. Aber wir haben ja keine Slicks, genügend Profil ist noch drauf und wir haben einfach erstmal ein Auge drauf.

Asphaltschäden

Asphaltschäden

Der zweite kleine „Kratzer“ ist schon unschöner – meint auch Anja:

Nicht für die Ewigkeit geklebt

Nicht für die Ewigkeit geklebt

Nach den ersten richtig warmen Tagen für Willi hat sich gleich die erste geklebte Verbindung verabschiedet. Ein Metallwinkel, der dem Riegel unseres Gaskocherschränkchens als Arretierung dient, war nur geklebt und hat sich gelöst. Nun stand die zugehörige Klappe zwar immer ordentlich unter Spannung, da zwischen Klappe und Kocher noch ein Keil gelegt war, damit ’s nicht so klappert, aber es ist wahrscheinlich dennoch schon ein Vorbote dessen, was in Afrika noch auf uns wartet. Zumal wir uns nun gerade erst entschieden haben, die Moskitonetze per Klettklebeband zu befestigen. Nun auch das ist nicht dramatisch, habe ich doch nun wenigstens einen guten Grund noch einen Akkubohrer zu holen, denn kleben werden den Winkel nicht mehr, eine Metallschraube muss her – das ist „Michaels Schule“… ;-)

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• Freitag, April 10th, 2009

Seit heute 9:15 h spüren wir den Rückenwind – also, würden ihn spüren, wenn der Fahrtwind nicht stärker wäre – denn: WIR ROLLEN… ;-)

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• Donnerstag, April 09th, 2009

Anjas körperliche Verfassung

Mitten im Umzugs- bzw. Auszugs-Stress habe ich mir innerhalb von 6 Wochen zum zweiten Mal einen Lendenwirbel ausgerenkt. Meine selbstverordnete Therapie: möglichst häufig eine Bandage tragen, nichts Schweres tragen, viel ausruhen. Das alles passt nicht gerade in die Pläne, eine Wohnung leer zu räumen und die Kartons aus dem 2. OG ins Auto und von dort aus in alle Himmelsrichtungen zu verteilen. Die Reise mit einem vorgeschädigten Rücken könnte auch schwierig werden. Daher habe ich mich ausgestattet mit einem bisschen Wissen über geeignete Yoga-Übungen, Wärmflasche, Bandage, Schmerzmittel und einem Mann, der alles dafür tut, dass es mir gut geht. :-)

Am 24.3. fragte Anja mit Schmerzenstränen in den Augen: „Und wenn das nun ein Bandscheibenvorfall ist?“ 10 Tage vor der geplanten Abfahrt und noch viel Zuerledigendes vor uns, wäre es genau das, was wir brauchen. Es steht natürlich außer Frage, dass wir nicht einfach losrollen, ohne dies abgeklärt zu haben. Anjas Orthopäde hat so kurzfristig keinen freien Termin mehr – selbst für Schmerzpatienten… Doch ein wenig Reizstrom beim Betriebsarzt brachte zunächst Stabilisierung. Ein zweiter Anruf brachte dann glücklicherweise doch noch den ersehnten Orthopäden-Termin und der hatte dann die richtigen Drogen und – weitaus wichtiger – eine gute Diagnose samt Therapie. Es war glücklicherweise kein Bandscheibenvorfall, sondern nur ein ausgerenkter Wirbel und eine größere Entzündung am Wirbel. Eine Spritze, Einrenken, entzündungsstillende Medikamente und ein paar Tage später sah dann alles erfreulicherweise nicht mehr so dramatisch wie noch am 24. aus.

Meine Zertifizierung

Als quasi eine meiner letzten Amtshandlungen wollte ich mich noch für eine bestimmte Bankensoftware zertifizieren. Eigentlich sollte es ganz einfach sein, ein Selbstläufer sozusagen. Die ersten Teile waren auch genau dies, doch beim letzten war einfach der Wurm drin.

