Archive for the Category ◊ Südafrika ◊

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• Dienstag, Januar 12th, 2010

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Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zum Highgate, einer „Straußen-Show-Farm“, nahe bei Oudtshoorn. Bei einer kurzen Führung wurden uns zuerst gezeigt, verschiedene Federn eines Strauß gezeigt und was man aus ihnen alles machen kann. Weiter ging’s zu ’nem Inkubator und uns wurden unterschiedliche Embryostadien und ein Skelett eines ausgewachsenen Straußenmännchens gezeigt. Lebendig reizen uns die Tiere dann aber doch mehr und so sprach uns die nächste Station dann deutlich stärker an:

Raubtierfütterung

Raubtierfütterung

Danach fuhren wir ein paar Meter und besuchten ein Gehege. Nachdem das brütende Männchen erst einmal von den Eiern vertrieben war, durfte – wer wollte – den ultimativen Eierbelastungstest machen.

versucht das mal mit Hühnereiern...

versucht das mal mit Hühnereiern...

Wir waren ein wenig verwundert, wie schnell sich das Männchen von seinem Nest vertreiben ließ, wir hatten in der Masai Mara ein ganz anderes Erlebnis, der Strauß dort fauchte uns an, als ob es keinen Morgen gäbe. Unsere Führerin versicherte uns, dass die Gleichgültigkeit dieses Rabenvaters bezüglich seiner Nachkommenschaft darin begründet ist, dass er weiß, dass wir keine echte Bedrohung für die Eier sind, der konstante Besucherstrom führt zu einer Gewöhnung. Doch auch dabei passieren Missgeschicke: Als wir mit Sabine und Klaus in Knysna zusammen aßen, hatte er uns erzählt, wie er bei diesem „Eier-Stresstest“ doch kürzlich tatsächlich mal ein Ei zum Platzen brachte – das Ei muss wohl ein „Montags-Ei“ und nicht ganz einwandfrei gewesen sein. Trotz der Gewöhnung an Menschen, nahm unsere Führerin einen Dornenzweig mit. Sie erklärte, dass Strauße großen Respekt vor diesen haben, denn sollte ein Dorn ihr Auge verletzten, wären sie in der Wildnis nicht mehr lange überlebensfähig. So hält man sich also Strauße fern, interessant!

Die nächste Station war auf Straußen reiten. Anja traute sich als erste ran. Steffen war danach dran, im Gegensatz zur Anja wurde Steffen jedoch nicht durchs Gehege geführt, sondern sein Strauß bekam nur einen ordentlichen Klaps und lief dann von alleine.

Straussenfarm

Aufregender Ausflug

Danach zeigten uns zwei Straußen-Jockeys, wie man es richtig macht, und damit endete unser Besuch bei der Farm. Richtig abenteuerlich wurde es erst jetzt, denn wir machten uns auf zu den Cango Caves, um eine „Adventure Tour“ zu machen. Weil es das kanonische Schlecht-Wetter-Ersatzprogramm beim Gleitschirmfliegen ist, hat Anja schon eine Überdosis Tropfsteinhöhlen in diesem Leben abbekommen und wir setzten sie bei unserem Guest House ab und fuhren zu dritt weiter.

Wir hatten schon einiges von der Tour gehört und im Vorfeld hin und her überlegt, ob wir das nun machen wollen oder nicht. Selbst als wir an der Kasse standen, waren wir noch nicht alle fest entschlossen. Die Warnungen am Eingang tragen aber auch wirklich nur sehr bedingt zu einem „Na, wenn wir schon mal hier sind, versuchen wir ’s halt auch mal!“ bei. Zunächst waren die engen Spalten in Originalgröße abgebildet, durch die man sich durchzwängen muss und die die Adventure Tour so abenteuerlich machen: „Tunnel of Love“, „Devil’s Chimney“ und „Devil’s Post Box“ sind die engsten Spalten, die einem wirklich nicht viel Platz lassen, aber schaut und lest selbst, wir hatten leider eh keine Kamera dabei. Außerdem hängen dort etliche Zeitungsartikel über einen Vorfall, bei dem eine Dame tatsächlich stecken geblieben ist. Die Artikel berichten, dass sie mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass sie wohl nicht die Idealmaße mitbringt. Doch statt sich von ihrem Vorhaben abzubringen, legte sie offiziell Beschwerde beim Management ein und bestand darauf teilzunehmen. Es kam, wie es kommen musste. Sie viel im „Tunnel of Love“ unglücklich auf ihre Hand, so dass sie allein auch nicht wieder aufstehen konnte. Falls ihr den Link oben schon nachgegangen seid, habt ihr vielleicht schon gelesen, dass dieser Tunnel Ein- und Ausgang für einen Rundgang bildet. All die Armen hinter ihr, waren nun auch gefangen. Die Rettungsmaschinerie lief an und schon nach zehn Stunden (sic!) war sie aus dem Liebestunnel wieder befreit.

Beim „Devil’s Chimney“ wäre vielleicht auch meine Grenze erreicht gewesen – die „Wohlfühlgrenze“ war längst überschritten –, aber bevor ich noch richtig drüber nachgedacht hatte, ob man da überhaupt durchkommen kann oder das nun nur ein Scherz unserer Führerin ist, bevor sie uns den richtigen Weg zeigt, hatte Steffen sich schon durch den 45 cm hohen Eingangsspalt gewunden und war den Kamin hoch gekraxelt. Geht also! Dann durch! Erstaunlich fand ich, wie schnell das Adrenalin wieder in den Hintergrund tritt, sobald man einmal durch ist, und wie stark die Adrenalinausschüttung von dem Ungewissen abhängt. Als wir auf dem Rückweg wieder durch den „Tunnel of Love“ kletterten, habe ich erst am Ende des Tunnels gemerkt, dass es sich schon wieder um diesen handelt, und was war das doch auf dem Hinweg für ein Erlebnis! Für Klaustrophobiker ist dies wahrlich kein Paradies, alle anderen sollten sich jedoch aufmachen; es ist auf jeden Fall eine Erfahrung!

Zurück in der „La Pension“ hatte die Besitzerin, Venita, abends einen großen Potjie für uns ein befreundetes Paar von ihr gemacht. Wir saßen lange bei leckerem Essen am Kaminfeuer und erzählten von unserer Reise und von Eigenheiten der Deutschen und Südafrikaner…

Anja und Ema

Anja und Ema

Am nächsten Tag war schon wieder einmal Abschied angesagt. Glücklicherweise haben wir mittlerweile genügend Erfahrung damit gesammelt und die beiden sehen wir ja auch in wenigen Wochen schon wieder. Trotzdem fiel es uns schwer zu akzeptieren, dass wir nun wieder alleine on the road sind. Wir trennten uns aber nicht, ohne eine abschließende Runde Bohnanza zu spielen. Aber dann mussten wir raus aus Klein Karoos Hitzekessel.

Abschiedsphoto

Abschiedsphoto

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  1. 1
    ben 

    Jörg, standst du auch auf einem Ei?

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• Dienstag, Januar 12th, 2010

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Heute mussten wir alle eine Pause einlegen. Die Sonne schien seit Tagen zum ersten Mal und wir nutzten diesen Umstand aus, um einen Tag am Strand und in der Sonne zu verbringen. Brenton-on-sea hat einen feinen Sandstrand und sogar ein paar Schattenstellen. Als wir ankamen, war dort ein großes Zelt aufgebaut, das für eine Hochzeit vorbereitet war. Wir suchten uns ein Plätzchen unter einem Felsvorsprung, wo es genügend Schatten für uns gab. Ich hatte meine Lektion im Sonnenbaden schon ein paar Tage vorher bekommen und blieb die ganze Zeit im Schatten, nach 2-3 Stunden waren auch alle anderen leicht gerötet und so fuhren wir zurück in die Lodge. Dort verbrachten wir die Zeit schlafend im Bett und auf der Terrasse im Liegestuhl. Der Tag ging schnell vorbei. Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg, um etwas essen zu gehen. Steffen fuhr uns nach Thesen Island, wo wir eine Tapas & Oyster Bar fanden. Die Tapas waren sehr lecker, der Service hätte besser sein können. Zum Abschluss des Abends spielten wir in Steffen und Emas Zimmer Doppelkopf. Ema bemerkte an dem Abend, dass wir bisher noch nicht wirklich afrikanisch essen waren. Stimmt, aber es scheint an der Garden Route auch nicht viele (bezahlbare) Restaurants mit lokaler Küche zu geben. Die Gegend ist so touristisch, dass man sich hier sehr auf den europäischen Geschmack eingerichtet hat.

