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• Donnerstag, März 11th, 2010

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Unser langer Urlaub ist nun schon eine Weile vorbei und wir mussten uns zurück in Deutschland erst mal richtig umstellen. Es begann mit dem Temperatursturz von etwa 40°C von Durban (35°C) auf München (-6°C), dann kam als nächster Schock der Streik am Flughafen und die Erkenntnis, dass auch Deutschland afrikanisch sein kann (einer der meistgehörten Sätze war für uns „Sorry, we don’t have“).

Schön war es, Familie und Freunde wieder zu sehen, auf die man sich schon lange gefreut hatte. Die meisten hatten a per eMail Kontakt zu uns gehalten und so kam es uns bei den meisten Begegnungen nicht so vor, als wären wir fast ein Jahr weg gewesen.

Eine große Freude hat uns das Wetter bereitet, denn pünktlich zu unserer Ankunft in Deutschland kam der x-te Wintereinbruch und bescherte uns Schnee. Wir freuten uns wie die sprichwörtlichen Schneekönige und suchten nach anderen Schneeliebhabern. Wir fanden sie in Form von Katharina, Violetta und Ben, die tapfer mit uns zum Schlittenfahren in den Deister bei Hannover fuhren.

Schlittenfahren

Wie sehr wir Schnee vermisst haben

Seit dem 1. März muss eine Hälfte von uns beiden arbeiten, die andere beschäftigt sich noch mit der mentalen Vorbereitung darauf. Ich denke, wir haben die letzten freien Tage noch gut genutzt und es war gut, dass wir noch ein bisschen Balkonien-Urlaub am Schluss hatten, bevor es wieder in den harten Arbeitsalltag geht.

Irgendwann im März kommt auch unser Willi wieder in die Heimat zurück und ich erwarte, dass Willi die meisten Anpassungsschwierigkeiten haben wird. Er hat sich doch ganz wohl gefühlt bei den warmen Temperaturen und den nicht asphalitierten Straßen.

Der Blog ist damit auch abgeschlossen und wird nur noch minimale Änderungen erfahren. Ich werde noch die letzten Bilder unter der Rubrik „Was wir sahen“ zusammenfassen und Jörg wollte noch ein paar Artikel nachliefern, die zeitlich eher an den Beginn unserer Reise zu setzen sind.

Die Initiative-Rückenwind verabschiedet sich hiermit von ihren treuen Lesern in den Urlaub 🙂 – denn ganz vorbei ist dieses Projekt bestimmt noch nicht…

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• Sonntag, Februar 07th, 2010

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Bevor wir nach Südafrika fuhren hatten wir schon eine vorgeprägte Meinung, was uns wohl erwarten würde. Durch das intensive Hören von Podcasts (Deutsche Welle – Fokus Afrika) und über Gespräche mit verschiedenen Leuten, waren wir ein wenig verängstigt. The South African Crazy CamperWir erwarteten überall irgendeinen Kriminellen, der es auf uns abgesehen hatte. Und was passierte? Nichts!

Statt dessen wurden wir überrascht vom Gegenteil: eine Gastfreundschaft, die wir auf unserer Reise zuletzt in den arabischen Ländern erlebt haben. Es begann mit unserem Leck am Dieseltank, schon am dritten Tag in diesem Land. Uns half ein südafrikanischer Farmer mit einer vollkommenen Selbstverständlichkeit und verblüffte uns damit sehr.

Jan und Trevors Familie nahm uns an Weihnachten ohne zu Murren auf und schloss uns damit in der Zeit, in der uns unsere eigenen Familien so fehlten, in ihre ein. Damit machten sie uns das größte Weihnachtsgeschenk.

Auch unser Besuch in Johannesburg war eine große Überraschung: Harald und ich kannten uns bis dahin nur über eMails und trotzdem schien es selbstverständlich uns aufzunehmen. Ebenso Ericus und seine Familie, die wir nur zwei Abende in Jordanien getroffen hatten. Und alle machten unsere Besuche zu etwas Besonderem.

Trotz unserer Ängste und den daraus resultierenden Vorkehrungen, die wir getroffen hatten (immer die Türverriegelung unten lassen, Abstand zum Vordermann lassen an der Ampel, Fenster hoch, …), mussten wir an keiner Stelle Befürchtungen haben, dass uns etwas zustößt. Wir haben uns natürlich auch nicht bewusst in eine Gefahr gebracht und wir sind kein unnötiges Risiko eingegangen. Wir haben uns allerdings auch in Menschenmassen begeben, wie am Ministrels Carnival in Kapstadt, und trotzdem ist nichts passiert.ZA_Resumee_02

Wir haben mehr Zeit in Südafrika verbracht als in irgendeinem anderen Land und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es noch länger gehen können. Südafrika ist eines der schönsten und abwechslungsreichsten Länder auf unserer Reise gewesen. Von Kalahari bis hin zu tiefstem Grün und viel viel Meer, haben wir alles gesehen. Der Osten ist eher hügelig bis bergig, der Westen und Norden sehr wüst, im wahrsten Sinne des Wortes. Als wir von Namibia aus den Kontinent noch einmal durchquerten und an Lesotho vorbei nach Sodwana Bay fuhren, veränderte sich die Landschaft von heiß und braun hin zu sonnig kühl und tief grün. An diesem Punkt ging mir das Herz richtig auf. Das war das Südafrika, in das ich mich schon vor sieben Jahren verliebt hatte.

Ein besonderes Schmankerl hatte Südafrika für uns in Form der WildCard. Wir hatten schon vorher von ihr gehört und waren gleich begeistert. Leider für Ausländer sehr teuer, aber spätestens nach unserem 5tägigen Aufenthalt im Krüger National Park hatte sie sich amortisiert. Was ist die WildCard nun? Eine Art National-Park-Flatrate. Wir hatten einmal die Investition gewagt und dann kein schlechtes Gewissen mehr unserem Budget gegenüber, dass wir auch einfach nur zum Spaß durch einen Park durchfuhren. Wir sahen hier in Südafrika dadurch auch mit die meisten Tiere. Nur keine Löwen, aber das ist ein anderes Thema und zum Glück gab es ja in der Etosha „Löwen satt“ (und satte Löwen… 😉 ). Schaut Euch einfach die Bilder an und macht Euch selbst ein Bild.

Im Nachhinein betrachtet, hätten wir uns gerne nicht so vorgeprägt. Wir finden es sehr schade, dass Südafrika einen derart schlechten Ruf hat. Keine Frage, den Ruf hat das Land nicht ohne Grund, die Kriminalität ist nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem hat sich hier unser altbekanntes Motto „Seeing is believing“ bestätigt und wir haben nicht eine einzige Begegnung mit Gefahr erlebt. Ich würde mir wünschen, dass gerade vor der Fussball-WM, das Land begreift, was es für eine schlechte Außenwirkung hat und sich spätestens dann endlich auch allen anderen von der Seite zeigt, wie es sich uns präsentiert hat.

Für uns gehört Südafrika aufgrund von all den genannten Aspekten auf jeden Fall zu den Top 5 unserer Lieblingsländer.ZA_Resumee_04

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• Freitag, Februar 05th, 2010

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Am Fuß des Sani Passes angekommen, war es etwa 11 Uhr und wir konnten Durban heute noch gut erreichen. Wir riefen schnell im Africa Regent an und fragten, ob sie auch schon heute ein Zimmer für uns hätten, und wir hatten Glück. So fuhren wir zunächst zum Flughafen in Durban, um unseren Flug umzubuchen. Inzwischen war sicher, dass unser Auto schon am 5. Februar in den Container eingeladen werden soll und nachdem das Africa Regent uns kein Zimmer bis zum 16. Februar anbieten konnte, war für uns kein Grund mehr gegeben, eine Woche in Durban ohne Auto zu verbringen. Das Umbuchen kostete uns stolze 150 Euro pro Ticket, aber so kommen wir immer noch günstiger weg. Inzwischen können wir es auch kaum erwarten, Familie und Freunde wieder zu sehen und vielleicht ist uns der Wettergott hold und lässt es ab dem 9. Februar, 8.40 Uhr schneien. Da landen wir nämlich in Stuttgart, sofern der Wettergott nicht zu früh anfängt.