Zunächst lief der Account ab – aber das ist ja kein Problem, muss halt einfach erneut freigeschaltet werden. Dann hatte ich zwar den Account und sah auch in dem Internetportal meine bisherigen Teile, doch genau das, was mir fehlte, war nicht auswählbar. Also, wieder Mail hin und erneut ein Tag weg. Dann hatte ich meinen Account und sah meinen letzten Teil, allein es fehlte an der Zeit, sich gleich ranzusetzen. Also wieder auf den Abend geschoben, doch dann war dieser Dr***s-Zertifizierungs-Bereich nicht erreichbar.

Irgendwann waren alle Einstiegshürden endgültig genommen, so dachte ich zumindest, denn auch da trieb irgendwer Schabernack mit mir, war doch nun meine Lizenz von der Software abgelaufen, die ich für die Zertifizierung benötigte. Also, wieder in die Tasten gehauen und Mail hin; die automatische Antwort: „zwei bis drei Arbeitstage“. Klasse! Dieser Termin liegt damit nach der Abgabe meines Laptops. Wieder Mail hin: „Geht das nicht eventuell ein wenig schneller?“ Glücklicherweise ging das.

Nun endlich konnte ich mich nach fast zwei Wochen hinter dem ursprünglichen erhofften Termin an den letzten Aufgabenblock machen. Die zeitliche Herausforderung war ja, dass dieser letzter Teil eigentlich immer anstelle von Schlafen stattfand; tagsüber habe ich noch gearbeitet, abends dann die Reise vorbereitet (Telephonate mit Versicherungen, Packlisten erstellen und abarbeiten, Vollmachten ausstellen etc.) und wenn Anja dann schlafen ging, fing ich hiermit an.

Der Rest allerdings war dann immer noch nicht der erhoffte Selbstläufer, denn zunächst war ab der besten Arbeitszeit (also ab Mitternacht) wieder mal der Zertifizierungsserver heruntergefahren und danach stellte sich noch raus, dass meine Version scheinbar nicht kompatibel mit der Aufgaben-Dokumentation ist. Nun gut, die aktuellere Version parallel eingespielt – bin ja Fuchs, und wenn es mit der auch nicht geht, dann kann ich ja immer noch zurückschwenken. Doch weit gefehlt, so einfach ist das halt alles nicht! Mit der parallelen neuen Version gings gar nicht, aber dafür ging die alte Version wenigstens auch nicht mehr. :-( Also, beide Versionen runtergeflext, nur die neue installiert und nach drei Stunden manueller Versionskontrolle konnte es dann endlich losgehen. Server war zwar wieder unten – da steckt wohl System dahinter… –, aber die Aufgaben hatte ich noch im Kopf und nach vier weiteren Stunden, war ich gegen kurz vor drei Uhr morgens dann fertig. Auch wörtlich zu verstehen, denn mindestens eine der vier Stunden war meiner Unkonzentriertheit aufgrund von Müdigkeit geschuldet. Aber dennoch: SIEG! Und am nächsten Morgen um 7 Uhr klingelte wieder der Wecker für den Ausbau, aber ich hatte meinen Triumph und gut geschlafen…

Anjas Meinung zu Jörgs Arbeitswut:

Manno!

Nein, im Ernst, innerlich habe ich gekocht vor Wut, denn ich wäre wahrscheinlich nicht so ehrgeizig gewesen und hätte den ganzen Krempel irgendwann hingeschmissen. Und ich war sauer, dass das so viel Zeit gebraucht hat, die Jörg für die Reisevorbereitungen hätte nutzen können. Zu zweit gehen die Dinge halt doch schneller, als allein.

Motorblocknummern-Odyssee

Für die Carnet de Passage benötigen wir Willis Motorblocknummer. Die Carnet ist so etwas wie ein Pass für Fahrzeuge und als eindeutiges Identifikationsmerkmal dient dabei unter anderem besagte Motornummer.