Es folgte ein Tag, an dem wir wieder viel vor hatten. Wir wollten heute Tiere sehen. Also fuhren wir nach dem Frühstück wieder in die Richtung Plettenberg Bay und gingen dort erst mal ins Elephant Sanctuary (Elefanten Tierheim). Hier werden Elefanten wieder aufgepäppelt, um sie auf lange Sicht wieder auszuwildern. Bei der Gelegenheit werden sie gleich noch „erzogen“, nach dem Belohnungsprinzip für Touristen ein paar Kunststücke vorzuführen und sich so ihren Unterhalt selbst zu verdienen. Den Touristen wird gezeigt, was es für typische Verhaltensweisen gibt, wie z.B. Schnauben, Kopf schütteln, den Rüssel aufstellen. Als Highlight darf man mit den Elefanten ein Stückchen „Hand in Hand“ spazieren. Dazu nimmt man seine rechte Hand und streckt sie nach oben geöffnet nach hinten. Dort legt der Elefant seinen Rüssel ab (der Rüssel ist ziemlich schwer und feucht) und folgt einem auf Schritt und Tritt. „A life changing experience“ – stimmt irgendwie, wenn man so nahen Kontakt mit einem Elefanten bekommt. Wir waren uns aber durchaus bewusst, dass das keine natürliche Umgebung für Elefanten ist und dass sie nichts gemeinsam haben mit denen in der freien Natur. Hoffentlich wird dem „gemeinen Touristen“ damit kein vollkommen falsches Bild vermittelt.

Elephant Sanctuary

Spaziergang mit Riesen

Danach waren kleinere Tiere dran. Ganz in der Nähe ist nämlich Monkey Land. Auch eine Art Tierheim für Affen, die früher vom Menschen misshandelt oder falsch gepflegt wurden. Wir sahen acht verschiedene Rassen über unsere Köpfe hinweg springen, essen, zwischen uns herumlaufen,… Viele endemische Affen gibt es hier nicht, denn es handelt sich vor allem um hübsche Affen aus Madagaskar, die sich manche Leute gerne in den Käfig stecken. Manch einer von uns wurde auch mal angepinkelt ;-), aber ansonsten wollten die Affen nicht so nahe kommen.

Monkey Land

Affenstall

Gleich nebenan war „Birds of Eden“, auch ein Sanctuary, nur dieses Mal für Vögel. Am Eingang gab es ein kleines Vogelerkennungsheftchen zu kaufen, in dem man abhaken konnte, welchen Vogel man gesehen hat. Dieses Heftchen kauften wir uns und gaben es in die Obhut von Ema, die fleißig mit mir abhakte, während ich Fotos schoss. An einer Stelle, ließen wir uns zu viel Zeit und hatten gleich einen Freund gewonnen. Ein kleiner Kakadu setzte sich auf Emas Schulter und wollte sich von da nicht abschütteln lassen. Der Stock, den Steffen ihm hinhielt, damit er seinen Sitzplatz wechseln konnte, wurde kurzerhand zerlegt. Mit einer geschickten Bewegung wurden wir ihn allerdings los. Später, als wir einen Kuchen essen wollten, das gleiche Spiel nochmals. Diesmal mit einem Sittich, der sich in Jörgs Hemd verliebte und sich ständig auf seine Schulter setzte.

Birds of Eden

Wir hatten viele Vögel

Der Tag war lang und aufregend. Wir hatten nicht mehr genügend Zeit, um nach Hause zum Umziehen zu fahren, also gingen wir direkt zur Waterfront nach Knysna. Dort trafen wir nach kurzer Zeit auf Sabine und Klaus. Steffen kennt Sabine aus Stuttgart aus der Bank. Mit ihnen gingen wir Fisch und Fleisch essen. Es war ein sehr lustiger Abend.

An unserem letzten halben Tag in Knysna – übrigens ein binärer Tag 😉 – hatten wir schon wieder was Spannendes vor. Wir standen früher auf als sonst, packten schnell das Auto und fuhren wieder nach Plettenberg Bay. Wir hatten eine Whale- & Dolphin-Watching-Tour gebucht und mussten dort schon um kurz nach 9 Uhr sein. Um 9.30 Uhr ging es los. Wir sahen eine riesige Gruppe Delphine an der Küste auf und ab schwimmen.

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Danach fuhren wir zu Seelöwen. Die waren für uns wiederum nichts besonderes, da wir schon viele davon in Namibia gesehen hatten. Wale sahen wir leider keine, angeblich war der letzte Wal vor einer Woche an der Küste gewesen, nun aber nicht mehr da.

Dolphin Watching

Großfisch-Beobachtung

Danach gings nach Oudtshoorn. Es war ja nicht weit und so konnten wir den Nachmittag noch am Pool verbringen und uns entspannen. Am Abend machten wir einen großen Braai und aßen stunden lang und spielten Bohnanza.

 

 

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• Samstag, Januar 09th, 2010

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Wir haben uns schon lange auf unseren ersten Besuch auf unserer Reise gefreut und heute sollte der Moment gekommen sein. Wir informierten uns im Internet auf einer Seite, die ankommende und gehende Flüge sowie all deren Verspätungen auflistet, ob Ema und Steffen auch pünktlich ankommen. Zum Glück haben wir nachgeschaut, denn der Flieger hatte Verspätung, etwa eine halbe Stunde hatten wir mehr Zeit zum Frühstücken und Auto packen.

WillkommenEmmaSteffen

Wir hatten ein kleines Willkommensschild (wir haben sie vorgewarnt) gebastelt und freuten uns wie die Kinder am Flughafen. Ema und Steffen bringen uns auch gleich noch ein paar Sachen mit: mein iPhone und neue Kreditkarten. Jetzt dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen beim Bezahlen unserer Rechnungen.

Endlich...

Endlich...

...da kommen sie

...da kommen sie

Nachdem die beiden ihr Auto in Empfang genommen hatten, fuhren wir los nach Hermanus. Dort kauften wir ein und aßen einen kleinen Snack an einem Aussichtspunkt mit Meerblick. Danach ging es weiter nach Cape Agulhas, dem eigentlichen Kap und südlichstem Punkt auf unserer Reise. Wir planten mit unserem Navi die kürzeste Route und fanden dabei heraus, dass unsere Karten – sowohl Garmin Südafrika, als auch Tracks4Afrika, die Küstenstraße nicht enthielten. Wir fuhren daher durchs Landesinnere, sehr zum Missfallen des kleinen Yaris von Ema und Steffen. 80 Kilometer Schotterpiste hatten wir alle nicht erwartet, nachdem die Straßen hier in SA so gut ausgebaut sind und man bei der Planung mit Mapsource trotzdem oft eine (positive) Überraschung erlebt und die Straßen gar nicht so schlecht sind, wie dargestellt.