[Jörg:] Da habe ich überhaupt nichts dagegen, aber bitte nicht zu stark schneien lassen, Petrus. Ich würde schließlich gern tagsdrauf noch nach Hannover weiterfliegen. Dort darf ’s dann ab 18:10 h schneien, was das Zeug hält.

Als alles am Flughafen erledigt war, fuhren wir direkt nach Durban North ins Africa Regent und verließen für den Rest des Tages das Zimmer nicht mehr.

Am Montag fuhren wir nach Pinetown zunächst in zwei Camping Läden, um uns nach Zelten und anderem Zubehör umzuschauen. Dort trafen wir auf Elmar, den wir in Namibia im Rivendell kennengelernt hatten. Lustig, wie klein die Welt ist. Er brauchte ein Ersatzteil für sein Zelt, sah unser Auto und fragte am Eingang des Ladens, wo denn die zwei Deutschen von dem Fahrzeug wären. Da wir die einzigen Kunden waren, fiel es dem Verkäufer nicht schwer uns zu identifizieren. Wir plauschten kurz, tauschten Nummern aus und trennten uns wieder, denn wir wollten unser Auto noch in der Werkstatt abgeben.

Das war gleich die nächste Station: Rory’s Workshop. Rory wurde uns über Jan und Trevor von Ben und Kate empfohlen. Wir parkten das Auto auf seinem Hof, erstellten mit ihm eine Liste an Reparaturen, Must-Dos und Can-Dos, und wurden nach etwa 10 Minuten von seiner Frau nach Umhlanga in ein Shopping Center gefahren. Das ging alles sehr schnell. Sehr überrascht waren wir davon, dass es hier in Durban so üblich ist, dass Werkstätten einen abholen lassen und einen ins Hotel zurückbringen, wenn man sein Auto bei ihnen lässt, und unsere Strecke war nicht einmal um den Block, sondern gute 30 km one way.

Wir wollten sowieso in das angeblich größte Shopping Center der südlichen Hemisphäre und dass man uns da frei haus hinfährt kam uns sehr gelegen. Das Gateway in Umhlanga ist riesig! Ich kleidete mich bei 35°C Außentemperatur in gut klimatisierten Läden für den deutschen Winter ein und kaufte eine Fleece Hose und einen dicken Pullover. Jetzt kann der Winter kommen! Jörg hielt tapfer durch, sogar als ich ständig in aller Öffentlichkeit meine neue Vuvuzela testete (ich kann das noch nicht…). Am Abend gingen wir ins Kino und schauten Avatar in 3D. Super Film, tolle Effekte – muss man gesehen haben! Danke für den Tipp, Ema und Steffen!

Danach warteten wir eine Ewigkeit auf unser Taxi. Wir bekamen von David aus dem Regent zwei Taxi Unternehmen empfohlen, wovon uns eines jedoch im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen ließ. Der Typ, der uns am Ende mitgenommen hatte und den wir gefragt hatten, ob er uns holen soll (Erkennungszeichen: gelbe Vuvuzela), verneinte nämlich erst, fuhr noch drei Runden im Schneckentempo um den Kreisverkehr und kam 20 Minuten später wieder. Wir waren ganz schön angep*****. Vor allem weil er nicht einmal den Weg kannte und wir erst mal 15 Minuten am Taxistand warten mussten, bis er die Straße im Straßenatlas gefunden hatte. Wo sind eigentlich die guten alten Taxiprüfungen hin?

Der Dienstag begann entspannter. Ohne Auto und mit nur einem Vorhaben schliefen wir aus und bloggten. Um 14.30 Uhr hatten wir einen Termin mit einem Vertreter der Schiffslinie, deren Büro zufälligerweise zwei Querstraßen von unserem Guesthouse weg liegt. Wir konnten also hinlaufen und auf dem Weg noch was essen. Auf dem Parkplatz des Büros lernten wir auch Denise und John kennen, mit denen wir uns einen Container teilen wollen. Die beiden haben schon ein bisschen mehr Reiseerfahrung als wir und haben sogar schon mal verschifft und kannten sich ein wenig aus. Nach Südafrika haben sie es in drei Monaten geschafft!

Bei dem Termin mit Robbie von der Schiffslinie erfuhren wir ein paar unangenehme Dinge. Den Hafen darf man zum Beispiel nur in angemessener Kleidung betreten. Was heißt angemessen? Festes Schuhwerk – kein Problem, Warnwesten – auch kein Ding, Sicherheitshelme – kann man uns bestimmt leihen, die machen ja jeden Tag Verschiffungen. Pustekuchen, wir müssen sie uns selber besorgen. Wir sind ja nun fit in Südafrika nach 2 Monaten Aufenthalt, aber wo wir so Bauhelme finden sollen, hatten wir keine Ahnung und Robbie wusste es auch nicht. Aber es war ja auch nicht sein Problem. John nahm sich der Sache an und wollte uns auf dem Laufenden halten.

Dann erfuhren wir, dass unsere Gasflaschen nicht mitreisen dürfen. Ja, aber sie seien doch leer. Im Laufe der nächsten Tage erfuhren wir, dass auch leere Gasflaschen dazu führen, dass unser Container als „Gefahrguttransport“ eingestuft wird und uns das 1000 USD extra kosten soll, sollten wir darauf bestehen, die blauen Kocher behalten zu wollen. Neben der Gasflaschen ist ein allzu voller Tank auch nicht gut, man sagte uns, sie wollen nur Autos mit nahezu leerem Tank transportieren. Ein Glück war der Zusatztank unseres Autos gerade in Reparatur, sodass wir den nicht mehr voll gemacht hatten. Sonst hätten wir schon wieder Diesel verschenken müssen.

Nach dem ernüchternden Gespräch machten Jörg und ich erst mal einen Spaziergang durch die Straßen zu Pick’n’Pay und kauften uns Getränke. Es war schwül und warm draußen, so dass wir uns von dem 4 Kilometer-Walk erst mal im klimatisierten Zimmer erholen mussten. Am Abend, bzw. späten Nachmittag, machten wir uns nochmals auf um etwas essen zu gehen. Wir landeten im Nourish Café, die damit werben alles aus frischen Biowaren herzustellen. Das Essen war wirklich lecker.

Am Mittwoch sollte unser Auto fertig sein, Rory nahm uns aber die Hoffnung, als wir beschlossen, doch noch die ausgeschlagenen Radlager zu ersetzen. Wir ließen uns stattdessen zum uShaka Marine World fahren und verbrachten dort den Tag. Wir hatten einen Heidenspaß in diesem Erlebnis-Aquarium-Schwimmbad und konnten uns hier – fern von irgendwem, der uns kennen könnte – wie die kleinen Kinder benehmen. Wir spielten auf Wasserrutschen, machten einen Underwater-Walk, schauten einer Delphin Show zu und begutachteten die vielen verschiedenen Fische in den Aquarien.

Wasserspass in Durban

Einmal wieder Kind sein

Das Abendessen nahmen wir bei Moyo ein. Hier aßen wir ägyptische Gerichte, ich bekam ein Facepainting und schauten auf Meer hinaus.

Der Donnerstagmorgen war ein wenig hektisch. Am Anfang sagte Rory noch zu uns, das Auto sei fertig und der Fahrer komme gleich. 2 Stunden und 3 Anrufe später war der Fahrer endlich da, um uns abzuholen. Wir hatten gleich volles Programm vor mit unserer wieder gewonnenen Mobilität. Zuerst fuhren wir in Pinetown herum und suchten jemanden, der unsere Gasflaschen ausleert, da wir zu diesem Zeitpunkt noch glaubten, dass leere Gasflaschen ja kein Problem darstellen können. Das war eine ziemliche Sucherei, zumal Wiederauffüllen ein Straight-Forward-Task ist, Leeren dagegen nicht so einfach scheint, doch wir fanden schließlich jemanden. Danach fuhren wir zu Helen, um unsere Verschiffung zu bezahlen. Sie nahm uns bei der Gelegenheit jegliche Hoffnung auf die Gasflaschen, sodass wir gleich nach dem Besuch bei ihr zu dem Gasladen zurückeilten, in der Hoffnung, dass sie die volle Flasche noch nicht ganz entleert hatten. Parallel sms’ten wir Jan und Trevor, ob sie Verwendung für die zwei blauen Container hätten und sie freuten sich sogar. Der Dämpfer kam dann bei der Gasfirma: sie hatten die Flasche schon geleert. Jan und Trevor nehmen die Flaschen glücklicherweise trotzdem.