Die Odyssee begann als wir in Stuttgart die Carnet über den ADAC beantragen wollten, dazu eben die Motornummer benötigten, aber Willi in Hannover in der Südstadt stand. Meine Eltern wurden als “Motornummerableser” rekrutiert, wir hatten ihnen extra noch die eingescannte Seite aus dem Betriebshandbuch zugeschickt und damit sollte es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis der erlösende Anruf mit der Nummer kommt.

Doch es kam leider anders: Die Nummer war nicht auffindbar. Meine Eltern riefen daraufhin beim Händler an, doch die Auskunft war alles andere als ermutigend: “Jaaaaa, die sieht man schon, aber das ist sehr kompliziert. Der Wagen muss auf ‘ne Bühne und mit der stärksten Lampe und einem Spezialspiegel kann man dann …” Ja, danke, fürs Gespräch! Was nun? Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, eine solche Nummer  die ja unter anderem zur Identifikation des Fahrzeugs dienen soll zu finden, dachten wir uns und fuhren trotz anderslautender Erfahrung und Händleraussage nach Hannover. Wir schauten also selbst nach und konnten leider nur das Ergebnis meiner Eltern bestätigen. Viel Zeit zur Suche blieb uns leider nicht, da Willis Ausbau rief.

Ein Anruf bei unserer geduldigen und äußerst engagierten ADAC-Sachbearbeiterin ergab einen neuen Tipp: Bei Toyota nachfragen. Also erneut beim Händler angerufen. Ich habe einen anderen Mitarbeiter an der Leitung, diesmal ist das Ablesen ganz einfach. Eine zweite Batterie – wie bei uns – mache es zwar nicht einfacher, aber auch das sei kein Problem, doch dafür könne die Nummer nicht bei Toyota erfragt werden.

Also, leider wieder eine kalte Fährte… :-( Tags drauf knieten Anja und ich wieder im Motor. Dies ist durchaus wörtlich zu nehmen:

Anja auf dem Motor bei der Motorblock-Odyssee

Anja auf dem Motor bei der Motorblock-Odyssee

Doch obwohl wir auf dem Motorblock knieten, unter den Wagen krochen und sogar “Kombinationsangriffe” wagten (einer lag unterm dem Motor und leuchtete von oben, während der andere von oben versuchte, die Nummer zu erspähen). Wir waren gar nicht mal schlecht: die Motortypnummer haben wir gefunden und dann noch irgendetwas unterhalb der ersten Zylinder bei der Ölzuführung, aber leider fanden wir halt nicht das so sehnlich Gesuchte.

Die Zeit rannte uns davon und so hat Anja einfach mal bei Toyota Deutschland direkt nachgefragt und siehe da! Kaum macht man ‘s richtig, … Ihr kennt das ja. Da Anja jedoch nicht der Fahrzeug-Eigentümer ist, durfte ihr Toyota leider nicht die Information aushändigen. Aber nach der Vorarbeit war es ein leichtes an die Motornummer zu gelangen.

Nun hatten wir also die Nummer, was aber, wenn wir bereits einen Austauschmotor haben? Nach 70’000 km ist Willi zwar gerade den Kinderschuhen entwachsen, aber es ist dennoch nicht unmöglich. Tage später war Anja deshalb nochmal bei einem Toyota Händler. Die haben den Wagen auf die Bühne gefahren, zückten eine starke Lampe, einen Teleskopspiegel und … E voila! Nummer passt, happy end!

Brillenbestellung

Ihr habt noch nicht genug? Na gut, wir hätten noch ein paar Desastermeldungen, aber ich will jetzt nur noch eine vortragen: Vor einigen Tagen bestellten wir bei einem Optiker in Stuttgart drei Brillen: zwei Sonnenbrillen mit geschliffenen Gläsern und eine normale Fernbrille. Auch hier sollte nicht alles glatt gehen. Zwei Brillen kamen erstaunlich schnell an, eine jedoch wurde zum Problem – was auch sonst…

Die bestellten Gläser waren leider die falschen, neue zu bestellen dauert einige Tage, die Entspiegelung aufzutragen weitere Tage. Alles in allem verzögert das unsere Abfahrt um 4 Tage. Wir waren endgültig bedient!