Mittagspause in Hermanus

Mittagspause in Hermanus

In L’Agulhas fing das Wetter an umzuschwingen. Es wurde trüber und schließlich regnete es. Nicht schlimm für uns, da wir kurz vor den ersten Tropfen in unsere Unterkunft, das Ocean Art House, gezogen waren. Das Haus liegt wunderschön am Meer und heißt nicht ohne Grund „Art House“. Überall steht oder hängen Skulpturen oder Bilder und alles ist gut aufeinander abgestimmt. Hier fühlten wir uns gleich wohl. Als Schmankerl gab es sogar Internet for free.

Nach einer kleinen Erholungspause fuhren wir in den Ort, um etwas zu essen. Überraschenderweise spürte man hier die Sommerferien, denn alle Restaurants waren voll! Und das in so einem kleinen Dörfchen. Wir mussten nach Struis Bay in ein Hafenlokal. Klingt schlimmer als es war. Das Essen war warm und gut, aber keine feine Kost. Wir hatten das auch nicht erwartet, somit war das nicht schlimm. Schon beim Essen redeten wir viel darüber, was zuhause so los war, seitdem wir weg waren und was so in der Bank passiert. Neun Monate sind ganz schön viel Zeit, und wir brauchten noch bis in die Nacht bis wir vor Müdigkeit aufhören mussten zu erzählen.

Im Ocean Art House habe ich wunderbar geschlafen. Das Bett war riesig und warm, draußen war es grau, eigentlich wär der Tag ein Faulenz- und Bettliege-Tag gewesen. Eine Dusche änderte meine Meinung, ich war fit wie ein Turnschuh. Das Frühstück war die Krönung des Morgens: frische Früchte, dann Omelett, Cappucino, Croissants – alles „lekker“!

In L’Agulhas kann man ansonsten nicht allzu viel unternehmen. Ein Must-See ist auf jeden Fall der Leuchtturm und die südlichste Spitze Afrikas. Der Leuchtturm stand als erstes auf dem Programm. Im Leuchtturm gibt es ein Museum zur Leuchtturm-Geschichte, aber die Aussicht, die man von oben genießen kann, wenn man die steilen Treppen erklommen hat, ist atemberaubend. Emas Reiseführer erwähnte noch ein Schiffswrack, das man von oben hätte sehen können, aber das konnten wir nicht entdecken. Also mussten wir hinfahren. 🙂 An der Stelle versuchten Angler ihr Glück, von den Klippen aus Fische zu fangen, aber schienen wenig erfolgreich zu sein, denn sie fuhren schnell wieder ab. Jetzt fehlte nur noch der südlichste Punkt Afrikas, an dem wir vier, wir zwei und das Auto für die Kamera posierten und dann gings los Richtung Knysna.

Cape Agulhas

Besuch am Südlichster Punkt Afrikas

Auf unserem Weiterweg machten wir noch Kaffeepause in Mossel Bay. Zufällig steht dort das Diaz Museum und der Post Office Tree, die man sich beide anschauen kann, bevor man zu Kaffee und Kuchen in das daneben liegende Restaurant geht. Das Museum ist sehr stolz auf sein Prachtstück, einen originalgroßer Nachbau der Bartholomeu Diaz, das Schiff mit dem der gleichnamige Herr hier 1488 angekommen ist. Das Schiff wurde zum 500jährigen Jubiläum in Portugal nachgebaut und segelte quasi noch einmal die ganze Strecke bis ans Kap.

Museumsschiff

Museumsschiff

Im Garten des Museums steht zudem der Post Office Tree, ein 500 Jahre alter Milchholzbaum, der von Seglern als Briefkasten benutzt wurde.

Mossel_Bay_06

Nach all dem Kulturprogramm, gab es Kaffee und verschiedene Süßigkeiten im angrenzenden Café. Am frühen Abend kamen wir in Knysna an. Unsere Unterkunft lag aber nicht im Ort, sondern in Brenton-on-Sea, einem netten Dörfchen mit einem wunderschönen Strand. Wir bekamen von den unheimlich netten Besitzern zwei Zimmer nebeneinander, von deren Bett aus man den Blick aufs Meer genießen konnte. Weil wir noch nichts Richtiges gegessen hatten, gingen wir noch in den Ort, waren aber schon da so müde, dass wir den Abend relativ früh beendeten.

Nach der ganzen Fahrerei sollte der folgende Tag aktiver werden. Wir fuhren mit Steffen und Emas Auto in den Tsitsikamma National Park und wanderten dort ein bisschen. Wir wählten zum Aussichtspunkt über die berühmten Hängebrücken über den Storms River – ist die kürzeste Wanderung mit einer Dauer von ca. 3h. Jörg war von der Wanderung um so begeisterter, nachdem er feststellte, dass entlang des Wegs ein Geocache liegt. Der Cache wollte aber nicht von uns gefunden werden. Erst als andere Geocacher hinzustießen und ihrem GPS Gerät mehr Glauben schenkten als Jörg das tat, konnte Jörg sehen, wo der Cache versteckt lag und ihn heben. Nach dieser langen Pause konnten wir endlich weitergehen, doch ich hatte nicht erwartet, dass der Aussichtspunkt so weit oben auf dem Berg liegt. Keuchend kam ich oben an, aber es hatte sich wirklich gelohnt. Die Aussicht war sehr schön.

Tsitsikamma NP

Wunderschöne Wanderung

Selbst der Abstieg hatte uns ganz schön geschafft und wir tankten im Café erst mal auf. Hunger hatten wir auch, aber es gab da nichts Vernünftiges. So fuhren wir wieder ab und entschieden uns in Plettenberg Bay etwas zum Essen zu suchen. Auf der Rückfahrt beschlossen wir, noch beim Bungee Jumping anzuhalten und uns das anzuschauen. Wir ich hier feststellen musste, war die Brücke, die ich schon zwei Mal für die Bloukrans Brücke hielt gar nicht die berühmte Brücke. Die „echte“ lag ganz woanders. Hier sprangen die Leute 216m in die Tiefe. Obwohl Steffen und ich am Anfang noch die Lust verspürten, hatten wir beim Anblick der Springer doch zu viel Respekt.

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In Plettenberg Bay aßen wir bei Cornuti, einem guten italienischen Restaurant, und wurden alle pappensatt mit Pizza, Nudeln und leckeren Nachtischen.

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2 Responses

  1. 1
    ben 

    Schönes Logo 🙂 mit passendem Claim – wenn Zeit nicht mehr das Problem ist, gell?

  2. 2
    Anja 

    Danke 🙂

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• Freitag, Januar 08th, 2010

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An dieser Stelle folgt ein kleiner Exkurs zu unserem Dilemma mit der Deutschen Kreditbank: Anfang Dezember bekamen wir die Mitteilung – ausschließlich über das bankeigene Portal, nicht per eMail – dass unsere Visa-Karten, die noch bis 2011 gültig sind, ausgetauscht werden. Wir gingen damals davon aus, dass wir unsere neuen Karten einfach nicht aktivieren müssten und so die alten Karten weiterhin funktionsfähig seien. Um sicher zu gehen, schrieben wir die DKB am 3.12. an, bekamen jedoch einige Tage keine Antwort. Mitte Dezember folgte erneut eine eMail von uns, die wieder 3 Tage unbeantwortet blieb. Dann kam plötzlich eine Antwort mit der überraschenden Aussage, dass unsere alten Karten automatisch am 26.12.2009 ihre Gültigkeit verlieren. Wir dachten, das sei ein Scherz. All unsere Ersatz-Kreditkarten liefen 2009 während unseres Urlaubs aus und jetzt will die DKB uns unser einziges Mittel Geld abzuheben wegnehmen?