Dann wollten wir noch ein paar Einkäufe erledigen, die wir im Auto verstauen können und fuhren wieder in den Norden zu den großen Shopping Centern. Viel einzukaufen gab ’s zwar nicht, dafür aber gutes Essen. Glücklich, nicht wieder ewig auf ein Taxi warten zu müssen, sondern ins eigene Auto einsteigen zu können, fuhren wir zurück ins Africa Regent. Und da begann die eigentliche Arbeit erst. Der Kühlschrank musste geputzt werden und das Auto musste final gepackt werden. Ziemlich erledigt fielen wir hinterher ins Bett.

Die Nacht auf den Freitag habe ich schlecht geschlafen. Ich blieb lange wach, weil ich mir den Kopf zerbrach über die Warnwesten, deren Ort im Auto mir vollkommen unklar war. Und was, wenn John und Denise doch keine Helme für uns organisiert haben. Beides vollkommen unbegründete Sorgen, denn Jörg wusste genau wo die Warnwesten sind und Denise hatte schon per Mail gesagt, dass sie die Helme mitbringt. Nach dem Frühstück brachen wir gleich auf und trafen uns pünktlich mit John und Denise an der Shell Tankstelle. Danach ging es direkt ins Container Terminal, wo wir fast die einzigen mit Helm waren!

Uns empfing Alistair, ein Gutachter der Versicherung und organisierte die Zollabwicklung für uns, bevor es nach langer Wartezeit endlich zum Container ging. Das allerdings ging schnell. John zuerst, dann Jörg und schon hatten die Autos ihre finale Parkposition erreicht. Nun mussten sie nur noch mit frisch zu sägenden Holzbalken (wie in Wadi Halfa!, als würden die das zum ersten Mal machen!) und Strippen festgemacht werden, der Container verschlossen werden und fertig! Helen, die inzwischen eingetroffen war, brachte uns wieder nach Hause.

Hier versuchten wir uns ständig von den Gedanken abzulenken, irgendetwas total Wichtiges im Auto vergessen zu haben. Ich fragte mich ständig, ob ich wirklich den Kühlschrank ausgemacht hatte und ob auch alles sicher verstaut ist. Wir werden sehen. In fünf Wochen haben wir unseren Willi hoffentlich unversehrt wieder.

Nun, so ganz ohne Wagen, fühlten wir uns irgendwie unkomplett. Unser Heim für die letzten 10 Monate ist in einem Container, wo wir nicht wissen, wie es ihm geht…

Hafen

Willi geht allein auf große Reise

 

 

Category: Südafrika  | 4 Comments

4 Responses

  1. 1
    ben 

    Ihr habt „Glück“ – es sind für Di/Mi wieder zweistellig Minusgrade angekündigt. Seid aber nicht überrascht, wenn die „Daheimgebliebenen“ inzwischen den Schnee nicht mehr sehen können …

  2. 2
    Anja 

    Sind nicht böse, wir freuen uns halt 🙂

    Leider hält sich der Schnee in Stuttgart ein bisschen zurück. Aber ich will mich nicht beklagen, mein Auto ist eingeschneit.

  3. 3
    ben 

    Na, da hat dann Jörg mehr „Glück“. In H schneit es schon den ganzen Tag und wir haben wieder eine dichte geschlossene Schneedecke …

  4. 4
    kaschidH 

    So schnell sind zehn Monate um????!!! Freue mich jedenfalls, dass Ihr offensichtlich wieder gesund und munter in Deutschland angekommen seid. Ich muss zu meiner Schnade gestehen, dass ich Euch die letzten Wochen ein wenig aus den Augen verloren habe, bei meiner virtuellen Mitreise. Muss wohl am Wetter gelegen haben. Ich werde mich aber bemühen, das nach und nach aufzuholen…Schöne Grüße auch von der Restfamilie…

    Karsten

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• Sonntag, Januar 31st, 2010

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Statt Artikel gibt es heute etwas Besonderes: unser Lesotho Tagebuch in Video-Form.

Ein Must-See!

Warnung: das Video dauert ca. 10 Minuten und ist ca. 30MB groß. Es braucht entsprechend Zeit zum Laden, aber es lohnt sich! Und nicht vergessen, den Ton anzumachen!

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Das war unser Höhenprofil auf der Fahrt:

20100130-Hoehenprofil-Lesotho

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• Samstag, Januar 30th, 2010

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Die nächsten beiden Tage verbrachten wir hauptsächlich abwechselnd vor dem Computer. Wir verordneten uns je 2 Stunden Arbeitszeit im Wechsel und so kamen am Ende der zwei Tage 10 Blog-Artikel heraus. Wir waren stolz auf uns.

Demjenigen, der nicht arbeitet, wurde nicht langweilig. Während einer am Computer saß, wurschtelte der andere am Auto herum, las, schlief, schwang sich aufs Fahrrad im Fitnessraum oder ging in den Spa. Gut, im Spa und im Fitnessraum war nur ich. Im Spa ließ ich mich 1,5h mit Gesichts- und Nackenmassagen verwöhnen.

Natürlich genossen wir in der Suite wieder das Blubberbad, den Kamin und die Heizdecke, sowie das leckere Essen im Restaurant. Uns gings richtig gut in den zwei Tagen.

Nach 3 Nächten war aber wieder weiterfahren angesagt. Die Reise sollte durch Lesotho gehen, Richtung Durban über den Sani Pass. Die Route berechneten wir über zwei verschiedene Karten und bekamen zwei stark voneinander abweichende Ergebnisse. Tracks for Africa schlug ca. 12h von Ladybrand nach Underberg vor, Garmin sprach von ca. 8 Stunden. Ich wollte Garmin glauben 🙂

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• Mittwoch, Januar 27th, 2010

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Es regnete immer wieder und auch auf unserem Weg Richtung Swaziland wurde es nur unmerklich besser. Die Grenze zu dem kleinen Land war nicht weit weg und die Grenzformalitäten waren einfach und schnell erledigt. Nach etwa 20 Minuten waren wir durch und in Land 23 auf unserer Reise angekommen. Noch 80 Kilometer und wir sind am Ziel 🙂

Der Mlilwane National Park, bzw. Wildlife Sanctuary, ist für uns mit der Wildcard auch kostenlos. Wir wollten dort im Backpackers campen, hatten aber Schwierigkeiten, den Weg dorthin zu finden. Wir beobachteten von der Rezeption des Mlilwane Main Camps aus einen Minibus, der einen eigentümlichen Weg durch das Camp fuhr und fanden bei dieser Gelegenheit auch gleich die Schilder Richtung Backpackers Als wir dort angekommen waren, hieß es, mit einem Auto zu campen geht nicht, also fuhren wir zurück ins Main Camp und suchten uns dort ein Plätzchen im Schatten. Jörgs Bewegungsdrang trieb ihn zu einer self guided Walking Safari, die der er an die vorhandenen Tiere sehr nah heran kam. Mein Nachmittagsprogramm bestand mehr aus einem ausgedehnten Mittagsschlaf. Aufstehen vor 6 Uhr ist nicht meins.

[Jörg:] Ich war expeditionsreif ausgerüstet (Wasser, Sonnencreme, Karte und Kompass (nicht dass ich letzteren gebraucht hätte), Tierbestimmungsbuch und Fernglas für mich sowie Kamera für Anja), doch mein Erkundungsdrang wurde von einem Ranger leider auf ein absolutes Minimum gestutzt. Es war mittlerweile kurz vor 16 Uhr und all die längeren Spaziergänge redete er mir aus. Er meinte, jeder sollte bis um 17 Uhr (spätestens 17:30 h) zurück im Camp sein, weil am frühen Abend die Nilpferde langsam aus dem Wasser an Land kommen. Oookay! Das für sich ist schon ein sehr überzeugendes Argument, umso stärker ist seine Überzeugungskraft, wenn man alleine unterwegs ist. (Alleine) Spazierengehen ist hier kein Problem, weil der Park (außer Nilpferden) keine für Menschen gefährlichen Tiere enthält. Ich drehte also nur eine kleine Runde; eigentlich nur für eine Stunde gedacht, schaffte ich es doch, sie auf fast zwei auszudehnen.