Wir riefen nahezu täglich an, um uns zu erkundigen, ob ’s denn nun auch bei dem letztgenannten Termin bleibt – denn dieser war Gründonnerstag und ein weiterer Verzug hätte gravierende Auswirkungen, waren wir doch nicht bereit, Ben und Violetta auf nach Ostern zu vertrösten.

Wie bei den anderen beiden Pannen, hat sich auch hier alles wieder in Wohlgefallen aufgelöst: Die Brille war – wie angekündigt – heute fertig und dass wir nicht gleich noch losfuhren, lag daran, dass Willi noch nicht bepackt war und damit an uns, nicht an der Optikerin. Zudem war Anjas Onkel in München bereit, für uns ein wichtiges Dokument beim ADAC abzuholen, ohne das wir nicht hätten losfahren können. An dieser Stelle nochmals ein herzliches “DANKE SCHÖN!”.

Wenn ich ‘s mir recht überlege, sind wir alles in allem doch eher Glückskinder… ;-)

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• Mittwoch, April 08th, 2009

Nachdem wir meine Degerlocher Wohnung verlassen mussten, sind wir bei Elke und Michael eingefallen. „Eingefallen“ muss man in dem Fall wirklich wörtlich nehmen. Alles, was wir potentiell mitnehmen könnten + einige Dinge, die aus meiner Wohnung mussten aber nicht mitgenommen wurden, haben wir zunächst ins Auto gepackt und dann in Herrenberg aus dem Auto im Wohnzimmer verstreut. Man konnte durch das Haus eigentlich nur noch über schmale Pfade zum Sofa oder der Terrasse kommen.

Eine Woche dauerte es, bis das Auto soweit war, dass es technisch quasi abfahrbereit war.

Schrank-Ausbau

Schrank-Ausbau

 

Noch mehr Schrank-Ausbau

Noch mehr Schrank-Ausbau

Und erst zum Schluss wurde es bepackt und eingeräumt. 

Vollgepacktes Auto

Vollgepacktes Auto

Wie sich später herausstellte, war das nicht die optimale Packweise, denn wir haben noch mindestens 2x alles ausgeräumt und neu eingeräumt.
Letztendlich haben wir unsere Abreise noch mal um einen weiteren Tag verschoben.

 Hier ein kurzer Abriss darüber, was wir alles gemacht haben:

  • Elke und ich haben Vorhänge/Moskitonetze genäht
  • Michael hat uns drei zusätzliche 12V-Steckdosen eingebaut
  • wir haben zum Schutz des Kühlergrills ein Moskitonetz angebracht
  • das Nummernschild wurde zur Sicherheit angeschraubt
  • die Heckscheibenheizung wurde überprüft und für nicht funktionsfähig befunden
  • eine iPod-Vorbereitung wurde im Handschuhfach installiert
  • die letzten Schrankfächer wurden eingebaut
  • jede Tür mit einem Verschluss und Aluleisten versehen und angebracht
  • nebenbei haben wir unser Werkzeug vervollständigt
Am Tag vor der geplanten Abreise...

Am Tag vor der geplanten Abreise...

 

Kühlerschutz-Einbau

Kühlerschutz-Einbau

 

Nicht enden wollende To-Do-Liste

Nicht enden wollende To-Do-Liste

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• Montag, März 30th, 2009

Heute Mittag habe ich meine letzte Tollwut-Impfung bekommen und damit auch meine letzte Impfung überhaupt. Anjas Hausarzt, Herr Kirchner, hat sich als wahrer Glücksgriff erwiesen. Anfangs traten Anja und ich auf der einen und Herr Kirchner auf der anderen Seite ein wenig ins Leere; wir gingen hin, um zu erfahren, was zu tun und beachten sei und wogegen wir uns impfen sollten, er wollte jedoch Fragen beantworten, für deren Formulierung wir von Mal zu Mal keine Zeit fanden. Im Laufe der Termine „rauften“ wir uns jedoch zusammen und fanden zueinander. Wir hatten mehr konkrete Fragen und Herr Kirchner immer mehr Unterlagen und Antworten für uns. Anja und ich konnten uns nicht dem Gedanken verwehren, dass ihn bei der Recherche selbst das Reisefieber gepackt hat.