Man bot uns am 17.12. an, telefonisch zu helfen, sie würden uns auch versuchen im Ausland zu erreichen. Wir gaben die südafrikanische Telefonnummer an und warteten auf den Anruf. Natürlich kam erst mal nichts. Wiederholt schrieben wir sie per eMail an, dass wir angerufen werden wollen. Am 22.12. kam endlich der ersehnte Anruf – 4 Tage vor Deaktivierung der Karte. Man sicherte uns nun zu, dass sie die Deaktivierung der alten Karten herausnehmen, das würde aber 3 Bankarbeitstage dauern. Wir sollen uns bitte vorher mit genügend Bargeld versorgen. Wir waren nicht glücklich, aber erleichtert, dass wir nicht bald ganz ohne Karte da stehen.

Am 29.12. kam dann überraschend wieder eine eMail von der DKB, mit dem ungefähren Wortlaut, dass wir ja vor kurzem [haha!, kurz!] die Anfrage gestellt hätten, die alten Karten behalten zu dürfen und dass dieser Vorgang 2 Bankarbeitstage dauern wird.

„Bankarbeitstage“ können um die Weihnachtszeit schon echt lange dauern. Am 1. Januar, also nun fast einen Monat nach unserer ersten Anfrage, gehen wir an den ATM, da unsere Barreserven bald aufgebraucht sind, und was sehen wir da? Geht nicht. Jörgs Karte meldet: „insufficient funds“ (=nicht ausreichend Guthaben). Das war in dem Moment die einzige Karte, die wir mitgenommen hatten. Ein prüfender Blick im Internet versicherte uns, dass unser Kreditrahmen nicht ausgeschöpft wurde und wir daher auf jeden Fall Geld hätten bekommen müssen. Also schrieben wir wieder fleißig eMails, wie zu erwarten war, ohne dass sich jemand meldete. Am 6.1. wurde es uns zu bunt und wir riefen selbst an, auch wenn das ziemlich teuer wird. Ich erreichte jemanden an der Hotline, der mich sogar zurückrief. Der Mann hatte allerdings keine Freude mit mir, denn er teilte mir mit, dass sie bei der Re-Aktivierung unserer deaktivierten Karten vergessen haben, bei Jörg auch wieder Guthaben frei zu schalten. Das dauert nochmals 3 Bankarbeitstage.

Am Telefon einen Mann anzumeckern, der dafür nichts kann, hat ja keinen Wert. Wir waren bisher sehr zufrieden mit der Bank, aber wir hatten sie auch nicht „gebraucht“. Dass die DKB uns in der Situation hängen lässt, hätten wir nicht gedacht und wir werden unsere Konsequenzen ziehen, wenn wir wieder zuhause sind. Hier in Südafrika sitzt die Bank am längeren Hebel und sie hat das gut nutzen können. Wäre mir das zuhause passiert, hätte ich sofort mein Konto aufgelöst. Jetzt muss ich halt noch ein bisschen warten…

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• Mittwoch, Januar 06th, 2010

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Wir sind wieder erreichbar, mal wieder mit einer neuen Handynummer:

+27 799181061

Ich bekomme heute mein iPhone wieder und damit haben wir nach langer Zeit wieder zwei funktionierende Handys. Jörgs deutsche Handynummer geht auch noch, meine alte deutsche Handynummer ist ja schon seit Mai nicht mehr aktiv.

Also, wer gerne mit uns telefonieren oder uns mit einer SMS eine Freude machen will, kann dies gerne tun, unter oben genannter Nummer.

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2 Responses

  1. 1
    EmaSteffen 

    Hallo Anja und Joerg,

    heute ist unser letzter Abend in Kapstadt und fuer die Bohnanza-Runde fehlen uns leider zwei Mitspieler 😉
    Wir hatten die acht Tage mit Euch viel Spass und haben viel gesehen. Wer haette gedacht, dass Elefanten sich so leise anschleichen koennen. Wir beiden Ornithologen haben heute Pinguinen guten Tag gesagt (und natuerlich protokoliert – oder zaehlen die nicht, Anja?).
    Die freilaufenden Strausse, die wir heute getroffen haben, wollte der Steffen nicht reiten, ich (Ema) frage mich ja warum.
    Morgen frueh noch ein letztes Strausseneiomelette, und dann gehts ab nach Hause.

    Bei Fragen ueber unsere weitere Reise (oder ueber Eure verbliebenen Gegenstaende) koennt Ihr uns gerne unter unseren Kontaktdaten erreichen 😉

    Viele Gruesse,
    Ema & Steffen

  2. 2
    Joerg 

    Hallo ihr beiden,

    wir haben uns auch sehr gefreut, mit euch zusammen die Garden Route fahren zu können, und was die Bohnanza-DoKo-Abende angeht: Es sind ja nur noch vier Wochen…

    Bis dahin,

    Anja & Jörg

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• Dienstag, Januar 05th, 2010

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Wir konnten Kapstadt natürlich nicht verlassen haben, ohne auf den Tafelberg gestiegen zu sein, wobei wir dann aber doch die Seilbahn vorzogen. Von unserem Zimmer aus, konnten wir den Tafelberg faaaast sehen. Wir sahen zumindest recht gut, ob die Tischdecke drüber lag, oder Pirat Van Hunk und der Teufel gerade eine Pause in ihrem Wettstreit einlegten. Jedes Kind weiß ja, dass der Tafelberg mit Nichten so häufig von weißen Wolken eingehüllt ist, weil sich feuchte Luftmassen vom Wasser gegen den Tafelberg drücken und dann hochgeschoben werden, wobei sie auf die kälteren Luftmassen in der Höhe stoßen und sich die charakteristischen dicken Wolke bilden, die den Berg einhüllen – akademischer Quark mit Soße! Nein! Nachdem Pirat Van Hunk sich im frühen 18. Jahrhundert nach abenteuerreichen Jahren mit fetter Beute von dem aktiven Dienst auf hoher See zurückzog und von Devil’s Peak sein Pfeifchen rauchte, während er auf den Ozean schaute, wurde er eines Tages von einem Fremden zu einem Wettstreit aufgefordert, wer mit seiner Pfeife den meisten Rauch erzeugen könnte. Der Fremde war kein anderer als der Teufel und der Legende nach, ist dieser Wettstreit immer noch nicht fertig ausgetragen und der Rauch ihrer beiden Pfeifen hüllt den Tafelberg somit immer wieder ein.

Wir wollten unbedingt auf den Tafelberg und heute war dazu auch schon die letzte Gelegenheit – morgen werden wir ja schon Ema und Steffen vom Flughafen abholen und mit ihnen nach Cape Agulhas fahren. Wir hatten also schon gestern online Cableway-Tickets gekauft und sahen heute Morgen aus unserem Fenster, dass wir uns dafür auch keinen besseren Tag hätten aussuchen können.

Nach einem kurzen Photostopp in Bo-Kaap – die Akkus waren mittlerweile beide wieder aufgeladen –, standen wir auch schon an der Schlange für die Seilbahn. Ja, richtig, wir standen an. Unsere Online-Tickets halfen uns nämlich nur darin, nicht zweimal anstehen zu müssen. Aber gut, die einstündige Wartezeit war auch irgendwann vorüber, auch wenn die erbarmungslose Glut der Sonne zu einer gefühlten Zeitdilatation führte, doch immer noch besser als hinauf zu kraxeln. … Oder doch nicht? Wie auch immer, die Fahrt mit der Seilbahn ist auch ein Erlebnis. Die Gondel dreht sich um 360°, so dass jeder mal zum Tafelberg hoch und zur False Bay runter schauen kann. Oben angekommen, tummelten sich dort bereits Touristenmassen. Auch wenn nichts anderes zu erwarten war – im südafrikanischen Sommer während der hiesigen Schulferien – für mich war ’s dennoch eine Ernüchterung. Überhaupt ist der Besuch des Tafelbergs alles in allem wenig spektakulär. Anja hatte mich vorgewarnt und ich stimme ihr zu: Man fährt hoch, weil man nun mal nicht nach Kapstadt fahren kann, ohne auf dem Tafelberg gewesen zu sein, nicht weil das Plateau selbst so reizvoll ist. Sicherlich, die Aussicht allein ist schon toll, und wenn man den Ort für sich allein hätte, wäre es sicherlich das Non-Plus-Ultra unserer Reise gewesen, so jedoch waren wir nach ca. einer Stunde schon wieder unten.