An mehreren Stellen kam man einer gemischten Herde Zebras, Impalas und Gnus bis auf vielleicht 10 m heran. Der Pfad führte innerhalb des Waldes am Waldrand entlang und der Wind stand günstig und wehte mir von der offenen Fläche ins Gesicht. Ich ließ mich auf einem Baumstamm nieder und beobachte die Tiere. Später trotteten auch noch Blessböcke vorbei. Diese Antilopenart war neu für uns, hatten wir sie doch noch in keinem unserer bisher besuchten Parks gesehen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie anders die Tiere auf einen wirken, wenn man sie nicht aus dem Wagen heraus beobachtet. Zebras hatten wir nun wirklich schon genügend gesehen, aber ohne Auto drum herum und nur ein paar Meter entfernt, hat man noch eher das „Mittendrin-statt-nur-dabei“-Gefühl. Und wenn Gnus aus dem Wagen betrachtet für uns nur unter „ferner liefen“ zu zählen sind, bekommt man durchaus Respekt, wenn sie einen aus zehn Metern fixieren und dabei bedrohlich anschnauben. (Auch wenn sie vor mir weggelaufen wären, wenn ich nun schreiend und winkend auf sie zugelaufen wäre.)

An unserem Campingplatz grasten zudem Nyalas und Warzenschweine direkt um uns und unseren Willi herum. Da es in dem Park keine natürlichen Feinde gibt und die Tiere (leider) an Menschen gewöhnt sind, haben sie jede Scheu abgelegt. Die Nyalas lassen sich sogar streicheln.

Mlilwane

Swazilands Mini Park

Am Abend gönnten wir uns ein großes Mahl am Buffet mit geröstetem Impala, traditionellem Maisbrei und anderen Leckereien. Nach dem Essen sollte ursprünglich noch ein traditioneller Tanz stattfinden, den wir uns gerne angeschaut hätten. Als uns das angekündigt wurde, regnete es leicht, aber wir warteten alle noch, weil die große Gruppe aus Dänemark noch nicht mit dem Essen fertig war. Der Regen wurde immer stärker. Als wir da so saßen und in den Regen hinausschauten, fiel mir plötzlich ein, dass ich das Zelt nicht ganz zu gemacht hatte und so zwang ich mich in den Regen hinaus. Unser Bett bekam vom Wasser kaum etwas ab, ich dafür umso mehr. Ich war komplett durchnässt, als ich wieder am Restaurant ankam, um dann zu erfahren, dass der Tanz nicht mehr stattfindet. Shit happens! Ich hatte vom Auto gleich unsere Zahnbürsten mitgebracht, um ein weiteres hin und her zu verhindern, aber bis wir wieder zurück waren, waren wir beide nass und der Regen hatte die Wege in schlammige Sturzbäche verwandelt.

Die Nacht war unruhig. Es gewitterte und regnete unterschiedlich stark, aber konstant. Die Rücksichtslosigkeit anderer Camper bei der lauten Rückkehr ins Camp hielt mich mitten in der Nacht noch etwa 2 Stunden wach. Kurz bevor der Wecker klingelte, schlief ich ein – wie das immer so ist – und war hinterher ziemlich gerädert. Wir ließen das Frühstück ausfallen, da wir froh waren, dass wir gestern alles rechtzeitig eingepackt hatten und es noch trocken war. Nach einer kurzen Pause fing es schon wieder an zu regnen.

An der Grenze Richtung Südafrika war viel Verkehr, Lastwagen blockierten den Weg. Besonders wendig ist unser Wagen ja nicht, aber wir schafften es trotzdem, an den LKWs vorbei zu kommen. 5 Minuten später hatten wir die notwendigen Stempel im Pass und konnten Richtung Ausgang fahren. Doch so schnell die Prozedur vorher ging, hier mussten wir warten. Die Zöllner wollten unser Auto inspizieren. Wie sich herausstellte, waren die Beamten nicht am Inhalt interessiert, sondern daran, wo das Auto herkommt, wie wir hergekommen waren und eigentlich konnten sie es auch gar nicht fassen, was für eine Reise wir hinter uns haben. Wir können es manchmal auch kaum glauben 😉

Unser nächster Stopp war Ermelo, wo wir endlich bei Mugg & Bean frühstücken konnten. Das Frühstück war lecker und hatte unsere leeren Energiereserven aufgetankt. Noch kurz einkaufen und schon fuhren wir wieder. Immer wieder regnete es und unser ursprüngliches Vorhaben, im Glen Reenen Camp zu übernachten, schien immer unwahrscheinlicher zu werden. Als wir den Golden Gate NP erreichten, regnete es immer noch, aber dafür weniger. Der Glen Reenen Campingplatz war bis auf ein Wohnmobil leer. Wir wollten nicht im Matsch sitzen und darauf warten, dass der Regen wieder anfängt. Ein kurzer Anruf bei den Cranberry Cottages und schon war die Entscheidung gefällt. Wir fuhren weiter. Während wir das Panorama auf einer der schönsten Strecken Südafrikas bewunderten, klarte der Himmel auf und die Sonne schien. Camping wäre wohl doch drin gewesen. Aber jetzt drehten wir nicht mehr um.

In Ladybrand erwartete man uns freudestrahlend und führte uns in die Cottage. Die Honeymoon Suite war heute noch belegt und erst morgen für uns frei. Die Cottage war aber mindestens genauso schön. Ausgestattet mit allem was man sich wünscht und einer kleinen Küchenzeile, wo wir uns erst mal Spaghetti und Milchreis kochten.

 

 

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• Mittwoch, Januar 20th, 2010

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Das Abenteuer Johannesburg ließen wir nicht aus, auch wenn man uns von verschiedenen Seiten von der Stadt abgeraten hat. Gefährlich, langweilig, reinstes Verkehrschaos waren die Attribute, die die Stadt auszeichnen sollten. Wir können zu allen dreien mal wieder sagen: „So ’n Quatsch!“ Zumindest für uns galt keines davon, uns hat die Zeit in Jo’burg viel Spaß gemacht.

eGoli, ist übrigens eine andere Bezeichnung für Johannesburg und bedeutet übersetzt in etwa „Stadt des Goldes“. Das Wort kommt aus der Sprache der Zulus.

Wir hatten uns ja extra am Abend vor der Fahrt in die Metropole strategisch günstig platziert, sodass wir egal wie der Verkehr auch sein wird, nicht im Dunkeln ankommen müssen – immer wieder die Tipps im Hinterkopf „immer Abstand zum Vordermann lassen, damit man nicht eingekeilt und ausgeraubt werden kann“, „immer die Türen geschlossen halten“. Alles in allem waren wir sehr verunsichert, als wir nach Johannesburg hinein fuhren und durften uns gleich eines besseren belehren lassen.

Die Rush Hour gabs Samstagmorgen nicht, was vielleicht an der Zeit gelegen haben kann, zu der wir aufbrachen: 11 Uhr. Das Navi sagte eine Zeit von 2 Stunden für die ca. 160 Kilometer voraus, die wir leider auf 3 Stunden ausweiten mussten. Kleine Erklärung: ich fuhr – ja, ja, jetzt kommen die Kommentare wie „Frau am Steuer“… – und ließ mich von unserem Garmin ganz schön in die Irre führen. Das Kartenmaterial von Garmin und Tracks4Africa für die Region Gauteng können nicht miteinander. Ständig berechnete er neu und ich fuhr falsch ab, auch weil die Anzeige nicht genau genug war. Nach fast 3 Stunden kamen wir nahe beim Flughafen im Stadtteil Kempton Park raus und zwar in einer Gegend, die schön grün und mit ein paar Pferdehöfen besetzt war. Und hier sollten nun Zelda und Ericus wohnen? Nein, die Straßennamen stimmten nicht mit den genannten überein. Bei der Gelegenheit mussten wir entdecken, dass ich die Koordinaten für den Wegpunkt falsch eingegeben hatte und wir 6 Kilometer vom Ziel entfernt waren. Dann aber schafften wir es und erreichten die vier sehnsüchtig auf uns Wartenden.