Am Ende von etwa vier Monaten, die das nun gedauert hat, sind wir jedenfalls gegen folgendes geimpft:

  • Diphtherie
  • Gelbfieber
  • Hepatitis A und B
  • Meningokokken
  • Typhus
  • Tetanus
  • Tollwut

Bei Cholera und Malaria haben wir uns gegen eine Impfung oder dauerhafte Prophylaxe entschieden. Bei beidem sehen wir den größten Schutz in aktiver Vermeidung der Erreger. Während sich bekannte Cholera-Gebiete großräumig umfahren lassen, wird uns das bei Malaria nicht konsequent gelingen. Für so lange Zeit, wie wir uns in Malaria-Gebieten aufhalten, ist jedoch eh dauerhaft kein Schutz möglich. Da unterschiedliche Gebiete auch mit verschiedenen Malaria-Formen aufwarten, bei denen jeweils unterschiedliche Mittelchen am besten wirken, haben wir uns für Stand-By-Medikation entschieden.

Zusammen mit Herrn Kirchner haben wir auch noch eine Reiseapotheke abgestimmt und sind nun für vieles gewappnet, was wir hoffentlich nicht benötigen.

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• Sonntag, März 29th, 2009

Zweiter Tag beim Offroad Training und wir haben ihn endlich geschafft. Es war ein weiterer toller Tag, aber ein sehr anspruchsvoller. Während wir heute mit selber-fahren begannen und mit etwas Theorie (Reifenkunde) eingestimmt wurden, war die nächste Hälfte des Tages nervlich eher anstrengend.

Programmpunkt 1: Wiederholung des vorhergehenden Tages und Erinnerung daran, dass “mehr Gas” nicht bedeutet, dass man damit besser voran kommt.

Programmpunkt 2: steile Bergauffahrt hochfahren und kontrolliert im Rückwärtsgang wieder runter fahren.

Programmpunkt 3: eine recht kurvige Runde steil nach oben und steil nach unten fahren

Programmpunkt 4: Wasserdurchfahrt
Da habe ich meine Lektion in kontrolliertem Einkuppeln und Fahren gelernt. Ich bin nämlich voll schuß gerade aus und mit Karacho in den 40cm tiefen Tümpel. Ein Glück hat mich unten Wasser erwartet, das mich gebremst hat. Ich würde sagen: da hatte ich einen Aussetzer, den unser Willi zum Glück verziehen hat.

Programmpunkt 5 und Ende: für uns eher leicht, da wir das mit Sven (TC Offroad) schon ähnlich gemacht haben. Fahren durch tiefe Spurrilen, Schräglage und kontrolliertes zurückrutschen in die Spur.

Danach hatte das “packende Wochenende” für uns ein Ende. Wir sind mit Willi erst mal zur Tankstelle gefahren um die ersten Spuren des Wochenendes zu beseitigen: die abgelassene Luft wieder zurück in die Reifen, Freilaufnaben zurück, grobe Dreckspritzer von der Scheibe und dann gings auch schon los in die derzeitige Heimat nach Stuttgart.

Am Montag bin ich dann zur Waschanlage: 20 Euro, selber waschen und 2h Arbeit. Das Auto ist immer noch nicht wirklich sauber.

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• Samstag, März 28th, 2009

Dieses Wochenende haben wir eine weitere Tour durch „schweres Gelände“ überstanden. Wir wollten Willis Bestimmung nachkommen und haben einen Kurs gebucht, der uns hilft, mit Willis Eigenarten klar zu kommen. Zunächst sind wir nach ein wenig Theorie langsam eingestimmt worden.