Tafelberg

Heute mal ohne Tischdecke

Entlang des Chapman’s Peak Drives, der M6, der sehr an den Highway No. 1 erinnert, nur dass es sich halt „um einen anderen Ozean zur linken“ handelt, fuhren wir zum Kap der Guten Hoffnung. Für uns ein ganz besonderer Moment: Nachdem wir genau 270 Tage und fast 44’000 km auf diesen Ort zusteuerten, standen wir nun auf einmal dort.

[Anja:] Ich hatte erwartet, dass ich heulend zusammenbreche, wenn wir am Kap ankommen, aber das Gefühl blieb aus. Es waren so viele Touristen und wir hatten irgendwie keine Zeit gefunden, durchzuatmen und den Moment zu genießen. Schade eigentlich.

Dort trafen wir auch endlich mal wieder auf richtige Overlander. Also, nicht diese LKW-Touris, sondern Selbstfahrer wie uns. Marja und Paul sind seit Anfang Dezember 2008 auf reisen und gerade die Westküste „runtergerutscht“ und wollen nun die Ostküste bis Kenia hoch und von dort nach Asien verschiffen. Es war schön, sich mal wieder mit Travellern, die so unterwegs sind wie wir, austauschen zu können. Wir hatten das zwar gerade erst zu Weihnachten mit Jan & Trevor, davor aber eine lange Durststrecke. Natürlich waren wir auch noch am Cape Point Leuchtturm. Es war sehr heiß und so belohnten wir uns nach dem Abstieg noch mit Sandwiches und ordentlich Flüssigkeit.

Kap der Guten Hoffnung

Ziel unserer Reise

Für den Heimweg wählten wir die Ostseite des Kaps und steckten dort fürchterlich im Stau. Und dies nicht einmal, weil alle zurück nach Kapstadt wollten, der Hauptteil des Verkehrs fuhr in andere Richtungen und als wir nach Sonnenuntergang endlich Kapstadt erreichten, waren die Autobahnen bereits leer. Wir brauchten für 9 Kilometer ca. 90 Minuten, heftiger war da nur Kampala, wo wir für 3,5 km 90 Minuten brauchten (dabei etwas über 200 m in 20 Minuten). Doch die Brillenpinguine, die wir auf unserem Rückweg noch in Boulders anschauten, entschädigten uns hinreichend.

Pinguine am Kap

Brillenpinguine

Im Guesthouse angekommen, parkten wir nur kurz, zogen uns schnell um und gingen dann essen. Wir wollten das karibische Restaurant ausprobieren, das vorgestern geschlossen hatte. Auf dem Weg dahin fanden wir zufällig einen Inder und das war der „Sudden Death“ für den „Karibianer“. Wir sind gestern schon an dem Haus vorbei gegangen, da wirkte es regelrecht ausgestorben. Es sah eher wie ein Haus aus, wo mal ein Inder drin war und das Restaurant aber irgendwann pleite gegangen ist. Glücklicherweise war alles anders, denn das Essen war vorzüglich.

[Anja:] Wir hatten Biryani Reis und ein vegetarisches Gericht mit Nüssen. Mein Essen war allerdings unerwartet scharf und da ich sowieso nicht damit umgehen kann, brauchte ich lange, um das Essen zu mir nehmen zu können. Und viel Wasser. Selbst meine Lippen brannten…

 

 

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• Montag, Januar 04th, 2010

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Nach dem gestrigen „Tag der inneren Inkehr“ wollten wir raus! Für heute hatten wir eine Township Tour bei Johnny gebucht (+27 (0)82 8204946) für 325 Rand pro Person. Uns hat die Tour sehr gefallen und deshalb können wir Meljo Tours uneingeschränkt weiterempfehlen.

Unsere Gruppe war recht klein, außer uns beiden waren nur noch zwei Holländerinnen mit von der Partie. Wir wurden von Johnny an unserer Cape Deco Lodge abgeholt und von dort ging es zunächst zum District Six. Bereits an dieser Stelle mussten wir leider bemerken, dass Anjas Kameraakku leer war und der Ersatzakku in der Lodge lag. [Deshalb gibt es zunächst nur wenige Bilder dieser Tour, vielleicht kriegen wir noch die Bilder der Holländerinnen, dann werden wir diese nachreichen. Die paar, die hier beigefügt sind, haben wir einen Tag später auf dem Weg zum Tafelberg gemacht.] District Six ist eine riesige, heute nach wie vor größtenteils brachliegende Fläche mitten in Kapstadt. Coloureds wurden aus diesem Areal in den 60ern und 70ern Jahren des letzten Jahrhunderts vertrieben, um dies zu einer Whites-Only-Gegend zu machen. Bis auf manche der Kirchen und Moscheen wurde abschließend das ganze Gebiet mit Bulldozern abgerissen und planiert, doch District Six wurde nie zu einem Whites-Only-Wohngebiet, so dass noch heute einsame Gotteshäuser auf weiter Flur zu bestaunen sind. Mehr Informationen über District Six kann man in dem District Six Museum erfahren, was auch unsere nächste Station war. Das Museum ist nicht groß, aber sehr beeindruckend. Man bekommt einen Einblick, wie das Leben in District Six vor der Planierung gewesen sein muss.

Die nächste Station war der Stadtteil Bo-Kaap, dem Viertel der Malayen. Auf dem Weg dahin bekamen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt inklusive. Unser Weg führte uns unter anderem am High Court, wo noch zwei Bänke, eine für Weiße und eine Nicht-Weiße, stehen und an dem Platz des ehemaligen Sklavenbaums vorbei, unter dem früher Sklavenversteigerungen durchgeführt worden sollen sein. Vom Baum selbst sieht man allerdings nichts mehr, den denkwürdigen Ort, wo der Baum stand, weist lediglich eine Gedenktafel aus. Nachdem im 19. Jahrhundert die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde, gab man den ehemaligen Sklaven einen Platz zum Leben am Fuß des Tafelbergs, und so wurde das heutige Viertel „Bo-Kaap“ gegründet. Intensive Farben zeichnen dieses aus und man kommt um Postkartenmotive nicht herum.

Kapstadt und Bo-Kaap

Schöne Stadt am südlichen Zipfel

Nun ging ’s aber endlich ab Richtung Townships. Wir fuhren nach Langa und machten dort einen kleinen Rundgang durch das Township. Es gab gänzlich unterschiedliche Häuser und Straßen, von kleinen Hütten mit Wellblechdach auf platt getretenen Lehmwegen bis zu großen Einfamilienhäusern entlang asphaltierter Straßen war alles vertreten. Was uns am meisten überraschte war, dass gerade viele dieser besseren Häuser gar nicht übermäßig mit Stacheldraht und hohen Zäunen gesichert waren, wie man es sonst so häufig sieht. Überhaupt fühlten wir uns in dem Township nicht unsicher oder unerwünscht, aber es wird natürlich nicht grundlos sein, dass jeder Reiseführer davor warnt, einfach selbst in ein Township zu fahren ohne Begleitung eines Ansässigen, wir fünf hatten gleich drei (!) Begleiter. Das hatte sich aber diesmal einfach so ergeben, Johnny macht die Touren sonst auch nur mit einem Begleiter und hatte noch nie Probleme. Er achtet allerdings auch vieles im Vorfeld: bestimmte Gegenden meiden, Touren nur vormittags (wenn weder Gangs noch Alkoholisierte unterwegs sind) etc.