[Jörg:] So ganz unschuldig an der Verzögerung bin ich allerdings auch nicht. Wir hatten in Parys extra nach einem Late Check-Out gefragt, weil ich mich heute Morgen ein wenig „malad“ gefühlt habe. Die Fahrt verlief recht unspektakulär, außer dass wir in Joburg vom Verkehr erschlagen worden, wahrscheinlich war nicht einmal viel Verkehr, heute am Samstag, aber es zählt ja eh nur das „gefühlte“ Verkehrsaufkommen und das war für uns größer als es hätte sein müssen. Na, und unspektakulär davon abgesehen, dass ich mal wieder Fieber bekommen hatte.

Ich hing auch nachmittags noch ein wenig durch und so fuhren Ericus und Ivan uns noch schnell zu einem Doc – um sicher zu gehen, wollten wir Malaria ausschließen. Wir hatten schon ein Selbstdiagnose-Kit bei ihnen zu Hause ausprobiert, doch wir merkten leider erst nach dem Piekser, dass das Kit nicht mehr vollständig war. Der Bluttest in der Walk-In-Clinic ergab: keine Malaria. Sehr schön! Der andere Test zeigte jedoch den alten Bekannten, der uns schon in Ungarn, der Türkei, Jordanien, Ägypten und Äthiopien beschäftigte. Und ich dachte, das hätte nun erstmal Ruhe bis zur Heimkehr. Mit den richtigen Antibiotika und einer Mütze Schlaf war das Problemchen doch schnell im Griff und so konnten wir uns abends noch lang beim Grillen über unsere Reiseerfahrungen austauschen.

Am nächsten Morgen hatten wir einen lazy start: nach dem späten Frühstück war erst mal wieder faulenzen angesagt, und danach gab ’s auch schon wieder Essen. Die Vier führten uns aus zum Restaurant des Bowling Clubs am Zoo, den Studenten hier – nicht nur freitags nach den Vorlesungen – auch besser als „Library“ bekannt. 😉 Zurück zu Hause gabs dann „American Idol“. Wir hatten ewig kein TV-Programm mehr und mit ’nem Sudoku in der Hand ist, sind diese kleinen Minutendramen der potentiellen Superstars dann gar nicht mehr so schlimm – sieht man mal vom Fremdschämen ab.]

Am Montag hieß es schon wieder Abschied nehmen von Ericus und Zelda. Wir aßen noch gemütlich Frühstück mit den beiden bis Ericus los musste, seinem Auto neue Reifen zu verpassen. Eine halbe Stunde später konnten wir uns von Zelda lösen, die noch zwei Abschiedsbilder schoss. Ein kurzer, aber sehr schöner Besuch bei der Familie, die wir in Jordanien zum ersten Mal getroffen hatten.

Joburg_Ericus_Zelda2

Unser nächster Besuch führt uns nach Sandton, ein eher gehobenes Stadtviertel. Da Harald bis 17 Uhr arbeitet, hatten wir noch viel Zeit, um uns ein Museum anzuschauen. Bei mir kam Freude auf, bei der Vorstellung ein Museum zur Entstehung der Menschheit anzusehen. Gääääähhhn! Aber ich wurde eines besseren belehrt. Das „Cradle of Humankind“ ist ein sehr modern gestaltetes Museum für alle Altersklassen. Man kann warten bis eine Führung startet, die einen aber nur bis zum Eingang begleitet und anfangs ein wenig Hilfestellung bietet, damit man das Museum und den vorgesehenen Weg dadurch versteht. Man braucht die Führung eigentlich nicht.

Es beginnt mit einer Halle, in der man auf einigen Tafeln etwas über Darwin und sein Leben und seine Theorien erfahren kann. Danach wird man auf eine Bootstour geschickt, die einen von der Gegenwart zum Urknall führt (am Anfang ist es normal temperiert, dann kommt man durch eine vereisten Tunnel in eine windige und eine heiße Ecke). Hat man den Urknall erlebt, „spielt“ man sich durch einen langen Gang. Man kann an einem Tisch über Telefone ausgestorbene Tiere anrufen, an einem anderen muss man Bilder der Entstehungsgeschichte von Pflanzen oder Tieren sortieren, dann darf man Ratespiele mitmachen und neben all dem gibt es noch unzählige Tafeln mit Texten, Bildern, Videos. Alles beschreibt verschiedene Aspekte des Menschen. Auffällig ist die raffinierte Gestaltung der Themen, was dabei aber stört, ist dass es in diesem Museum an keiner Stelle ruhig ist. Überall dröhnt einen Musik an, spricht jemand in einem Video, hört man kleine Animationen (siehe Scherenbild). Trotz allem war es sehr interessant und selbst ich Museums-Muffel war gewillt hier noch länger zu bleiben. Aber die Zeit wurde doch auf einmal knapp. Wenn wir durch den Verkehr kommen wollten, mussten wir jetzt los.

[Album Cradle of Humankind – muss noch hochgeladen werden]

[Jörg:] Haralds und Tanias Haus fanden wir dann zur Abwechslung gleich auf Anhieb. Quasi mit uns, kam auch sein Bruder und dessen Freundin an, so dass die Bude gleich rappelvoll war. Doch die konnten nicht lange bleiben und so haben wir den Abend dann noch ruhig beim Vietnamesen Haralds Vertrauens ausklingen lassen.

Zur Einstimmung auf unser morgiges Ziel, das Apartheid Museum – nicht schon wieder ein Museum! – schauten wir noch Invictus, den aktuellen Film über Nelson Mandela und wie er durch die Rugby Weltmeisterschaft versucht das Volk zu einen. Uns hat der Film sehr gut gefallen, aber wir vermissten ein wenig das „Mandela“-Gefühl. Er wird im Film ein bisschen zu wenig charismatisch dargestellt.

[Jörg:] Wir hatten den nächsten Morgen zunächst im Nino’s gefrühstückt. Ich hatte Hunger und habe mir zu dem Ei-Bagel noch Oats (Porridge) bestellt. Dachte, das sind zwei kleine Portionen, doch da habe ich mich ganz schön geirrt und auch wenn wir das Frühstück extra in die Länge zogen, ich musste das Besteck strecken.

Jetzt zum Apartheid Museum. Es wurde uns genauso warm empfohlen wie das „Cradle of Humankind“, und wir waren gespannt, die Messlatte war ja hoch gesetzt. In Kapstadt waren wir schon im District 6 Museum und erwarteten zunächst etwa dasselbe. Doch weit gefehlt. Auch hier hat sich ein Museums Architekt große Mühe gegeben und ein fantastisches Ergebnis erzielt. Leider darf man drinnen keine Fotos machen, sodass ich für weitere Informationen nur das WWW und die museumseigene Website empfehlen kann: http://www.apartheidmuseum.org

Trotzdem wollen wir kurz beschreiben, wie wir den Besuch des Museums erlebt haben. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, bekamen wir einen Zutrittspass, auf dem man entweder als Weißer (White/European) oder Nicht-Weißer (Non-White/-European). Ich war weiß und musste daher einen anderen Eingang benutzen als Jörg. Das stimmte einen schon mal ganz gut ein. Im Grunde sieht man trotz der Trennung das Gleiche, man geht nur durch unterschiedliche Gänge und muss die Bilder alleine auf sich wirken lassen. Man sieht Pässe, die mit White oder Non-White gestempelt sind, und eine Aufstellung auf Basis welcher Informationen damals die Einteilung der Hautfarben gemacht wurden. Besonders viel Kopfschütteln ruft es hervor, wenn man erfährt, dass man im Laufe seines Lebens die Hautfarbe wechseln konnte. So wurden manche Weiße zu Indern, manche Malayen zu Schwarzen, manche Schwarze zu Chinesen und so weiter. Jedoch wurde kein Weißer schwarz und kein Schwarzer weiß.