Programmpunkt 1: rückwärts durch Pylonen fahren. Der Trick dabei: sich nicht umdrehen. Das kam Anjas kaputtem Rücken natürlich gerade recht. Vor den Aufgaben hatte der nämlich am meisten Respekt (aber er hat es gut überstanden). Weder Jörg noch ich haben ein Hütchen umgefahren und so gings weiter zum nächsten Task.

Programmpunkt 2: mit Gefühl an einen Stab heranfahren und den Abstand schätzen. Ich hab erstmal angehalten und gesagt 20cm… Haha, das waren ca. 50cm. Also mit viel Gefühl noch näher ran. Jörg war da sogar noch präziser. Er kam bis auf 3cm heran. Andere Teilnehmer haben den Stab eher umgenietet.

Programmpunkt 3: sich an den maximalen Neigungswinkel des Autos herantasten. Ich versuchte mich zunächst als Beifahrer, während Jörg fuhr. Beim ersten Mal sagte Jörg nur „Oh Gott. Ich glaube, mir wird schlecht.“ Wie man auf Bildern vielleicht leicht erkennen kann, war der Neigungswinkel jedoch höchstens bei 20 oder 25 Grad. Uns beiden ging es jedoch mit jeder Übung besser.

Auch die anderen Ecken, an denen teilweise das Rad 15cm in der Luft hing, haben wir überstanden. Alles natürlich weil Willi ein zuverlässiges Zugpferd ist.

Programmpunkt 4: wellige, hubbelige und steile Auf- und Abfahrten. Eigentlich muss man dazu auch nicht viel sagen, denn Willi macht das fast von alleine.

Programmpunkt 5: ein extremeres Stück bergab fahren, mit Pfütze als Zielfläche und enger Kurve. Hiermit hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten, da ich vor der Abfahrt kurz halten musste, um die Differentialsperre einzuschalten und dann am Abhang gleichzeitig Kupplung und Bremse lösen musste. Es erfordert doch ziemlich Feingefühl, obwohl Willi alles brav mitzumachen scheint.

Viel Lob hat Willi heute auch bekommen. Die einen fanden ihn einfach nur schön, die anderen halten sogar noch mehr von ihm: „ein rundum tolles Auto“. Die Komplimente bekam er übrigens auch (und sogar zuerst) von Defender-Fahrern.

Nach einem anstrengenden ersten Tag, haben Jörg und ich den Abend in einem schönen Restaurant und vor dem Fussballspiel verbracht, Willi durfte sich draußen auf dem Parkplatz erholen. Am Sonntag geht’s weiter und wahrscheinlich noch anspruchsvoller als am ersten Tag. Danach sollten wir besser eine Grundreinigung von innen und außen vornehmen, denn wir haben das halbe Gelände nun an Schuhen und im Wagen.

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• Samstag, März 14th, 2009

Nach Jörgs Geburtstag haben wir nun auch meinen Geburtstag gefeiert. Im Waldheim Degerloch startete am Samstagnachmittag die große Party. Nach und nach füllte sich die Gesellschaft und es gab unterschiedliche Darbietungen. Mein Onkel trug uns ein selbst geschriebenes Gedicht vor (globetrotter), Susa, Steffi und Sven sangen ein Liedchen und zündeten ein kleines Feuerwerk an. Schließlich folgten am Abend meine Kollegen mit zwei einstudierten Liedern, die mich ziemlich gerührt haben.

Seht selbst:

Jörg: „Ziemlich gerührt“ nennst du das? ;-)

Den Liedtext findet Ihr hier: LBBW-Songs

Insgesamt kamen zwischen 40 und 50 Leute, mit und ohne Kinder, aus allen Freundeskreisen in meinem Leben. Freunde, die ich seit meinem zweiten Lebensjahr oder aus Schulzeiten kenne, meine Mädels, Kollegen, Gleitschirmflieger.