Township

Township

Von Langa ging ’s es ins Nachbar-Township Guguletu und dort zum Amy Biehl Memorial und dem Guguletu Seven Memorial. Amy Biehl war eine US-amerikanische Studentin, die 1993 ein Jahr in Kapstadt studierte und dort von PAC-Anhängern erstochen und gesteinigt wurde; die PAC-Anhänger hatten eines Morgens die Gegend, in der Amy Biehl als Street Workerin arbeitete, zu einer No-Go-Area für Weiße erklärt. Ihren Hinweg hatte sie wie jeden Morgen unbeschadet durch das Township nehmen können, von ihrem Rückweg kehrte sie nicht zurück, denn sie konnte von dieser „Änderung“ im Laufe des Tages nicht mehr rechtzeitig erfahren. Die Guguletu Seven andererseits waren schwarze Aktivisten, die 1986 unter einem Vorwand von in eine Falle gelockt und von südafrikanischer Sicherheitspolizei erschossen wurden. Sowohl die PAC-Anhänger als auch die Sicherheitspolizisten haben Amnestie von dem Wahrheits- und Aussöhnungskomitee gewährt bekommen.

Bevor wir von Johnny wieder vor unserem Backpackers Place in Woodstock abgesetzt wurden, ging es abschließend noch zum Township Information Center in Guguletu. Für einen Besuch einer lokalen Township-Bar mit selbstgebrautem Sorghum Bier war leider keine Zeit mehr.

Was nun? „Füße hochlegen“ war gestern, also sind wir danach noch los zur Waterfront. Wir fuhren wieder bis zum Bahnhof und liefen den Rest, was keine so gute Idee war (es war weit, heiß und es gab kaum Fußgängerwege), aber wir kamen dennoch an, nachdem wir die Ausfahrt der Schnellstraße erstmal überquert hatten… Die Waterfront ist sehr touristisch und vergleichsweise teuer. Dennoch hätten wir hier genügend Souvenirs kaufen können, wenn wir nicht unsere persönliche Kredit(bank)krise erlebt hätten. So saß das Portmonee fest in meiner Tasche und wurde zu Anjas und meinem Leidwesen nur spärlich gezückt – Anja trauerte der verpassten Gelegenheit zum Souvenir-Shopping nach und ich bereute, im Cape Union Mart nicht noch das ein oder andere Camping- oder Outdoor-Gadget kaufen zu können, doch wenn wir die Zeche in unserer Cape Deco Lodge nicht prellen wollen, müssen wir die restlichen Tage mit dem vorhandenen Geld auskommen…

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• Sonntag, Januar 03rd, 2010

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Dies war also der Tag! Der Tag, der uns an das „formale Ziel“ unserer Reise führen sollte. Wenn ich in Deutschland gefragt wurde, wohin denn die Reise führen sollte, so sagte ich meist: „Wir fahren soweit in den Süden, bis wir gegen den Tafelberg stoßen.“ Für uns ist es natürlich noch nicht das Ende der Reise – wir haben noch sechs Wochen – also nochmals einen ganzen Jahresurlaub (!), aber gefühlt neigt sich spätestens mit Erreichen Kapstadts doch etwas dem Ende. Wenn beim Fahren die Gedanken zu wandern anfangen, realisieren wir beide schon seit geraumer Zeit, dass die sich immer häufiger um unsere Heimkehr drehen. Ich vermisse, die Unbeschwertheit und gedankliche Freiheit, wie wir sie das erste Mal richtig in der Türkei erfahren haben: Da waren wir bereits lang genug unterwegs, um zu realisieren, dass unsere Auszeit keine normale Reise ist, hatten aber noch soviel Zeit vor uns, dass ein Ende nicht in Sicht war. Damit erschien die Reise endlos und das machte unsere Initiative Rückenwind für uns ungreifbar. Dieser Zustand hielt bis Uganda an, wo wir in Kampala einen Reisezeitplan aufstellen. Er war notwendig, damit wir wirklich noch alles sehen konnten, was wir in den letzten Wochen auch gesehen haben, doch leider erdete uns dieser Plan viel zu früh. Pläne kennen einen Anfang und ein Ende, gefühlt hatte unsere Reise doch bisher nur einen Anfang. Im vorgezogenen Rückblick gehört dieser Zustand „bewusster Unbegreiflichkeit“ für mich zu den freiesten Momenten auf der Reise und – so sehr ich mich jetzt doch wieder auf zu Hause freue –, an dieser gedanklichen Freiheit würde ich mich seit dem Tag in Kampala gerne nochmals laben.

[Anja:] Dem kann ich nichts hinzufügen 🙂

Wir brachen früh von Stellenbosch auf, da wir uns den Ministrels Carnival anschauen wollten. In weniger als einer Stunde waren wir von unserem Hotel in Stellenbosch an unserem Backpackers Place in Woodstock, der „Cape Deco Lodge“ (bei S 33° 55.901’, O 18° 27.158’) angekommen. Wir erkundigten uns, wie wir am besten in die Stadt kämen und man pries uns die Mini-Busse an. Die Cape Deco Lodge liegt sehr zentral, es sind nicht mal drei Kilometer bis zum Hauptbahnhof, der mittig in Kapstadt liegt. Alle Mini-Busse fuhren zum Hauptbahnhof, wir konnten also gar nicht einen falschen erwischen. Wir erkundigten uns noch nach dem lokalen Preis (5 Rand pro Person), doch das wäre nicht nötig gewesen: Kein Kassierer versuchte, uns mehr als den üblichen Fahrpreis abzunehmen.

Mit dem Karnevalbesuch verletzten wir den Traveller-Codex Nr. 1: Wir gingen in dichtes Gedränge und Menschenansammlungen, aber wir konnten uns diesen Tag natürlich nicht entgehen lassen. Der Ministrels Carnival findet nur am 2. Januar statt und wann ist man schon mal an diesem Tag in Kapstadt? Wir sahen eine Weile von vor dem Rathaus zu, bis es uns da zu eng und zu anstrengend wurde und wir wieder heim wollten. Der Umzug zieht sich den ganzen Tag hin und ist von unseren Karnevalsumzügen sehr verschieden: Im Wesentlichen gibt es hier nur Marching Bands und Tänzer, so dass es für mich dann doch recht schnell uninteressant wurde, doch Anja war die ganze Zeit ganz gebahnt und fasziniert.

Ministrels Carnival

Ja, ist denn heut schon Fasching?

Auf unserem Heimweg fanden wir jedoch eine andere Stelle, wo sich die unterschiedlichen Karnevalsgruppen von den Bussen absetzen lassen und ihre Reise durch die Stadt beginnen. Hier war es viel entspannter, weil es noch kaum Zuschauer gab. Die Gruppen waren aber bereits hier bereits bester Dinge. Anja hat davon ein kleines Video zusammengestellt.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Es war ein heißer Tag in Kapstadt und wir waren froh, als wir am Pool der Cape Deco Lodge den Nachmittag und Abend ausklingen lassen konnten. Wir hatten uns dafür noch zuvor etwas Obst geholt und genossen unseren „Gourmet-Obstsalat“.