Zu Beginn sahen wir uns einen Film an, der in 15 Minuten die Siedlungsgeschichte Südafrikas zusammenfasst. Danach waren wir also bereit, die Geschichte Südafrikas des 20. Jahrhunderts zu durchleben. Bevor wir aber richtig in die Zeit der Apartheid einstiegen, gingen wir in die Sonderausstellung über Nelson Mandela. Hier kann man von Geburt bis heute alles über ihn lesen oder sehen (es werden auch Fernsehinterviews gezeigt). Sehr interessant und toll gemacht. Nachdem wir hier durch waren, waren wir schon 2 Stunden im Museum, also mussten wir ein bisschen Gas geben.

So ging es zum unangenehm anzuschauenden Teil, dem Bereich zur Apartheid. Auch hier wird erst mal in die Vergangenheit geschaut und ergründet, wie es überhaupt dazu kam. Man bekommt auch hier wieder durch Videos und Bilder, viele Texte und Anschauungsmaterial (gelber Mannschaftswagen im Museumsraum) einen guten Überblick. Wir blieben fast an jeder Tafel hängen und lasen sie komplett durch oder schauten uns die Videos an. Erschreckend was in der Zeit passierte. Um 15 Uhr musste dann aber wirklich Schluss sein. Wir wollten um 16 Uhr zuhause bei Harald sein und mussten dafür noch einmal quer durch die Stadt fahren.

Joburg_Street_01

Wir kamen gut durch und konnten so noch über Haralds Internet nach Unterkünften in Durban suchen. Circa 30 eMails später waren wir kaum einen Schritt weiter, dafür lustlos noch weiter planen zu müssen. Genau in dem Moment kamen Harald und Tania nach Hause, mit denen wir eine Pizza bestellten statt zu grillen. Das Wetter in Johannesburg ist im Moment nicht so berauschend und die Entscheidung gegen einen typischen Braai fiel, weil sich über dem Haus dunkle Wolken zusammenbrauten. Seit wir da sind, gibt es jeden Tag Gewitter und heftigen Regen, sodass man denkt, die Welt geht unter. Wir schauten noch „Be Kind Rewind“ und gingen dann zu Bett.

 

 

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  1. 1
    ben 

    Hat dich Jörg nun zum Ende der Reise doch nochmal ans Steuer gelassen? Naja Ziel war ja schon erreicht 😉

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• Freitag, Januar 15th, 2010

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Wir fuhren wieder zurück nach Wilderness, da ich mir einen einzigen Tag zum Fliegen reserviert hatte. Sicherlich riskant nur einen Tag Zeit dafür zu haben, weil dann das Wetter stimmen muss und ich jemanden finden muss, der mit Equipment leiht etc. Ich hätte sicherlich auch schon irgendwann früher auf der Reise fliegen gehen können, aber fast nach 2 Jahren Pause wollte ich dann doch lieber unter professioneller Anleitung in die Luft gehen. Zufällig ist meine Flugschule, die Flugschule Luftikus, im selben Zeitraum wie wir (und noch viel länger) an der Garden Route. Ich hatte sie schon in Ölüdeniz vorgewarnt, dass wir sie wiedertreffen würden, wenn wir Südafrika erreicht haben.

Als wir durch die Berge wieder zum Meer herunter kamen, sahen wir keinen einzigen Flieger am Himmel. Wir suchten uns trotzdem erst mal eine Unterkunft in Wilderness. Ich hatte schon vorher das Wilderness Beach House rausgesucht und Jan, ein Freund von Jörg, hatte uns dieses Backpacker’s Place unabhängig von unserer Auswahl auch schon empfohlen. Camping scheint hier nicht möglich zu sein, also ließen wir uns die Zimmer zeigen. Wir nahmen den einzigen freien Raum, der ganz schön teuer war für seine Ausstattung. Dafür hatte er eine Terrasse mit einem Hängestuhl und einem fast ungestörten Blick aufs Meer. Wir entspannten erst mal auf der Terrasse und hörten den Wellen zu. Dann rief ich Annelore aus der Flugschule an und fragte, ob das Wetter schuld sei, dass die Luft nicht voller Gleitschirme ist. „Ja, zu viel Wind“ berichtete sie. „Vielleicht morgen.“ Das war mir irgendwie zu vage, da wir auch nicht noch einen weiteren Tag in Wilderness verbringen wollten, wenn das Wetter mich nicht fliegen lässt. Wir planten daher kurz unsere Weiterreise nach Johannesburg und gingen in den Ort zum Essen, um dann hinterher nochmals bei Annelore anzurufen.

Nach der Empfehlung von Trip Advisor kehrten wir bei „The Girls“ ein und hatten einen wunderschönen Abend. Wir tranken einen tollen Wein, aßen phantasievolle Vor- und Nachspeisen und wunderbares Fleisch. Anschließend versuchte ich es nochmals telefonisch bei den Köningers, leider ohne Erfolg. Wir fuhren kurzerhand in die Boardwalk Lodge, wo sie untergebracht waren. Während Jörg auf das Auto aufpasste, ging ich zu den Fliegern hinauf. Ein paar Gesichter waren mir nicht unbekannt, aber mein Namensgedächtnis versagte. Die einzige, die ich sogar mit Namen wieder erkannte, war Helga, die ihrerseits aber Probleme hatte, mich zuzuordnen. Wenigstens hatte Michel kein Problem mich wiederzuerkennen – gut, er war durch einige Mails vorgewarnt 😉 –, wir unterhielten uns kurz und ich beschloss, das Wetterbriefing am nächsten Morgen abzuwarten. Danach fuhren Jörg und ich wieder heim und schauten ein Video.

Die Nacht und am nächsten Morgen hatte ich dann ordentlich Muffensausen vor dem Fliegen – eigentlich auch nichts Neues, das habe ich sogar, wenn ich weiß, dass es zum Fliegen geht. Meine Sorgen erübrigten sich beim Frühstück, denn da hatte der Wind schon bei uns so zugenommen, dass sogar ich sehen konnte, dass es nicht fliegbar gewesen wäre. Michel bestätigte dies per SMS und wir begannen unsere Sachen zu packen, um nach dem Frühstück zu fahren.

Diese verfrühte Abreise hatten wir natürlich nicht abgesprochen mit unseren Verabredungen in Johannesburg und weil es so kommen musste, hatte Harald, bei dem wir zuerst vorbei schauen wollten, schon andere Pläne. Schnell umgeplant und dank der Flexibilität von Zelda und Ericus durften wir schon am Samstag bei den vieren auftauchen. Aber erst mal mussten wir die fast 1.200 km schaffen. Das geht natürlich nicht auf einmal. Unser erster Stopp war daher in Colesberg. Ein unbedeutender Ort am Rand der Karoo oder Nirgendwo. Die Fahrt dahin führte uns durch lange einsame Strecken, vorbei an Feldern und Wiesen und Bergen, von denen es stark windete. Auf halber Strecke begannen außerdem fürchterliche Gewitter und starker Regen.

[Jörg:] Aber wir fuhren durch Hannover, das entschädigte doch für Vieles… 😉

Auch in Südafrika gibt es die schönste Stadt der Welt

Auch in Südafrika gibt es die schönste Stadt der Welt

Dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fügen. ;-)

Dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fügen. 😉

Für die Gegend rund um die N1 durch Südafrika hatten wir so gut wie keine Informationen, wo man schön übernachten kann und so verschlug es uns in ein Backpackers, namens Toverberg. Dort waren wir nicht die ersten, außer uns waren noch zwei junge Engländerinnen da, die gerade aus Johannesburg angekommen waren. Wir machten uns was Kleines zum Abendessen und als es anfing zu gewittern, saßen wir vor dem Fernseher und schauten History Channel von DSTV.