Bis nachts um 4 Uhr haben wir schließlich gefeiert und mit Hilfe von Emma und Steffen am nächsten Tag in 2 Stunden alles wieder aufgeräumt.
Es war ein wirklich schönes Fest, auf dem ich sehr viele alte Gesichter (also nur im übertragenen Sinne) wieder gesehen habe und das mir viel Spaß gemacht hat.

Ich werde den schönen Abend immer in Erinnerung behalten und Euch sehr vermissen.

Hier alle Bilder:

AnjasGeburtstag

Bilder vom 14. März

Category: Deutschland  | One Comment

One Response

  1. 1
    Heidi Haupt 

    Martin und Eva – dieser Blick :-)) Heidi

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• Sonntag, März 08th, 2009

Am 7.3. feierten wir meinen Abschied und meinen letzten Lebenstag im aktuellen Lebensjahr. Geburtstag und Abschied zu kombinieren, wäre natürlich durchaus angebrachter gewesen, aber dann hätte uns der „Aufräumsonntag“ gefehlt und bei uns ist ’s momentan so hektisch, dass es auf jeden einzelnen Tag ankommt.

Gefeiert wurde wie üblich durch einen Brunch, allerdings war etwas anders als sonst: Viele Gäste kamen gleich unmittelbar nach „offiziellem Beginn“. Das wäre ja kein Problem gewesen – zumindest wenn der Gastgeber fertig gewesen wäre… ;-) Aber so wurden die Gäste einfach kurzerhand eingebunden und durften beim Salate-, Brötchen- und Kuchen-Reintragen helfen. Neben Anjas Chili kamen die kulinarischen Genüsse nämlich vor allem wieder aus Langenhagen. Dort hatten meine Eltern dankenswerterweise Kochlöffel und Buttermesser gezückt sowie „Nachbarschaftshilfe“ koordiniert, um ein 1a-Gourmet-Buffet (sozusagen als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk) zu zaubern. An dieser Stelle nochmals ein dickes fettes „Danke schön!“ hierfür. Leider waren die ca. 40 Leute viel zu wenig, so dass einiges übrigblieb und die Versorgung der nächsten Tage auch gleich gerettet war.

Noch etwas hat sich im Vergleich zu den vorherigen Malen geändert: die Kinderdichte nimmt von Mal zu Mal zu. Actio = reactio und so wirkt sich die vergrößerte Kinder-Konzentration reziprok proportional zur Verweildauer der Gäste aus. Auf deutsch: viele kamen halt früh und gingen dann auch wieder schnell. Dennoch gab es einen kleinen harten (kinderlosen) Kern, der zudem ohne „Zweitveranstaltung“ gebucht war oder diese kurzfristig stornierte und so bis ca. 3 Uhr mit reinfeierte. Zu diesem Grüppchen stieß dann auch nochmals Geetha zu und meine Schwester kam aus München. (Doch einen Auswärtssieg für die Roten hatte sie mir leider nicht als Geschenk mitbringen können.)

Erstaunlicherweise trat der Aspekt, alle die Freunde voraussichtlich ein Jahr nicht sehen zu können, völlig in den Hintergrund. Das ganze war einfach eine große Geburtstagsgaudi (und streng genommen ja auch nicht mal das), nur dass es beim „Bis bald!“ ein paar Krokodilstränen zu unterdrücken galt. Doch ich bin mir sicher, wenn sich die ganze Ablenkung in Form von unerledigten Aufgaben erstmal gelegt hat, wird dieser Aspekt auch an mir nagen. Doch natürlich freuen wir uns mindestens ebenso auf die große Zeit, die vor uns liegt.

Ich möchte mich nochmals bei allen bedanken, die etwas ins Schweinderl gelegt haben. Davon werden wir uns noch ein paar Kastenschlafsäcke kaufen. Zwei unbeabsichtigte Geschenke habe ich noch bekommen: eine Fototasche und einen schwarzer Schal; beides liegt in Langenhagen bei meinen Eltern zur Abholung bereit.

Die Bilder vom Geburtstag findet ihr hier:

Joerg_Geburtstag

Jörgs Geburtstag 2009

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