Den nächsten Tag hakten wir die wichtigsten Dinge unserer To-Do-Liste ab: unseren Heimflug buchen (Damit hat das bisher nur gefühlte Ende nun sogar einen Termin, 16.2.), eine Township Tour buchen (Wir hatten in der Lodge gefragt und die waren auch sehr hilfreich und haben uns eine Tour anbieten können. Allerdings sollte die 500 Rand pro Person kosten und das schien uns ein wenig übertrieben, da wir zuvor bereits uns im Netz ein wenig umgeschaut hatten und dort 300 – 400 Rand die Normalität waren.) und unseren Blog mit neuen Artikeln füttern. Das hatte zwar den ganzen Tag gebraucht, war aber auch nicht so schlimm, da wir noch ganz im tranquil mode unseres Stellenboschbesuchs waren. Wir fragten an der Rezeption noch nach einem netten Restaurant, „da gäbe es nicht allzu viel“, sagte man uns, „ein karibisches Restaurant sei ein paar Blöcke die Straße hoch.“ Doch leider ist heute Samstag und damit waren mal wieder alle Restaurants in der Nähe geschlossen. Wir landeten in einer Pizza-Fast-Food-Kette. Die Pizzas waren lecker, aber einfach zu groß für uns. Als da jemand durchs offene Fenster bettelte, dass er uns seine Kinder Hunger habe, gaben wir ihm die restliche Pizza. Sonst geben wir Bettlern eigentlich nichts, hier haben wir mal eine Ausnahme gemacht und die werden wir so schnell wohl auch nicht wieder tätigen, denn ihn wurden wir danach so schnell nicht mehr los, und die Pizza wollte er eigentlich auch nicht, Geld ist schließlich handfester…

 

 

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• Samstag, Januar 02nd, 2010

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Nach einem stärkenden Frühstück und ein paar Minuten Internet zogen wir vom Wild Spirit weiter. Unsere heutige Etappe war wieder über 500 km lang. Wie groß doch Südafrika ist im Vergleich zu Deutschland. Wir fahren drei Tage, um von Matatiele, das nicht mal an der Ostküste liegt, bis nach Stellenbosch, was zumindest recht nahe an der Westküste liegt, zu gelangen. Schnellere Autos schaffen die 1500 km auch an zwei Tagen; theoretisch ist auch ein Tag machbar, aber bei dem Verkehr (vor allem entlang der Garden Route und vor allem zur Sommer-Hauptferien-Zeit) wenig realistisch. Wer kein Problem mit Nachtfahren hat, für den rückt das Ziel jedoch wieder greifbar nahe, wobei Nachtfahrten hier allerdings deutlich riskanter ist als auf deutschen Autobahnen: Auf der großen N2 ist es weniger ein Problem als auf den kleineren Nebenstrecken, doch auch hier muss man verstärkt mit Personen oder Tieren auf der Straße oder jederzeit mit betrunkenen Fahrern rechnen, die einem auf der eigenen Spur entgegenkommen. Als wir in Stellenbosch ankamen, haben wir für die Strecke ca. 24 h gebraucht (allerdings inkl. weniger kurzer Pausen sowie eines Game Drives durch den Addo Elephant Nationalpark). Für die Strecke Hannover – Stuttgart haben wir selbst bei dichtem Verkehr keine acht Stunden gebraucht. Für Deutschland ist das schon fast eine Strecke in kompletter Nord-Süd-Ausrichtung, in Südafrika kommt man damit nicht weit.

Die Garden Route zu fahren war schön, doch für uns derzeit nur Mittel zum Zweck, da wir die nächsten Tage mit Steffen und Ema noch genügend Zeit haben werden, diese ausgiebig zu befahren. Kurz nach Caledon – ohne größere Zwischenstopps – bogen wir deshalb ab in die Winelands. Wir fuhren am Theewaterskloof Dam entlang, über den Franschhoek Pass und durch das frankophile Kleinod selbst, Franschhoek, hindurch, um nach Stellenbosch zu gelangen. Wir hatten bereits vor Tagen ein Doppelzimmer im d’Ouwe Werf Hotel (S 33° 56.274’, O 18° 51.720’) gebucht – zu Sylvester wollten wir uns etwas gönnen…

Wir aßen noch etwas im nahegelegenen Beads Restaurant und erkundigten uns bei der Rezeption nach der ihrer Meinung nach besten Möglichkeit eine Weintour zu machen. Da wir beide etwas davon haben wollten, schied selbstfahren aus. Bleiben zwei Alternativen: uns per Taxi von Weingut zu Weingut kutschieren zu lassen oder gleich auf einen der vielen Weintour-Anbieter zurück zu greifen. Wir entschieden uns für letzteres. Ich erstellte eine Liste von Weingütern, die für uns wichtig waren, schrieb noch drei Fragen dazu („Lunch included?“, „Pick-up point?“, „Price?“) und ließ die Rezeption mal machen. Unbedingt sehen wollten wir: Simonsig, Zevenwacht und Vergelegen. Interessant fanden wir zudem: Beyerskloof, Delheim, Hartenberg, Jordan, Kleine Zalze, Kings Kloof, Meerlust und Warwick. Ich hatte der Dame an der Rezeption erklärt, dass wir mindestens zwei unserer „Unbedingts“ besuchen wollen und gerne noch zwei unserer „Interessants“ sehen würden. Später rief sie an, dass sie uns eine Tour gebucht hätte mit den Weingütern: Tokara, Thelema, Rustenberg, Muratie mit Mittagessen in Delheim. … Man muss halt auch delegieren können… Sie erklärte uns, dass unsere Wunschliste zu weit verstreut sei und daher nur eine private Tour in Frage gekommen wäre, die so kurzfristig aber leider nicht auf die Beine gestellt werden konnte. Gut, vielleicht schaffen wir es ja auch von Kapstadt nochmals hier her. Die Weintour war auch so ein voller Erfolg und obwohl wir eigentlich gar keinen Wein kaufen wollten – wir müssen den schließlich noch ein Weilchen mit uns rum führen –, kauften wir doch vier Flaschen plus ein Fläschchen Olivenöl.

Wine Tasting Tour

Lekker Stellenbosch

Wir kamen am späten Nachmittag zurück, Anja ruhte sich etwas aus und ich surfte und schrieb Mails. Viel freie Zeit hatten wir nicht, denn abends mussten wir es uns ja schon wieder gut gehen lassen, beim Hotel-Dinner.

Stilvolles Ambiente

Stilvolles Ambiente

[Anja:] Für alle kulinarisch Interessierten…

  • Aperitif: Lime and Strawberry infused Sangria
  • Vorspeise: Smoked Chicken Tian, layered with roasted Peppers & served with sweet chilli sauce OR Kudu Carpaccio with roasted & marinated Vegetables with Vinaigrette (wir haben beides genommen)
  • Hauptgang: Fan Fillet with Youngberry Sauce served in Cinnamon Sweet Potato
  • Nachspeise: Honey & Rum grilled Nectarines with Mascarpone & Berries OR Strawberry Shortbread Tartlets with Mascarpone (auch hier haben wir beides genommen)
Sylvester Dinner

Sylvester Dinner

Gegen halb Zwölf sind wir dann raus auf die Straßen Stellenboschs, aber das Studentenstädtchen zeigte sich während der Sommerferien sehr feiermüde. Die Straßen waren leer und in den wenigen offenen Bars, die wir um unser Hotel fanden, saßen auch nur kleine Grüppchen zusammen. Anja und ich fanden somit problemlos einen Platz und gönnten uns eine kleine Flasche Champagner zum Anstoßen. Sylvester hier in den Winelands war ruhig und entspannt, vielleicht ein kleines bisschen zu ruhig, aber das richtige, um auszuspannen.

Prosit Neujahr!

Prosit Neujahr!

Das Frühstück am nächsten Tag war wohl eher ein „Spätstück“ und wir verbrachten den heutigen Neujahrstag wie den gestrigen: entspannt und very laid back mit Laptop am Pool. Abends hatten wir uns mit einem Kollegen meinerseits, Georg, und seiner Frau zum Essen im Asara Wine Estate verabredet. Der Abend verging wie im Fluge und wir merkten nicht, wie es mittlerweile bereits kurz vor elf geworden ist.