Den nächsten Morgen begannen wir mit einem lecker Frühstück (Brote mit Jans Aprikosen Marmelade). Dann ging es wieder auf die Straße. Wir wollten heute bis Parys kommen, was kurz vor Johannesburg liegt. Wir hatten schon so viel über den Verkehr in der Großstadt gehört, dass wir lieber nah dran sein wollten, um ja nicht im Dunkeln Zelda und Ericus zu Hause suchen zu müssen. Die lange Strecke bis Parys unterbrachen wir mit einem Casino-Besuch. Wir gingen aber nicht spielen, sondern nur etwas essen 😉 Erst beim Rausfahren, erkannten wir auch, was uns das Navi schon vorher sagte, nämlich dass wir uns in Bloemfontein befanden, wo wir schon mal waren, nur da hatten wir die Stadt von Nordwesten her durchkreuzt. Heute war es nicht so windig wie gestern und das machte das Fahren etwas angenehmer. Kurz vor einem kleinen Gewitterausbruch kamen wir in Parys an und suchten uns eine Unterkunft. Wir landeten im Waterfront Guest House. Das Guest House war eingerichtet „wie bei Oma“, überall stand Kitsch und nicht ganz zueinander passende Staubfänger herum, aber dadurch bekam es irgendwie Flair. Wir bekamen ein sehr großzügiges Zimmer mit einem genauso großen Bad mit Badewanne und großer Dusche. Als es anfing zu regnen, verzogen wir uns in die Badewanne. Ein gemütlicher Abendausklang.

 

 

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• Dienstag, Januar 12th, 2010

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Heute mussten wir alle eine Pause einlegen. Die Sonne schien seit Tagen zum ersten Mal und wir nutzten diesen Umstand aus, um einen Tag am Strand und in der Sonne zu verbringen. Brenton-on-sea hat einen feinen Sandstrand und sogar ein paar Schattenstellen. Als wir ankamen, war dort ein großes Zelt aufgebaut, das für eine Hochzeit vorbereitet war. Wir suchten uns ein Plätzchen unter einem Felsvorsprung, wo es genügend Schatten für uns gab. Ich hatte meine Lektion im Sonnenbaden schon ein paar Tage vorher bekommen und blieb die ganze Zeit im Schatten, nach 2-3 Stunden waren auch alle anderen leicht gerötet und so fuhren wir zurück in die Lodge. Dort verbrachten wir die Zeit schlafend im Bett und auf der Terrasse im Liegestuhl. Der Tag ging schnell vorbei. Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg, um etwas essen zu gehen. Steffen fuhr uns nach Thesen Island, wo wir eine Tapas & Oyster Bar fanden. Die Tapas waren sehr lecker, der Service hätte besser sein können. Zum Abschluss des Abends spielten wir in Steffen und Emas Zimmer Doppelkopf. Ema bemerkte an dem Abend, dass wir bisher noch nicht wirklich afrikanisch essen waren. Stimmt, aber es scheint an der Garden Route auch nicht viele (bezahlbare) Restaurants mit lokaler Küche zu geben. Die Gegend ist so touristisch, dass man sich hier sehr auf den europäischen Geschmack eingerichtet hat.

Es folgte ein Tag, an dem wir wieder viel vor hatten. Wir wollten heute Tiere sehen. Also fuhren wir nach dem Frühstück wieder in die Richtung Plettenberg Bay und gingen dort erst mal ins Elephant Sanctuary (Elefanten Tierheim). Hier werden Elefanten wieder aufgepäppelt, um sie auf lange Sicht wieder auszuwildern. Bei der Gelegenheit werden sie gleich noch „erzogen“, nach dem Belohnungsprinzip für Touristen ein paar Kunststücke vorzuführen und sich so ihren Unterhalt selbst zu verdienen. Den Touristen wird gezeigt, was es für typische Verhaltensweisen gibt, wie z.B. Schnauben, Kopf schütteln, den Rüssel aufstellen. Als Highlight darf man mit den Elefanten ein Stückchen „Hand in Hand“ spazieren. Dazu nimmt man seine rechte Hand und streckt sie nach oben geöffnet nach hinten. Dort legt der Elefant seinen Rüssel ab (der Rüssel ist ziemlich schwer und feucht) und folgt einem auf Schritt und Tritt. „A life changing experience“ – stimmt irgendwie, wenn man so nahen Kontakt mit einem Elefanten bekommt. Wir waren uns aber durchaus bewusst, dass das keine natürliche Umgebung für Elefanten ist und dass sie nichts gemeinsam haben mit denen in der freien Natur. Hoffentlich wird dem „gemeinen Touristen“ damit kein vollkommen falsches Bild vermittelt.

Elephant Sanctuary

Spaziergang mit Riesen

Danach waren kleinere Tiere dran. Ganz in der Nähe ist nämlich Monkey Land. Auch eine Art Tierheim für Affen, die früher vom Menschen misshandelt oder falsch gepflegt wurden. Wir sahen acht verschiedene Rassen über unsere Köpfe hinweg springen, essen, zwischen uns herumlaufen,… Viele endemische Affen gibt es hier nicht, denn es handelt sich vor allem um hübsche Affen aus Madagaskar, die sich manche Leute gerne in den Käfig stecken. Manch einer von uns wurde auch mal angepinkelt ;-), aber ansonsten wollten die Affen nicht so nahe kommen.

Monkey Land

Affenstall

Gleich nebenan war „Birds of Eden“, auch ein Sanctuary, nur dieses Mal für Vögel. Am Eingang gab es ein kleines Vogelerkennungsheftchen zu kaufen, in dem man abhaken konnte, welchen Vogel man gesehen hat. Dieses Heftchen kauften wir uns und gaben es in die Obhut von Ema, die fleißig mit mir abhakte, während ich Fotos schoss. An einer Stelle, ließen wir uns zu viel Zeit und hatten gleich einen Freund gewonnen. Ein kleiner Kakadu setzte sich auf Emas Schulter und wollte sich von da nicht abschütteln lassen. Der Stock, den Steffen ihm hinhielt, damit er seinen Sitzplatz wechseln konnte, wurde kurzerhand zerlegt. Mit einer geschickten Bewegung wurden wir ihn allerdings los. Später, als wir einen Kuchen essen wollten, das gleiche Spiel nochmals. Diesmal mit einem Sittich, der sich in Jörgs Hemd verliebte und sich ständig auf seine Schulter setzte.

Birds of Eden

Wir hatten viele Vögel

Der Tag war lang und aufregend. Wir hatten nicht mehr genügend Zeit, um nach Hause zum Umziehen zu fahren, also gingen wir direkt zur Waterfront nach Knysna. Dort trafen wir nach kurzer Zeit auf Sabine und Klaus. Steffen kennt Sabine aus Stuttgart aus der Bank. Mit ihnen gingen wir Fisch und Fleisch essen. Es war ein sehr lustiger Abend.

An unserem letzten halben Tag in Knysna – übrigens ein binärer Tag 😉 – hatten wir schon wieder was Spannendes vor. Wir standen früher auf als sonst, packten schnell das Auto und fuhren wieder nach Plettenberg Bay. Wir hatten eine Whale- & Dolphin-Watching-Tour gebucht und mussten dort schon um kurz nach 9 Uhr sein. Um 9.30 Uhr ging es los. Wir sahen eine riesige Gruppe Delphine an der Küste auf und ab schwimmen.

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Danach fuhren wir zu Seelöwen. Die waren für uns wiederum nichts besonderes, da wir schon viele davon in Namibia gesehen hatten. Wale sahen wir leider keine, angeblich war der letzte Wal vor einer Woche an der Küste gewesen, nun aber nicht mehr da.

Dolphin Watching

Großfisch-Beobachtung

Danach gings nach Oudtshoorn. Es war ja nicht weit und so konnten wir den Nachmittag noch am Pool verbringen und uns entspannen. Am Abend machten wir einen großen Braai und aßen stunden lang und spielten Bohnanza.

 

 

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• Samstag, Januar 09th, 2010

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Wir haben uns schon lange auf unseren ersten Besuch auf unserer Reise gefreut und heute sollte der Moment gekommen sein. Wir informierten uns im Internet auf einer Seite, die ankommende und gehende Flüge sowie all deren Verspätungen auflistet, ob Ema und Steffen auch pünktlich ankommen. Zum Glück haben wir nachgeschaut, denn der Flieger hatte Verspätung, etwa eine halbe Stunde hatten wir mehr Zeit zum Frühstücken und Auto packen.

WillkommenEmmaSteffen

Wir hatten ein kleines Willkommensschild (wir haben sie vorgewarnt) gebastelt und freuten uns wie die Kinder am Flughafen. Ema und Steffen bringen uns auch gleich noch ein paar Sachen mit: mein iPhone und neue Kreditkarten. Jetzt dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen beim Bezahlen unserer Rechnungen.

Endlich...

Endlich...

...da kommen sie

...da kommen sie

Nachdem die beiden ihr Auto in Empfang genommen hatten, fuhren wir los nach Hermanus. Dort kauften wir ein und aßen einen kleinen Snack an einem Aussichtspunkt mit Meerblick. Danach ging es weiter nach Cape Agulhas, dem eigentlichen Kap und südlichstem Punkt auf unserer Reise. Wir planten mit unserem Navi die kürzeste Route und fanden dabei heraus, dass unsere Karten – sowohl Garmin Südafrika, als auch Tracks4Afrika, die Küstenstraße nicht enthielten. Wir fuhren daher durchs Landesinnere, sehr zum Missfallen des kleinen Yaris von Ema und Steffen. 80 Kilometer Schotterpiste hatten wir alle nicht erwartet, nachdem die Straßen hier in SA so gut ausgebaut sind und man bei der Planung mit Mapsource trotzdem oft eine (positive) Überraschung erlebt und die Straßen gar nicht so schlecht sind, wie dargestellt.

Mittagspause in Hermanus

Mittagspause in Hermanus

In L’Agulhas fing das Wetter an umzuschwingen. Es wurde trüber und schließlich regnete es. Nicht schlimm für uns, da wir kurz vor den ersten Tropfen in unsere Unterkunft, das Ocean Art House, gezogen waren. Das Haus liegt wunderschön am Meer und heißt nicht ohne Grund „Art House“. Überall steht oder hängen Skulpturen oder Bilder und alles ist gut aufeinander abgestimmt. Hier fühlten wir uns gleich wohl. Als Schmankerl gab es sogar Internet for free.

Nach einer kleinen Erholungspause fuhren wir in den Ort, um etwas zu essen. Überraschenderweise spürte man hier die Sommerferien, denn alle Restaurants waren voll! Und das in so einem kleinen Dörfchen. Wir mussten nach Struis Bay in ein Hafenlokal. Klingt schlimmer als es war. Das Essen war warm und gut, aber keine feine Kost. Wir hatten das auch nicht erwartet, somit war das nicht schlimm. Schon beim Essen redeten wir viel darüber, was zuhause so los war, seitdem wir weg waren und was so in der Bank passiert. Neun Monate sind ganz schön viel Zeit, und wir brauchten noch bis in die Nacht bis wir vor Müdigkeit aufhören mussten zu erzählen.

Im Ocean Art House habe ich wunderbar geschlafen. Das Bett war riesig und warm, draußen war es grau, eigentlich wär der Tag ein Faulenz- und Bettliege-Tag gewesen. Eine Dusche änderte meine Meinung, ich war fit wie ein Turnschuh. Das Frühstück war die Krönung des Morgens: frische Früchte, dann Omelett, Cappucino, Croissants – alles „lekker“!

In L’Agulhas kann man ansonsten nicht allzu viel unternehmen. Ein Must-See ist auf jeden Fall der Leuchtturm und die südlichste Spitze Afrikas. Der Leuchtturm stand als erstes auf dem Programm. Im Leuchtturm gibt es ein Museum zur Leuchtturm-Geschichte, aber die Aussicht, die man von oben genießen kann, wenn man die steilen Treppen erklommen hat, ist atemberaubend. Emas Reiseführer erwähnte noch ein Schiffswrack, das man von oben hätte sehen können, aber das konnten wir nicht entdecken. Also mussten wir hinfahren. 🙂 An der Stelle versuchten Angler ihr Glück, von den Klippen aus Fische zu fangen, aber schienen wenig erfolgreich zu sein, denn sie fuhren schnell wieder ab. Jetzt fehlte nur noch der südlichste Punkt Afrikas, an dem wir vier, wir zwei und das Auto für die Kamera posierten und dann gings los Richtung Knysna.

Cape Agulhas

Besuch am Südlichster Punkt Afrikas

Auf unserem Weiterweg machten wir noch Kaffeepause in Mossel Bay. Zufällig steht dort das Diaz Museum und der Post Office Tree, die man sich beide anschauen kann, bevor man zu Kaffee und Kuchen in das daneben liegende Restaurant geht. Das Museum ist sehr stolz auf sein Prachtstück, einen originalgroßer Nachbau der Bartholomeu Diaz, das Schiff mit dem der gleichnamige Herr hier 1488 angekommen ist. Das Schiff wurde zum 500jährigen Jubiläum in Portugal nachgebaut und segelte quasi noch einmal die ganze Strecke bis ans Kap.

Museumsschiff

Museumsschiff

Im Garten des Museums steht zudem der Post Office Tree, ein 500 Jahre alter Milchholzbaum, der von Seglern als Briefkasten benutzt wurde.

Mossel_Bay_06

Nach all dem Kulturprogramm, gab es Kaffee und verschiedene Süßigkeiten im angrenzenden Café. Am frühen Abend kamen wir in Knysna an. Unsere Unterkunft lag aber nicht im Ort, sondern in Brenton-on-Sea, einem netten Dörfchen mit einem wunderschönen Strand. Wir bekamen von den unheimlich netten Besitzern zwei Zimmer nebeneinander, von deren Bett aus man den Blick aufs Meer genießen konnte. Weil wir noch nichts Richtiges gegessen hatten, gingen wir noch in den Ort, waren aber schon da so müde, dass wir den Abend relativ früh beendeten.

Nach der ganzen Fahrerei sollte der folgende Tag aktiver werden. Wir fuhren mit Steffen und Emas Auto in den Tsitsikamma National Park und wanderten dort ein bisschen. Wir wählten zum Aussichtspunkt über die berühmten Hängebrücken über den Storms River – ist die kürzeste Wanderung mit einer Dauer von ca. 3h. Jörg war von der Wanderung um so begeisterter, nachdem er feststellte, dass entlang des Wegs ein Geocache liegt. Der Cache wollte aber nicht von uns gefunden werden. Erst als andere Geocacher hinzustießen und ihrem GPS Gerät mehr Glauben schenkten als Jörg das tat, konnte Jörg sehen, wo der Cache versteckt lag und ihn heben. Nach dieser langen Pause konnten wir endlich weitergehen, doch ich hatte nicht erwartet, dass der Aussichtspunkt so weit oben auf dem Berg liegt. Keuchend kam ich oben an, aber es hatte sich wirklich gelohnt. Die Aussicht war sehr schön.

Tsitsikamma NP

Wunderschöne Wanderung

Selbst der Abstieg hatte uns ganz schön geschafft und wir tankten im Café erst mal auf. Hunger hatten wir auch, aber es gab da nichts Vernünftiges. So fuhren wir wieder ab und entschieden uns in Plettenberg Bay etwas zum Essen zu suchen. Auf der Rückfahrt beschlossen wir, noch beim Bungee Jumping anzuhalten und uns das anzuschauen. Wir ich hier feststellen musste, war die Brücke, die ich schon zwei Mal für die Bloukrans Brücke hielt gar nicht die berühmte Brücke. Die „echte“ lag ganz woanders. Hier sprangen die Leute 216m in die Tiefe. Obwohl Steffen und ich am Anfang noch die Lust verspürten, hatten wir beim Anblick der Springer doch zu viel Respekt.

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In Plettenberg Bay aßen wir bei Cornuti, einem guten italienischen Restaurant, und wurden alle pappensatt mit Pizza, Nudeln und leckeren Nachtischen.

Category: Südafrika  | 2 Comments

2 Responses

  1. 1
    ben 

    Schönes Logo 🙂 mit passendem Claim – wenn Zeit nicht mehr das Problem ist, gell?

  2. 2
    Anja 

    Danke 🙂

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