[Anja:] Auch hier gab es vorzügliches Essen. Ich hatte Springbok Fillet, das so zart zubereitet war, dass es auf der Zunge verging, dazu gab es einen Serviettenknödel. Jörg genoss eine Ente und zum Nachtisch gab es Ziegenkäse-Törtchen mit Karamell und Eis und eine große Portion Kaiserschmarrn. Klingt hier natürlich unheimlich normal und witzlos, war aber alles köstlich und raffiniert gekocht. Kein Wunder, der Koch ist ein deutscher Michlin-Sterne-Koch (dessen Namen ich allerdings wieder vergessen habe 🙁 )

Morgen geht ’s dann weiter nach Kapstadt. Unser Aufenthalt in Stellenbosch hat unseren Budgetrahmen deutlich gesprengt, doch kann es dafür einen besseren Anlass als den Jahreswechsel geben? 2009 stand vollends im Zeichen unserer Reise (wenn auch anfangs nur durch Vorbereitungen) und wir wollten dafür einen geeigneten Ausklang finden. Auch wenn die Reise nicht durchgängig entspannt und ruhig war, wollten wir dieses Jahr Sylvester genauso verbringen und da hat uns Stellenbosch nicht enttäuscht.

 

 

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• Mittwoch, Dezember 30th, 2009

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Heute früh standen wir schon früh auf, damit wir uns noch von Maureen und Pete verabschieden konnten, die arbeiten gehen mussten. Jan und Trevor verließen auch schon um 8 Uhr das Haus, da Trevor mittlerweile Reitstunden nimmt. Wir packten nebenher und verließen kurz nach ihnen das Haus. Wir nahmen Petes Einladung an, unseren Keilriemen bei ihm zu ersetzen und fuhren daher noch in seiner Werkstatt vorbei. Danach ging ’s los für uns über Hügelketten in sattem grün.

Am späten Nachmittag erreichten wir Hogsback, ein süßes Dörfchen mitten im Wald. Angeblich soll sich hier J.R.R. Tolkien zu der Beschreibung seines Auenlands aus „Herr der Ringe“ inspirieren lassen. Wir übernachteten auf dem Campingplatz von „Away with the Fairies“. Uns war das allerdings irgendwie zu „backpackig“ und vor allem zu überlaufen. Viele junge Leute und viel Alkohol. Keine gute Mischung. Trotzdem hatte der Ort was. Von dem Backpackers gehen verschiedene Wanderwege los, und als kleines Schmankerl haben sie an einem Aussichtspunkt mitten auf einer Klippe am Rand des Abgrunds eine Badewanne aufgestellt, in der man ein heißes Bad nehmen kann und die Natur genießt.

Die Nacht war nicht sehr entspannt. Die viel zu aktiven Jugendlichen tranken zu viel und hörten zu viel laute Musik. Immer wieder grölt es irgendwo her und ich konnte nicht schlafen.

[Jörg:] Ich hab’ tief und fest durchgeschlafen…

 

 

 

 

Nach dem Aufstehen bereiteten wir uns ein schnelles Frühstück und Kaffee für die Fahrt vor, um dann schnell wieder auf die Straße zu kommen. Es folgte eine lange Strecke bis zur Garden Route. Wir wollten unsere Wildcard langsam amortisieren und fuhren auf dem Weg durch den Addo Elephant Park. Wir waren natürlich wieder zum falschen Zeitpunkt da, sodass wir nicht viele Tiere sahen. Zwei Schildkröten, mehrere Warzenschweine, ein Büffel und ein paar Elefanten kreuzten unseren Weg. Wir fuhren nur durch und hielten uns nicht lange im Park auf. Auf endlos wirkenden Straßen ging es weiter bis Port Elizabeth. Wir ließen die Stadt links liegen und fuhren über die Umgehungsstraße Richtung George.

An der Bloukrans Brücke wachte ich aus meinem Hörbuch-Traum auf, denn hier finden normalerweise die Bungee-Sprünge statt. Wir mussten tanken und kehrten in der angrenzenden Total Tankstelle bei Steers ein. Auf deren Terrasse sahen wir dann, dass das Bungee-Spektakel für heute wohl schon beendet sein muss. Komisch, mir ging es vor 6 Jahren genauso, als ich hier war. Es war nun schon kurz vor Sonnenuntergang und wir konnten es nicht mehr schaffen bis Knysna, in dessen Nähe wir heute übernachten wollten. Also nahmen wir uns ein näheres Ziel vor: die Wild Spirit Lodge bei The Crags.

Dummerweise fuhren wir falsch ab, und landeten im luxuriösen Örtchen namens Nature’s Valley. Ein Traum für jeden Architekten und jeden stinkreichen Mieter oder Eigentümer dieser Luxus-Villen. Traumhaft schön. Hier lag unser Domizil aber nicht, das fanden wir per Internet heraus. Wir fuhren ein paar Kilometer zurück Richtung N2, bogen dann rechts ab und fanden uns bei einem anderen lieblichen Plätzchen wieder. Die Wild Spirit Lodge besteht aus mehreren Hütten mit Strohdach und einem Gebäude komplex im Cape Dutch Stil. Campen kann man im idyllischen Garten unter schattenspendenden Bäumen. Wirklich schön. Erst wollte man uns wieder wegschicken, da Hochsaison ist und es keinen Platz mehr für unser Auto gäbe, da fingen wir an zu betteln, wir können auch auf dem Parkplatz schlafen und ob es wirklich kein Plätzchen mehr gibt. Da kam aus dem Hintergrund jemand hervor, der meinte, für uns gäbe es noch einen Platz zum Campen. Wir waren glücklich, parkten unser Auto im Garten und gingen zur Bar, wo es auch noch freies WLAN gab. Wie schön 🙂

 

 

 

 

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf, beeilte mich zu duschen und ging dann zum Internet ans Aussichtsdeck. Jörg stand kurz nach mir auf und kam rechtzeitig zum Frühstück dazu. Es gab Cereals und Spiegeleier, dann fuhren wir los. Die N2 entlang der Garden Route ist derzeit fürchterlich voll, Knysna total verstopft. Wir brauchten ewig und hatten noch so eine lange Strecke vor uns. Wir wussten da noch gar nicht, ob wir die 550 km heute überhaupt schaffen.

Dann löste sich der Verkehr wieder auf und wir kamen besser voran. Um Knysna herum sahen wir einige Gleitschirmflieger. Ich freu mich schon, wenn ich wieder im Gurtzeug sitze und der Wind wieder um meine Ohren pfeift. Jedes Mal, wenn ich Flieger sehe, werde ich ganz aufgeregt und Jörg muss sich meine Sehnsüchte anhören. Die N2 schlängelt sich bis Mossel Bay die Küste entlang, danach sieht man das Meer eine ganze Weile nicht mehr.

Ursprünglich wollten wir eine Scenic Road über den Tradouw Pass fahren, aber da sonst die ganze Strecke 9 Stunden gedauert hätte, entschieden wir uns dagegen. Eine gute Entscheidung, denn so können wir 1,5 h früher da sein. Die Landschaft entlang der Strecke ist nicht besonders. Es ist Hochsommer und so sind die meisten Felder irgendwie verdorrt und alles ist mehr braun als grün.

Eine Scenic Road machten wir dann aber doch noch. Wir fuhren „hinten herum“ in die Winelands herein, in dem wir noch vor Elgin abbogen und über Franschhoek nach Stellenbosch kamen. Franschhoek ist ein süßes Dörfchen mit vielen Weingütern im Cape Dutch Stil und kleinen Einkaufsgässchen. Der dazugehörige Franschhoek Pass führte uns entlang hoher, spitzer Berge. Stellenbosch ist von Franschhoek nicht weit weg und man merkt den Übergang fast gar nicht, da überall Weingüter verstreut sind. Stellenbosch ist aber mindestens genauso schön wie Franschhoek. Auch hier gibt es prunkvolle Privathäuser, aber auch noch prunkvollere Universitätsgebäude. Unser Hotel liegt in der Church Street und damit mitten im Zentrum des Ortes. Wir kamen früh genug an, um alles notwendige auszupacken, uns frisch zu machen und essen zu gehen bei Beads.

 

 

 

 

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